Frank H. Sauer

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Spielend zum Ziel
oder
Zielend zum Spiel

Dies ist der erste Titel: „Das Realisieren von Träumen“ aus der Buchserie „Spielend zum Ziel“. Ab 2010 sind weitere Titel geplant. Diese werden unter www.spielend-zum-ziel.de bekannt gemacht. Autoren, die passende Themen haben, können sich dort bewerben.

Copyright © 1996-2008 Frank H. Sauer; alle Rechte liegen beim Autor
Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt
Titelbildgestaltung: SPACHES
Herausgegeben durch: DA VINCI 3000
The Academy For Business & Life
Dammstrasse 6, 63500 Seligenstadt
www.davinci3000.com
Erscheinungsjahr: 2003 (Erstauflage)
Erscheinungsort: Mainhausen
ISBN: 3-8334-0412-4


Mehr Infos über die Buch-Projekte unter dieser Serie: www.spielend-zum-ziel.de

Inhalt

Vorwort und Begrüßung 13
Danke 17
Die Lebenskraft 23
Warum existieren wir? 23
Was treibt UNS an? 24
Verschiedene Begriffe für ein Ziel 25
Die Lebensenergie 26
Wer du bist 29
Individualität erlaubt 31
Zufriedenheit stoppt 31
Unser Inneres 33
Fragen, die uns zum inneren Kern führen 34
Die Falle (Verwirrungen und Verstrickungen) 41
Jäger und Sammler 41
Die selbst ernannten Götter 42
Nicht ablenken lassen! 43
Nicht in die Falle tappen 44
Die EIGENEN Ziele schriftlich verfassen 46
Persönliche Ziele 47
Definition 47
Erinnern Sie sich an unsere Falle? 49
Bist du was – dann hast Du was! 50
Ihr derzeitiges Spiel 51
Ihr zukünftiges Spiel 52
Das Erfolgsprotokoll (Erfolgsjournal) 53
Die Beschaffenheit von Zielen 55
Viele verschiedene Ziele 55
Die Bestandteile eines Zieles 57
Die Facetten eines Zieles 59
Wichtig oder nicht? 64
Wann bin ich erfolgreich? 64
Was ist denn wirklich wichtig? 65
Disziplin beim Erledigen 66
Kreatives Denken 69
Ihr Wertesystem 69
Das Kollidieren von Zielen 71
Ziele haben Richtungen 71
Eindringen oder durchbrechen von Hindernissen 72
Das Kräftechaos 75
Ziel weg aber der Traum bleibt 78
Gegenziele 78
Die verrückte Lösung 80
Steckenbleiben durch Übereinkunft 80
Vergrößern des eigenen Aktionsradius 81
Vergrößern des steckengebliebenen Zieles 83
Verantwortung ist ein Schlüssel zum Wachstum 88
Verantwortung für mich 92
Selbstbewusstsein durch Selbstverantwortung 92
Disziplin 93
Fehler machen erfolgreich 96
Fortschritt und Wandel heißt Fehler machen 96
Der Vorteil von Fehlern 97
Probleme 100
Mal anders gesehen 100
Ziele schaffen Probleme 101
Das Konfrontieren von Problemen 105
In den „dicken“ Problemen steckt Potential 106
Fremdgesteuerte Probleme 107
Die Ergründung eines Problems 107
Tipps zur Problemlösung 109
Das Spiel 115
Es lebe der Sport 115
Sportlicher Ehrgeiz 117
Die Bestandteile eines Spiels 117
Der Zweck eines Spieles 119
Loslassen 120
Das Spiel der Führungskraft 123
Mitarbeiter 124
Der ideale Chef 124
Die Bewertungskriterien zur Auswahl des richtigen Mitarbeiters 127
Zeugnisse sind extrem relativ 130
Zwei Arten von Mitarbeitern 131
Das Fördern von Mitarbeitern 133
Zwei schwierige Fragen: 135
Das Produkt 138
Das Produkt von Unternehmen 139
Das Produkt eines einzelnen Menschen 139
Produktbeispiele 140
Definieren Sie Ihre Produkte! 141
Das Projekt 145
Wann haben wir ein Projekt? 145
Das Projekt als temporäre Mini-Firma 148
Aller Anfang ist wichtig 150
Kontrolle 153
Ein heißes Eisen 153
Die verschiedenen Bedeutungen von Kontrolle 154
Gute Kontrolle 155
Kontrolle contra Träume? 156
Emotionen 157
Die Theorie 157
Was sind Emotionen? 158
Zur richtigen Zeit, die richtige Emotion 159
Emotionen und Ziele 159
Unsere Lehrmeister in Sachen Emotionen 161
Die Hauptursache für emotionales Ungleichgewicht 161
Gefühle und Träume bewegen unsere Ziele 163
Motivation 166
Die exakte Definition 166
Ursachen von Motivationsverlust 168
Motivationssteigerung 169
Abenteuer und Grenzgang zur Motivationssteigerung? 171
Wissen und Wahrheit 173
Wissen ist Macht! 173
Die verschiedenen Arten von Wissen 174
Beispiele für „Nichtwissen“ 176
Richtiges Wissen ist Macht 178
Wahrheit 179
Was Rudolf Steiner darüber sagt 180
Die Erkenntnis 182
Die falsche Erkenntnis 182
Die richtige Erkenntnis 185
Es macht einfach „Klick“ 186
Erkenntnisse machen uns stark 186
Mut 189
Die Mutprobe 190
Mutlos oder bequem 190
Verbündete können helfen 191
Timing 194
Pünktlichkeit 194
Die Logik für richtiges Timing 195
Vorhersagbarkeit schafft Stressfreiheit 196
Das Missverständnis über Geld 199
Ohne Geld läuft nichts 199
Wer macht das Geld so wichtig? 200
Faires Tauschen 201
Der Wert des Geldes 202
Geld als Werkzeug zum Erreichen von Zielen 202
Lassen Sie Ihr Geld arbeiten 204
Fazit 205
Ein paar Grundlagen einer klugen und gesunden Zivilisation 206
Unser aller Beitrag 206
Politisch „links“ oder „rechts“? 208
Erziehung und Bildung 210
Der gute König 211
Columbus 212
Die Bedeutung von Musik 213
Die Mutter Musik 215
Akustik und Farben (hörbare und sichtbare Töne) 217
„Hörbare“ Musik stimuliert 218
Fazit 219
Die Regeln für ein zielgerichtetes Leben 221
Schlusswort 225
Stichwortverzeichnis 228
Literatur-Tipps 237
Die Philosophie der Freiheit (Neuauflage 1918) von Rudolf Steiner 237
Das Geld der Zukunft von Bernhard A. Lietaer 237
Der reichste Mann von Babylon von George Samuel Clason 238
Coaching für die Praxis von John Whitmore 238
Dienstags bei Morrie von Mitch Albom 239
Die Kunst des Krieges von Sunzi 239
Organisation der Zukunft von The Drucker Foundation 240
Spielraum für Wesentliches Inner Game – mit mehr Leichtigkeit leben, lernen und arbeiten von Christian Maier 240


Anmerkung: Die Fußnoten wurden zu einem großen Teil aus dem Duden (Dudenverlag) übernommen. Hierauf wird aus urheberrechtlichen Gründen hingewiesen.


Vorwort und Begrüßung
Hallo und herzlich Willkommen!

Ich lade Sie ein, auf eine Reise durch viele Facetten des modernen Lebens und Schaffens. Wie es der Titel ankündigt, geht es grundlegend darum, wie wir unsere Ziele erreichen und unsere Träume wirklich erleben können sowie darum, dass es dabei manchmal schief gehen kann und wie wir den Fallen des Lebens entrinnen können.
Ich gehe davon aus, dass niemand seine Ziele nicht erreichen möchte, ja sogar meist ein großer Drang vorhanden ist, diese gewünschten Träume Realität werden zu lassen. Und trotzdem gelingt es nur wenigen, genau das zu haben was sie immer haben wollten. Es muss also etwas geben, das uns hindert dort hin zu kommen.
Ich habe viele Menschen gesehen, die entweder mit trotzigem Kopf, verzweifelt oder depressiv mit angesehen haben, wie sie weit davon entfernt waren. Die meisten von Ihnen haben Dinge, wie “Schicksal”, “Pech” oder “Es ist halt nicht zu ändern” oder “Die anderen sind schuld”, als Rechtfertigung hervorgebracht. Ich war übrigens auch einer von diesen. Die Hoffnung hatte ich jedoch nie ganz aufgegeben, was mich schließlich lebendig hielt.
Ich irrte durch mein Leben auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und meinen Möglichkeiten, in dieser für mich scheinbar unheilvollen Welt mindestens soviel Wissen zu haben, dass ich mich selbst definieren konnte. Leider habe ich als junger Mensch die falschen Bücher gelesen und bin, wie die meisten in meinem Heimatland, in eine "unterdrückende deutsche Schule" gegangen.
Nach einigen Fehlschlägen und Blessuren wurde mir dann von außergewöhnlichen Menschen geholfen mein Leben zu verändern. Letztendlich habe ich mir zwar selbst geholfen aber ohne einen kräftigen Anstoß von Außen hätte ich es nicht schaffen können. Ich habe gelernt viele Dinge einfach mal andersrum zu sehen - manchmal sogar gänzlich alles in Frage zu stellen - und dadurch eine neue Sichtweise für das Leben zu bekommen, ohne dabei meine Umgebung umgestalten zu müssen. Ich lernte, wenn ich mich verändere, dann verändert sich die ganze Welt. Weiterhin lernte ich, wie man diese Erkenntnisse in einfache Regeln umwandelt, die leicht anzuwenden sind. Dies, ohne sich religiöse oder esoterische Verhaltensmuster anzueignen.
Aus dieser Erfahrung ist bei mir recht bald der Wunsch entstanden, vielen Menschen eben diesen “Tritt” zu verpassen. Das heißt, dabei zu helfen die richtigen nächsten Schritte zu gehen. Ich habe den Wunsch, dass es meinen Mitmenschen gut geht.
Auch wenn ich mir mit diesem Buch ein paar Feinde mache, so werde ich jetzt mit großen Schritten diesem Ziel näher kommen, indem ich dieses Buch für diejenigen schreibe, die das Ziel haben, vorwärts zu kommen, einen gesunden Menschenverstand zu besitzen und letztendlich persönliches Glück zu erreichen - für sich selbst und für nachfolgende Generationen.
An dieser Stelle sei ein Zitat aus dem Kinofilm „Die Matrix” angebracht: „... ich möchte Deinen Geist befreien. Doch ich kann dir nur die Tür zeigen, hindurchgehen musst du selber!”.
Also dürfte jetzt die Strategie klar sein?!
Einige Unternehmer oder Führungskräfte fragen mich, in welchem Zusammenhang denn Ziele und Träume mit managen stehen? Nun, sicherlich in Vielem, wenn wir uns ehrlich anschauen, was managen tatsächlich ist - was wir in diesem Buch tun werden. Weiterhin wollen wir erörtern, was managen mit Kontrolle und was Kontrolle mit uns zu tun hat? Was haben wir denn überhaupt mit irgendetwas zu tun? Und vor allem: wie bekomme ich meine ganzen Probleme in den Griff?
Ich möchte Ihr persönlicher Trainer sein und bin mir bewusst dadurch Verantwortung zu übernehmen – Voraussetzung ist, Sie lassen zu, dass Sie wachsen!
Ich werde das Thema „Ziele“ Kapitel für Kapitel von verschiedenen Seiten aus beleuchten. Das heißt für Sie, dass jedes Kapitel für sich betrachtet eine eigenständige Lektüre sein kann. Trotzdem ist es ratsam alle Kapitel in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen, da erst dann das Gesamtbild entsteht, das ich vermitteln möchte.
Ich habe dabei möglichst auf unverständliche Fachwörter verzichtet. Alles was fremdartig sein könnte, habe ich in einer Fußnote erklärt. Wenn es mehrere Definitionen in den mir zur Verfügung stehenden Wörterbüchern gab, dann habe ich die hier wichtigste Definition fett markiert.

Dieses Buch ist eines von vielen, das zum Thema „Selbstverbesserung“ geschrieben wurde. Ich beabsichtige nicht, hier eine Revolution herbeizuführen. Es ist mir nur aufgefallen, dass mich die „anderen“ Bücher fast nie wirklich inspirierten. Sie waren mir zu trocken oder zu kompliziert oder zu oberflächlich.
Ihr Erfolg mit dem vorliegenden Buch hängt stark von Ihrem Motiv ab, also zu welchem Zweck Sie es lesen. Es ist ein Versuch, Menschen anzusprechen, die ich nicht coachen kann - diejenigen, die auf der Suche nach einem neuen oder großen Spiel sind oder sich unmittelbar in einem solchen befinden.

Es würde mich sehr freuen von Ihnen zu hören, indem Sie mir Ihre Erfolge, Ideen oder Kritik zu diesem Buch mitteilen. Da ich ständig auf der Suche nach Mitstreitern bin, die auch Visionen von einer lebenswerten Welt haben, bin ich sehr offen für derartige Kommunikation.

Herzlichst
Ihr
Frank H. Sauer


Danke
Ich danke allen die dieses Buch ermöglicht haben. Vor allem danke ich meinen zahlreichen Lehrmeistern und denen, die mir den Weg zeigten und mir den Mut gaben es zu schreiben.

Ich danke meiner Familie für die vielen klugen und simplen Regeln fürs Leben. Ich danke meiner Frau Swetlana für die zahlreichen Entbehrungen und die Geduld.

Ich danke Heinz, Lydia und Rainer für die offenen und ehrlichen Gespräche und Inspirationen, die in dieses Buch eingeflossen sind.

Ich danke vor allem meinen Kindern Robin und Florian, die mir viel Energie und Unbeschwertheit spenden, meinen Weg als Lernender und als Mentor immer weiter zu gehen.

Ich danke allen Menschen, die persönliches Glück für sich sowie auch für andere erreichen wollen.


Gewidmet ist dieses Buch
einer zukünftigen Generation von Menschen,
die endlich mit den Machenschaften
von Unterdrückung und Dummheit Schluss machen, damit sich Ehrlichkeit und Kreativität durchsetzen.
Wenn Ihr noch Kinder oder ungeboren seid,
dann wird Euch diese Botschaft
hoffentlich trotzdem erreichen,
denn die Wahrheit gilt für alle Zeiten.
Schreibt Eure Bücher und Publikationen
auf Eure professionelle Art
und verhindert mit Aktionen,
dass Unwahrheit, Verfälschung und Manipulation
weiterhin die Weltherrschaft haben!

Sei ein guter Mensch!


"Wir wurden geboren,
um den Glanz des "Spirit",
der in uns ist, zu leben.
Er ist nicht nur in einigen von uns,
er ist in JEDEM Menschen.
Und wenn wir unser Licht leuchten lassen,
geben wir damit anderen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun und auch glücklich zu werden.
Wenn wir von unserer Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart andere."
Nelson Mandela
(Menschenrechtler und Präsident Süd-Afrikas)


Die Lebenskraft
„Das wertvollste, was ich je lernte, ist, wie
ungeheuer wichtig das ist, was wir denken.
Wenn ich wüsste was Sie denken, wüsste ich,
was Sie sind, denn Ihre Gedanken machen
Sie zu dem, was Sie sind. Durch die Veränderung
unserer Gedanken vermögen wir unser Leben
zu verändern.“
Dale Carnegie1

Warum existieren wir?
Was für eine Frage!
Eine Frage, die bei den meisten Menschen zahlreiche Emotionen und auch Reaktionen hervorruft.
Grundsätzlich sollten wir festhalten, dass uns irgendeine Batterie speisen muss, wie wir es im Physikunterricht gelernt haben. Denn nichts regt sich ohne Energie. Wir haben dort weiterhin gelernt, dass Energie niemals neu entsteht, sondern lediglich umgewandelt wird. D.h. von einer Energieform in eine andere. Beispielsweise wird Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt, was Sie sich bei einer Windkraftanlage sehr gut verdeutlichen können. Benzin (ruhende Energie in Materie gebunden) verwandelt sich im Motor eines Fahrzeuges in Bewegungsenergie, sobald man einen sogenannten Katalysator2 hinzufügt.
Was treibt UNS an?
Nun, ich möchte diese Frage hier nicht gänzlich beantworten, denn das könnte man als anmaßend empfinden. Wir vereinbaren deshalb folgende logisch klingende Grundregel jedes Lebens, damit der Rest des Buches für Sie fruchtbar und garantiert gewinnbringend wird:
„Eine Kraft, nicht physikalischen Ursprungs, veranlasst Materie das zu tun, weswegen diese oder eine stärkere Kraft Materie irgendwann einmal erschaffen hat.“
Diese Verbindung zwischen gesteuerter Energie und Materie hält sich offensichtlich schon eine sehr lange Zeit aufrecht und schafft einen Raum, in dem wir menschliche Wesen existieren und fortbestehen können.
Wem das zu hochtrabend ist, der nehme folgendes praktische Beispiel:
Mit Gedanken (eine Art geistige Energie) bewegt man Dinge – wie zum Beispiel unseren Arm, der wiederum etwas anderes bewegt, beispielsweise ein Lenkrad eines Autos, usw.
Wir haben also eine Idee (geistige Energie) und die hat eine Kettenreaktion (materielle Bewegung) zur Folge, die uns ein Ziel (geistig und materiell) erreichen lässt. Wir wandeln also geistige Energie in physikalische Energie um.
Ein solches Ziel ist nicht nur ein Ort, sondern auch ein Zustand, ein Produkt, kurz: ein gewünschtes Ergebnis, das hochwertiger ist als gegenwärtig erreichte Ergebnisse.
Verschiedene Begriffe für ein Ziel
Im Englischen nennt man ein Ziel auch "Target". Wenn es jedoch darum geht in menschlichen Lebensbereichen, insbesondere im beruflichen Lebensbereich, ein Ziel zu erreichen, spricht man besser von einem „Goal“. Eigentlich ist ein Goal direkt übersetzt ein „Treffer“. Wenn zum Beispiel beim Fußballspiel ein Tor fällt, schreien viele Leute „GOAL“ statt Tor oder Ziel oder Treffer (natürlich nur in der englischen Sprache). Deshalb nennt ein ordentlicher hoch motivierter englischsprachiger Manager eine großen Ziele „Goals“.
Ich finde diese Bezeichnung besser als „Ziel“. Denn „Goal“ sagt mehr über den notwendigen Siegeswillen und die dazugehörige Bereitschaft, alles zu geben, aus.
Ein Goal ist ein „erreichtes“ Ziel, während ein Target lediglich ein „anvisiertes“ Ziel ist. Der Unterschied ist der Zeitpunkt.
Wenn wir also mit dem Begriff Ziel in diesem Zusammenhang hantieren, dann denken Sie bitte an einen „Treffer“ oder eben an „das Goal“.
Somit erreichen wir einen höheren, spielerischen Motivationsgrad. Diese Grund-Motivation ist notwendig, um sich an eine unerschöpfliche Energiequelle anzuschließen.
Die Lebensenergie
In uns – und zwar in jedem von uns – steckt die Kraft, die jegliches Ergebnis erschaffen kann. Voraussetzung ist, wir erkennen und nutzen diese Energie, die aus uns selbst stammt und wenden diese intelligent an.
Dass man mit zunehmendem Alter Energie verliert ist nicht wahr. Wer damit übereinstimmt, beginnt zu verlieren und befindet sich auf direktem Weg zum geistigen Verfall. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Sie sich an die Ratschläge in diesem Buch halten, dann verspreche ich Ihnen, dass Sie erleben werden, wie Monat für Monat und Jahr für Jahr Ihre Energie stets größer wird und die Klarheit Ihrer Wünsche und das Verstehen Ihres Umfeldes wächst. Es kommt lediglich auf die Fähigkeit an, geistige Energie in physikalische Energie umzuwandeln. Daraus entsteht Gelassenheit gepaart mit Siegeswillen. Somit sind Sie unschlagbar.
Wir müssen dieser Energie zunächst vertrauen. Oder sagen wir einfach: Mit einem großen Stück Selbstvertrauen im Gepäck sind wir in der Lage sehr hohe Berge zu erklimmen, die von anderen Menschen oft nicht gesehen werden, da sie Ihren Blick woanders hinrichten. Sollten Sie das für totalen Blödsinn halten, legen Sie dieses Buch beiseite, denn es wird Ihnen in keiner Weise helfen und es wäre Zeitverschwendung es zu lesen.
Wenn Sie mindestens zu einem Teil damit übereinstimmen, dann lesen Sie bitte weiter.

Wer du bist
„Nur die Wahrheit kann uns Sicherheit bringen
im Entwickeln unserer individuellen Kräfte.
Wer von Zweifeln gequält ist, dessen Kräfte
sind gelähmt.
In einer Welt, die ihm rätselhaft ist, kann er
kein Ziel seines Schaffens finden.“

Rudolf Steiner3

Schon der berühmte englische Dichter Shakespeare hat sich die Grundsatzfrage gestellt: "Sein oder nicht sein, ...?"
Was auch immer er damit meinte, ist es zumindest eine der ältesten und zugleich am seltensten beantworteten Fragen. Ich glaube, dass viel Übel darin begründet ist, dass diese Frage unter den Teppich gekehrt wird.
Ich sagte mal einem meiner Kunden, der bei mir Ziele Coaching4 gebucht hatte: „... wir müssen zunächst herausfinden, wer Sie sind – ich meine damit, wer sind Sie wirklich?!“. Er schaute mich verdutzt an und dachte sicher so was wie: „???“. Es ist kein Scherz, aber viel mehr dachte er in diesem Moment nicht.
Es ist interessant, dass alle, denen ich diese Frage stellte, einen Moment lang regungslos blieben, als ob ich gefragt hätte: „Kennen Sie den Leibhaftigen5 persönlich?“
Individualität erlaubt
Wer sind Sie also wirklich? Diese Frage ist im Grunde genommen recht einfach aber gleichzeitig individuell zu beantworten. Jeder muss das für sich selbst herausfinden. Und genau dazu fordere ich Sie hiermit auf, denn sonst werden Sie es schwer haben, genau das zu erreichen, was Sie wirklich glücklich macht.
Leider ist es wie mit dem ersten Schneeball, dar eine Lawine auslöst. Wir schauen auf die scheinbar große Lawine jedoch nicht auf den scheinbar kleinen Auslöser, auf die Quelle, die das wahrnehmbar Große verursacht.
Gehen Sie bitte davon aus, dass Sie nicht wissen, wer Sie wirklich sind, sonst hätten Sie keinen Anlass dieses Buch zu lesen. Sie sind nicht zufrieden mit bereits Erreichtem und ich beglückwünsche Sie dabei. In unserer aktuellen modernen Gesellschaft ist es nicht möglich gänzlich zufrieden zu sein.
Zufriedenheit stoppt
Zufriedenheit ist nicht der höchste Zustand in dem man sich befinden kann. Zufriedenheit stoppt. Verwechseln Sie Zufriedenheit bitte nicht mit Gelassenheit! Haben Sie niemals Zufriedenheit als persönliches Lebensziel - auch wenn Ihnen das einige „Opferprediger6“ dringend empfohlen haben sollten, denn dann werden Sie niemals mit Gelassenheit und Siegeswillen nach neuen Ufern Ausschau halten – und stoppen somit Ihr persönliches Wachstum.
Diese und ähnliche Missverständnisse sind begründet in falsch gedeuteten religiösen Gebräuchen und politischen Glaubensmustern. Demut und Zufriedenheit sind nicht falsch - jedoch wurde mit den Tugenden MUT, SELBSTVERTRAUEN und ABENTEURLUST bewiesen, dass die Erde rund und keine Scheibe ist, Amerika entdeckt, zum Mond geflogen, die christliche Inquisition beseitigt, das Internet erschaffen, viele Diktatoren7 gestürzt und sehr vieles mehr.
Definieren Sie Ihre tatsächliche Identität in dem Sie auf das schauen, was in Ihnen verborgen ist (verborgen heißt in diesem Zusammenhang, Sie können es nicht klar erkennen, lediglich erahnen oder fühlen).
Daraus schöpfen Sie Ihre eigene Kraft – ja, Sie aktivieren Ihr persönliches Kraftwerk, das stärker ist als viele Atomkraftwerke zusammen. Denn auch die wurden von Menschen erschaffen. Verstehen Sie was ich damit meine?
Unser Inneres
Wie stoßen wir nun zu unserem Inneren vor? Wie reaktivieren wir unser Selbstvertrauen und wie rehabilitieren wir uns als Individuum8, das erfolgreich, gesund, glücklich und ausgeglichen ist?
So, nun wird es ernst! - Ich möchte Ihnen hierzu einige Fragen stellen, für dessen Beantwortung Sie sich gerne ausführlich Zeit lassen können. Stellen Sie sich selbst die Fragen in der angegebenen Reihenfolge. Gehen Sie erst zur nächsten Frage, wenn Sie mit der Beantwortung zufrieden sind. Einige dieser Fragen habe ich bewusst so formuliert, dass Sie innehalten müssen, um Sie vollständig zu beantworten. Und genau dieses „Innehalten“ (in sich gehen) erwarte ich jetzt von Ihnen. Auch wenn Sie von Grund auf faul sind (was ich durchaus respektiere), so bitte ich Sie diese Fragen in der angegebenen Reihenfolge auf sich wirken zu lassen.
Nehmen Sie sich einen guten Freund oder Freundin und lassen Sie sich diese Fragen stellen. Beantworten Sie diese dann und machen sich Notizen dazu. Machen Sie das bitte öfters (zu verschiedenen Tageszeiten oder Tagen) und Sie werden jedes Mal neue Erkenntnisse haben. Machen Sie so lange weiter, bis Sie sich gut fühlen. Dann sind Sie auf dem richtigen Weg zu Ihrem ICH. Zwischendurch kann es mühsam werden. Manche meiner Kunden meinen, dass dies wirklich Knochenarbeit ist. Aber das ist ein gutes Zeichen, denn wir verlieren schweren Ballast, den wir leider nun mal erst über Bord hieven müssen. Das Schwerste ist, das Zeug über die Reling9 zu bekommen, dann fällt es jedoch von alleine runter. Dieser eine Meter ist oft sehr schwer, muss aber überwunden werden.
Schreiben Sie also die Antworten unbedingt auf!
Fragen, die uns zum inneren Kern führen
Anschnallen, es geht los!
1.
Was war Ihr zweitgrößter Kindheitstraum?

2. Wurden Sie als Kind oder jugendlicher unterdrückt, in Ihrer Art zu Denken? Wenn ja, geben Sie ein Beispiel!

3. Stimmen Sie meistens mit dem, was allgemein anerkannte Fachleute sagen überein?

4. Haben Sie einen Bezug zu Kunst? Wenn ja, welchen?

5. Würden Sie gerne mal spontane Dinge tun, Sie können es aber nicht wegen lästiger Verpflichtungen? Wenn ja, welche?

6. Was war Ihr größter Kindheitstraum?

7. Lieben Sie es, etwas zu erschaffen?

8. Von was werden Sie abgehalten etwas zu tun, was Sie schon immer tun wollten?

9. Wo ist Ihrer Meinung nach der Mittelpunkt des Universums?


10. Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Nachkommen vor?

11. Was hat Ihnen Ihr Selbstbewusstsein verkleinert?


12. Haben Sie Angst vor Dingen, die nur theoretisch passieren könnten?


13. Lassen Sie es zu, wenn man Ihnen hilft?


Noch mal: Schreiben Sie ALLE Antworten (auch scheinbar belanglose) zu den Fragen auf und verstauen Sie diese an einem vertrauten Ort!
Dann sind Sie bestens ausgerüstet, dem folgenden Kapitel aufrecht entgegenzutreten.


Die Falle (Verwirrungen und Verstrickungen)
„Dummes Zeug kann man viel reden,
kann es auch schreiben,
wird weder Leib noch Seele töten,
es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt,
hat ein magisches Recht:
Weil es die Sinne gefesselt hält,
bleibt der Geist ein Knecht.“

Johann Wolfgang von Goethe10

Jäger und Sammler
Wir leben in einer Welt, wo Jäger und Sammler mit Ihren grundlegenden Zielen ausgestorben sind. Die Zielsetzungen waren banal und immer gleichbleibend: „Als menschliches Wesen überleben“. Die Werkzeuge – Instinkt, Jagdwaffen, Erfindungsgeist – reichten fast immer aus, um all die Dinge zu tun, die persönlich wichtig waren. Wichtig für die Gruppe, der man angehörte, und sich selbst. Man hatte sich darauf konzentriert was wichtig ist, um möglichst gut und lange zu überleben.
Im Laufe der Jahrtausende und vor allem der jüngsten Jahrhunderte haben sich die Dinge verändert. Die Anforderungen an uns sind gewachsen und werden nicht mehr von der Natur vorgegeben, sondern müssen in mühsamen Prozessen gelernt werden. Besonders seit der Industrialisierung ist der Fortschritt der Veränderungen immer schneller geworden.
Da Fortschritt nicht gleichbedeutend ist mit „wir bewegen uns zielstrebig dahin wohin wir wollen“, bekommen wir im Laufe der Zeit einige Probleme - und die Probleme werden unsichtbar immer größer, obwohl scheinbar alles perfekt organisiert ist.
Die selbst ernannten Götter
Wir konzentrieren uns heute fast ausschließlich auf Dinge, die wir NICHT tun sollen oder dürfen, statt uns stärker mit denen von Natur aus funktionierenden Dingen zu beschäftigen.
Wir werden von Kindesbeinen an so erzogen und der demokratische Rechtsstaat tut das Übrige. Regeln, die uns Handlungen verbieten, bestimmen derart den Alltag, dass wir vollauf beschäftigt sind „Obacht“ zu geben.
Es ist so gut wie alles geregelt und perfekt inszeniert. Obendrein sind wir gegen fast alles versichert; zum Teil ist das sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Für Dinge, die wir innerhalb dieses Systems tun dürfen, benötigen wir Spezialisten, denen wir im Laufe der Zeit eine Menge Geld bezahlen. Institutionell anerkannte und organisierte Berater11 und Mediziner seien hier genannt und nicht zu vergessen rechtsstaatliche Aufpasser.
Eine sehr pauschale Aussage!
Betrachtet man die Sache jedoch mit einem gewissen Abstand - ich meine damit: betrachten Sie es doch mal vom Mond aus - ist es genau SO!
Nicht ablenken lassen!
Wer sich mehr als 10% seiner Zeit mit den Themen der oben genannten „Fachleute“ umgibt, bzw. diese Menge an Zeit für deren Gedankengut aufbringt, verschwendet mehr als die Hälfte seines Lebens. Also reduzieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf deren Botschaften und angeblichen Weisheiten!
Ich habe nicht die Absicht hier etwas unnötig in Szene zu setzen, sondern möchte lediglich auf Fakten verweisen, die jedem auffallen müssen, der sich das ganze wirklich mit reichlich Abstand genau anschaut.
Dieses System von Institutionen und Fachleuten ist von Menschen geschaffen worden, die es sicher gut meinten. Es ist jedoch nicht das System, das Kreativität und vor allem Individualität fördert. Sondern dies in vielen Fällen unterdrückt.
Um kreativ und intuitiv zu agieren brauchen wir andere Systeme, die auf einer Basis von Selbstbestimmung, gepaart mit menschenfreundlichen Glaubenssätzen funktionieren - davon aber später mehr.
Der Zeitverlust ist schon schlimm genug, aber es gibt etwas viel schlimmeres, was diese Leute erschaffen: „Verwirrung“.
Da jedes Problem eine Lösung hat und Lösungen immer Chancen zum wachsen sind, hat das ganze natürlich auch gute Seiten. Denn wer erkennt, dass das eine eigentlich unsichtbare „Falle“ ist, die uns schwer beschäftigt, und wer darauf hin beschließt nicht in diese „Falle“ zu gehen, der ist den meisten anderen Menschen um Nasenlängen voraus. Das bedeutet, dass er auf der einen Seite mehr Freiheiten für eigene Wünsche besitzt, jedoch auf der anderen Seite in gleicher Weise mehr Verantwortung für gesellschaftspolitische oder zwischenmenschliche Belange hat.
Meine Beobachtungen über die Machenschaften der oben beschriebenen Fakultäten und die daraus resultierenden Erkenntnisse gaben den Hauptanlass für dieses Buch und wie ich erst später feststellte auch für meine vergangenen Tätigkeiten als Coach.
Nicht in die Falle tappen
Lassen Sie uns die Situation näher beleuchten, denn es ist von überaus großer Bedeutung.
Wir wissen, dass es Ziele in verschiedenen Lebensbereichen gibt, die ich wie folgt einteilen möchte:
Körperliche Ziele
* Langes Leben (Mensch sein)
* Gesundheit (Vitalität)
* Fortpflanzung (Familie)
Geistige Ziele
* Forschen & Erschaffen (Kunst)
* Wissen (Weisheit, Wahrheit)
* Glück (Lebensfreude)

Daraus leiten wir ab, dass Erfolg grundsätzlich als abgeschlossener Ziele-Erreichungs-Prozess definiert werden kann.
Die Frage ist nur: „Wessen Ziele?“
Haben Sie schon mal eine längst überfällige Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht? – Kennen Sie das Gefühl, befreit zu sein? – Sie haben ein Ziel erreicht!
Frage: „War das Ihr persönliches Ziel?“
Antwort: „Nein!“
Sie sehen jetzt, wie die Falle gebaut ist. Sie erledigen sehr oft Dinge, die Ihnen als wichtig erscheinen, jedoch von außen diktiert werden.
Das sind nicht Ihre persönlichen Ziele. Selbstverständlich müssen Sie das trotzdem tun. Jedoch zum Selbstschutz oder auch Selbstachtung mit einer anderen Gewichtung und Geisteshaltung.
Meinen Schülern beim Training für das Selbstmanagement sagte ich sogar:
„Tun Sie diese Dinge als erstes“ – „Erledigen Sie diese banalen, unwichtigen Vorgänge immer sofort; bevor Sie dringend werden und dann mit den wirklich wichtigen Dingen verwechselt werden.
Die wichtigen Dinge sind diejenigen, die unsere Ziele kennzeichnen.
Die EIGENEN Ziele schriftlich verfassen
Es ist oft ein kleines Kunstwerk seine EIGENEN Ziele niederzuschreiben. Und genau als ein solches sollten Sie es ansehen.
Um den permanenten Einflüssen von anderen zu entfliehen, ist es nicht ratsam, diese zu ignorieren – sondern sie in die richtige Schublade zu tun. Die oberste Schublade ist für Ihre eigenen individuellen, wenn auch verrückten Ideen und Projekte reserviert, also Ihre persönlichen Ziele.

Wie definieren wir „persönliche Ziele“? Lesen Sie das nächste Kapitel!


Persönliche Ziele
Ein Ziel ist kompromisslos und sicher,
ein Traum kompromissbereit und leicht.

Frank H. Sauer


Definition
Lassen Sie uns zunächst definieren was ein persönliches Ziel ist. Dies ist zwingend notwendig, da ich oft überrascht feststellte, als ich von einigen meiner Trainees12 ihre persönlichen Ziele aufschreiben lies, was da so alles zum Vorschein kam. Es handelte sich meist nicht um Ziele, sondern um wünschenswerte oder bereits gestartete Aktivitäten. Eine Aktion ist kein Ziel. Wenn sie zum Beispiel nach London fahren wollen, um einen alten Freund zu besuchen, dann ist die Vorbereitung der Reise und die Reise selbst kein Ziel, sondern das stattfindende Treffen mit dem Freund, so wie man sich dieses Zusammentreffen vorher bildlich vorgestellt hat.
Persönliche Ziele resultieren aus Bedürfnissen und Träumen, die wir selbst haben. Auch „fixe Idee“ oder „Schnapsidee“ sind gute Begriffe. Wichtig ist, dass wir uns bei dem Gedanken an diese Dinge irgendwie gut fühlen, obgleich ein Kribbeln im Bauch dabei ist. Das ist sogar ein gutes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Jeder Mensch hat persönliche Ziele!
* Erfolgreicher ist der, der seine Ziele erreicht (ob kleine oder große).
* Kompetent ist der, der nachhaltig erfolgreicher ist als andere, indem er lohnenswerte eigene Ziele erreicht (und sei es nur in speziellen Bereichen).
* Glücklich ist der, der Kompetenz vorzeigen kann, zusammen mit Verstehen und Vertrauen.

Also, hier in dieser Reihenfolge auf den Punkt gebracht:

Persönliche Ziele (erkennen)
+ Erfolge (sammeln)
+ Kompetenz (ausstrahlen)
= Glück (genießen können)

Oder wir betrachten uns dies als eine Treppe, die wir hinaufgehen, bei der wir keine Stufe auslassen dürfen:


Abbildung 1: Die Treppe „vom persönlichen Ziel zum Glück”

Da jeder Mensch persönliche Ziele hat, kann grundsätzlich jeder Mensch glücklich sein.
So einfach ist das! Nur, warum sind es die wenigsten?
Erinnern Sie sich an unsere Falle?
Es gibt Berufsgruppen, die Ihnen Ihre persönlichen Ziele wegnehmen und andere dafür geben. Die Medien und die Werbespezialisten dürfen wir dabei nicht vergessen. Aber die sind nur ein Mittel zum Zweck.
Interessant ist, dass Juristen den Rechtsstaat erfunden haben und Sie heute dabei beraten damit klar zu kommen. Die Steuerberater (oder besser deren Vorläufer) haben ein kompliziertes Steuersystem erfunden - das übrigens immer schlimmer wird, um Sie heute ausführlich (natürlich gegen Entgelt) beraten zu können.
Ärzte erzählen Ihnen, dass man mit bestimmten Medikamenten Krankheiten heilen kann. Dabei weiß man längst, dass Ärzte wenig Ahnung von Gesundheit haben, außer dass sie diese vor einiger Zeit „aus Versehen“ abgeschafft haben, indem sie sie in „Krankheit“ introvertierten13. Das heißt, sie sind heute Spezialisten für Krankheit statt für das eigentlich angestrebte Ziel - „Gesundheit“.
Diese Berufsgruppen, die Ihnen dabei helfen durch ein Dickicht von Regelwerken und künstlichen Mechanismen zu kommen, haben diese Regelwerke vor zum Teil langer Zeit selbst erschaffen.
Natürlich weiß das heute keiner mehr so genau, da es ein langer Prozess war, der sich über Generationen hinweg zog. Zahlreiche Spezialisten haben an den Universitäten vieler Länder diese scheinbaren Weisheiten ohne besseren Wissens rezitiert und hinaus posaunt und dafür feierlich eine Menge Auszeichnungen erhalten.
Bist du was – dann hast Du was!
Die perfekt inszenierte Medienlandschaft stellt eine neue Art der Religion dar, die von vornherein unterwandert ist, mit auf Geld fixierte Wirtschaftsbossen, die keinerlei Verantwortung für ein gesellschaftspolitisch intelligentes, sozial verträgliches Vorgehen haben.
Es wird uns von denen suggeriert14, dass wir etwas taugen, wenn wir etwas haben. Also sei die Lösung: „Kauf dir was (also hast du was) – dann bist du was! - Das ist nicht wahr! - In Wahrheit ist es umgekehrt: „Bist du was – dann hast du was! – lautet das Naturgesetz.
Wir müssen also erst jemand sein, um dann daraus abgeleitet etwas zu haben, was unserem logischen Naturell15 entspricht. Es spricht nichts gegen ein Märchenschloss, einen schicken Mercedes, eine Rolex16 oder den neuesten Super-Computer, wenn wir diese Sachen aus uns heraus erschaffen, in dem wir vernünftiger Weise einen ethischen Verwendungszweck definieren und diese Dinge auch wirklich aus eigenen vorhandenen Mitteln bezahlen können.
Ihr derzeitiges Spiel
Sie, lieber Leser, spielen heute mindestens zu einem gewissen Teil ein Spiel, das Ihnen gegeben wurde. Sie spielen für Ihre Bank, Ihren Steuerberater (stellvertretend für das Finanzamt), Ihren Rechtsbeistand, für Ihren Arzt, usw.
Was ist Ihr Lohn für das Spiel? Ein bis zwei Drittel Ihres Lebens leben Sie an sich selbst vorbei.
Dementsprechend liegen hier Ihre versteckten Reserven, die, wenn sie richtig aktiviert werden, zum erheblichen Wachstum beitragen können.
Ihr zukünftiges Spiel
Fangen Sie an, einen beträchtlichen Teil Ihrer Zeit und Aufmerksamkeit mit Ihren Träumen und Bedürfnissen zu verbringen.
Nehmen Sie das bitte wörtlich!
Schreiben Sie Ihre Ziele auf (bitte tun Sie das wirklich)!
Schreiben Sie Strategien auf - jeden spontanen Einfall, der Sie in Richtung Ihres Zieles bringt.
Formulieren Sie das, was Sie da so fühlen und geistig sehen können, so, als ob es schon geschehen wäre; ähnlich wie man ein kleines Modell von einem Haus oder Fahrzeug baut, so dass man es praktisch schon sehen kann. Damit erschaffen Sie es zumindest schon mal gedanklich und derart, dass sie es viel leichter immer wieder neu betrachten können.
Schreiben Sie dies alles in ein spezielles Buch oder auch in eine Datei in Ihrem Computer (aber drucken Sie es unbedingt aus, lassen es dann beim Lesen auf sich einwirken und bewahren es schließlich an einem vertraulichen Ort auf).
Vergrößern Sie Ihre Ziele, wenn Ihnen danach ist und ändern dies natürlich entsprechend in Ihren Aufzeichnungen.
Tun Sie dies alles zunächst nur für sich alleine, so dass Ihnen niemand etwas davon wegnehmen kann - zum Beispiel in Form von Kritik oder so etwas wie „das schaffst Du niemals!“.
Es ist Ihr Ziel (Goal), das Sie in Ihrer Zeit geistig kreieren, bevor es dann richtig losgeht.
Das Erfolgsprotokoll (Erfolgsjournal)
Zum Ziele definieren müssen wir in einer bestimmten Größe denken können, dazu gibt es einen guten Trick:
Führen Sie Erfolgsprotokolle und heben Sie diese auf. Das Aufschreiben von Erfolgen (auch kleine) erschafft in uns ein neues, aber prinzipiell natürliches Denkmuster, das uns an Erfolge gewöhnen lässt.
Es bestätigt das bereits erreichte und wir lernen unsere erfolgreichen Aktionen besser kennen, die ein wichtiger Baustein unserer zukünftigen Erfolge sind.
Lesen Sie öfters (mindestens einmal im Monat) in diesen Aufzeichnungen.

Sie werden Ihre Ziele erreichen, wenn Sie nach den Regeln des nächsten Kapitels verfahren.


Die Beschaffenheit von Zielen
Ziele sind etwas einfaches aber oft Verstecktes. Sie sind geistig mit uns stark verbunden, da sie ein Teil unserer Identität sind. Unsere wahren Ziele liefern sogar unsere Identität – unser Ich!
Ein Ziel ist leider oft verborgen, da wir uns meistens mit unnachgiebigen Gegenspielern auseinandersetzen müssen: den nicht vollständig abgeschlossenen Vorgängen.
Ein nicht abgeschlossener Vorgang ist ein Mini-Ziel das noch nicht erreicht ist. Es sind all die Dinge, die naturbedingt „in Arbeit“ sind, sich in Warteposition befinden, in unserem Kopf als Idee herum schwirren sowie natürlich auch Probleme, die gelöst werden müssen. – Kurzum, alles, was es noch zu erledigen (abzuschließen) gibt.
Viele verschiedene Ziele
Denken Sie jetzt bitte nicht, dass das nur auf Schreibtische oder andere Arbeitsplätze bezogen ist. Auch und ganz besonders in privaten oder persönlichen Bereichen spielt sich dies ab. Gerne bezieht man das Wort „Ziele“ nur auf seinen Arbeitsplatz, wobei das persönliche Umfeld zu kurz kommt – auch dort gibt es viele Ziele, die es zu betrachten gibt, aber dazu erfahren Sie in späteren Kapiteln mehr.
Es gibt also verschiedenartige Ziele und Mini-Ziele; kleine, große, dicke, dünne, kurze, lange, schöne oder machbare sowie auch unliebsame Ziele. Manche von uns haben zum Beispiel 250 am Tag oder 1.000.000 im Leben. Das gibt uns zu schaffen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Da wir nur eine begrenzte Anzahl an Speicherplatz17 im Kopf zur Verfügung bzw. frei haben, liegt es nahe zu behaupten, dass wir keine Zeit (Kapazitäten) zur Verfügung haben, um ein Ziel bewusst, geistig "voll da" anzuvisieren. Nehmen wir mal an, Sie hätten gerade mal 3 Speichereinheiten oder Aufmerksamkeitseinheiten18 frei, würde das also bedeuten, wenn Sie mehr als 3 unvollendete Mini-Ziele haben, dann verlieren Sie die Aufmerksamkeit auf die großen Ziele.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
Aus diesen Umständen lernen wir, dass es schlau ist, eine Technik zu haben, die uns in die Lage versetzt weit mehr als 3 "Dinge" im gleichen Zeitraum vorwärts zu treiben.
Diese Technik setzt sich aus folgenden Grundregeln zusammen:
1. Tun Sie immer nur eine Sache auf einmal!
2. Wenn Sie eine Sache begonnen haben, dann bringen Sie sie zunächst zum Abschluss, oder zumindest zu einem befriedigenden Zwischenergebnis, bevor Sie eine neue Sache beginnen!
3. Wenn Ihnen etwas begegnet, das Sie tun sollen oder müssen, dann tun Sie es bitte sofort. Nehmen Sie es sofort in Angriff. Hier können Sie die größtenteils bekannte 72-Stunden-Regel19 gerne vergessen, denn die Betonung liegt auf sofort.
4. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie die Sache angehen sollen, dann konzentrieren Sie sich zunächst nur auf den „nächsten Schritt“, den Sie bitte sofort tun.
Sie werden nach einiger Zeit feststellen, dass dies das ganze Geheimnis aller erfolgreichen Menschen ist.
Nun zurück zu den Zielen.
Die Bestandteile eines Zieles
Hier nun die in der Praxis taugliche Definition eines Zieles:
(1) Ein Ziel befindet sich immer in der Zukunft
(2) Es ist klar definiert bzw. messbar in Qualität und Quantität
(3) Es hat gangbare Wege zu dessen Erreichung; auch wenn sie anfangs schwer sichtbar sind.
(4) Es enthält eine feste Absicht es wirklich erreichen zu wollen.
(5) Es hat einen festgelegten Termin zur Erreichung.
(6) Es ist qualitativ und/oder quantitativ hochwertiger als bereits erreichte Zustände.
(7) Ein Ziel wird immer von einem vernünftigen Begehren (Grund, Zweck, Motiv) begleitet.

Wenn ALLE diese genannten Punkte erfüllt sind, haben wir ein Ziel!

Das heißt aber auch, wenn nur einer der oben genannten Punkte fehlt, dann handelt es sich nicht um ein Ziel, sondern eher um ein „es wäre schön wenn“ oder „vielleicht sollte man“ oder „es wäre echt phantastisch, wenn das so kommen würde“ – verstehen Sie was ich meine?
Wenn ein Ziel in oben aufgeführter Weise existiert, kann man immer sofort einen nächsten Schritt tun, der einen näher an das Ziel führt.
Dieser nächste kleine Schritt ist ein Mini-Ziel, das man so schnell als möglich erreichen sollte. Das heißt, man sollte diesen "offenen Vorgang" so schnell wie möglich abschließen.
Das ist auch die Grundlage von gutem Projektmanagement, dem wir uns hier nur spärlich widmen wollen, wobei diese grundsätzlichen Erkenntnisse dort eingesetzt werden können und sollen.
Die Facetten20 eines Zieles
Wenn es darum geht, irgend etwas zu erschaffen, erreichen oder zu haben, gibt es verschiedenartige Definitionen oder besser Unterarten von Zielen, die gerne miteinander verwechselt werden. Wir haben somit verschiedene Vorstellungen im Kopf, was ein Ziel ist und deswegen geraten wir schnell in Verwirrung, wenn es darum geht, eben das zu beschreiben wohin man will. Deshalb möchte ich hier die verschiedenen Facetten von Zielen aufzeigen und die allgemeinverständlichen Definitionen geben:
1. Goal
Das Spiel, der Treffer, der Sieg. Was das im Einzelnen bedeutet, wurde im Kapitel „Die Lebenskraft“, am Anfang dieses Buches, ausführlich beschrieben. Es ist das eigentliche Ziel, jedoch nur in seiner Endfassung.
2. Motiv
Das Motiv ist der Grund, warum man ein Ziel erreichen möchte – also das „Warum“.
Es wird gerne mit der eigentlichen Zielsetzung verwechselt, ist aber nur eine Art notorische Antriebskraft, die nicht immer selbst bestimmt ist. Deshalb ist es wichtig das Motiv zu überprüfen. Manchmal regt ein übertriebenes Sicherheitsgefühl dazu an, sich merkwürdige Ziele zu stecken. Sehr oft ist das Motiv ein völlig anderes als man selbst erwartet hat.
Unbewusst ist ein gesunder Mensch oft daran interessiert, dass andere auch Gesund sind und deswegen gibt es nicht selten Motive die sich um unsere Mitmenschen bemühen. Schutz, Austausch, Sicherheit, Wohlstand, Bildung und Kultur sind sehr oft genannte Bereiche, wenn man ehrlich hinschaut bzw. ein wenig bohrt. Aber es kann natürlich auch anders sein, ich möchte Sie hier nicht unnötig beeinflussen und Sie lediglich auffordern, Ihre Motive zu erkennen und zu beschreiben.
3. Szenerie
Die Szenerie ist das Bild, das wir im Kopf haben, an dem wir festhalten und gerne fixiert darauf zu gehen oder eben einfach nur davon träumen. Wir fühlen uns einerseits gut dabei, aber oft auch etwas mulmig, wenn es darum geht, sich Gedanken zu machen, was denn alles zu tun ist, um dorthin zu gelangen.
Die Szenerie besteht aus einer Art geistiges Bild, mitsamt dem Zubehör, zum Beispiel Töne, Farben, Gefühle, andere emotionale Zustände und oft auch Stolz sowie Glücksempfinden oder Wohlbehagen.
4. Strategie
Die Strategie ist der geniale Plan den wir im Kopf haben oder auch nur eine gute Idee. Wir glauben mit dieser Idee können wir es schaffen. Es ist leider ein Trugschluss, denn es bedarf meist mehr als einer guten Idee, um Ziele zu erreichen, obgleich man die natürlich auch haben muss.
Zur Strategie gehört auf jeden Fall ein Plan mit den zunächst wichtigsten übergeordneten Aktionen, die man erledigen muss, um vorwärts zu kommen.
Eine gute Strategie wird aufgrund von intelligentem Abwägen und ein Mindestmass an Kreativität und Wissen (siehe auch Kapitel „Wissen“) erarbeitet.

Im Grunde genommen sind alle oben beschriebenen Facetten eines Zieles Teile davon, die zur Zielerreichung benötigt werden. Im Idealfall kann man alle Teile zusammenfügen und man hat somit ein einziges klar definiertes Ziel, das aus dem
1. Goal,
2. dem Motiv (das Warum),
3. der Szenerie (ausgemaltes Ziel) und
4. der Strategie (genialer Ziele-Erreichungs-Plan)
besteht.
Wenn eines dieser Teile nicht vorhanden ist bzw. mit den anderen Teilen nicht harmoniert, dann ist das Ziel nicht klar und deutlich vorhanden und kann somit nicht wirklich erreicht werden.
Wenn jemand sagt: „mein Ziel ist es, glücklich zu sein“ – dann muss ich ihm leider sagen, dass mir dies zu wenig ist. Ich möchte den Grund erfahren (wenn auch nur Ansatzweise) und er soll es mir näher ausmalen sowie einen ersten Plan zur Erreichung - oder zumindest eine Idee dazu - vorlegen.
Es wird schon manchmal lustig, wenn man mir dann nach anfänglichem Zögern, dann zunächst stockenden Erzählungen und später mit glänzenden Augen die Sache euphorisch und bis ins kleinste Detail erklärt.
Überprüfen Sie deswegen diese Teilbereiche und feilen Sie daran, sie aufeinander abzustimmen bzw. Sie gründlich zu definieren.
Sie werden Augen machen!

Da ich die Dinge gerne kontrovers21 angehe (das haben Sie sicher schon gemerkt), wird die exakte Beschaffenheit eines Zieles im Kapitel „Probleme“ beschrieben. Haben Sie bis dahin noch etwas Geduld, denn wir müssen uns erst ein paar andere Dinge vorher anschauen.
Tauchen Sie zunächst in die Wissenschaft der „Wichtigkeiten“ ein.

Wichtig oder nicht?
Je länger man eine Sache betrachtet,
desto größer wird sie.

Altes chinesisches Sprichwort


Bevor wir uns daran machen voller Elan den von uns gewählten Berg zu erklimmen, ist es ratsam inne zu halten und für uns selbst festzuhalten was WIRKLICH wichtig ist.
Damit meine ich, den richtigen Mix zu finden, was grundsätzlich wichtig und dringend ist und was vor allem UNS als Individuum wichtig ist.
Wann bin ich erfolgreich?
Bedenken Sie bitte, dass Erfolg nicht nur durch das Anhäufen von materiellen Dingen erreicht oder gemessen wird.
Erfolgreich sind wir, wenn wir unsere selbst aufgestellten Werte22 erreichen und ausleben.
Das heißt zum Beispiel, dass ein Eisverkäufer, der über die Stadtgrenzen hinaus für sein hervorragendes selbstgemachtes Eis bekannt ist und darauf sehr stolz ist, nur deswegen ein glücklicher Mensch sein kann. Er kann ein sehr erfülltes Leben haben, wenn das sein Maßstab ist, er das erkennt und nicht den weitverbreiteten Fehler begeht, seine Werte hinter die ihm von außen (zum Beispiel der Werbung) aufgezwungenen Werte zu stellen. Das Erreichen eines selbst aufgestellten Wertes bringt meist mit sich, dass man größere oder neue Werte in anderen Lebensbereichen etabliert und somit auch für seine Mitmenschen ein gutes Beispiel ist.
Leider nehmen sich die meisten Menschen nicht die Zeit über ihre eigenen Werte nachzudenken und diese zu festigen. Meist werden Werte durch gesellschaftlichen Leistungsdruck vorgegeben und spätestens nach reichlicher Berieselung verinnerlicht.
Erst durch das „in Frage stellen“ dieser allgemeingültigen Wertigkeiten entsteht automatisch die Notwendigkeit sich über eigene Wertvorstellungen Gedanken zu machen, die letztendlich extrem wichtig sind, um sich selbst als erfolgreich bezeichnen zu können. Natürlich heißt das nicht, dass man gesellschaftliche Werte ignorieren sollte, sondern dass diese hinter den eigenen Vorstellungen rangieren und erst dann, also der Idealfall, miteinander harmonieren sollten.
Was ist denn wirklich wichtig?
Viele Leute empfinden es als wichtig ab und zu oder gar jedes Jahr in den wohlverdienten Urlaub zu fahren. Dabei merken Sie nicht, dass sie trotz eigentlich korrekter Zielsetzung und meist auch Umsetzung etwas Grundlegendes falsch machen, nämlich sich selbst zu reduzieren.
Klingt auf den ersten Blick dumm und leider ist es das auch. Wenn wir es aber mal ganz anders betrachten - also mit etwas mehr Abstand - dann macht es Sinn. Ich glaube nämlich nicht, dass es zum Beispiel wichtig ist in Urlaub zu fahren, sondern dies jederzeit tun zu können, - wann immer man dazu Lust hat. Ich bin sogar davon überzeugt, dass auch diejenigen das hin bekommen können, die beim Lesen dieser Zeilen denken: „eigentlich wäre das gut, aber in meinem Job ist das unmöglich“.
Disziplin beim Erledigen
Um diesen dynamischen Zustand, bzw. diese Flexibilität in unserer Denkweise zu erreichen, müssen wir zunächst Ballast abwerfen. Und zwar eine ganze Menge.
Hierzu die Spielregeln:
Erledigen Sie das Unwichtige ganz besonders schnell und immer, wenn es gerade da ist, d.h. vor Ihnen liegt bzw. im Sinn ist. Wobei zu beachten ist, dass man das Erledigen auf verschiedene Arten tun kann:
(1) Wir erledigen es sofort. Vieles kann man sofort erledigen auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Je mehr Sie sofort erledigen, desto schneller wird gebundene Energie wieder frei gesetzt.
(2) Wir delegieren es (an jemanden der es besser kann, oder dem es wichtiger ist, oder der dafür zuständig ist).
(3) Wir vertagen es auf einen geeigneten oder den richtigen Zeitpunkt (hier muss man intelligent vorgehen und ein sehr gutes Arbeits-Management-System verwenden, so dass sich die Dinge nicht häufen und Termingerecht wieder zum Vorschein kommen. Eine Wiedervorlagemappe (auf dem Tisch oder im Computer) oder ähnliches ist dabei sehr hilfreich).
(4) Wir werfen es weg. Damit ist gemeint wir löschen es VÖLLIG aus. Insbesondere aus unserem Kopf.
Wenn wir so ALLE Dinge erledigen würden und zwar immer dann, wenn Sie gerade auftauchen, dann würden wir wie fleißige Bienen unseren Ballast Stück für Stück abarbeiten, um auf den Grund23 zu kommen. Nämlich zu unseren eigenen, uns wichtigen Anliegen. Weiterhin wären wir jetzt in der Lage optimal zu planen und jederzeit nachjustieren zu können.
Diese disziplinierte Arbeitsweise müssen die meisten von uns trainieren. Am besten man besorgt sich einen Trainer, der einem anhand der tatsächlich vorhandenen Arbeit bzw. Aufgaben coacht und dafür sorgt, dass man das gewünschte Ergebnis tatsächlich erreicht. Dieser Trainer appelliert im Grunde genommen nur an Ihre Disziplin und bringt sie dazu die Dinge wirklich anzugehen und nicht erneut zu vertagen oder zu verschieben, obwohl man sie ja eigentlich tun könnte. Einfach gesagt, mit seiner Hilfe überlisten Sie Ihr unterbewusstes Abwimmelprogramm24.
Ich habe viele Jahre als Trainer damit verbracht genau das zu tun und war immer wieder von neuem überrascht, wie gut es den Leuten tut, wenn Sie „nur mal ihre SACHEN in Ordnung gebracht haben“.
Erst wenn der Kopf frei von Ballast ist, kann man ursächlich arbeiten. Besonders die Fähigkeit, schnell Entscheidungen treffen zu können, wird somit wiederhergestellt.
Es gibt ein paar verrückte Obergescheite, die behaupten, dass „das Genie das Chaos beherrscht“ oder dass „Kreativität nur aus dem Chaos entstammen kann“, aber da verwechseln diese Leute etwas. Es handelt sich dabei übrigens oft um Professoren in neu philosophischen und psychologischen Bereichen oder deren nachplappernden Schüler, die meist nur Theoretiker sind. Das ist zwar sehr hart formuliert, aber die Essenz meiner bisherigen Beobachtungen deuten genau darauf hin.
Der praktische Ansatz, bzw. die Erprobung dessen zeigt ganz klar: Erst wenn die offenen Dinge wirklich erledigt sind und der Verstand einen gewissen Freiraum, sozusagen genügend Arbeitsplatz hat, dann kann er zur Hochform auflaufen. Was Ausgeglichenheit und „weniger Stress“ bedeutet.
Kreatives Denken
Ein weiterer Effekt ist das Freisetzten von analytischen Ressourcen25, die man gerne auch als IQ26 oder Kreativität bezeichnen könnte. Kreatives Denken ist übrigens direkt proportional27 zum IQ, xxx was für viele vielleicht neu, aber eine interessante Tatsache ist.
Ihr Wertesystem
So, nun weiter zum eigentlichen Thema: „Wichtig“ oder „nicht wichtig“, das ist hier also die Frage, die beantwortet werden muss, um die Dinge in die richtige Schublade zu tun. Wie finden wir nun heraus, was wirklich wichtig ist?
Überlegen Sie, was ihrem Wertesystem entspricht, was ist Ihnen wichtig und was ist Ihren Mitstreitern oder Verbündeten wichtig. Am besten Sie notieren sich das mal auf einem Stück Papier mit der Überschrift „Meine Werte“. Alles was Sie jetzt aufschreiben, plus die Dinge, die Sie tun müssen, um diese Werte einzuhalten bzw. zu erreichen, sind das Gerüst Ihres Wertesystems. Daraus können Sie alles ableiten, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Mit dieser richtigen Wertschätzung der eigenen Motive, finden wir nun gemeinsam heraus, warum uns so viele Dinge „quer kommen“ und warum uns das Kollidieren mit unangenehmen oder gar unvermeidlichen harten Fakten erheblich reduzieren kann.

Das Kollidieren von Zielen
Ziele haben Richtungen
Was wir bisher noch nicht beleuchtet haben, ist die Tatsache, dass die hier definierten Ziele, eine Richtung haben. Natürlich keine Himmelsrichtung, wie zum Beispiel ein Reiseziel oder eine Zielscheibe beim Bogenschießen, aber etwas Ähnliches.
Ein paar Verrückte behaupten, dass nur da Kreativität eingesetzt werden kann, um etwas neues, schöneres, brauchbareres, etc. zu erschaffen, wo zunächst Chaos herrscht. Dem ein oder anderen, der sich mit der Chaostheorie28 beschäftigt hat, müsste das bekannt vorkommen.
Eindringen oder durchbrechen von Hindernissen
Das ist zwar irgendwie logisch, bringt uns aber nicht weiter, wenn es darum geht, ohne Depressionen oder ohne andere Lasten zu erleiden, mit Leichtigkeit die eigenen Ziele zu erreichen und dabei möglichst wenig zu zerstören, da - und jetzt wird’s spannend - andere Menschen möglicherweise andere Ziele haben, die mit unseren kollidieren, obwohl keiner böse Absichten dabei hat.
Da fast alle unserer Ziele einen physikalischen29 Zustand erschaffen der eine gewisse Konsistenz30 haben soll, dringen sie also in etwas hinein, wo etwas anderes schon ist.
Dabei ist es wichtig, dass das „Andere“ der neuen „Sache“ weicht oder sich mit ihr vereint.
Klingt das alles sehr philosophisch? Dann erkläre ich es mal anhand von praktischen Beispielen:
Wenn Sie in eine leere Tasse Kaffee hinein schütten, dann muss die Luft, die darin ist, raus. Das geht natürlich recht einfach und ohne Anstrengung. Wenn wir aber Luft in einen Berg schaffen wollen, dann kostet das eine ganze Menge Kraft, denn da müssen wir eine Menge fester Steine losschlagen und herausholen.
Beide Prozesse haben die gleiche Zielsetzung, nämlich etwas hineinzubringen. Mit dem Unterschied, dass Luft herauszubekommen leichter ist als sie hineinzubringen.
Dieses Beispiel verdeutlicht warum manche Ziele nicht erreicht werden, obwohl sie von Grund auf logisch und lohnenswert sind, so wie zum Beispiel ein Tunnelbau, bei dem eine Menge Luft in den Berg hinein muss – und zwar von der einen bis zur anderen Seite.
Wir müssen uns also darauf einstellen, dass es Ziele gibt die unseren entgegenstehen. Manche sind sehr hartnäckig (zum Beispiel Steine), manche sind scheinbar nicht vorhanden (zum Beispiel Luft).
Wenn man also zum Mond fliegen will, ist das nicht deswegen schwierig weil man sich keine großen Ziele stecken kann (das wollen wir ja definitiv nicht zulassen), sondern weil es andere, entgegen laufende Ziele gibt. Die nennen wir Hürden oder Barrieren oder ähnliches.



Abbildung 2: Das fremde Ziel stoppt mein Vorwärtskommen, da es direkt auf mich zukommt. Ich erreiche meinen Zielort nicht – ich muss aufgeben. In diesem Beispiel ist das extrem dargestellt, denn der entgegenkommende Pfeil hat die gleiche Länge; das bedeutet die gleiche Energie und/oder Geschwindigkeit, weswegen sich das Ganze – nach einem kräftigen Knall – in Luft auflöst. „Keiner gewinnt – alle verlieren“, wenn die Vernunft nicht siegt.


Abbildung 3: Das fremde Ziel durchkreuzt meine Bahn, es lenkt mich vom Weg ab. Ich erreiche meinen Zielort nicht, auch wenn ich weitermache.

Die Pfeile in den obigen Abbildungen sind gleich lang, d.h. die Kraft oder Energie ist gleich groß. Das kommt selten vor; tatsächlich sind die Kräfte meist ungleich und einer von beiden wird - nach einer kurzen Bremsung, Umleitung und einer anschließenden Kurskorrektur - siegen.
Das Kräftechaos
Etwas „peinlicher“ wird es bei dem Beispiel mit der Ablenkung oder Umlenkung, denn dort reicht oft nur eine kleine Kraft, um uns aus der Bahn zu werfen. Das ist um so schlimmer, je weiter entfernt der Zielort liegt und die Abweichung im Laufe der Zeit immer größer wird. Malen Sie sich das doch mal auf ein Stück Papier auf, um es sichtbar zu machen.

Hier ein Beispiel:
Sie wollen ein Haus im Süden kaufen, davon haben Sie schon immer geträumt. Das erzählen Sie einem Freund. Der findet die Idee grundsätzlich gut, aber gibt zu bedenken, dass Sie dann ihre Freunde nicht mehr so oft sehen werden.
Da ihnen diese wichtig sind, bekommen Sie ein ungutes Gefühl, bei dem Gedanken in den Süden zu ziehen. Sie beschließen, diese Angelegenheit erst mal ruhen zu lassen, blicken aber dennoch ab und zu in Prospekte (vor allem auf die schönen Bilder) und wenn Sie mal im Urlaub sind, dann träumen sie selbstverständlich weiter.
Da Sie ein ordentlicher Mensch sind, ziehen Sie vor, Ihre Freunde natürlich nicht verlieren zu wollen – Sie sind mit der Situation aber irgendwie nicht zufrieden, aber irgendwann klappt das sicher schon mal (!?).

Natürlich ist in diesem Beispiel das Verlieren der Freunde nicht die einzige „Gegenbetrachtung“, gerade bei größeren Träumen gibt es sicher noch mehr, was einem entgegengesetzt ist. Ich habe aber bewusst darauf verzichtet, die Sache kompliziert zu machen. Gerne dürfen Sie sich Beispiele ausmalen, denn wenn weitere Gegenziele hinzukommen, denn dann wird es erst richtig spannend.

Was ist da also passiert?
Ihr Ziel richtet sich auf „ein Haus im Süden“ – was so aussehen könnte:

Abbildung 4: Häusergruppe in Andalusien, Sierra Cabrera
Foto: Swetlana Sauer
Jetzt durchkreuzt Sie der Gedanke, Sie könnten Ihre Freunde und die Familie verlieren, wenn Sie nicht mehr regelmäßig in Ihrer alten Heimat sind, und außerdem könnten einige neidisch werden, usw.:
Also bekommen wir einen Verlust von vorhandenen Werten.
Diese hypothetische31 Sache - der Verlust der Freunde - kommt quer auf sie zu, da es kein direkt entgegengesetztes Ziel ist, sondern nur eine Art Quer-Betrachtung, man könnte auch sagen ein Quer-Ziel.
Ziel weg aber der Traum bleibt
Fazit: Ihr Ziel ist - realistisch gesehen - weg, denn sie können scheinbar nicht beides haben. Zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Der Traum ist jedoch noch da, was ja klar ist, denn das ist ein Teil von Ihnen und nicht so leicht wegzudenken (zum Glück), aber die Sache scheint derzeit ausweglos, also gibt es keine ECHTEN zielgerichteten Aktionen, die Sie tun sollten, um Ihr Ziel tatsächlich zu erreichen.
Gegenziele
Es gibt zwei Arten von Gegenzielen. Die von der Natur gegebenen und die von Menschen gegebenen.
Auch andere Menschen haben Ziele, die unseren entgegengesetzt sind oder unsere Bahn kreuzen. Dafür gibt es sicher mehr Beispiele als Menschen.
Fremde Zielrichtungen entstehen auch durch falsche Kommunikation. Es ist daher wichtig, seine Ziele klar und deutlich zu kommunizieren. Das sollten Sie jedoch erst tun, nachdem Sie sich Ihr Ziel (wir reden hier besonders von den größeren) aufgeschrieben und somit manifestiert haben. Das heißt: Kommunizieren Sie Ihr Ziel zunächst sich selbst - Ihrem eigenen Verstand.
Oft ist man nämlich überrascht, wenn man freudestrahlend jemandem von einer tollen Idee oder Vision erzählt und derjenige entweder damit gar nichts anfangen kann (was schon mal nicht schlecht ist) oder Ihnen leider erklären wird, dass das nicht so einfach ist, oder vielleicht sogar unmöglich. In diesem Moment läuft die Uhr gegen Sie, wenn Sie nicht sofort an Ihrer Zielrichtung, Zielgröße, Zieldefinition und die Absicht es erreichen zu wollen, festhalten, sind Sie ziemlich verloren.
Denken Sie jetzt bitte nicht, dass nur ein Ziel von Ihnen verloren ginge, nein, da jedes Ihrer Ziele ein Teil von Ihnen ist, haben Sie zumindest auch ein Stück von sich selbst verloren.
Sie bekommen im Laufe der Zeit in Ihrem Kopf (ich meine damit Ihren Verstand) Gegenziele „eingebaut“, die immer fester werden, je länger Sie mit dem Gegenziel auch nur teilweise übereinstimmen.
Sehen Sie diese „Gegenbetrachtungen“ als den gefährlichsten „Virus32“ an, von dem ein Mensch je befallen sein kann. Er bekämpft unser persönliches Wachstum und unsere kreative, geistige Freiheit.
Es gibt keine „vernünftigen“ Gegenziele, außer sie sind die eigentlichen „guten“ Ziele. Aber das gehört zu den Themen Ethik und Moral, die erst in einem späteren Buch dieser Serie beleuchtet werden sollen.

So, wie lösen wir denn nun die Situation mit den Gegenzielen? Wenn wir uns das genauer betrachten, dann wimmelt es ja nur so um uns herum - wenn man dann noch das ganze juristische Bollwerk mit einbezieht und die Themen Geld, Liebe, Emotionen, Krankheit, ... - es ist zum Haare raufen.
Die Lösung ist zwar ganz einfach - aber zunächst unsichtbar. Leider ist unser Verstand viel zu komplex und mit vielen komischen Sachen gefüttert, als dass wir „Schnipp“ machen und die Sache damit klar ist.
Die verrückte Lösung
Auch hier gibt es eine Formel, die richtig viel Sinn macht, wenn man betrachtet, was im späteren Kapitel Probleme steht (nur Geduld!):
Sie erreichen immer Ihr Ziel, in dem Sie durch Stabilität entwirren. Entwirrung heißt, alle entgegengesetzten Ziele in die von Ihnen vorgesehene Richtung umzulenken und sich die Energie des bisher entgegengesetzten zu nutze machen, um noch schneller Ihr Ziel zu erreichen. Sie etablieren damit die Fähigkeit bei jeder Gegenbewegung das Spielfeld und damit das Ziel zu vergrößern. Also: Entwirrung und Ausrichtung durch Vergrößerung.
Das hat nichts mit faulem Zauber, esoterischen oder psychologischen Tricks zu tun. Vielmehr mit der Ausnutzung eines Naturgesetzes und die damit verbundene Benutzung unseres, bis dahin brach liegenden, logischen Verstandes.
Steckenbleiben durch Übereinkunft
Die einfache Übereinkunft und Akzeptanz von Gegenzielen entspricht nicht dem gesunden Verstand bzw. Denken, weswegen dieser sich dann gerne zurückzieht indem er alle möglichen „scheinbar“ logischen Rechtfertigungen erfindet. Das funktioniert besonders gut, weil fast alle Menschen so funktionieren und in das gleiche Horn blasen.
Da sehr viele falsche Weisheiten oder einfach „dummes Zeug“ aufgrund von einer allgemeinen Übereinstimmung aufrechterhalten wird, ist diese Falle sehr gut gebaut – und man merkt es noch nicht einmal bewusst.
Man wird sogar Teil der Falle, da man anfängt in das gleiche Horn zu blasen wie die ursprünglichen Gegner. Somit haben wir eine gute Rechtfertigung für das eigene Versagen. Anders formuliert: wir haben unsere Bedeutungslosigkeit geschickt getarnt, in dem wir „konform33“ sind, mit der allgemeinen Meinung, dass manche Dinge (eben diese, die wir eigentlich wollten) einfach nicht gehen.
Habe ich Sie ertappt? Dann ist das ein harter Schlag – voll ins Gesicht.
Vergrößern des eigenen Aktionsradius
OK, wenn Sie es also richten wollen, müssen Sie Interesse für die Ambitionen anderer haben und automatisch Verantwortung für ALLE Ihr Ziel tangierende34 Dinge oder Menschen übernehmen, da Sie in deren Territorium eindringen. Ansonsten lassen Sie zu, dass andere (Dinge oder Menschen) in Ihr Territorium eindringen und Sie werden zwangsläufig „schrumpfen“.

Ziemlich verwirrend? Dann lassen Sie es mich anders formulieren oder besser noch, anhand unseres Beispiels mit dem „Haus im Süden“, verdeutlichen:

Wir wollen also ein Haus im Süden.

Das geht nicht, denn dann würden wir unsere Freunde verlieren:
Haus im Süden = Ziel
Freunde behalten = Quer-Ziel


Siehe auch hierzu die folgende Grafik:


Abbildung 5: Vektorengrafik35 anhand des Beispieles „Haus im Süden“ & „Freunde verlieren“

Vergrößern des steckengebliebenen Zieles
Wenn wir jetzt über unser Ziel hinaus, Verantwortung für das Querziel übernehmen sowie für jede Person, die dieses Ziel auch hat, dann vergrößern wir unseren Verantwortungsbereich.


Abbildung 6: Die Kreise symbolisieren unseren Verantwortungsbereich. Der äußere, größere Kreis stellt den Bereich dar, in dem sich das Gegen-Ziel bzw. das Quer-Ziel befindet UND das Ziel, das unseren Traum (zum Beispiel „Haus im Süden“) ausmacht. Unser eigentliches, ursprüngliches Ziel ist kleiner als das somit erschaffene NEUE Ziel.

Die Lösung lautet also: „Wir vergrößern das Ziel“.
Das klingt verrückt – oder?
Aber genau das ist die Lösung. Der Spruch „Geht nicht, gibt’s nicht“ hat sicher darin seine Begründung, obwohl das offensichtlich nicht bekannt ist.
Gleichzeitig vergrößern oder vermehren sich einige andere Einflussgrößen, wie zum Beispiel:
* Zielbeschreibung
* Probleme
* Verantwortungsbereitschaft
* Einflusskreis (in diesem Beispiel: Personen)
* Fähigkeiten (benötigte Kenntnisse und Fertigkeiten)
* Experimentierfreudigkeit
* Wertigkeit
* etc.

Das wichtigste an dieser Vorgehensweise unser Spielfeld zu vergrößern, ist, dass wir nun mehr Verantwortung übernehmen müssen und genau dadurch fangen wir an unweigerlich zu wachsen.
In unserem Beispiel könnte dann das neue Ziel heißen: „Ein Haus im Süden, in dem uns Freunde jederzeit besuchen können. Das bedeutet, dass wir zum Beispiel ein oder zwei Gästezimmer (im Idealfall mit eigenem Badezimmer) haben müssen“.
Das Ziel kann auch anders ausgeprägt sein, zum Beispiel: „Wir kaufen ein Doppelhaus, wobei wir die zweite Haushälfte an Freunde vermieten können, somit haben wir einen größeren Vermögenszuwachs, was ein positiver Nebeneffekt ist.“
Es sollte uns nicht überraschen, wenn weitere positive Dinge dabei herauskommen bzw. zusätzliche Probleme gelöst werden - also ebenso weitere Ziele erreicht werden, denn wenn wir mehr Verantwortung übernehmen und zielgerichtet einen größeren Einflussbereich positiv aktivieren, dann wird das oft honoriert – vom Schicksal36 oder so was ähnlichem.
Ein weiteres Beispiel:
Ausgangssituation:
Herr Maier arbeitet in einem Unternehmen in dem er sich seit einiger Zeit nicht wirklich wohl fühlt. Alle Versuche einen guten Job zu machen, werden ihm durch einige Vorgesetzte und Kollegen erschwert. Die Firma scheint insgesamt krampfhaft und schwerfällig zu arbeiten, obwohl Herr Maier sehr gute Lösungsansätze, zumindest für Teilprobleme. Man hört ihm nicht richtig zu und interessiert sich auch nicht wirklich für seine Lösungsvorschläge, wodurch keine Chancen zur Umsetzung bestehen. Das macht ihn sehr unglücklich und frustriert. Sogar seine Familie bekommt das immer öfter zu spüren und hat ihm schon die Gelbe Karte37 gezeigt. Er erreicht seine Ziele nicht.
Eine der möglichen Lösungen:
Er kündigt einvernehmlich mit der Geschäftsleitung und der Personalabteilung, mit der Aussage, dass Sie sich persönlich weiterentwickeln wollen und dazu eine Menge konstruktiver Ideen haben. Die Geschäftsleitung freut sich heimlich, denn sie wollten sowieso Personal abbauen.
Herr Maier schreibt fleißig an seinem Lösungskonzept und stellt fest, dass andere Firmen das auch benötigen könnten. Selbstbewusst, wie er nun seit der Kündigung geworden ist, bietet er das Konzept seiner alten Firma und zwei weiteren Unternehmen an. Wie durch ein Wunder hört man ihm nun zu und er gewinnt seinen ersten Kunden gegen gute Bezahlung - seine alte Firma. Er ist neu positioniert, man respektiert ihn und setzt schnell seine Lösungen um. Alle sind so zufrieden, dass ein anderes Unternehmen davon hört, das sich bei Herrn Maier erkundigt, ob er dieses Konzept auch an sie verkaufen wolle. Gesagt, getan - nun sind noch mehr Leute zufrieden.
Fazit:
1. Herr Maier ist glücklich, da er sein Ziel erreicht hat.
2. Seine alte Firma ist zufrieden, da sie jetzt eine echte Lösung hat (herrje, waren die vorher blind).
3. Eine weitere Firma ist sehr erfreut darüber, dass man ihnen schnell und kompetent geholfen hat.
4. Seine Familie ist glücklich, da Herr Maier jetzt zwar später, aber wieder zufrieden und glücklich nach Hause kommt und spannende Geschichten erzählt.
5. Herr Maier hat viele Perspektiven mit seiner eigenen Firma, da schon weitere Unternehmen nach der Lösung fragten.

Die Devise noch mal zusammengefasst:
Sobald Sie Gegen-Ziele oder Quer-Ziele verspüren, vergrößern Sie das Ziel (Spiel). Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf - gerne mit dem Ausruf: „jetzt erst recht“ - nicht aus Trotz, sondern mit Siegeswillen. Somit übernehmen Sie mehr Verantwortung - auch für andere Lebensbereiche.
Seien Sie sich bewusst, dass Sie dadurch die Ziele anderer Menschen berücksichtigen müssen und kommunizieren Sie offen mit Ihren Verbündeten38 darüber.
Verantwortung ist ein Schlüssel zum Wachstum
Verantwortung ist also gut, wenn sie gepaart ist mit strategischer Einplanung von Gegenzielen und der Bereitschaft diese zu tolerieren. Das heißt mehr Ursächlichkeit über komplexe Situationen.
Ich möchte hier ein interessantes Zitat anbringen, das die Wichtigkeit von Verantwortung in Beziehung mit seinem Aktionsradius darstellt. Es ist beispielhaft dafür, wie viele grundlegende Missverständnisse wir in der heutigen, vermeintlich zivilisierten Welt haben:

Die Definition des Familienbegriffs
durch einen Stammesältesten der Aborigines39
(Aus dem Buch „Das Geld der Zukunft“ vom Autor Bernhard A. Lietaer40)

Ihr Weißen versteht nicht, was wir mit „Familie“ meinen.

Nach der Geburt wird ein Baby seinen „Müttern“ übergeben. Damit ist nicht nur die Mutter gemeint, die es geboren hat, sondern auch ihre ganzen Schwestern und Tanten. Sie sind verantwortlich dafür, dass das Kind ernährt und geliebt wird.

Das Baby wird auch seinen „Vätern“ übergeben. Das sind sein biologischer Vater, seine Brüder und Onkel. Sie sorgen für das Kind und lehren es die Dinge, die es wissen muss. Alle anderen im Stamm sind Brüder oder Schwestern.

Wir finden es wirklich primitiv, wenn ein Kind nur eine Mutter und einen Vater hat!

In westlichen Gesellschaften haben viele Kinder nicht einmal beide Elternteile! Stellen Sie sich die Liebe, Unterstützung und Aufmerksamkeit vor, die ein Kind in einer Gruppe von Müttern und Vätern erfahren würde!

Anmerkung dazu von Bernhard A. Lietaer:

Ist unsere Ansicht, dass zwei Eltern für ein Kind ausreichen, tatsächlich „primitiv“?

Vielleicht ist Existenzangst nur ein Bestandteil der westlichen Kultur und gar kein natürlicher Daseinszustand des Menschen.



Und nun zurück zu Ihren Träumen!


Verantwortung für mich
Was in Gottes Namen hat Verantwortung mit persönlichen Zielen zu tun?
Verantwortung bedeutet doch: „ich kümmere mich um jemand anderen“.
FALSCH!
Oder besser gesagt, das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn, zunächst haben wir Verantwortung uns gegenüber.
Es macht keinen Sinn sich um andere zu kümmern ohne es vorher für uns selbst getan zu haben. Denn erst durch das „Kümmern um uns selbst“ sind wir innerlich stabil und gut gerüstet, um einen Überschuss an andere abzugeben.
Selbstbewusstsein durch Selbstverantwortung
Auch wenn andere sich um uns kümmern, reicht das nicht aus. Wir müssen uns selbst auf uns konzentrieren, mit uns arbeiten und sorgsam mit unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Träumen umgehen, denn diese sind unser größtes Kapital.
Bitte verwechseln Sie das nicht mit Eitelkeit oder Egoismus. In Wirklichkeit ist es Selbstbewusstsein und das damit einhergehende Selbstvertrauen.
Werden Sie sich also Ihrer selbst bewusst.
Erinnern Sie sich dazu zum Beispiel an Ihre Kindheit und was Sie als Kind träumten. Darin liegt meistens Ihr wahres Ich begraben.
Ich habe selten Menschen kennen gelernt – auch wenn Sie tierisch erfolgreich waren - die ALLE Ihre Träume auslebten. Meist diszipliniert uns das gesellschaftliche Leben.
Der Hauptgrund, warum wir unsere Träume vergessen, ist jedoch nicht, weil es nicht funktionieren würde, sondern liegt in der Tatsache, dass unsere tiefsten Träume von (fast) niemandem verstanden und unterstützt werden. Zumindest bilden wir uns das ein.
Wenn wir von unseren verrückten Plänen oder den kleinen Träumereien erzählen würden, könnte man uns ja auslachen oder als Phantasten41 hinstellen. Wir wären sozusagen ein Außenseiter und kein gesellschaftsfähiger, akzeptierter, „normaler“ Mensch.
Die Kunst die wir erlernen müssen liegt also darin, den Spagat hinzubekommen, beides zu leben. Das heißt unsere eigenen Ideen zu behalten und zu verfolgen sowie für Bedürfnisse anderer Menschen - insbesondere uns lieb gewordene und wohl gesonnene – Verantwortung zu übernehmen.
Disziplin
Oh je, dieses Wort macht uns in Bezug auf Träume oft Angst, bzw. wir bringen diese beiden Themen eigentlich nicht in Verbindung.
Haben wir dieses Wort doch schon an vielen Stellen gehört und meist mit Unbehagen zur Kenntnis genommen.
Schauen wir zunächst mal im Wörterbuch - dem Duden42 - nach:
Disziplin [lat.]: 1. (ohne Plural) auf Ordnung bedachtes Verhalten; Unterordnung, bewusste Einordnung. 2. (mit Plural) a) Wissenschaftszweig, Spezialgebiet einer Wissenschaft; b) Teilbereich, Unterabteilung einer Sportart.
Es interessiert uns in diesem Zusammenhang natürlich nur die erste Definition:
„Auf Ordnung bedachtes Verhalten“ heißt für uns so viel wie: „Lass´ es uns/mich ordentlich machen“.
„Unterordnung“ und „bewusste Einordnung“ bedeutet für uns nun: „sich seinen eigenen Maßstäben gerecht werden, in dem wir unsere Handlungen unterordnen“.
Im Englischen gibt es da noch eine treffendere Vokabel43, die ich hier einfach mal so in den Raum stellen möchte: „compliance“, was laut Langenscheidt44 soviel heißt wie:
compliance: [kem'plaiens] s 1. (with) Einwilligung f (in acc); Befolgung f (gen): in compliance with einer Vorschrift etc. gemäß. 2. Willfährigkeit f.
Lassen Sie uns jetzt bitte festhalten, dass es also notwendig ist, ein gewisses Maß an Disziplin anzuwenden, was wir hier auch gerne Selbst-Disziplin nennen dürfen.
Auch für jedes persönliche Ziel gibt es Regeln, die uns während des Aufstellens des Zieles als sehr sinnvoll erscheinen. Wir sind also gut beraten, wenn wir diese Regeln anwenden. Gemäß „compliance“ hieße das, dass wir uns zu 100% daran halten.
Ich versichere Ihnen, wenn Sie die selbst aufgestellten Regeln befolgen, dann erreichen Sie Ihr Ziel um ein vielfaches schneller als wenn Sie „rumeiern45“, nämlich nicht 100% konsequent und strategisch diszipliniert die gerade Linie verfolgen. Somit übernehmen Sie Verantwortung für sich selbst.
Da wir uns selbst gegenüber immer wieder die besten Rechtfertigungen (siehe Abwimmelprogramm im Kapitel „Wichtig oder nicht“) aus dem Hut zaubern, ist das eine weitere böse Falle, vor der ich Sie nun ausführlich gewarnt habe.
Na ja, eigentlich habe ich Ihnen nicht viel Neues erzählt - oder? Trotzdem noch mal die Kurzfassung zum Mitschreiben:
Halten Sie sich an das, was Sie mit sich selbst und Ihren Mitstreitern vereinbart haben!

Fehler machen erfolgreich
„In den Zeiten außergewöhnlichen Wandels ist es nicht so schlimm, wenn wir daran scheitern, alles zu verwirklichen, was uns in den Sinn kommt - schlimmer ist es, wenn uns nicht alles in den Sinn kommt, was wir verwirklichen könnten.“

Dee Hock
Gründer und ehemaliger Chef von VISA international


„Wenn du keine Fehler machen willst, dann tue lieber nichts, denn wer nichts macht, macht auch keine Fehler“ - haben Sie so was oder was ähnliches schon mal gehört? Sicher lacht fast jeder über derartige Sprüche, aber man sollte sich mal fragen, warum sie eine offensichtliche Daseinsberechtigung haben.
Ich mag diese destruktiven Sprüche nicht, da sie die Wahrheit verdecken. Es wird uns somit suggeriert, dass Fehler etwas Schlechtes sind - und das ist nicht wahr.
Fortschritt und Wandel heißt Fehler machen
Bis vor Beginn des Informationszeitalters (Telekommunikation, Handy, Internet, etc.) gab es keine großen Veränderungen. Die Dinge wurden immer so gemacht wie es schon die Vorfahren taten. Es gab also keine große Notwendigkeit für Wandel - und deswegen auch wenig Nötigung zum Begehen von Fehlern. Heute ist fast jedes größere Vorhaben anders zu planen, da „Rationalisierung“ das große Schlagwort ist. Leider werden auch viele funktionierende Dinge wegrationalisiert und das Entstehen von Fehlern ist vorprogrammiert.
Wenn es uns also nicht gelingt Fehler zu akzeptieren - oder besser zu respektieren, dann wird es auch keinen Wandel geben.
Der Vorteil von Fehlern
Fehler sind etwas positives, wenn man richtig mit ihnen umgeht.
Jeder Mensch, der sich weiterentwickelt, tut dies hauptsächlich durch Fehler, die er selbst begeht oder die andere vor ihm begangen haben und ihm als solche bekannt sind.
Fehler sind da, um etwas zu lernen, um die Naturgesetze zu erforschen und dann feste Regeln aufzustellen, nach dessen Verankerung Fehler in diesem Bereich natürlich nicht mehr erwünscht sind.
Interessant ist, dass jeder erfolgreiche Mensch eine Lebensgeschichte hat, die aus vielen Fehlern oder gar extremen Tiefschlägen besteht. Manche von Ihnen haben die reinsten Horrorgeschichten zu erzählen, was sie jedoch teilweise mit Stolz tun. Diese Menschen stehen über ihren Fehlern, in dem sie sie korrigierten und dadurch stabil erfolgreich wurden.
Wer Angst vor Fehlern hat, der hat diese Tatsache nicht verstanden und ist somit gelähmt, d.h. darin behindert, neue oder große Dinge zu tun, die ihn zum Wachstum und zum persönlichen Fortschritt führen.
Als Kind sind wir da noch sehr unbekümmert, zum Beispiel beim Laufen lernen, Sprechen lernen, Fahrrad fahren lernen, usw.
Dieses unbeschwerte „Lernen durch Fehler machen“ praktizieren wir solange, bis uns Fehler von außen nicht mehr gegönnt werden oder als unverzeihlich dargestellt werden.
Da wir als junger Mensch mit so einigen merkwürdigen dogmatischen46 Dingen übereinstimmen (müssen), akzeptieren wir die Tatsache, dass durch das Fehlen von Fehlern Perfektion erreicht wird. Perfektion ist allseits beliebt und gilt als kompetentes Auftreten. Wir sollten uns aber mit dem Gedanken anfreunden, dass Kompetenz nur durch Erfahrung in der Praxis und das damit verbundene Akzeptieren von Fehlern erworben wird.
Sehen Sie, wo hier also der Fehler im System ist?
Der ein oder andere Fehler wird zwar erkannt, jedoch nicht akzeptiert und deswegen einfach unter den Teppich gekehrt.
Man sollte einen Sport daraus machen, in einem Projekt Fehler bewusst mit einzubauen, mit dem Hinweis an alle Beteiligten, dass jeder mindestens drei grobe Fehler machen muss.
Einige große Leute haben schöne Sprüche zum Thema „Fehler“ verfasst, hier ein kleiner Auszug:

„Eine Fehlentscheidung auf Anhieb, spart immerhin Zeit.“
Helmut Nahr, Deutscher Mathematiker und Wissenschaftler, geb. 1931

„Man nimmt dem Menschen das Beste, wenn man ihn von seinen Fehlern trennen will.“
Karl Heinrich Waggerl, Österreichischer Schriftsteller, 1897 - 1973

„Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen.“
Michelangelo Antonioni, Italienischer Filmregisseur, geb. 1912

„Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst frühzeitig zu machen.“
Sir Winston Churchill, Britischer Politiker, 1874 – 1965

„Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.“
Hermann Bahrl, Österreichischer Schriftsteller, 1893 - 1934

Weitestgehend aus der mangelhaften Bereitschaft eigene Fehler zu akzeptieren und daraus zu lernen, sie also mit einzukalkulieren und somit berechenbar zu machen, bekommen wir im Laufe der Zeit Probleme.

Probleme
Mal anders gesehen
Woher kommen Probleme?
Diese Frage ist leicht zu beantworten in dem wir es auf eine einfache Formel bringen:
Probleme resultieren aus Zielen! Je größer die Ziele sind, desto größer sind auch die Probleme!
Sie sind also direkt proportional47.
Es ist Ihnen gestattet an dieser Stelle zu protestieren oder in Ohnmacht zu fallen, denn das tun manche meiner Seminarteilnehmer und Coaching-Kunden wenn sie dies zum ersten Mal hören.
Bitte versuchen Sie jetzt mal, losgelöst von bisherigen Betrachtungsweisen, dieses spannende Verhältnis von Zielen und Problemen zu betrachten. Es darf Ihnen gerne schwer fallen.
Lehnen Sie sich zurück und schauen Sie sich an, was es eventuell dazu noch zu erforschen gibt.
Ziele schaffen Probleme
Der Grund, warum wir vor großen Zielen oft Angst haben oder wir uns lieber kleine Ziele stecken, ist der, dass das immer auch mit entsprechend großen Problemen verbunden ist.
Also streben wir Zufriedenheit an, da wir dann keine Aktionen durchführen müssen, die uns Probleme bereiten und vor denen wir gegebenenfalls Angst haben.
Die Komplexität oder Größe von Problemen wird auch dadurch definiert, wie wir das persönlich empfinden. Diese Empfindung richtet sich nach unserer Fähigkeit ein spezifisches Problem (zum Beispiel eines bestimmten Fachgebietes) lösen zu können.
Wenn wir besonders kompetent sind in einer bestimmten Sache, dann stecken wir uns in diesem Gebiet auch größere Ziele, da wir die entsprechend großen Probleme leicht lösen können.
Meist gehen wir bis an die Grenzen des „Lösbaren“, da das unseren Erfolg ausmacht.
Beruflich gesehen ist man nur dann erfolgreich, wenn man besser ist als andere und große Aktivitäten auf große Ziele hin ausrichtet und diese erreicht.


Abbildung 7: Die Grafik verdeutlicht das Verhältnis von Zielen zu Problemen. Je größer (weiter oben) ein Ziel ist, desto größer (weiter unten) ist das daraus resultierende Problem. In der Mitte findet man Zufriedenheit, die auch Stillstand bedeutet, denn wo kein Ziel ist, ist kein Problem und wo kein Problem ist, gibt es kein Ziel. D.h. keine Aktivität, keine Passivität (keine Offensive, keine Defensive). Man hat „scheinbar“ alles erreicht und es tritt Stillstand ein.

Abbildung 8: Diese Grafik ist gleichbedeutend mit der vorherigen, nur ist es hier anders dargestellt.

Die Formel lautet:
Große Erfolge hat man durch das Erreichen von großen Zielen; indem man die dem großen Ziel äquivalenten48 große Probleme löst.
So einfach ist das - aber wo ist nun der Trick erfolgreich zu sein und Probleme zu lösen?
Dieses Thema ist immer das heißeste in meinen Gesprächen mit Coaching-Kunden.
Die eigentliche Standardfrage beim Ziele-Coaching lautet ja: „Was sind Ihre Ziele, Träume, Wünsche, etc.?“
Ein guter Coach stellt Ihnen diese Frage eben. Nur löst er dabei nicht den „Problem-Ballast“ in Ihrem Kopf auf, der bewusst oder unbewusst da ist. Ansonsten hätten Sie ja schon alles in Angriff genommen und wären super erfolgreich und ohne jegliche Probleme.

Abbildung 9: In der Grafik sehen Sie oben große Ziele und unten große Probleme. In Richtung Mitte (Zufriedenheit), werde die Ziele bzw. die Probleme kleiner. Was wir dabei auch beobachten können, ist dass sie auch zahlreicher werden, je kleiner sie sind. Diese Grafik dient der Darstellung von den grundsätzlichen Verhältnismäßigkeiten und könnte natürlich auch vielfältiger dargestellt werden. Sie können gerne eine ähnliche Grafik erstellen, um Ihre Probleme hineinzuschreiben und somit die Verbindungen und Verhältnismäßigkeiten zu erforschen und darzustellen.
Das Konfrontieren von Problemen
Wir müssen lernen unsere Probleme anzuschauen, sie zu konfrontieren49, uns ihnen zu stellen. Wenn wir das auf die richtige Weise tun, dann erreichen wir viele Ziele fast wie von selbst.
Also lautet die Frage zunächst: Welche Probleme haben Sie?
Seien Sie jetzt mal ganz ehrlich mit sich selbst und prüfen, was Sie belästigt oder was Sie daran hindert das zu tun, was Sie lieben.
Schreiben Sie diese Probleme auf eine Stück Papier, auch wenn es bei manchen schwer fällt. Schreiben Sie Ihre Probleme so deutlich auf wie möglich. Tauchen Sie in sie ein, und stellen Sie dabei bitte fest, dass es Ihre Probleme sind. Lassen Sie sich dabei Zeit und legen Sie das Buch dafür zur Seite (aber bitte nicht für immer).
Gerne dürfen Sie ein paar Tage auf der Suche nach „Ihren Problemen“ verbringen. Manche fallen einem nicht auf anhieb ein. Egal - weitermachen!
Wenn Sie sich dabei elend fühlen, hier ein Versprechen: „Wir werden diese Probleme“ gemeinsam lösen.
Den Weg zu den eigenen wahren Zielen zu beschreiten beginnt damit, seine Probleme zu erkennen und zu akzeptieren.
Schreiben Sie bitte nur Ihre Probleme auf – bitte nicht die der Nachbarn oder Freunde.
Vielen Dank!
In den „dicken“ Problemen steckt Potential
Wenn Sie das getan haben, suchen Sie sich das größte Ihrer Probleme aus.
So, nun widmen wir uns erst mal ausschließlich dieser „ungelösten Angelegenheit“.
Warum? Weil das größte Ihrer Probleme der Schlüssel zu den kleineren Problemen ist, was bedeutet, wenn das größte Problem gelöst ist, dann lösen sich auch viele andere Probleme wie von selbst. Das ist ein Naturgesetz!
Wenn dies nicht der Fall ist, war das von Ihnen definierte „größte“ Problem nicht wirklich das tatsächlich größte; in diesem Fall müssen Sie noch mal überlegen, ob Sie da nicht irgend etwas vergessen haben.
Wenn Sie jetzt Angst davor haben wirklich und ehrlich hinzuschauen, dann möchte ich Sie beruhigen und Ihnen versichern, dass dabei nichts schief gehen kann. Auch wenn verschiedene Psycho-Spezialisten behaupten, man brauche dafür unbedingt einen Fachmann an der Seite. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber zumindest in Ihrem Fall, denn Sie sind jemand der durchaus in der Lage ist nach vorne und lösungsorientiert zu denken, denn sonst würden Sie dieses Buch nicht lesen.
Dieses Buch hat leider eine begrenzte Zielgruppe (ich würde mich hier sehr gerne irren), denn für solche Themen muss man über den eigenen Tellerrand hinaus sehen und hinaus greifen und das tun zweifelsohne nicht alle.
Fremdgesteuerte Probleme
Leider haben wir Probleme nicht nur aufgrund eigener Zielvorstellungen, sondern auch aufgrund von Aufgabenstellungen, die wir von außen bekommen.
Erinnern Sie sich bitte an das Kapitel „Die Falle“.
Es treten Probleme in verschiedenen Lebensbereichen auf. So haben wir zum Beispiel Probleme mit der Gesundheit, in der Familie, mit unserem Chef, mit Arbeitskollegen, mit unserem Auto, mit den Nachbarn, mit dem Finanzamt, mit Geld, mit Kunden und nicht zu vergessen - als Unternehmer oder Führungskraft - mit unseren Mitarbeitern.
Wir konzentrieren uns hier aber auf Ihre persönlichen Probleme, die aus Ihren persönlichen Zielsetzungen herrühren.
Die Ergründung eines Problems
Also, sie können jetzt getrost dem dicken Problem entgegentreten, denn es wird jetzt Zeit zum Wachsen.
Wie fangen wir die Problemlösung nun an? Wie gesagt, der erste Schritt ist, dass Sie das Problem ausführlich anschauen. Im Prinzip ist das schon der größte Teil der Übung.
Mit ein paar Fragen dazu, möchte ich Ihnen dabei helfen.
Bedenken Sie bitte: Auch Probleme, die andere für lächerlich halten, sind hier wichtig, insofern sie in Ihrer Vorstellung groß, unüberwindbar und/oder mit seelischen oder körperlichen Schmerzen verbunden sind.
Schreiben Sie die Antworten direkt darunter (Stichworte genügen, ansonsten bitte ein extra Blatt Papier verwenden).

1.
Wie lange haben Sie das Problem schon?

________________
2.
Ist es extrem lästig oder tut es schon weh?

________________
3.
Haben Sie den Drang das Problem zu lösen?
ja O
nein O
4.
Was hat Sie davon abgehalten es längst gelöst zu haben:

a)
Faulheit, Trägheit oder Inkonsequenz?
ja O
nein O

b)
Unwissenheit?
ja O
nein O

c)
Eine andere Absicht (Gegenziel) einer anderen Person?
ja O
nein O

d)
Mangelndes Selbstvertrauen?
ja O
nein O

e)
Es versteht mich niemand?
ja O
nein O

f)
Abwertungen bzw. Herabsetzungen Ihrer Person oder Ideen?
ja O
nein O





Tipps zur Problemlösung
Nun erhalten Sie Tipps, zu den möglichen Antworten, die Ihnen als Stütze und Hinweis für Ihre persönliche Strategie dienen sollen. Bitte halten Sie sich an diese Ratschläge und es wird garantiert bergauf gehen.
Zu Frage 1:
Wenn es länger als 2 Jahre andauert, dann ist das schon die Grenze des vertretbaren. Es heißt also zügig zur Tat zu schreiten. Wenn es schon fast das ganze Leben andauert, dann sollten Sie überlegen mal einen Coach aufzusuchen (Adressen finden Sie am Ende des Buches).
Zu Frage 2:
Wenn es extrem lästig ist, dann ist das Problem eigentlich leicht zu lösen, denn Sie können im Prinzip recht emotionslos an die Sache herangehen, mit etwas Mut und Tatkraft wird es schon gelingen. Wenn es weh tut, dann ist es eigentlich höchste Eisenbahn. Sollten Sie dabei Hilfe brauchen, dann suchen Sie sich Verbündete (siehe Kapitel „Mut“ - „Verbündete können helfen“).
Zu Frage 3:
Wenn Sie hier „ja“ gesagt haben, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Bei „nein“ überprüfen Sie bitte, ob Sie nicht längst aufgegeben haben oder einen Kompromiss eingegangen sind. Es gibt faule Kompromisse aber auch intelligente. Einen faulen Kompromiss sollte man auf jeden Fall nicht eingehen, wenn der Preis den man zahlt nicht in Relation zum gewünschten Ergebnis steht. Ein „fauler“ ist es auf jeden Fall, wenn es laut Frage 2 extrem lästig ist oder gar weh tut. Wenn Sie bei Frage 2 mit „nicht lästig“ sowie „es tut nicht weh“ geantwortet haben, dann handelt es sich hier nicht um ein wirkliches Problem.
Zu Frage 4:
a) = ja = Werden Sie sich selbst treu! Treiben Sie Sport oder frischen Sie anderweitig Ihren Geist auf. Appellieren Sie an Ihr Selbstwertgefühl.
b) = ja = Bilden Sie sich fort! kaufen Sie gute Bücher über das Thema Ihres Problems, um es sachverständig zu lösen. Achten Sie auf Seriosität und Kompetenz der Autoren. Auch das Internet bietet eine Menge Informationen zu fast jedem Thema. Oft ist hier sogar ein Erfahrungs- und Wissensaustausch möglich.
c) = ja = Gehen Sie nicht in die Falle! Lesen Sie das Kapitel „Das Kollidieren von Zielen“ und überlegen Sie, ob Sie nicht mehr Verantwortung übernehmen können. Wenn die andere Person destruktive50 Eigenschaften hat ist es besser, wenn Sie den Kontakt zumindest für einen längeren Zeitraum abbrechen, insbesondere wenn das Motiv der Person fragwürdig ist.
d) = ja = Machen Sie zunächst kleine Schritte zu kleinen Zielen und schreiben Sie unbedingt ein Erfolgsprotokoll! Lesen Sie das Kapitel „Persönliche Ziele“ - „Das Erfolgsprotokoll (Erfolgsjournal)“.
e) = ja = Lernen Sie sich so auszudrücken, dass man Sie verstehen kann! Meist ist das „nicht verstehen“ ein Kommunikationsproblem, d.h. Sie reden nicht in der Sprache, in der man Sie wirklich verstehen kann. Machen Sie aus Ihren Gedanken ein Konzept, das für andere interessant ist. Werben Sie für Ihre Betrachtungsweisen, indem Sie es sachlich und ausführlich beschreiben. Analysieren Sie die Gedankenwelt Ihrer Mitmenschen und lernen Sie deren Sprache zu sprechen.
f) = ja = Sagen Sie einer solchen Person, dass sie Sie gerade abgewertet hat, unmittelbar wenn sie es tut! Tun Sie das bitte unbedingt sachlich und ohne emotionale Ausbrüche, aber direkt und mit betonter Stimme. Nun hat Ihr Gegenüber die Gelegenheit sich zu korrigieren. Oft ist das Abwerten eines anderen Menschen eine unbewusste Handlung. Wenn man sie darauf hinweist, dass sie es tun, dann tritt meistens Besserung ein. Notfalls wiederholt man es, wenn es wieder vorkommen sollte. Wenn die andere Person das nicht respektiert und zumindest eine langsame aber akzeptable Verbesserung eintritt, dann haben Sie es mit einer Spezies Mensch zu tun, in dessen Umgebung selten Wachstum zu finden ist. In diesem Fall sollten Sie sofort den Kontakt abbrechen oder einen guten Coach aufsuchen.
Hier nun drei weitere Fragen:
5. Haben Sie immer noch den ehrlichen Wunsch dieses Problem zu lösen?
Wenn „nein“, dann sollten Sie einen guten Coach aufsuchen, der Ihnen zur Seite steht. Wenn „ja“, dann werden Sie es auch schaffen, wenn Sie die Ratschläge in diesem Buch ernst nehmen und sie umsetzen.
6. Werden Sie die Lösung jetzt angehen?
Wenn „ja“, überlegen Sie sich ganz genau den nächsten Schritt - nur den allernächsten Schritt. Wenn Sie ihn gefunden haben, dann tun Sie ihn am besten SOFORT. Wenn sie jetzt nicht starten können, dann war es nicht der aller-aller-aller-nächste Schritt. Fangen sie an etwas zu tun, auch wenn es nur ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung ist. Wenn Sie anfangen etwas zu „tun“ beseitigen Sie die innere Trägheit und die Rechtfertigungen, warum man es nicht tun kann entfallen. Wenn Sie sich in Bewegung gesetzt haben, dann hören Sie nicht auf aktiv zu sein.
7. Haben Sie eine gute Idee, wie Sie das Problem nun lösen können?
Na dann aber los. Gerne dürfen Sie das Buch nun zur Seite legen, um zur Tat zu schreiten. Sie dürfen aber gerne weiter lesen, denn das nächste Kapitel wird Ihnen noch den richtigen Schwung verleihen.

Ich behaupte, dass das Leben ein Spiel ist. Als ein Spiel ist es leider nicht mehr zu identifizieren, wenn wir auf zu große Probleme stoßen.
Wir müssen also den „Spielgeist“ wieder entdecken, in dem wir uns klar werden, was ein Spiel eigentlich ist und bewirken kann.



Das Spiel
Das Spielen kennen wir meist nur aus unserer Kindheit. Es wurde uns erzählt, dass diese Phase der Freiheit dann zu Ende ist, wenn wir in die Arbeitswelt gehen. Wenn Sie das oder etwas ähnliches noch nie gehört haben, gehören Sie in unseren Breitengraden zu einer sehr kleinen Gruppe.
Kinder haben die Gabe zu spielen und Erwachsene haben die Pflicht zu arbeiten. Manche Erwachsene vermissen das Spiel nicht. Aber die meisten suchen nach vielen Gelegenheiten, um zumindest teilweise - ab und zu - Spaß zu haben.
Der Prozess während der Jugend, der diese heranwachsenden Menschen oft in Schwierigkeiten bringt, ist die Umgewöhnung von Spiel in Arbeit. Man kann es auch nennen „die Umgewöhnung von Leichtigkeit in Festigkeit“, oder „von Kreativität in Aktivität“.
Leider wird dieser Prozess auch von Pädagogen völlig unterschätzt (um es milde auszudrücken), obwohl dieser Bereich Ihr größtes Fachgebiet ausmacht.
Es lebe der Sport
Oft hört man aus Fachkreisen unterschwellig, dass es sich für einen intellektuellen, gebildeten Menschen nicht gehört, jeden Samstag Fußball-Bundesliga zu schauen, man habe ja schließlich wichtigeres zu tun.
So ein Blödsinn! Sport ist wahrscheinlich die kulturell wertvollste Sache, die wir im Fernsehen noch finden.
Ich habe kaum mehr positive Emotionen (siehe Kapitel Emotionen) gesehen, als wenn der Lieblingsverein ein wichtiges Tor schießt.
Der einzige Haken dabei ist, dass wir nicht „körperlich“ mitspielen. Trotzdem sind wir voll dabei, indem wir geistig mitspielen, was durch emotionale gedankliche Beteiligung geschieht. Und wo wären dann die ganzen Zuschauer, die diese Begeisterung letztendlich auslösen, wenn alle mitspielen würden.
Es gibt viele bekannte Spiele, die jeder von uns schon einmal selbst gespielt oder bei einem solchen Spiel zugeschaut hat:
* „Fußball spielen“,
* „Tennis spielen“,
* „Klavier spielen“,
* „Computer spielen“,
* „Lotto spielen“,
* „Schach spielen“, usw.
Wie wäre es denn, wenn wir diese mutwillige Begeisterungsfähigkeit auf andere Bereiche übertragen und damit beginnen würden, zum Beispiel:
* „Firma aufbauen spielen“,
* „Musik oder Gemälde erschaffen spielen“,
* „Kinder erziehen spielen“,
* „Probleme lösen spielen“,
* „Kriege verhindern spielen“,
* „Leben spielen“?
Sportlicher Ehrgeiz
Mit der Wiederentdeckung des Spiels können wir Probleme leichter lösen, als wenn wir hart arbeiten.
Natürlich ist das echte spielerische Herangehen an eine Sache auch eine Frage der Emotionen zu dem entsprechenden Thema. Manche Leute verstehen einfach wenig Spaß. Warum nur? Wahrscheinlich sind sie anders programmiert, zum Beispiel auf Pünktlichkeit, Fleiß und andere ähnliche Tugenden. Diese Merkmale sind nicht unwichtig, aber ohne Spaß bei der Sache macht uns das eigentlich zu Sklaven oder Knechte eines verschobenen Weltbildes.
Die Bestandteile eines Spiels
Ein Spiel beinhaltet im qualitativen Sinn auch der Reihe nach: „Ambition51“ + „Logik52“ + „Optimierung“.
Am Anfang steht die Ambition, dann das Herangehen mit Logik, um am Ende eine definierte Optimierung zu erzielen.
Glück (im Sinne von Freude, Enthusiasmus) ist das Endresultat aus einem zuvor gewollten optimierten Zustand.
Einfach ausgedrückt:
Wir haben ein Spiel, wenn wir ein ZIEL in Form eines „erträumten Goals53“ haben, das wir erzielen möchten und uns ein Spielfeld erschaffen oder ein vorhandenes betreten, auf dem es festgelegte Gesetzmäßigkeiten und eine Art Gegner gibt, die den Reiz an der Sache ausmachen und aufrechterhalten.
Im Grunde besteht ein Spiel also aus einem „klar abgesteckten Spielfeld“, aus „Regeln“, aus „Freiheiten“ und aus einem „Gegner“, der die Sache spannend und zeitweise unüberwindbar macht. Eine wesentliche Voraussetzung ist selbstverständlich, dass der Gegner das ganze auch als Spiel ansieht.
Natürlich haben wir vor allem in der Geschäftswelt Gegner, die uns mit anderen als spielerischen und fairen kämpferischen Mitteln entgegentreten. Aber genau darin liegt die zusätzliche Herausforderung und Chance, uns mit Kompetenz und zielgerichtetem Fleiß besonders zu profilieren.
Oft wird der „kriminell“ agierende bzw. wirkende Gegner dabei deklassiert, was der aufgeklärte Zuschauer mit Genugtuung anerkennt.

Sollten Sie Unternehmer oder eine Führungskraft sein, dann ist dies ein sehr bedeutendes Thema, denn die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern hängt sehr stark davon ab, wie Ihre Fähigkeiten ausgeprägt sind, Ihren Leuten ein Spiel zu geben.
Lasst uns also alle ein Spiel spielen, eine Herausforderung annehmen und dabei Spaß haben.
Der Zweck eines Spieles
Bei einer Olympiade gibt es sehr viele Teilnehmer, die je nach ihren speziellen Fähigkeiten, möglichst realistische Ziele anstreben. Diese heißt es aber, immer in irgendeiner Form zu gewinnen. Das kann man in 3 Hauptkategorien:
1) Eine Gold-Medallie, d.h. Olympiasieger werden
2) Irgendeine Medallie zu holen, d.h. auf dem Siegertreppchen zu stehen
3) Oder einfach nur dabei gewesen zu sein
Egal welches Ziel jemand hatte, es hat trotz extrem harter Arbeit viel Spaß gemacht.
Nun zurück zum Alltag.
Wie können wir also erreichen, dass unser Leben, also auch unsere Arbeit und Verpflichtungen, uns als Spiel vorkommen, das wir verantwortungsbewusst sehr ernst nehmen und dabei größtenteils Spaß haben?
Die Antwort ist zwar einfach aber die Umsetzung oft schwer:
Wir müssen Ballast abwerfen und spielerisch denken lernen. Grundsätzlich können wir das, denn als Kinder ist es uns leicht gefallen, wir konnten das sogar hervorragend.
Wir müssen den konservativen54 „Ernst“ aus der Sache rausnehmen und uns wieder an unsere kindlichen Eigenschaften erinnern, die in diesem Sinne recht positiv waren. Ich rede hier nicht von Unwissenheit sondern von Leichtigkeit, Neugierde, Tatendrang, usw.
Nehmen Sie das bitte wörtlich und lassen Sie sich einfach mal gehen.
Loslassen
Sich gehen lassen wird auch gerne als Loslassen bezeichnet. Doch was heißt das? Ich stelle oft fest, dass die meisten Menschen mit dieser Aussage zunächst sehr wenig anfangen können, obwohl es ihnen grundsätzlich schlau erscheint.
Ich möchte es hier mal so erklären, wie es die meisten meiner Trainees am besten verstanden haben.
Schauen wir uns zunächst einmal an, was es heißt etwas festzuhalten. Warum und was halten wir fest? Festhalten kann man verschiedene Dinge; hier nur einige Beispiele:
1. Sich selbst, in der Straßenbahn, damit man nicht umfällt.
2. Ein Lenkrad beim Autofahren.
3. Einen Tennisball, kurz vor dem Aufschlag zum Gegner.
4. Klaviertasten, um den vorher angeschlagen Ton länger anzuhalten.
5. Einen Gedanken, den man nicht verlieren will.
6. Einen Witz, den man gehört hat und tierisch gelacht hatte.
7. Eine künstliche Charaktereigenschaft, da wir sie uns mühsam als Schutz oder Überlebensmechanismus angeeignet haben.
8. Eine fixe Idee, aus der Kategorie Selbstabwertung.
9. Einen Mitarbeiter, der eigentlich gehen will oder den wir eigentlich nicht mehr haben wollen.
Es ist klüger, das was man unter Kontrolle haben möchte, gänzlich loszulassen, damit es seinem natürlichen Fluss folgen kann. Erst dann haben wir die Möglichkeit diesen natürlichen Fluss nutzbar zu machen.
Selbst beim beharrlichen oder krampfhaften Festhalten einzelner Elemente würden wir das Gesamtwerk festhalten und einen harmonischen Fluss verhindern. Loslassen bedeutet somit „das Spiel laufen zu lassen“ und durch Beobachtung und Intuition lieber die übergeordneten Steuermechanismen zu koordinieren.
Beispiel:
Ein Trapezkünstler55 im Zirkus muss sich zunächst an einem Trapez festhalten, um seinen Körper dann mit viel Schwung völlig frei durch die Luft fliegen zu lassen, um dann ein gegenüberliegendes Trapez zu ergreifen. Das ganze ist meist verbunden mit artistischen Darbietungen während der Flugphase. Er erhält seinen wohlverdienten Applaus nur, wenn er auf der anderen Seite sicher ankommt. Damit das Kunststück gelingt, muss er das erste Trapez loslassen. Interessant ist, dass erst dann das eigentliche Meisterwerk beginnt, wenn er den sicheren Hafen, also das erste Trapez, völlig losgelassen hat. Er wird nur durch dieses scheinbare Fallen lassen auf der anderen Seite ankommen können. Zu Beginn seiner Laufbahn ist er sicher sehr oft herunter gefallen. Aber irgendwann hat er so das Fliegen gelernt und später dann auch das „Zupacken“. Dieser Prozess des „Erlernens eines Kunststückes“ oder „Erlangen einer Fähigkeit“ ist übertragbar auf sehr viele Lebensbereiche. Wir wissen nun, dass wir, wie der Trapezkünstler, nur wachsen und lernen können, wenn wir loslassen – erst dann können wir richtig zupacken und erhalten den dadurch verdienten Lohn.
In einem Spiel - und zwar in jedem - gehört folgender Mechanismus immer dazu: Wir müssen es beherrschen, Dinge nur zu einem richtigen Zeitpunkt festzuhalten, um sie im richtigen Moment loszulassen, damit das Spiel fließen kann. Weiterhin müssen wir Dinge im richtigen Moment wieder aufgreifen bzw. festhalten, um sie dann wieder abzugeben oder loszulassen. Wer dieses Steuern beherrscht, ohne dabei den korrekten Fluss zu beeinträchtigen, der ist ein echter professioneller Spieler. Die Sache wird gelingen und meist für außenstehende leicht aussehen.
Das Spiel der Führungskraft
Als Führungskraft haben Sie die Aufgabe auch in dieser Sache und eigentlich ganz besonders in dieser Sache für Ihre Mitarbeiter ein Vorbild und Vordenker zu sein.
Nennen wir einen Vorgesetzten, Manager oder Erzieher, doch einfach mal „Vor-Spieler“, der sich durch das Vorgeben und Vorleben eines Spieles als ernst genommener Spielführer auszeichnet.
Seien Sie also ein Spielführer, Team-Chef oder Spielmacher, oder wie immer Sie sich in obigem Sinne bezeichnen würden! Egal wie groß Ihre Mannschaft ist.

Da die Problemzone Mitarbeiter (Mitspieler, Team) sehr komplex ist, habe ich diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.

Mitarbeiter
„Wenn eine Führungskraft die Fähigkeit besäße ihre Mitarbeiter zu coachen und dadurch fähiger und verantwortungsbewusster zu machen, dann hätte sie weniger auf dem eigenen Tisch und mehr Zeit zum Coachen.“

Frank H. Sauer


Der ideale Chef
Bevor wir uns den allseits geschätzten Mitarbeitern zuwenden möchte ich, dass wir zunächst festhalten, was ein Chef so den ganzen Tag über machen sollte und für was er eigentlich da ist.
Als Führungskraft haben Sie die Verantwortung für die ganze Mannschaft.
Ist Ihnen das bewusst?
Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Kapitän eines Schiffes!
Sie wissen, dass dieser ein sinkendes Schiff als letzter verlässt.
Meistens sinken die Schiffe aber nicht, trotzdem hat er die Verantwortung für alles was auf dem Schiff passiert und wird dieser Verantwortung in der Regel auch gerecht.
Vielleicht sinken deswegen die meisten Schiffe nicht und erreichen auch zu 99,9% den gewünschten Hafen.
Wie macht er das? Er tut doch eigentlich gar nichts und bekommt dafür auch noch eine Menge Geld!
Er macht lediglich das, was jede Führungskraft tun sollte:
1) Er hat ein klares Ziel
2) Er steuert es fortwährend an
3) Er verlässt nie den Kurs, wenn es nicht notwendig ist
4) Nach einer Kursabweichung, zum Beispiel durch einen Sturm, navigiert56 er sofort nach, in dem er den Kurs neu berechnet und fortwährend einhält
5) Er hat eine gut ausgebildete loyale Truppe von Offizieren, die sich um verschiedene Bereiche kümmern und dort 100% Verantwortung übernehmen
6) Einer dieser Offiziere ist sein Stellvertreter (er will ja auch mal schlafen oder Golf spielen)
7) Er steht fast ständig auf der Brücke57 (oder lässt sich vertreten und im Ernstfall rechtzeitig informieren)
8) Er führt niemals Arbeiten durch, für die andere zuständig sind oder sein sollten
9) Er macht klare Anweisungen und delegiert58 stets auf eine Weise, dass der Untergebene die Anweisung klar verstanden hat; notfalls wiederholt er die Anweisungen - sachlich und ausführlich
10) Er ist der Chef und lässt darüber keine Zweifel aufkommen
11) Er verschafft sich Respekt durch die totale Übernahme der Hauptverantwortung nach Außen
12) Er trifft Entscheidungen schnell aufgrund von vorhandene bestmöglichen Fakten
13) Er sorgt dafür, dass die Mannschaft ihm und seinen Offizieren vertraut, in dem er Kompetenz ausstrahlt
14) Er kennt sein Schiff
15) Er kennt seine Mannschaft
16) Er erfährt rechtzeitig von allen Problemen und gibt prompte Anweisung sie zu lösen
17) Er ist souverän59
18) Er hat genügend Treibstoff an Bord oder weiß wo und wie man welchen schnell und ohne große Umwege besorgen kann
19) Er kennt die Gefahren auf dem Weg zum Ziel oder erkennt sie rechtzeitig, um die richtigen Kommandos zu geben
20) Er motiviert seine Mannschaft besonders in Krisen und bestätigt deren Leistungen (auch Kleine), wenn alles nach Plan verläuft
21) Er kann philosophieren, wenn es um sein „Spielfeld“ geht - das weite Meer
22) Er sorgt für erstklassige Ausbildung seiner Leute
23) Er führt ein Logbuch60 (Ziele-Erreichungs-Dokumentation, Tagebuch, Erfolgsjournal61)
Die Bewertungskriterien zur Auswahl des richtigen Mitarbeiters
Wir brauchen zum Erreichen eines Zieles (Hafens) eine Mannschaft von denen mindestens 90% ehrliche, hart arbeitende Leute sind. (Eine höhere Zahl als 95 von 100 ist reine Illusion62.)
Wie finden wir nun diese für uns brauchbaren Menschen, mit denen wir immerhin eine Zeitlang verbringen werden?
Hier die Kriterien nach denen man Mitarbeiter auswählen sollte (in dieser Reihenfolge):


Kriterium
Gewichtung
1.
Loyalität63
50%

Sich selbst, Ihrem Unternehmen und Ihnen gegenüber ehrlich und aufgeschlossen. Zieltreu, Vereinbarungstreu, Integer64.
Es ist hierbei besonders zu beachten, dass dieser Mensch zunächst seine eigenen Ziele kennt und diesen Treu bleibt. Das kann eine gute Führungskraft fördern, die somit auch dem Mitarbeiter gegenüber loyal ist.

2.
Willigkeit (Willfährig)
30%

Will zupacken, ist hilfsbereit und nimmt Hilfe zum besseren Gelingen gerne an.

3.
Moralische Glaubenssätze
20%

Gesellschaftsfähigkeit, soziale Kompetenz. Der Umgang mit Mitmenschen beruht auf eine gewisse Herzlichkeit und Ehrlichkeit.

4.
Allgemeinbildung
15%

Hohes Interesse an den Dingen die fachlicher Natur (dem Job entsprechend) und kultureller Natur sind.

5.
Fachliche Kompetenz
15%

Ausbildungsniveau (auch Diplome) verbunden mit Wissen durch tatsächliche Erfahrung (Erkenntnis), Fähigkeit das Wissen wiederholt anzuwenden.

6.
Beliebtheit
10%

Ist allgemein eine sympathische Erscheinung und hat keine (geistig gesunden) Feinde.

7.
Zertifizierungen
5%

Im Berufsleben erworbene Zertifikate, die anerkannt sind, bzw. denen Anerkennung gebührt.

8.
Berufserfahrung
5%

Dauer und Vielschichtigkeit.

9.
Zeugnisnoten
0%

Grundschule bis Schulabschluss.


Ich habe mich nicht verrechnet. Es sind bewusst 150%, von denen Sie insgesamt mindestens 99,9% erreichen sollten. Eine psychologisch interessante Hochrechnung, denn 99,9% sollte immer unser Maßstab sein, um nicht im Mittelmaß stecken zu bleiben. Letztendlich ist es ein überaus großer Erfolg bei der obigen Bewertung mehr als 100% zu erlangen. Machen Sie den ausführlichen und umfangreich erläuterten Test, den wir im Internet zur Verfügung stellen: www.spielend-zum-ziel.de/mitarbeiter.
Zeugnisse sind extrem relativ
Wenn Sie sich fragen warum Schulzeugnisse nicht relevant sind, dann lassen Sie mich hierzu anmerken, dass diese lediglich aussagen, ob jemand in der Schulzeit fleißig war oder nicht. Das ist jedoch grundlegend uninteressant, denn zum einen ändert sich das Maß an Fleiß, wenn sich intrinsische65 oder extrinsische66 Motivationen - zum Beispiel durch Veränderung des Umfeldes oder der Motive während durchlaufener Lebensabschnitte. Grundsätzlich ist jeder Mensch fleißig, wenn die richtige Motivation ihn antreibt. Weiterhin ist der Bildungsweg „Schule“ und „Studium“ meist nicht zielgerichtet bzw. von Natur aus nicht überlebensfreundlich und somit zum größten Teil unbrauchbar.
Die Parameter67, die beachtet werden müssen, um eine gute Mitarbeiterauswahl zu treffen, sind also wie oben beschrieben vergeben. Auch wenn ich hiermit Ihr Weltbild zerstöre, probieren Sie es aus, Sie werden erstaunt sein.
Zwei Arten von Mitarbeitern68
Immer wieder musste ich feststellen, dass man zwar sehr gute Leute angeheuert hatte, aber trotzdem oft in Schwierigkeiten kam, besonders wenn die Personen längere Zeit auf Ihrem Posten waren.
Es gibt zwar viel zu diesem Thema zu sagen, aber ich möchte mich hier auf eine Regel konzentrieren, die dem Thema dieses Buches gerecht wird:
Unterscheiden Sie Ihre Mitarbeiter in zwei Haupttypen:
Der Zielgerichtete
Er/Sie bringt eigene Ziele mit, die während des Arbeitsverhältnisses zu einem gewissen Teil oder bis zu einem gewissen Grad erreicht werden sollten.
Der Zielgerichtete braucht ein Ziel, das er bewusst oder unbewusst mitbringt. Weiterhin sollten Sie mit ihm Ziele innerhalb der Firma abstimmen, die mit seinen ganz oder teilweise harmonieren. Auf keinen Fall dürfen diese Ziele miteinander kollidieren (siehe Kapitel „Das Kollidieren von Zielen“), da der Mitarbeiter dann unweigerlich eines der Ziele verraten wird, was man auch Integritätsbruch69 nennt.
Diese Art der Ziele-Vereinbarung kann wie ein Turbo wirken, wenn Sie es aufrichtig und ehrlich anstellen.
Der Pflichtbewusste
Er/Sie hat keine besonderen beruflichen Ziele, außer Geld zu verdienen, um damit andere - private - Aktionen zu finanzieren. Dieser Typ arbeitet gerne wie ein Pferd, wenn er dafür angemessen entlohnt wird.
Der Pflichtbewusste wird oft mit hochtrabenden (bitte nicht falsch verstehen) Zielen überwältigt. Dieser Mensch braucht lediglich klare Vorgaben in Form von
(1) gut strukturiertem Arbeitsplatz,
(2) saubere Kommunikationslinien und
(3) verständlichen Aufgabenbeschreibungen.
Diese Person ist oft das bedauernswerte Opfer von Überbewertung oder Mobbing70.
Ich nenne diese Leute gerne „fleißiges Bienchen“ – die für jede Form von Unternehmen mehr oder weniger unersetzlich sind.

Natürlich kann man diese beiden oben beschriebenen Arten nicht immer so schwarz/weiß betrachten, da jeder dieser Typen zu einem Teil auch Eigenschaften der anderen Kategorie aufweist. Es ist jedoch notwendig, die hauptsächliche Ausprägung zu erkennen und vor allem darin zu investieren.
Wenn eine Person nicht mindestens im Ansatz eine der beiden obigen Eigenschaften besitzt, sollten Sie ihn besser gar nicht erst einstellen. Im Grunde hat jeder Mensch beide Eigenschaften, die jedoch oft aufgrund von emotionalen Rechtfertigungen verkümmert sind.
Das Fördern von Mitarbeitern
Sollten Sie sich zur Aufgabe gemacht haben, diese Eigenschaften bei Ihren Mitarbeitern zu fördern, dann beglückwünsche ich Sie dazu, denn das ist einer der besonderen Eigenschaften von verantwortungsbewussten Menschen und eine selbstverständliche Pflicht von Führungspersönlichkeiten.

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll. Diese Geschichte habe ich einmal per Email vom Mitarbeiter eines großen Kunden erhalten. Sie unterstreicht recht treffend, was ich wie oben aufgeführt aufzeigen möchte:


Zwei schwierige Fragen:

Frage 1:
Wenn Sie eine schwangere Frau kennen, die bereits 8 Kinder hat, wovon drei taub, zwei blind, eines geistig zurückgeblieben ist und sie selbst Syphilis hat; würden Sie ihr zu einem Schwangerschaftsabbruch raten?

Lesen Sie zunächst die nächste Frage!

Frage 2:
Es ist an der Zeit einen neuen Welt-Führer zu wählen und Deine Stimme zählt.
Hier die Eigenschaften der drei führenden Kandidaten:

Kandidat A:
Er hat Verbindungen zu betrügerischen Politikern, und lässt sich beraten von Astrologen. Er hat zwei Geliebte. Er ist ein Kettenraucher und trinkt 8 bis 10 Martinis am Tag

Kandidat B:
Er wurde aus zwei Firmen geworfen, schlief bis zum Mittag, gebrauchte Opium in der Hochschule und trinkt ein ganzes Glas Whisky jeden Abend.

Kandidat C:
Er ist ein ausgezeichneter Kriegsheld. Er ist Vegetarier, raucht nicht, trinkt gelegentlich Bier und hat keine außerehelichen Affären.

Welcher dieser Kandidaten bekäme Ihre Stimme?

Entscheiden Sie zunächst und lesen Sie dann erst weiter!


Kandidat A
ist Franklin D. Roosevelt

Kandidat B
ist Winston Churchill

Kandidat C
ist Adolph Hitler


In diesem Zusammenhang noch die Antwort auf die Frage nach dem Schwangerschaftsabbruch. Wenn Sie „Ja“ sagten, dann haben Sie soeben Beethoven umgebracht.

Das ist doch sehr interessant - oder? Machen Sie sich also ein ehrliches Bild bevor Sie über Menschen urteilen.



Vergessen Sie nicht:

Amateure bauten die Arche
Profis bauten die Titanic.



Anmerkung: Wenn Sie selbst kein Vorgesetzter sondern Mitarbeiter sind, dann schenken Sie bitte Ihrem Chef dieses Buch.

Das Produkt
Ein Produkt71 ist nur dann ein wirtschaftlich wertvolles Produkt, wenn es einen anwendbaren Nutzen hat. Das heißt, es ist in einem gewünschten Umfang vollständig fertiggestellt. Grundsätzlich verstehen wir im Zusammenhang mit dem Erreichen von Zielen unter einem Produkt etwas, das man herstellt oder erschafft, durch eine Dienstleistung oder eine handwerkliche Arbeit.
Um ein besseres Verständnis für Produkte zu bekommen unterscheiden wir zunächst in zwei grundlegende Kategorien: In ein Produkt, das eine einzelne Person herstellt und in ein Produkt, das von mehreren Personen hergestellt wird, vornehmlich sind das Gruppen, wie zum Beispiel Firmen, Vereine und Verbände.
Nebenbei erwähnt: Besonders wichtig ist es zu beachten, dass ein von einer Gruppe hergestelltes Produkt, in Einzelprodukte zerlegt werden muss, um die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit darzustellen (Organigramm72 oder „workflow“).
Das Produkt von Unternehmen
Das Produkt hat nur dann einen wirtschaftlichen Nutzen, wenn es jemand haben will!
Dann wird man es gegen ein anderes Produkt (stellvertretend gegen Geld) eintauschen können, was einen vergleichbaren Wert haben sollte.
Oft frage ich „Dienstleister“ nach ihrem Produkt. Dann bekomme ich meist die Antwort, dass man eigentlich kein Produkt habe, da man ja nichts herstellt.
Das ist jedoch falsch! Auch eine Dienstleistung ist ein Produkt, das eben nur schwerer zu definieren ist.
Genau das sollten Sie jedoch unbedingt machen, denn das Erkennen und definieren des Produktes, also das Endergebnis unserer zielgerichteten Aktivitäten und Bemühungen hat eine Menge mit dem tatsächlichen und schnellen Erreichen von Zielen zu tun
Sie stellen also immer etwas her, wenn Sie ein Ziel haben.
Das Ziel eines Unternehmens ist immer direkt proportional zu seinen Produkten - und umgekehrt. Also ein Pendant73
Das Produkt eines einzelnen Menschen
Im Prinzip ist es sehr einfach zu erklären und zu betrachten. Wenn sich ein Mensch morgens die Zähne putzt, hat er schon etwas hergestellt - nämlich „saubere Zähne“.
Wenn er an seinem Arbeitsplatz seinen Job erledigt, dann hat er ein Teilprodukt der ganzen Firma hergestellt, ohne das die Firma wahrscheinlich nicht überleben kann.
Wenn er Kinder bekommt und sie zu vernünftigen und ehrlichen Menschen erzieht, dann hat er ein Produkt hergestellt, das in der Gesellschaft großen Nutzen hat.
Produktbeispiele
Sie haben sicher bemerkt, dass die obigen Beispiele sehr positiver Natur sind. Und genau dazu möchte ich Sie überreden, nämlich das Produkt immer als etwas Positives und Wertvolles anzusehen. Ob es positiv für Sie oder gar für viele Menschen ist, das bleibt grundsätzlich Ihnen überlassen, aber je mehr Menschen davon profitieren, desto wertvoller ist Ihr Produkt natürlich.
Ein paar Beispiele:
Versicherungskaufmann:
Gut beratener Kunden, der weiß, wie er sich am besten versichern muss, so dass er im Verhältnis zur Versicherungsprämie eine bestmögliche Absicherung erhält.
Mediziner:
Nachhaltige Gesundheit
Architekt:
Ein zu niedrigen Kosten erstelltes Gebäude, das den qualitativen und quantitativen Ansprüchen des Klienten entspricht.
Lehrer:
Schüler, die zweckdefiniertes wertvolles und wahres Wissen besitzen, das im Leben angewendet werden kann.
Trainer:
Mehrfach angewendetes, wahres Wissen, das durch TUN in dauerhafte Fähigkeit umgewandelt worden ist.
Pilot / LKW-Fahrer / Taxifahrer, etc.:
Sicherer und pünktlicher Transport einer Ladung und/oder Menschen von A nach B.
Hausfrau:
Gepflegtes Heim, in dem sich die ganze Familie sehr wohl fühlt.
Definieren Sie Ihre Produkte!
Sicher gibt es noch eine Menge guter Beispiele, am besten Sie erfassen mal schriftlich Ihre Produkte. Und zwar die Wichtigsten, die sie herstellen. Und natürlich auch die, die sie gerne herstellen würden.
Legen Sie bewusst bei Ihrer Formulierung die Meßlatte hoch an, denn damit vergrößern Sie Ihr Qualitätsbewusstsein in bezug auf Produkte und Ziele.
Hier haben Sie ein wenig Platz für spontane Einfälle. Um es jedoch professionell zu machen, legen Sie sich einige extra Seiten an, auf denen Sie schreiben sollten (dürfen) bis Ihnen die Finger wehtun.
















































Wem das zu trocken und nicht zielgerichtet oder zu umständlich erscheint, der sei erst mal getröstet, denn es kommt noch dicker, wenn es um das Thema Projekte geht.

Das Projekt
Wann haben wir ein Projekt?
Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um ein Projekt zu haben?
Hier machen wir uns die Arbeit leicht: "Jede Angelegenheit, die wichtig genug ist, die komplex zu sein scheint und für die irgendwie keiner richtig zuständig ist".
Die Formel lautet kurz:

Abbildung 10: Die “wkz-Formel” oder „w+k+z=P“

Wenn eines dieser drei Bestandteile besonders groß ist, genügt es meist schon daraus ein Projekt zu "machen".
Ein Projekt hat IMMER ein Produkt als Ergebnis. Dieses Produkt ist entweder neu oder hochwertiger als vorhandene Produkte.
Auch wenn es erscheint, dass Projekte nur in Organisationen eingesetzt werden, so ist dies definitiv nicht der Fall. Auch wenn man augenscheinlich nur dort sehr oft von Projekten spricht und das Thema offensichtlich sehr ernst nimmt, so gibt es zahlreiche Projekte im privaten Bereich, die mit der gleichen Ernsthaftigkeit gesehen werden sollten. Ich meine sogar, dass dies die wichtigsten Projekte sein sollten, insbesondere wenn obige Formel zutrifft. In diesem Fall darf Ihnen der Parameter „keine klare Zuständigkeit“ echte Kopfschmerzen bereiten, die sich auflösen müssten, nachdem Sie sich an die eigene Nase und ein Herz gefasst haben. – Also, gehen Sie jetzt wie ein Profi an Ihre Träume heran, in dem Sie ein Projekt daraus machen!
Hier einige Projektbeispiel, die oft der obigen Formel entsprechen:
* Bau eines Hauses
* Entwicklung einer Software
* Kinderzimmer einrichten
* Spezielles Ausbildungsprogramm für IT74-Fachleute
* Internet-Strategie mit Webauftritt
* Wohnungssuche
* Herstellen eines Firmenprospektes
* Videorecorder programmieren (für Nicht-Techniker)
* Veranstalten von Messen
* Aufbau einer Verkaufsmannschaft
* Eine große Reise machen
* Erschaffung eines neuen Produktbereiches
* Etablieren von künstlerischem Tun (Malerei, Musik, etc.)
* Etablieren von Qualitätsstandards
* Heirat
* Einen großen Garten anlegen
* u.s.w.

Sie sehen also, dass man auch Problemlösungen und große Expansionen mit einem Projekt bewältigen kann. Warum? Weil die obige Formel zutrifft. Schauen Sie sich das genau an!
Wir hätten natürlich auch eine ganze Stadt bauen können.
Ich würde es spannend finden, mal so aus Spaß einen Workshop über das Projekt "Creation City" - eine riesige selbstversorgende Stadt in der Wüste oder mitten auf dem Ozean als Projekt zu planen und durchzuspielen. Ich wette, dass die Teilnehmer dabei größenwahnsinnig werden würden. Denn sie wissen nach dem Workshop, wie einfach man auch große Dinge herstellen kann, wenn man die Technik für das „Ziele erreichen“ und das Projektmanagement kennt und beherrscht.
Das Projekt als temporäre75 Mini-Firma
Ich betreibe seit vielen Jahren ein spezielles Projekt-Coaching in Form von schriftlichen Zielvereinbarungen sowie zahlreichen Dokumentationen und bringen den Projektmanager dazu, dies eigenverantwortlich auszuführen. Auch wenn es manchmal spielerisch und sogar lustig dabei zugeht - und das ist auch gut so - braucht es ein gewisses Maß an Disziplin und Werkzeuge, die man unbedingt beherrschen muss.
Folgende Werkzeuge bzw. Dokumente werden bei einem Projekt benötigt und bedürfen exakter Beschreibung bzw. Definition:
1) Projektziel
was, wie viel, wozu, für wen, bis wann
2) Projekt-Kernaufgabe
wie; d.h. die grundsätzliche Strategie76
3) Projektname
geistreicher Arbeitstitel; ggf. mit Logo und Slogan
4) Produkt
gewünschtes Endergebnis des Projektes, das an die Initiatoren übergeben wird.
5) Projekt-Team
das Grundteam, das vor Projektbeginn aufgestellt wird; mit Aufgabendefinitionen. Bestehend aus Projektleitung, Projektassistenz (Verwaltung, Erledigungen, Formalitäten), ggf. auch Teilprojektleitungen und das Expertenteam (z.B. Techniker, Einkäufer/Besorger, Juristen, Wirtschaftsprüfer, IT-Fachleute, Fachberater, Handwerker, Spediteure, etc.)
6) Projekt-Ressourcen
mit Einsatzplanung/Kapazitätsplanung.
a. Menschen; die Hilfskräfte, die wir benötigen. Diese können schon vorhanden sein oder müssen noch rekrutiert werden. Das kann die Personalabteilung der Hauptorganisation (Initiator) vornehmen oder die Projektleitung muss eine Projekt-Personalabteilung einrichten.
b. Einrichtungen; vorhandene oder zu beschaffende
c. Maschinen; vorhandene oder zu beschaffende
d. Werkzeuge; vorhandene oder zu beschaffende
e. Materialien; vorhandene oder zu beschaffende
7) Projekt-Ablaufplan
oder auch Projektplan; wie nachstehend beschrieben
8) Projekt-Checklisten
für Teilbereiche
9) Projekt-Formulare
zum Erfassen und Weiterleiten von Daten
10) Projekt-Organisationsstrukturplan
mit Verbindungen zur Hauptorganisation (Initiator)
11) Projekt-Budget
Geldmittelbeschaffung auf Zeitachse
a. intern finanzielle Mittel, die aus dem Haushaltsplan der Initiatoren in das Projekt fließen
b. extern zu beschaffende finanzielle Mittel, die aus Erträgen des Projektgeschäftes resultieren
12) Juristisches Fundament
mit Absicherung der Haftungsrisiken:
Verträge, gesetzliche Anmeldungen und Genehmigungen, Versicherungen

Das ist der “Werkzeugkasten”, mit dem Sie an kleine und große Projekte herangehen müssen. Für kleinere Projekte benötigt man nicht alle Bestandteile, aber sie werden eingesetzt, wenn es sich als sinnvoll herausstellen sollte.
Der Projektstart ist ähnlich gestrickt, wie das Aufbauen einer Organisation. - Nur die Geschwindigkeit ist größer.
Aller Anfang ist wichtig
Der wichtigste Teil, eines Projektes - vor allem für die gewünschte Qualität des Endergebnisses - ist der Projektstart. Er liegt im ersten Viertel der Zeitskala und nennt sich meist Planungsphase. In dieser Phase müssen o.a. Werkzeuge erschaffen und gegebenenfalls im Laufe des Projektfortschrittes verifiziert werden. Weiterhin wird während dieser Planungsphase eine umfassende Grundlagenermittlung mit anschließender Strategiegewinnung durchgeführt.
Der Hauptzweck eines Projektes ist, mittels auf ein bestimmtes Ziel ausgerichteten Handelns, ein Produkt herzustellen, das einen Bereich des Lebens und/oder einer eigenen oder fremden Firma etabliert77 (auch einen Dienst am Kunden zu vollbringen gehört dazu) oder in Ordnung bringt.
Kurz: Kontrolle in neue und/oder wichtige Bereiche hineinbringen.




Kontrolle
Ein heißes Eisen
Ein oft verwendetes, jedoch genauso oft missverstandenes Wort. Fragen Sie fünf Personen, was sie darunter verstehen und Sie bekommen 5 verschiedene Definitionen. Missverständnisse sind also vorprogrammiert und oft entsteht eine differenzierte78 Betrachtung darüber, wie man Kontrolle79 ausüben soll, bzw. wie man sich kontrollieren lassen möchte. Meist gehen davon emotionale80 Konflikte81 aus, die leider schwer zu reparieren sind, da das hier beschriebene Phänomen82 nicht bekannt ist und somit die Ursache woanders gesucht wird.
Auf den ersten Blick mag das belanglos erscheinen, aber wenn jemand ein „Macher“ ist, bzw. sein möchte, dann sollte er sich darüber im Klaren sein, dass stets auf die korrekte Definition von wesentlichen Substantiven83 geachtet werden muss, um somit eine Basis zu schaffen, auf deren man korrekt argumentieren kann und richtig verstanden wird.
Kontrolle hat zumindest in der deutschen Sprache zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen, die wir uns zunächst anschauen müssen, damit Sie wissen was ich unter Kontrolle, im Zusammenhang mit unserem Thema tatsächlich meine.
Die verschiedenen Bedeutungen von Kontrolle
Definition 1:
STEUERN, LENKEN, REGELN
oder: “Etwas unter Kontrolle haben“.
Aus dem englischen „to control“ oder „supervision“
Definition 2:
Aufsicht, Überwachung, Nachprüfung; Beherrschung, Gewalt
oder: “Soll/Ist Vergleich“.
Aus dem französischen „controlé“

Wenn ich zu einem Mitarbeiter sage: „Dein Chef sollte dich besser kontrollieren“, dann erzeugt das kein gutes Gefühl bei ihm. Er denkt leider hierbei vielmehr an „Aufsicht“ oder an „er wird beherrscht“ als an „der Chef versucht die Sache in den Griff zu bekommen“.
Der Chef (insofern er ein Guter ist) wird aber lediglich dafür sorgen, dass der Mitarbeiter seinen Job gut machen kann und dabei erfolgreich ist. Er wird ihn also „steuern“ bzw. „lenken“.
Gute Kontrolle (gemäß Definition 1) in bezug auf „seine Ziele erreichen“ ist unabdingbar. Wenn man einen Teil eines Vorhabens, Projektes, etc. nicht mehr unter Kontrolle hat, ist fast immer das gesamte Ergebnis gefährdet.
Um jeden Bereich „unter Kontrolle“ zu haben, brauchen wir zahlreiche intelligente Messinstrumente, die einen Soll/Ist Vergleich (gemäß Definition 2) durchführen.
Mittels eines Projektplanes können wir das zwar gut steuern, aber was ist mit unvorhergesehenen Vorkommnissen? Es ist also wichtig einen gewissen Abstand zum Gesamtprojekt zu haben und sich dann von dort aus die einzelnen Projektteile und Problemzonen anzuschauen.
Gute Kontrolle
Gute Kontrolle zu haben heißt, die administrativen84 Aktionen erfolgreich und ohne umschweife durchzuführen, die notwendig sind um produktive Aktionen (kleine und große) zu einem guten Abschluss zu bringen; d.h. ein gewünschtes Ergebnis herbeizuführen, indem schon die Teilergebnisse qualifiziert werden.
Eventuell sollten Sie diesen Satz noch mal langsam durchlesen, wenn Sie jetzt lauter Fragezeichen im Kopf haben.
Kontrolle contra Träume?
Nun, bisher ist das alles wirklich ziemlich trocken und vielleicht haben Sie auch schon die Lust verloren, sich den Themen „Ziele“ und „Träume“ weiter zu widmen. Besonders diejenigen, die es lieben „aus dem Bauch“ zu entscheiden oder zu agieren, werden mir möglicherweise bis jetzt nur zähneknirschend gefolgt sein.
Selbstverständlich weiß ich, dass Träume sehr viel mit Emotionen (meist positive) zu tun haben, und wenn wir uns daran erinnern, dass hinzukommend ein missverstandenes Kontrollieren wenig nützliche Emotionen hervorruft, dann ist es vielleicht an der Zeit sich der Wissenschaft der Emotionen zu widmen. Deshalb habe ich diesem überaus wichtigen und notwendigen Bereich des menschlichen Daseins ein eigenes Kapitel gewidmet.

Emotionen
Die Theorie
Sicherlich haben Sie schon mal was von „emotionaler Intelligenz“ gehört.
Zahlreiche Tests und Bewertungen sagen aus, dass es wichtig und gut ist, dieses Gebiet zu beleuchten und darüber Bescheid zu wissen. Ganz besonders als nach Erfolg strebender Mensch.
Ich bin zwar der Meinung, dass man das auch intuitiv85 wissen kann und das völlig ausreicht, um ein glückliches Leben zu führen. Es kann jedoch in der modernen, immer hektischer werdenden und oberflächlichen Welt nicht schaden, zumindest annähernd zu wissen, warum wir zeitweise mit schlecht kontrollierbaren Gefühlen konfrontiert86 werden und dadurch unser Handeln positiv oder negativ beeinflusst wird.
Was sind Emotionen87?
Emotionen sind von der Natur gegebene, mehr oder weniger rationelle Reaktionsmechanismen, die sich teilweise auf den gesamten menschlichen Organismus auswirken. Meist ist es ein Überlebens- und/oder Schutzmechanismus der in Verbindung mit Kommunikation auch auf andere Lebewesen wirkt oder wirken soll.
Emotionen unterscheiden sich durch deren Stärke und Dauer sowie deren Sichtbarkeit und Ursächlichkeit auf die Auslöser.
Beispiele:
* Angst, Furcht
* Wut, Empörung
* Zermürbtheit, Niedergeschlagenheit
* Freude, Heiterkeit
* Begeisterung
* Arglist, Bosheit
* Künstlerisches Ausschweifen, Enthusiasmus
Warum wir Emotionen überhaupt haben, ist selbstverständlich eine sehr interessante Frage, denn mancher würde sie gerne einfach abstellen, so wie manch anderes, was er nicht unter Kontrolle hat.
Emotionen sind natürliche Überlebenshilfen, die zeitweise außer Kontrolle (gemäß Definition 1) geraten und dann das Gegenteil von dem bewirken, was eigentlich unsere Zielsetzung bzw. Absicht war.
Zur richtigen Zeit, die richtige Emotion
Es ist sehr gut, wenn man der Situation angebracht, die entsprechende Emotion auslebt. Es ist sogar überlebenswichtig und verhindert des Öfteren körperliche Krankheiten (wenn das die Ärzte wüssten).
Ich betone jedoch gerne, dass es sich nur dann um „gutartige“ Emotionen handelt, wenn sie der Situation entsprechen, d.h. angebracht sind.
Es ist ähnlich wie mit Nährstoffen oder Bakterien, die Gesundheit eines menschlichen Organismus zerstören aber auch fördern können.
Wenn die emotionale Reaktion zu lange dauert oder zu heftig ist, dann kann es zu noch schlimmeren Emotionen führen, für die es keine angebrachte Situation gibt.
Wenn eine Emotion nicht der Situation entspricht, kann sie sogar die Situation selbst auslösen, insofern die Person in ursächliche Handlungen ganz oder teilweise eingebunden ist.
Beispiel: Wenn Sie beim Auto fahren Angst haben einen Unfall zu bauen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer passiert, wesentlich größer.
Emotionen und Ziele
Was hat das nun mit Zielen zu tun? Eine ganze Menge: Emotionen fördern oder behindern Kreativität sowie die Fähigkeit konstruktiv88 oder destruktiv89 zu denken und zu handeln.
Wie kann ich meine Emotionen nun so steuern, dass sie mir mehr nutzen als schaden? Das scheint nicht möglich, denn jeder von uns kennt Momente im Leben, wo er sich selbst nicht steuern konnte, es sogar anfangs als unangenehm empfunden wird Zurückhaltung dabei zu haben, was innen „brodelt“ heraus zu lassen, wenn man versucht sich unter Kontrolle zu bekommen.
Emotionen müssen raus - das wissen auch Psychologen90 und stellen sich dafür gerne zur Verfügung. Leider sucht man diese Leute nur auf, wenn es darum geht, negative Emotionen oder Empfindungen zu behandeln bzw. die Probleme, die aus einem Rückstau entstanden sind zu lösen.
Es wäre klüger man würde solche professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es darum geht die positiven Emotionen heraus zu posaunen, denn dann würde das Anstauen von negativen Emotionen verhindert werden.
Wir können also festhalten - und zwar ganz einfach ausgedrückt, dass es klug ist, sich darauf zu konzentrieren positive Reaktionen zu zeigen - in welcher Form auch immer. Denn damit öffnen wir den Kanal für unsere ganzen Empfindungen nach Außen. Ebenso das positive Wirken auf andere Menschen.
Unsere Lehrmeister in Sachen Emotionen
Wenn man Kinder beobachtet, kann man sehr deutlich sehen, dass bei fast allen dieser Kanal völlig offen ist. Sie sprudeln und freuen sich und zeigen somit ganz offen und ehrlich ihren guten Geisteszustand. Gemeint ist damit ihre Fähigkeit offen, frei und ohne Gegenbetrachtungen zu denken und zu handeln.
Kinder wissen intuitiv sehr genau, dass dies eine Art der Offenbarung ist und dass sie dadurch auch sehr ursächlich ihr Umfeld beeinflussen können. Manchmal benutzen sie das sogar um Erwachsene zu kontrollieren. Wir „Grossen“ empfinden das als meist als sehr angenehm und umgeben uns gerne mit Kindern (vor allem mit kleinen), da sie eine große Energiequelle darstellen.
Die Hauptursache für emotionales Ungleichgewicht
Da Erwachsene nicht gerne beherrscht werden wollen - obwohl das durchaus nicht immer schlecht sein muss - wehren sie sich dagegen. Das können sie recht einfach, denn sie sind scheinbar klüger als die unwissenden Kinder und verordnen ihnen Verhaltensregeln. Diese Regeln sind sehr einfach und können im Prinzip leicht angewendet werden. Kaum jemand bemerkt, dass es sich dabei um das „klein machen“ eines Individuums - also seelische Unterdrückung - handelt, die gut getarnt als erzieherische und oft auch als pädagogisch wertvolle Maßnahmen gerechtfertigt werden.
Da Kinder zwar eine Menge Weisheit und Vernunft haben (das müssen Sie mir jetzt einfach mal glauben) aber leider kein Wissen, wie diese Welt mechanisch funktioniert, ist es ein leichtes nach mehr oder weniger heftigen mechanischen Ermahnungen die Sache wieder in den Griff zu bekommen.
Die Kinder, die man nicht unter Kontrolle bekommt, sind schwer erziehbar und werden als Problemfälle eingestuft. Ist doch logisch. „Bist Du nicht willig, so brauch´ ich Gewalt!“
Im Laufe der Zeit werden Kinder mit merkwürdigen Regeln vollgestopft. Sie erkennen die Eltern und Lehrer in der Schule als weise Vorbilder an und nehmen nach und nach deren Weltbild in Empfang. Sie haben keine andere Wahl.
Es entsteht mit den Jahren des Heranwachsens ein emotionales Ungleichgewicht, da zum Beispiel schon sehr früh ein überschwängliches Herumtoben als nicht wünschenswert herabgestuft und letztendlich ausgeschaltet wird, bevor es ganz natürlich verschwindet.
Das ist nur eines von unzähligen Beispielen, wie ein menschliches Wesen während des Heranwachsens klein gemacht wird und sich somit letztendlich auf das niedrigere Niveau der Erwachsenen einpendelt.
Dann ist das Ungleichgewicht der emotionalen Freiheit erreicht, das viele zu Therapeuten oder andere Kompensatoren91 - wie Medikamente oder ähnliches - treibt.
Gefühle und Träume bewegen unsere Ziele
Einer meiner Mentoren sagte mir mal, um mich zu korrigieren: „Man darf einen Fehler niemals mit einem anderen Fehler kompensieren“. Ein sehr weiser Spruch, denn wenn man so verfahren würde, und das immer wieder, dann entsteht eine ständig größer werdende Abweichung von der Ideallinie, also ein Abstand zu den Naturgesetzen und Lebensprinzipien.
Ziele bestehen aus rationellen Überlegungen und aus emotionalen Beweggründen.
Wenn wir uns rationell und intelligent eine erträumte Sache ausmalen, aber im Gegenzug negative Emotionen dabei haben, fällt uns das notwendige TUN viel schwerer.
Oft ist es eine willkommene Entschuldigung aus emotionalen Gründen versagt zu haben. Da es fast jedem so geht, stimmt auch fast jeder damit überein und so haben wir eine gute Rechtfertigung.
Aus diesem Grund müssen wir unsere Emotionen wie hier beschrieben unter Kontrolle haben. Wenn wir das schaffen, werden die positiven Emotionen die negativen Emotionen teilweise oder ganz auslöschen.
Wenn wir kleine Teilergebnisse produzieren und uns somit in Richtung unserer Ziele bewegen, dann werden wir dadurch erfolgreicher und kompetenter, was zur Folge hat, dass Glücksgefühle (also positive Emotionen) entstehen. Dadurch löschen wir negative Impulse, die uns bisher “unten” hielten, aus. Wir müssen natürlich lernen, auch kleine Erfolge richtig zu feiern.
Selbstvertrauen und Stabilität stellt sich ein - Angst und Minderwertigkeitsgefühle verschwinden.
Ich habe Menschen erlebt, die aus verlorener Lebensfreude und Traurigkeit regelrecht explosionsartig erwacht sind, indem Sie ihren eigenen Zielen treu wurden und schon bei den ersten Schritten in Richtung des eigenen Zieles kleine, aber wichtige Erfolge sammelten.
Also lautet die Formel für das Kontrollieren von Emotionen:
„Unterdrücke niemals positive Gefühle, auch wenn es für andere vielleicht lächerlich oder störend ist. Somit erschaffen wir eine natürliche Balance zu negativen Gefühlen, die dann dadurch ein ausgeglichenes Spannungsverhältnis erlangen. Das schafft Dynamik und Ausgeglichenheit.“
Kurz: hohe Motivation durch wiederhergestellte Integrität92.


Motivation
Es wird viel geredet über Motivation. Besonders in der Wirtschaft, in der Chefs von hoch motivierten Mitarbeitern träumen, die den Laden schmeißen, anstatt die Motivation erst mal bei sich selbst zu fördern.
Besonders gerne heuern mich Manager an, um ihren Leuten neuen Elan und vor allem Linientreue einzuhauchen. Bei genauem Erörtern der Sachlage stellt sich heraus, dass der Chef selbst meist wenig Linientreu ist. Er rechtfertigt sich damit, seine Mannschaft sei eben ein schlapper Haufen. „Man muss denen alles dreimal erklären …“.
Kennen Sie das? Nicht nur Chefs geht es so. Auch bei der Erziehung von Kindern und besonders von Jugendlichen ist es manchmal zum Haare ausraufen.
Die exakte Definition
Bevor wir uns diesem begehrten Thema widmen, schauen wir uns an, was ein renommiertes Wörterbuch dazu sagt (Duden):

Motivation [lat. ]:
1. Summe der Beweggründe, die jemandes Entscheidung, Handlung beeinflussen; vgl. extrinsische, intrinsische Motivation.
2. Durchschaubarkeit einer Wortbildung in bezug auf die Teile, aus denen sie zusammengesetzt ist (Sprachwissenschaft).
3. das Motiviert sein; Ggs. Demotivation


extrinsisch [lat.-fr.-engl.]:
von außen her [angeregt], nicht aus eigenem inneren Anlass erfolgend, sondern auf Grund äußerer Antriebe; Ggs. intrinsisch (Psychol.); extrinsische Motivation: durch äußere Zwänge, Strafen verursachte Motivation; Ggs. intrinsische Motivation.

intrinsisch [lat.-fr.-engl.]:
von innen her, aus eigenem Antrieb durch Interesse an der Sache erfolgend, durch in der Sache liegende Anreize bedingt (Psychologie93); Ggs. extrinsisch; intrinsische Motivation: durch die von einer Aufgabe ausgehenden Anreize bedingte Motivation; Ggs. extrinsische Motivation.

Es gibt also zwei Arten von Motivation, was meist nicht umfassend bekannt ist oder beachtet wird. Tatsache ist, man kann in sehr unterschiedlichen Unternehmen beobachten, dass viel über das Thema gesprochen wird und zum Teil noch mehr an Zeit und Geld investiert wird, um alle Mitarbeiter zu motivieren.
Interessant ist, dass ein teilweise erreichter Motivationsschub gerade dann wieder nachlässt, wenn sich Situationen ändern. Das gilt für den Arbeitsplatz und uneingeschränkt genauso für das Privatleben.
Motivation soll die Effektivität steigern und dem Unternehmen mehr Schwung verleihen. Somit ist die Mannschaft schlagkräftiger und lässt sich nicht aus der Bahn werfen.
Genauso wie Motivation oft ansteckend sein kann, ist „De-motivation“ todsicher eine sehr ansteckende Krankheit. Dorthin müssen wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Ursachen von Motivationsverlust
Das Motivation schwindet hat sehr viele Ursachen:
* Stress
* Überlastung
* Ziellosigkeit
* Erfolglosigkeit
* Krankheit
* Drogen: Alkohol, Medikamente
* familiäre Probleme
* nicht verstanden werden
* mangelhafte Kompetenz
* fehlende Anerkennung
* Depressionen94
* introvertiertes95 Verhalten
* Abwertungen durch andere
* Intrigen
* Selbstabwertung

Diese Ursachen haben alle den gleichen Kern - einen gemeinsamen Nenner. Dies findet man leider nur heraus, wenn man sich der Sache ehrlich, unvoreingenommen und mit einigem Abstand widmet.
Ohne in die tiefe psychologische und esoterische Trickkiste zu greifen, widmen wir uns stattdessen dem logischen gesunden Menschenverstand, der oft brach liegt, da er keine Anwendungsplattform bekommt.
Motivationssteigerung
Motivation kann nicht dauerhaft gesteigert werden, indem der Fokus auf Motivation gewinnende Aktionen gelegt wird.
Der Schlüssel liegt in den Dingen die uns demotivieren96, also müssen diese „herunterziehenden“ Einflüsse abgeschaltet werden.
Da nur wenige in der Lage sind das aus eigener Kraft zu tun, braucht er einen „Verbündeten“ an seiner Seite.
In Firmen ist es nützlich einen speziellen Ansprechpartner (eine Art Motivationsbeauftragten) zu etablieren, der allerdings sehr gut ausgebildet sein sollte (bitte keine Psycho-Theoretiker), und vor Ort dauerhafte Qualitätskontrollen und Korrekturen in bezug auf Motivation - oder „die gute Stimmung“ durchführt.
Grundlegende Themen für diesen Motivations-Trainer sind:
1. Krisenmanagement:
Das Krisenmanagement des Einzelnen und der Gruppe.
2. Kommunikation:
Das Fördern und Trainieren von effektivem Kommunizieren; zuhören können und andere verstehen lassen.
3. Verantwortung:
Das Aufgaben- und Ziele-Bewusstsein; persönliche und arbeitsbezogene Ziele entwickeln, pflegen und realisieren.
4. Zusammenarbeit:
Das Aufbauen und Organisieren einer Gruppe als dynamische Aktivität, in der die Mitglieder fähig und willens sind, Verantwortung zu übernehmen.
5. Arbeitsmethodik:
Persönliches Arbeitsmanagement; Arbeiten erledigen, statt Zeit und Arbeit verwalten.

Dem „Seminar kundigen“ Manager fällt hier womöglich auf, dass ich nicht die weit verbreiteten Motivations-Seminare erwähnt habe, bei denen man zum Beispiel Bäume raufklettern, über ein Drahtseil laufen oder ähnliche spektakuläre „Motivation gewinnende“ und „Teamgeist fördernde“ Aufgaben durchführen muss.
Abenteuer und Grenzgang zur Motivationssteigerung?
Ich habe kürzlich einen sympathischen Verrückten kennen gelernt, der in den Alpen lebt und von Beruf „Abenteurer“ ist, wie er sagt. Er veranstaltet Extremtouren in Bolivien in den Anden; das ist ein riesiges Gebirge in Südamerika. Er sagt, die Leute (Manager und VIPs) die seine Tour mitmachen sind nicht mehr die gleichen, wenn sie davon zurückkehren.
Ich finde das unheimlich interessant und spannend, aber ich glaube man braucht nicht unbedingt so weit zu fahren, um sich zu motivieren - oft reicht ein guter Coach, der mit einem durch den Wald spazieren geht und gezielte Fragen stellt, ähnlich wie die in diesem Buch.
Ich meine damit, dass man sich nicht unbedingt sehr weit körperlich hinaus bewegen muss, um mal raus zu kommen und sich seine eigene Situation von ganz weit weg zu beobachten - im Idealfall mit einem guten Stück Selbstkritik.
Ich weiß, dass fast niemand das von alleine kann und genau deshalb braucht er einen Coach, einen Mentor und einen Verbündeten, der es wirklich ehrlich meint.

Ich hoffe Sie sind jetzt nicht entmutigt oder demotiviert durch die vielen Themen und scheinbare Förmlichkeit, die so manchen überfordern könnte. Ganz besonders, da ich viele Bereiche des Lebens neu oder ganz anders beleuchtet habe.
Im Prinzip habe ich so manches Weltbild in Frage gestellt, was durchaus meine Absicht ist. Und genau deshalb erörtern wir nun den für viele spannendsten Teil dieses Buches - nämlich das Wissen.

Wissen und Wahrheit
„Wahrheit suchen wir beide, du außen im Leben, ich innen in dem Herzen, und so findet sie jeder gewiss.
Ist das Auge gesund, so begegnet es außen dem Schöpfer; ist es das Herz dann gewiss, spiegelt es innen die Welt“

Schiller

Wissen ist Macht!
Aber was ist Wissen? - Möchten Sie das wissen? - Selbstverständlich möchte jeder wissen was Wissen ist!
Also wo fangen wir an? Am besten am Anfang:
Die Menschheit weiß eine ganze Menge und da Sie ein Teil der Menschheit sind, wissen auch Sie eine ganze Menge. Ist Ihnen das bewusst?
Im Grunde genommen ja, aber jeder Mensch hat das Bestreben mehr zu wissen, insofern er nicht schon genug davon hat oder besser: genug davon zu haben meint.
Der verwirrte Lateiner sagt: „ignoramus et ignorabimus“, was soviel heißt wie: "wir wissen nicht und werden nicht wissen" - verwendet als das Schlagwort für die Unlösbarkeit der Welträtsel.
Ich behaupte, dass man Wissen kognitiv97 erlangen kann, indem man als bewusstes ursächliches geistiges Wesen das Leben studiert und damit spielt, in dem man Verantwortung für seine Ziele und die Ziele von ehrlichen Mitmenschen übernimmt.
Eigentlich müsste man jetzt „amen98“ sagen, aber dann würden Sie mich wahrscheinlich in die falsche Kiste stecken.
Die verschiedenen Arten von Wissen
Ich möchte Sie nicht ärgern, aber verzeihen Sie mir, wenn ich nun behaupte, dass es auch in bezug auf Wissen verschiedene Bereiche gibt. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Arten, wir beleuchten hier zunächst vier davon.

Wissensart A)
ist der Bereich, der das natürliche Wissen ausmacht. Von mir aus das göttliche oder das übergeordnete Wissen.
Davon haben wir leider bewusst recht wenig. Aber interessanterweise sind einige Religionen nicht weit davon entfernt. Bedauerlich ist nur, dass sie viele Lügen also „Nichtwissen“ eingebaut haben; - warum auch immer sie das taten.

Wissensart B) =
ist der Bereich, der als Lebenserfahrung bezeichnet werden kann oder auch als Weisheit in Bezug auf schönes und erfolgreiches Leben. Gehen wir mal davon aus, dass die in diesem Buch beschriebenen Dinge solche „Schlauheiten“ sind.

Wissensart C)
ist der Bereich von Wissen, der in der Gesellschaft flächenmäßig derzeit die größte Anerkennung findet, nämlich das Allgemeinwissen. Zahlreiche Fernsehshows küren jede Woche Menschen, die mit ihrem Allgemeinwissen viel Geld verdienen können. Leider hat dieses Wissen nichts mit Glück oder Ziele erreichen zu tun. Dieses Wissen wird - wenn es selten anzutreffen ist (Fachwissen) - als angenehm empfunden, da es hochwertiger ist, als andere verbreitete normale „Wissen“. Manche Leute bekommen für dieses Wissen einen Titel, zum Beispiel „Doktor“ oder „Professor“.

Wissensart D)
ist eigentlich kein Wissen sondern ein Nichtwissen, das im Allgemeinen als Lüge bezeichnet werden kann. Da man diese Lüge als Wahrheit anerkennt, stellt es eine Art Wissen dar, das die Eigenschaft hat, das wahre Wissen zu ersetzen und dadurch zu verdrängen. Man kann es auch als falsche Wahrheit bezeichnen. Diese Art von Wissen ist am weitesten verbreitet und führt zur allgemeinen Verdummung der Gesellschaft.
Diese Lügen finden Sie in vielen renommierten Büchern und es scheint so, dass die Menschen sie lieben, ja verehren, als ob es ein Teil ihres Glückes sei. Und das schon seit vielen tausend Jahren. Aber ganz besonders seit einigen Hundert Jahren und ganz besonders seit Eintritt in das Informationszeitalter.
Warum ist das so? Es ergibt doch eigentlich keinen Sinn.
Es ist nicht Ziel dieses Buches darüber zu spekulieren oder gar Antworten dafür zu liefern, aber eines müssen Sie mir glauben, es gibt ein paar Menschen die eine Menge Geld verdienen und somit viel Macht ausüben, indem sie uns für dumm verkaufen.
Also lassen Sie das bitte nicht mehr zu!
Beispiele für „Nichtwissen“
Ich möchte Ihnen einige Beispiele nennen, bei denen es sich um Lügen, also Wissen der Kategorie D), handelt:

Lüge:
Ein Kind ist dumm!
Lüge:
Wer schlechte Zeugnisse hat kommt nicht weiter!
Lüge:
Wenn Du Pech im Leben hast, dann ist das eben Nativität99 oder Schicksal!
Lüge:
Hast Du was - bist Du was! (Anmerkung: umgekehrt wäre richtiger.)
Lüge:
Sünder kommen in die Hölle!
Lüge:
Kunst ist brotlos!
Lüge:
Fehler sind schlecht.
Lüge:
Ein einzelner Mensch kann gar nichts verändern.
Lüge:
Es ist wichtig im Leben ein Haus zu bauen oder zu besitzen.
Lüge:
Dummheit muss man bestrafen.
Lüge:
Es gibt Krankheiten, die man eben nicht heilen kann.
Lüge:
Eine demokratische oder rechtsstaatliche Regierungsform ist gerecht und löst die meisten Probleme in der Gesellschaft.
Lüge:
Was in der Zeitung steht oder im Fernsehen berichtet wird ist wichtig.
Lüge:
Manchmal muss man eben ein bisschen Ellenbogen benutzen um vorwärts zu kommen.
Lüge:
Wer nur ehrlich ist kommt nicht weiter.

OK, es ist genug. Wenn Sie verstanden haben was ich meine, dann können Sie alleine damit weitermachen, die Liste fortzuführen. Was wir auf jeden Fall festhalten können, ist die Tatsache, dass es verschieden wichtiges Wissen gibt. Also Dinge, die Sie wissen müssen und solche, die eventuell nutzbringend sind zu wissen, aber nicht notwendig zum Überleben.
Widmen wir uns nun wieder dem eigentlichen, dem wichtigen Wissen zu.
Richtiges Wissen ist Macht
Also, noch mal: „Wissen ist Macht“. - Und das stimmt! - Aber in bezug auf das richtige Wissen, denn dann sind Sie sogar sehr mächtig. Also hören Sie auf Ihre innere Stimme, denn die beherbergt mehr Wissen als sie womöglich auf einmal ertragen können. Oder besser gesagt, als Ihre Umgebung ertragen könnte. Nehmen wir mal zum Beispiel an, Sie hätten die Erkenntnis, dass Sie schon einmal gelebt hätten und im nächsten Leben würden Sie gerne als Tochter oder Sohn wohlhabender und gebildeter Eltern wiedergeboren werden. - Wem sollten Sie das erzählen? Tun Sie das bloß nicht! - Denn entweder man macht sich lediglich über Sie lustig oder steckt Sie gar in die Psychiatrie100 . Da Psychiater die Existenz des Menschen als Seele (geistiges Wesen) ablehnen (siehe in den Lehren von z.B. Siegmund Freud101), hätten Sie eine Menge unangenehmer Fragen zu beantworten, bevor man Sie zum Umdenken bringen wird, sonst kämen Sie sicher nicht „drogenfrei“ auf freien Fuß.
Wahrheit
Viele Philosophen behaupten, dass es genau so viele Wahrheiten wie Menschen gibt. Ich finde das spannend und es unterstreicht die Existenz eines geistigen Wesens, das alles erschaffen kann, was es will. Dass das Probleme mit sich bringt, können wir an dem scheinbar unerreichbaren Ziel „Weltfrieden“ erkennen. Da alle Religionen die Wahrheit für sich beanspruchen und behaupten, nur sie alleine kennen den Weg dorthin sind sie pausenlos damit beschäftigt sich gegenseitig zu diskreditieren102, anstatt zu erkennen, dass sie damit nur Ihr Versagen rechtfertigen, ihre eigenen verwurzelten Tugenden - wie Toleranz - zu leben und zu proklamieren103.
So nun habe ich mir wieder mal genug Feinde gemacht und lasse Sie mit Ihrer Wahrheitsfindung in diesem Zusammenhang erst mal alleine.
Ich möchte hier einen großen und allgemein anerkannten Meister seines Faches zu diesem Thema zitieren:
Was Rudolf Steiner darüber sagt
Auszug aus dem Buch: „Die Philosophie der Freiheit“ (Neuausgabe im April 1918):
Alle wirklichen Philosophen waren Begriffskünstler. Für sie wurden die menschlichen Ideen zum Kunstmateriale und die wissenschaftliche Methode zur künstlerischen Technik. Das abstrakte Denken gewinnt dadurch konkretes, individuelles Leben. Die Ideen werden Lebensmächte. Wir haben dann nicht bloß ein Wissen von den Dingen, sondern wir haben das Wissen zum realen, sich selbst beherrschenden Organismus gemacht; unser wirkliches, tätiges Bewusstsein hat sich über ein bloß passives Aufnehmen von Wahrheiten gestellt. Wie sich die Philosophie als Kunst zur Freiheit des Menschen verhält, was die letztere ist, und ob wir ihrer teilhaftig sind oder es werden können: das ist die Hauptfrage meiner Schrift. Alle anderen wissenschaftlichen Ausführungen stehen hier nur, weil sie zuletzt Aufklärung geben über jene, meiner Meinung nach den Menschen am nächsten liegenden Fragen. Eine «Philosophie der Freiheit» soll in diesen Blättern gegeben werden. Alle Wissenschaft wäre nur Befriedigung müßiger Neugierde, wenn sie nicht auf die Erhöhung des Daseinswertes der menschlichen Persönlichkeit hinstrebte. Den wahren Wert erhalten die Wissenschaften erst durch eine Darstellung der menschlichen Bedeutung ihrer Resultate. Nicht die Veredlung eines einzelnen Seelenvermögens kann Endzweck des Individuums sein, sondern die Entwickelung aller in uns schlummernden Fähigkeiten. Das Wissen hat nur dadurch Wert, dass es einen Beitrag liefert zur allseitigen Entfaltung der ganzen Menschennatur. Diese Schrift fasst deshalb die Beziehung zwischen Wissenschaft und Leben nicht so auf, dass der Mensch sich der Idee zu beugen hat und seine Kräfte ihrem Dienst weihen soll, sondern in dem Sinne, dass er sich der Ideenwelt bemächtigt, um sie zu seinen menschlichen Zielen, die über die bloß wissenschaftlichen hinausgehen, zu gebrauchen. Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können; sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.

Weise Worte eines klugen Mannes.
Wer mehr über Wahrheit, also das wirkliche Wissen erfahren möchte, der muss in sich selbst hinein horchen und dabei eine Menge Mut aufbringen.
Beim „Mut aufbringen“ möchte ich Ihnen gerne helfen, denn da setzen wir später noch an, nachdem wir uns den mystischen Bereich „die Erkenntnis“ anschauen.

Die Erkenntnis
Schauen wir uns zunächst an, was das Wörterbuch (Duden) dazu meint:
Erkenntnis = Erkennung, Einsicht:
1. durch geistige Verarbeitung von Eindrücken und Erfahrungen gewonnene Einsicht (eine historische, gesicherte Erkenntnis; neue Erkenntnisse gewinnen; ich durfte mich dieser Erkenntnis nicht verschließen; nach den neuesten technischen Erkenntnissen; er kam zu der Erkenntnis, dass sie Recht hatte)
2. <ohne Plural> Fähigkeit des Erkennens, des Erfassens der Außenwelt (an die Grenzen der Erkenntnisse stoßen).
Aha, jetzt sind wir ein wenig schlauer. Wir betrachten uns das mal näher, denn auch hier ist es interessant, diesen Bereich genauer zu erforschen. Immerhin gehen wir fast permanent aber leider wenig bewusst mit Erkenntnissen um.
Die falsche Erkenntnis
Es gilt nun zunächst das Phänomen „die falsche Erkenntnis“ zu beleuchten.
Viele, von ihrem Ursprung her veränderte Religionen und Glaubensmuster bestehen aus solchen sehr erschreckenden scheinbaren Erkenntnissen, in dem sie verbreitet werden. Aber es sind eben nur „scheinbare“. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mixtur aus Lügen und wahrem Wissen, was letztendlich im Chaos landet, das erstaunlicherweise nach Herrlichkeit aussieht.
Es wird angewendet, um vom wahren Geschehen abzulenken oder einfach um Macht oder Kontrolle auszuüben.
Dieser Zaubertrick funktioniert zum Beispiel auf folgende Weise:
1. Man erfindet zunächst Problem,
2. man dramatisiert es,
3. dann wartet man eine bestimmte Zeit, bis alles gewirkt hat,
4. dann löst man es
5. und gilt dann als unglaublich wichtig – nicht selten sogar heldenhaft.
Da das für den einen zu theoretisch und für den anderen vielleicht verrückt klingt, gebe ich Ihnen ein paar Beispiele. Viele weitere können Sie aus guter Geschichtsliteratur und - mit ein wenig Übung - auch aus der Tagespresse entnehmen.
Beispiel 1:
Am 27.02.1933 wurde der deutsche Reichstag in Brand gesetzt. Man erzählte den Menschen, es sei ein Anschlag von Terroristen gewesen. Man konnte somit leicht die Demokratie vollends in eine Diktatur umwandeln, um somit das selbst erfundene Problem zu lösen. Die Menschen in Deutschland hatten eine scheinbar „prima“ Regierung, die für Schutz und Ordnung sorgte. Heute ist bekannt, dass der Reichstagsbrand selbst gelegt worden war, als eine strategische Maßnahme, um den teuflischen Plan der Weltherrschaft durchzusetzen.
Beispiel 2:
Zahlreiche Medikamente haben große Nebenwirkungen. Diese sind dann mit anderen Medikamenten wieder zu heilen (u.s.w.). Also ist die Medizin gut – und wir freuen uns, dass es sie gibt. Das ist zwar nur z.T. korrekt, aber wer weiß heute noch welcher Teil der Medizin wirklich ethisch arbeitet und keine „selbsterfundenen Löcher“ stopft?
Beispiel 3:
Sie haben Streit mit einem Geschäftspartner. Dieser geht zu einem Rechtsanwalt und erzählt ihm, dass er nicht mehr mit ihnen arbeiten kann, da sich verschiedene Interessen gebildet haben. Der gegnerische Anwalt erzählt Ihrem Geschäftsfreund nun, dass er da bei verschiedenen Dingen aufpassen muss, ansonsten würde er irgendwann möglicherweise mittellos dastehen. Also schürt er Angst und zwangsläufig negative Emotionen in Ihre Richtung. Er führt ihn systematisch in einen „offiziellen“ Rechtsstreit. Somit löst er dann die Probleme, die er zuvor durch Propaganda selbst erschaffen hat. Alle derartigen Probleme ließen sich durch gute Kommunikation leicht lösen.
Uns wird jeden Tag eine große Menge Mist erzählt. Das ist für sich betrachtet noch nicht mal das Schlimmste. Nur wenn wir nicht genau hinterfragen und die tollen Storys glauben, dann sind wir Marionetten, da wir Erkenntnisse haben, die uns regelrecht eingepflanzt werden. Mit diesen falschen Erkenntnissen ausgestattet, waren und sind eine Menge Leute bereit, für eine angeblich gute Sache in den Krieg zu ziehen bzw. zu sterben.
Die richtige Erkenntnis
Eigentlich ist das jetzt einfach zu beschreiben, denn wir haben das Thema Wissen ausführlich behandelt und können somit eine neue Formel festhalten:
„Erkenntnis ist die Essenz104 von Wissen, welche augenblicklich da ist. Wenn Erkenntnis erlangt ist, wird das Wissen nicht mehr benötigt, da es jederzeit daraus abgeleitet werden könnte, wenn man es denn überhaupt noch bräuchte“.
Noch Fragen? Eigentlich klar - oder?
Wie bringt uns das jetzt weiter? Nun, vielleicht indem wir uns mal überlegen, wann wir das letzte mal eine Erkenntnis hatten und uns dabei spätestens heute bewusst werden, wie wertvoll das eigentlich war. Denn in diesem Moment habe ich eine Art „Erleuchtung“ gehabt. Also das „totale Wissen“.
Es macht einfach „Klick“
Eine Erkenntnis ist der Moment wo es Klick macht, der Groschen105 fällt, oder manche Leute sich sogar mit der Hand an die Stirn schlagen und dabei so was ähnliches rufen, wie: „oh Mann, na klar - ist doch logisch, - wie einfach, ...“.
Kennen Sie das?
Erkenntnisse machen uns stark
Wenn Sie eine Erkenntnis haben, dann gibt es keinen Zweifel mehr über die betreffende Sachlage und somit werden sie stabiler als andere, die nur Wissen besitzen.
Wissen, das durch praktischen Einsatz in Erfahrung umgewandelt wird, nennt man auch Fähigkeit im Umgang mit der Sache.
Wir müssen also Wissen anwenden, um es in Erkenntnis (Fähigkeit, totales Wissen) zu verwandeln und jeglichen Zweifel abzuschaffen. Training, also wiederholtes Anwenden von Theorie, ist der Schlüssel für intuitives und vollautomatisches „Können“.
Damit ist der Kopf frei für die nächste Hürde bzw. das nächste Etappenziel, in Bezug auf das Erreichen von gesteigerter Kompetenz und Stabilität.
Zweifel heißt Zurückhaltung und Unsicherheit - Erkenntnis heißt siegesgewiss und stabil sein. Diese innere Sicherheit darf gerne auch intuitiv sein, wenn sie mit rationellen Überlegungen konform ist.
Oft fehlt dann nur noch eine kleine Sache, um unschlagbar zu sein: Mut.



Mut
„Ich bin so guter Dinge, so heiter und rein,
und wenn ich einen Fehler beginge,
könnt´s keiner gewesen sein.“

Johann Wolfgang von Goethe


Mut, auch Courage106 genannt, ist das Gegenteil von Angst oder zögerlichem Handeln.
Wenn wir also etwas Bewegen wollen, müssen wir beherzt an unsere Sache herangehen.
Halt! Etwas präziser: Wenn Sie etwas Bewegen wollen, müssen Sie beherzt an Ihre Sache herangehen.
Ist das logisch?!
Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir uns nicht diesem Thema zu widmen, sondern wären offensichtlich schon längst auf der Gewinnerstrasse.
Mut ist keine Emotion, sondern das Produkt von positiven Emotionen und Absicht.
Die Mutprobe
Jeder kennt die berühmten oder berüchtigten Mutproben, die man als Kind oder Jugendlicher machen muss. Sollten Sie auch in diesen Genuss gekommen sein, erinnern Sie sich doch mal an das Kribbeln im Bauch, oder an die Überlegungen, wie man vielleicht doch noch um die Sache herum kommen könnte. Jeder der ein Held sein wollte, und das sind bestimmt fast alle meiner männlichen Kollegen, kam nicht drum herum. Vergleichen Sie diese Mutproben gerne mit der vorherrschenden Situation, endlich das zu tun, was man schon immer wollte.
Viele meiner Kunden erzählen mir, dass es einer Menge Mut bedarf, diese Dinge zu tun, da man althergebrachtes und bequemes ablegen, ja zum Teil sogar spektakuläre Dinge tun muss. Oft machen wir uns die eigene Familie zum Gegner, die oft kein Freund von derartigen Veränderungen ist. Leider ist das einer der Hauptgründe, warum viele Menschen ihren gewohnten Trott - bis ins Grab hinein - beibehalten. Wenn uns dann bewusst wird, dass die Chancen einer glanzvollen Veränderung mit jedem Tag schlechter werden, da uns die Zeit wegzulaufen scheint, dann trösten wir uns mit unserem bequemen Leben. Aber ist das wirklich bequem?
Mutlos oder bequem
Ich glaube nicht, dass es angenehm ist zu versagen. Aber in wessen Augen? Denken Sie noch mal an unsere Falle und fragen sich dann wessen Ziele Sie damit erreichen, indem Sie ein scheinbar bequemes Leben führen.
Bringen Sie also den Kunstgriff fertig, Ihren Weg zu gehen und gleichzeitig Familie und Freunde nicht zu vergessen.
Diese Reihenfolge ist extrem wichtig. Sicher werden nicht alle verstehen, was Sie da tun, aber es sind meist mehr als man denkt, wenn man den Mut aufbringt es den Leuten, die das emotional verkraften, ordentlich zu erklären. Wenn Sie Ihre Ziele gut und rund aufgeschrieben sowie die ersten Projekte schriftlich ausgearbeitet haben, dann fällt das wesentlich leichter.
Achten Sie auch darauf, es gut dosiert zu verkaufen. Wenn Sie das richtig machen und Sie deswegen einige Zustimmung bekommen, dann werden Sie erst richtig beflügelt und bekommen vielleicht auch noch Verbündete - zumindest auf der geistigen Ebene, was sehr hilfreich ist.
Verbündete können helfen
Verbündete erkennt man daran, dass diese Menschen zwar kritisch aber konstruktiv mit unseren Ideen und unserer Wesensart umgehen. Es sind oft diejenigen, die uns nicht sofort in den Sinn kommen. Um Verbündete zu finden, tastet man sich langsam vorwärts, d.h. man überfordert sein Umfeld nicht mit der ganzen Wahrheit, sondern mit kleinen Teilzielen oder einer stark abgeschwächten Form.
Diejenigen, die positiv darauf reagieren, ja sogar leichte oder auch starke kreative „Anfälle“ bekommen, wenn es darum geht sich etwas geistig auszumalen, sind meist die besten Anwärter für die Enthüllung der tatsächlichen „großen“ Idee.

Wie auf jedem Weg zum Ziel, bei jedem Projekt, ja bei jedem kleinen Schritt, den Sie strategisch auf Ihre Ziele ausgerichtet haben, gibt es eine Sache, die sehr wichtig ist und die Sie unbedingt beachten müssen, um keine Rückschläge oder Fehlschläge zu erleiden, was Ihren Mut möglicherweise reduzieren könnte: Gutes Timing.


Timing
„Gegenüber der Fähigkeit,
die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen,
ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.“

Johann Wolfgang von Goethe


Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort das richtige Tun - das ist hierbei die Devise. Doch was ist der richtige Zeitpunkt? Da kann man sich natürlich mächtig streiten. Manche behaupten, je eher man eine Sache beginnt, desto besser. Aber das ist nicht die richtige Taktik. Ich kenne viele Menschen, die aus diesem Grund alles gleichzeitig machen wollen (manchmal erwische ich mich auch dabei), was sicher nicht die korrekte Herangehensweise ist.
Pünktlichkeit
Bei vielen Dingen ist es nicht nur besonders wichtig wie man sie tut, sondern auch wann man sie tut.
Wenn Sie zum Beispiel einen Termin haben, dann müssen Sie losfahren, bevor Sie dort ankommen müssen. So lächerlich das klingt, aber viele beherrschen das nicht. Wenn Sie um 12:00 Uhr einen Termin haben, dann fahren Sie also um 11:00 Uhr los, insofern die Fahrzeit 1 Stunde beträgt. Im Prinzip ist das einfach - aber für viele offensichtlich eine Zumutung.

Uns ist nun wenigsten die Theorie klar, und wir nehmen dies zum Anlass die Sache etwas vertiefter an Hand von großen Zielen zu betrachten.
Die Logik für richtiges Timing
Sie wollen zum Beispiel in Ihrem Leben etwas Bestimmtes erschaffen, das möglichst vor Ihrem Lebensende erledigt ist. Dann müssen Sie also vorher beginnen dort hin zu kommen - ist doch klar.
Bei vielen dieser großen Dinge stellen wir jedoch fest, dass wir ziemlich früh damit anfangen sollten; wir stellen zum Beispiel fest, dass es besser wäre schon gestern damit angefangen zu haben. Dann lautet also die Devise „sofort losfahren“, um wenigstens mit einem Tag Verspätung dort anzukommen. Leider ist es aber oft sehr deprimierend, wenn man feststellt, dass man schon Zeit verloren hat, so dass man das Ziel entweder kleiner macht oder manchmal - und darum geht es hier - die Tatsache, dass Geschwindigkeit gefordert ist, nicht konfrontiert und die Sache schleifen lässt. Die Begründung ist oft: „es ist ja sowieso schon zu spät“ oder „jetzt liegt das schon so lange rum, da kommt es auf ein paar Tage oder Wochen auch nicht mehr an“. Auch das ist eine böse Falle.
Vorhersagbarkeit schafft Stressfreiheit
OK - was müssen wir tun? Wir müssen jetzt schnell handeln und das Timing107 „wieder reinbringen“. D.h., dass wir eventuell Lebensgewohnheiten ändern müssen, die Disziplinschraube wieder eindrehen müssen, um mehr Geschwindigkeit zu bekommen. - Keinen Stress, sondern Speed108.
Wenn wir das möglichst rasch erledigt haben, dann haben wir wieder gutes Timing, das wir brauchen, um nicht andauernd hetzen zu müssen, was eine große Fehlerquelle ist und obendrein nicht gerade motiviert.
Spaß macht es, wenn die Dinge rechtzeitig und gut erledigt werden.
Timing heißt, einen Plan zu haben, der vorhersagt, wann die einzelnen Aktionen erfolgen müssen, damit man rechtzeitig das Ergebnis bekommt. Schlau ist derjenige, der Pufferzeiten einbaut, also für Unvorhersehbares schon im voraus Platz einräumt.
Somit müssen wir also früher starten, als die eigentliche Logik vorgibt. In unserem Beispiel von oben bedeutet das, wir müssen schon um 10:30 losfahren, da es ja Stau oder eine lange Parkplatzsuche geben könnte. Ist doch klar - oder?
Sollten Sie zu denjenigen gehören, die notorisch zu spät kommen, dann nehmen Sie sich den obigen Rat besonders zu herzen.
Die Lösung für gutes Timing heißt also:
1. Rechtzeitig mit den ersten Schritten des Projektes oder Vorhabens zu beginnen (zum Beispiel früh genug losfahren).
2. Unwichtige und nicht auf unsere Ziele ausgerichtete Dinge weglassen, um Zeit zu schaffen, die wir dann als Pufferzeit einbauen - grundsätzlich, wann immer es geht.

Das ist Timing, ein wichtiges Werkzeug beim Erreichen von Zielen.
Aus oben genannten Gründen wird Zeit mit gemischten Gefühlen betrachtet. Scheinbar haben wir davon immer zu wenig, besonders wenn wir die knappe Dimension unserer freien Zeit mit unseren Zielen und Wünschen vergleichen.
Im Prinzip müssen wir nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um dann das Richtige tun zu können. Dies geschieht genau dann – und meist intuitiv, wenn wir grundsätzlich den Druck aus der Zeit herausnehmen können. Das gelingt Ihnen, wenn Sie Zeit für sich selbst nach obigem Muster erschaffen.

Ein ähnliches Ding, was auch meist zu wenig vorhanden ist und ebenso gemischte Gefühle hervorruft ist: „Geld“.

Das Missverständnis über Geld
Die wichtigsten Geldfragen:
Wie können wir Milliarden zusätzlicher Menschen einen Lebensunterhalt bieten, wenn der technische Fortschritt keine zusätzlichen Arbeitsplätze schafft?
Wie können wir uns auf eine mögliche Währungskrise vorbereiten?

(Aus dem Buch „Das Geld der Zukunft“ vom Autor Bernhard A. Lietaer)

Ohne Geld läuft nichts
Unsere zivilisierte Gesellschaft ist stark geprägt vom Geld. Ohne dieses wundersame Ding läuft gar nichts.
Scheinbar ist es so, dass vor der Existenz von Geld der Mensch überhaupt nicht in der Lage war glücklich zu werden, denn er konnte sich nichts kaufen.
Das ist natürlich scherzhaft dargestellt, aber schauen wir uns mal an wie glücklich jemand ist, der gerade etwas Neues gekauft hat oder Geld in einer Lotterie gewonnen hat, um dann damit etwas kaufen zu können.
Manche behaupten auch: „Geld macht nicht glücklich aber es beruhigt“. Das scheint zu stimmen, denn es macht unabhängig (leider nicht von allem).
Man stellt schnell fest, welche ungeheure Magie das liebe Geld besitzt, wenn man sich anschaut wie viel Bedeutung Geld in fast allen Lebenslagen hat.
Wer macht das Geld so wichtig?
Die Banken109 sind sehr mächtig, da sie über das meiste Geld verfügen, bzw. den Geldfluss steuern und manipulieren können.
Die Banken sind jedoch nicht in der Lage Kinder zu bekommen oder Liebe zu geben, was durchaus bedeutsamer ist als Geld, aber leider hat diese Tatsache die Bedeutung fast vollständig verloren.
Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass der zivilisierte Mensch dazu neigt, den halben Tag Geld hinterher zu rennen, während er es am Rest des Tages ausgeben oder anlegen muss. Wie in früheren Kapiteln dieses Buches erwähnt, ist auch das perfekt etabliert.
Sicher ist das nicht gänzlich falsch, aber die Wichtigkeiten dabei sind extrem ungleichgewichtig verschoben. Es wird mehr über Geld geredet und sich um Geld bemüht als darum, etwas Schönes und Brauchbares zu erschaffen. Das liebe Geld spielt beim Prozess des Erschaffens jedoch eine untergeordnete Rolle.
Faires Tauschen
Ich will das Geld nicht verteufeln oder abschaffen, denn grundsätzlich ist es ein gutes Ding - zumindest gemäß den Intentionen110 seiner Erfinder.
Es geht eigentlich ja nicht um Kaufen - sondern um Tauschen.
Kompetenz und Produktion wird belohnt - mit Geld. Mit Geld kann man vieles kaufen und dann fühlt man sich bestätigt und reichlich belohnt.
Der Schlüssel zu Reichtum ist wertvolle Produktion einhergehend mit Sachverständigkeit und das gleichzeitige Erreichen und Sicherstellen eines fairen Austausches.
Hier einige wertbestimmende Regeln, die allgemein bekannt sind:
* Je hochwertiger ein Produkt ist und je mehr das Produkt gebraucht wird, desto wertvoller ist es und desto mehr Geld kostet es demnach auch.
* Wenn man Ihnen erzählt, dass sie das Produkt brauchen und Sie stimmen damit überein, dann bezahlen Sie dafür eine angemessene Summe an Geld.
* Ein hochwertiges Produkt, das niemand haben will, ist sehr preisgünstig, d.h. es kostet wenig Geld.
Der Wert des Geldes
So, jetzt möchte ich Ihnen etwas über Geld verraten, das nicht unbedingt jedem bekannt ist:
Der Wert des Geldes hängt nicht nur von seiner Menge bzw. Verfügbarkeit ab, sondern auch wie die Menschen, die es benutzen, Vertrauen darin haben (Vertrauen in eine Währung).
Weiterhin wird die Menge des Geldes gesteuert. Somit können Regierungen oder die von ihnen legitimierte „Steuermänner“ den Wert manipulieren. Das wird pausenlos gemacht, damit die Währungen stabil bleiben. Das ist zumindest die offizielle Erklärung.
Wir sollten also nur in Währungen tauschen, die auch zukünftig stabil sind, bzw. in echte Werte investieren, um immer wieder neues Geld produzieren zu können.
Nun, ich will hier nicht unbedingt eine tolle Rede zum Thema „Geld & Macht“ halten, sondern nur mal andeuten, dass beim lieben Geld nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Es gibt tolle Bücher zum Thema Geld, die ich an dieser Stelle empfehlen kann - siehe das Kapitel „Literaturtipps“ im Anhang.
Geld als Werkzeug zum Erreichen von Zielen
Mir ist wichtig, dass wir hier eines der wichtigsten Instrumentarien betrachtet haben, da es für fast alle Ziele-Erreichungs-Prozesse benötigt wird. Gehen Sie deshalb behutsam mit Geld um und im Idealfall verdienen Sie einfach genau so viel, wie Sie brauchen, um unabhängig zu sein - das erleichtert die Sache ungemein.
Wenn Sie ein größeres Projekt angehen oder eine Firma gründen wollen, dann erschaffen Sie zunächst eine gewisse Menge Geld, um relativ unabhängig zu expandieren. Bilden Sie frühzeitig Reserven, um größere Expansionsschritte finanzieren zu können (zum Beispiel neue sehr große Aufträge).
Gerade schnelles Wachstum bedeutet fast immer gleichzeitig mehr Geldbedarf. Wenn Sie sich Geld von der Bank holen - als Dispositionskredit oder Ratenkredit, dann sind Sie nicht mehr unabhängig (auch wenn andere etwas anderes behaupten). Wenn ich von Kunden engagiert werde, die ganz stolz erzählen, wie viel sie von der Bank als Kredit bekommen haben, dann sage ich gerne - wenn auch provokativ, dass Sie gerade ihre Seele verkauft haben. Die meisten sind etwas perplex bei dieser Aussage, wo sie sich doch so gut an die Bank verkauft haben und darin Ihren Wert messen, aber nach einigen Überlegungen geben mir die meisten Recht und wollen diesen Zustand schnell wieder Rückgängig machen. Das ist dann allerdings nicht mehr so einfach, da Sie schon frühzeitig gegen die obige Regel verstoßen haben und somit den Teufelskreis eröffnet haben.
Also noch einmal, da es sehr wichtig ist, verkaufen Sie niemals Ihre Seele an eine Bank. Egal wie gut Sie den Filialleiter oder sogar einen Vorstand dort kennen. Geld holt man sich nur von der Bank, wenn man Teil des Finanzsystems ist und sich damit hervorragend auskennt.
Wenn Sie diese Regel beachten, ist es zwar viel schwerer zu wachsen, aber es ist Ihr Wachstum und Sie werden Krisen viel besser überstehen. Außerdem sparen Sie die Zinsen, die Ihre Produkte unnötig teurer werden lassen.
Lassen Sie Ihr Geld arbeiten
Seien Sie klug und sparsam und bringen stattdessen Ihr Geld auf die Bank - auch wenn es am Anfang wenig ist - und verlangen von denen Zinsen. Übrigens sind derzeit die Direktbanken oder ausländische Banken diejenigen, die die meisten Zinsen geben.
Es gibt natürlich viel bessere Investitionen als der Geldmarkt oder Aktiengesellschaften111 und Aktienfonds112, aber das ist leider nicht bekannt.
Man kann zum Beispiel in Kunstwerke (Gemälde, Skulpturen) investieren. Diese verlieren gegenüber Geld so gut wie niemals an Wert (insofern sie nicht zerstört werden). Es ist jedoch ratsam sich mit dem Thema ein wenig auseinander zu setzen, um gute, wertvolle oder einfach nur schöne Kunst von Schrott unterscheiden zu können. Wenn Sie jetzt denken, dass das nicht für Sie ist, dann bedenken Sie folgendes: Es ist wesentlich einfacher Kunst zu verstehen, als den Aktien- oder Geldmarkt. Leider haben wir dafür den Sinn verloren und können glücklicherweise wieder mal „die Falle“ dafür verantwortlich machen.
Verstehen Sie jetzt, warum ich sage: „Bitte verkaufen Sie niemals Ihre Seele an eine Bank“.
Fazit
Im Allgemeinen wird oft der Erfolg eines Menschen darin gemessen, wie viel Geld er verdient und angesammelt hat.
So will es unsere moderne Zivilisation.
Gesund ist die Zivilisation aber erst dann, wenn Geld ehrlich verdient wird. Natürlich gibt es da noch viele andere Dinge, die eine gesunde Zivilisation ausmachen, besonders wenn es wirklich Spaß machen soll, darin zu leben.

Ein paar Grundlagen einer klugen und gesunden Zivilisation
So, nun machen wir einen weiten Schlenker. Weg von den technischen Betrachtungen, die weil sie so wichtig sind, aber ein Fundament brauchen, um stabil existieren zu können.
Unser aller Beitrag
Ich habe nach Lösungen gesucht bei den Fragen: „Wie kann man diese Welt lebenswert für alle gestalten? Wie lauten die Regeln, nach denen ich vorgehen muss, um einen Beitrag zu leisten - für mich, meine Familie, meine Nachkommen, meine Freunde und die ganze Gesellschaft?“
Eine wichtige Erkenntnis ist, dass jeder Mensch ein Stück Verantwortung für das Erschaffen einer geistig gesunden Gesellschaft aufbringen und einen entsprechenden Beitrag, basierend auf moralisch und menschenwürdigen Grundlagen, leisten muss, damit das Ganze funktionieren kann.
Schlaue Bücher, Vereinigungen und Religionen gibt es ja genügend, die sich diesem Thema widmen. Aber offensichtlich hat niemand ein Patentrezept, denn es wird auf der Welt immer schlimmer, wenn man sich die Sache ehrlich und genau anschaut. Bücher werden zahlreicher und dicker und erschweren oft das Verstehen einer Sachlage. Religionen beschäftigen sich zu sehr mit sich selbst und ihrer Daseinsberechtigung und werden ausnahmslos von machtgierigen Leuten oder Gruppierungen unterwandert. Eine Abänderung von gültigen Überlebensprinzipien verhindert dann das selbstlose Agieren und endet schließlich in rechtsstaatlichen Prinzipien.
Fündig wurde ich dann bei einzelnen, zum Teil alten religiösen Schriften und auch bei deren zahlreichen Rezitierungen113.
Betrachtet man die Fülle an Informationen und „Schlauheiten“, die täglich über uns hereinbrechen, dann kann man ab und zu ein paar „echte“ Weisheiten entdecken, die meist wie kleine Puzzleteile zusammenpassen.
Es ist ein aufregendes und langwieriges Spiel, ähnlich einem Puzzle. Am Anfang ist alles schwer und ziemlich durcheinander, aber je weiter Sie das zusammenzusetzende Bild fertig stellen, desto schneller und leichter geht der Rest.
Hier einige der Teile, die ich entdeckt und vereinfacht definiert habe und an dieser Stelle nur kurz umreißen möchte (wenn Sie mehr darüber von mir erfahren möchten, dann schreiben Sie mir und es gibt bald ein weiteres Buch zu diesen Themen):
Politisch „links“ oder „rechts“?
Ich möchte nicht politisieren, denn Sie wissen sicher mittlerweile, was ich von unseren Politikern halte. Ich schließe jedoch nicht völlig aus, dass es einige unten denen gibt, die gute Absichten und Ansichten haben, aber offensichtlich - und vor allem von den Sprachrohren der Parteien sowie den Medien - nicht richtig zitiert und beachtet werden.
Die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte. Also weder links noch rechts. Ich habe mir bisher nicht die Mühe gemacht herauszufinden, warum man Christen und „Konservative114“ als rechts, Sozialisten115 und Alternative116 als links bezeichnet; - oder warum es überhaupt sogenannte „rechtsradikale“ und „linksradikale“ gibt.
Ich habe es mal ganz anders betrachtet - ganz einfach und simpel - und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:
* Ohne Rechts gibt es kein Links
* Die Mitte definiert sich durch die Existenz von Links und Rechts.
* Radikale sind immer sehr dumm und völlig blind, da sie zu weit von der Mitte entfernt sind, egal ob links oder rechts.
* Links und Rechts streiten sich, also sind sie auch dumm und manchmal blind.
* Gerechtigkeit und Toleranz liegen in der Mitte.
* Intelligent ist, nur sachlich und möglichst kurz zu streiten, um dann immer in der Mitte anzukommen, die durch eine Übereinkunft beider Seiten erst sichtbar entsteht.
* Die Parteien, die vorgeben am meisten in der Mitte zu stehen (ich glaube das sind die Liberalen), tun das eigentlich nicht wirklich. Anstatt mitzustreiten, sollten sie lieber den Dialog der anderen fördern, um eine Mitte, einen Konsens zu kreieren. Sie sind leider in der Minderheit und haben nicht die Macht, die einer gesunden Mitte gebührt.

Der demokratische Rechtsstaat funktioniert nur bedingt, da in diesem System zu viel gestritten wird, anstatt wirkliche Lösungen hervorzubringen, die moralisch und ethisch akzeptabel sind. Es wird der Fokus auf Rechtsmittel gelegt, statt auf die freie Entfaltung jedes einzelnen Menschen. Die Kultur und die auf überlebensfreundlichen Grundlagen basierende Bildung kommen zu kurz, da man alles rationell und von außen gesteuert regelt. Politik besteht heute im Wesentlichen aus beschuldigen und rechtfertigen, statt aus fördern, lenken und steuern.
Erziehung und Bildung
Ich nenne es gerne auch den „Generationenvertrag“.
Aus alten religiösen Schriften ist zu entnehmen, dass die „Jungen“ die „Alten“ achten und ehren sollen. Und dass die „Alten“ den „Jungen“ ein gutes Vorbild sein müssen, damit diese auch Weisheit und Stärke erlangen können.
Das klingt für die meisten zwar sehr weit hergeholt und zu simpel, aber es ist der Grundstein oder der Anspruch bei jeglicher Erziehung und Bildung.
Weiter kann man in den Schriften lesen, dass es Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Alte gibt. Jede Gruppe für sich hat eine Aufgabe zu erfüllen, damit die Gesellschaft funktionieren kann. Ich möchte hier auf alte hinduistische117 Weisheiten verweisen.
Leider haben sozialistische und andere moderne Experimente dazu geführt, dass diese Weisheiten völlig untergegangen sind. Sogar die heute dafür zuständige Lehre der Pädagogik118 hat, in Verbindung mit darauf spezialisierten psychologischen Lehren, eine große Schuld daran, dass es keine echten Werte mehr in der Erziehung und Bildung gibt.
Durch die großflächige Entmündigung der Eltern haben sie ein großes Loch in das Verantwortungsnetzwerk unserer Gesellschaft gerissen.
Ausbildung in bezug auf die wichtigsten Naturgesetze ist Sache der Eltern und Familie. Nur schade, dass die meisten Eltern keine Ahnung davon haben, denn ihre Eltern hatten diese natürlichen Wahrheiten auch schon zum größten Teil vergessen.
Der gute König
Ich halte die Monarchie für die einzig funktionierende Regierungsform, da nur sie in der Lage ist, wichtige naturgegebene Gesetze durchzusetzen, anstatt darüber zu diskutieren, ob sie noch immer funktionieren. Voraussetzung ist natürlich ein guter Monarch, der sich zu 99% in den Dienst seines Volkes begibt. Gute Monarchen werden nicht geboren, sondern speziell dafür ausgebildet. Viele Kaiser, Könige, Sultane, etc. haben es geschafft über Hunderte von Jahren keine Kriege auszurichten. Es gab dafür oftmals einfach keinen Grund.
Keine bekannte Demokratie hat das je hinbekommen, da die gewählten Volksvertreter nicht ausgebildet und manipulierbar sind sowie oft von geld- und machtgierigen Leuten unterwandert werden. Mit geschickt getarnten Finanzierungen, zum Beispiel Parteispenden, wird dann der gefördert, der die Interessen am besten vertritt. Meist kommt das Geld (steuerbefreiend wohlgemerkt) aus der Rüstungsindustrie und - man höre und staune - auch von Drogenhändlern.
Streit wird immer von Außen erzeugt und geschickt eingesetzt, um Frieden und Wachstum zu zerstören.
Ich weiß nicht, ob wir derzeit irgendwo auf dem Planeten eine funktionierende Regierung haben, die wirklich den Frieden unter Kontrolle hat, aber es wäre gut, wenn sich ein paar einflussreiche und vermögende Leute darüber Gedanken machen würden, um Regierungen zu unterstützen, die wirklich für das Wohl der Menschheit agieren, damit diese morgen auch noch da sind und für weiteren Wohlstand sorgen können.
Abgesehen davon, sind sämtliche demokratischen Regierungen durchsetzt mit Korruption und profilneurotischen119 Dummköpfen.
Columbus
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ein großer Fan von Columbus bin, dem heute berühmtesten Entdecker Amerikas. Nicht weil ich ihn besonders gut gekannt habe, sondern weil er eine Persönlichkeit ist, die als Symbol einer verloren gegangenen Tugend steht.
Er gehörte zu den zahlreichen Idealisten, die sich von weltlichen oder religiösen Unterdrückungsszenarien nicht wirklich beeindrucken ließen, obwohl diese, wie Columbus auch, oft sehr religiös waren.
Columbus glaubte an seine Sache und war bereit dafür sein Leben zu geben. Er setzte alles auf eine Karte und gewann. Er konnte eigentlich nicht verlieren, denn er folgte seinem Instinkt und seiner Gabe, ein damals zeitgemäßes zivilisiertes Weltbild in Frage zu stellen, das keinen Sinn ergab, wenn man sehr genau hinschaute.
Es ist die Frage, was passiert wäre, wenn er keine Geldgeber in Spanien gefunden hätte, um die (versehentliche) Erreichung des Kontinentes Amerika finanzieren zu können. Wahrscheinlich hätte er dann andere Geldgeber gefunden, die verrückt genug waren sich auf so was einzulassen.
Auch heute noch gibt es Visionäre, die nicht daran glauben, dass die Erde ein Scheibe ist oder gar, dass man auf den Mond fliegen kann. Oder, dass der Mensch in Wahrheit sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann und, wenn er die richtige Technik besitzt, sehr ursächlich alles erreichen kann, was er sich gerade vorzustellen vermag.
Natürlich ist das alles verrückt - aber deswegen bewundere ich Columbus, als ein Symbol von Abenteuerlust und Siegeswillen.
Die Bedeutung von Musik
Ist das wichtig? Für die meisten natürlich nicht, aber es ist sehr interessant, wenn man sich diesem Thema genauer widmet. Das Wort Musik hat eine Verwandtschaft mit dem Wort Muse120. Musik hatte in früheren Hochkulturen eine sehr große Bedeutung. Warum das so war, liegt in der besonderen Wirkung von Musik und was sie ursprünglich einmal bezweckte.
Musik im ursprünglichen Sinn ist eine zusammenfassende Lehre der Spiritualität sowie der Ausgangspunkt aller heute bekannten Naturwissenschaften.
Musik ist die Lehre der Frequenzen bzw. Schwingungen, mit denen wir jeden Tag zu tun haben, auch wenn wir diese nicht bewusst wahrnehmen. Auch wenn sie es oft nur theoretisch wahrnehmen und verwenden, so wissen Naturwissenschaftler und Philosophen121 sehr gut, dass alles schwingt. Ja, so ist es: „ALLES SCHWINGT“. Wir betrachten mit unseren Augen zum Beispiel einen Tisch und stellen fest: „der schwingt jetzt aber nun wirklich nicht“. Musik behauptet: „aber natürlich, der Tisch schwingt, und zwar in jedem seiner Bestandteile!“. Im Prinzip ist das einfach zu erklären; vor allem aus der Sicht eines Physikers: Der Tisch ist eine Zusammensetzung aus sehr vielen Elementen, den Molekülen122, diese wiederum bestehen aus Atomen123 und diese wiederum bestehen aus bis zu drei verschiedenen Teilchen, die man Neutronen124, Protonen125 und Elektronen126 nennt. Aus welchem Stoff diese Teilchen bestehen ist vielen Wissenschaftlern noch nicht ganz klar. Sie nennen sie Quarks, was soviel wie „hypothetisches Elementarteilchen“ bedeutet. Ich werde das an dieser Stelle nicht weiter erläutern, da es für unser Thema nicht wichtig ist. Diese Teilchen, die Neutronen, Protonen und Elektronen, sind die Bestandteile jeglicher Materie. Also auch zum Beispiel von Wasser, Flugzeuge, Weißwürste, Luft und die Körper von Lebewesen sowie Planeten.
Als ich das zum ersten Mal hörte - ich glaube ich war 7 oder 8 - habe ich das nicht verstanden und mich selbst für dumm erklärt. Da Wissenschaft nur Wissen schafft und leider keine Erkenntnisse, habe ich mich anderweitig auf die Suche gemacht und bin nach vielen Jahren dann fündig geworden. Der Schlüssel, um das zu verstehen, liegt - wie so oft - ganz woanders, nämlich in den Schwingungen, der Materie (die ja aus Atomen besteht und diese wiederum aus ... ).
Was hat das mit Musik zu tun? Antwort: Musik ist die Lehre der Schwingungen und der geistigen Kraft, die sie erzeugt und aufrechterhält.
Die Mutter Musik
Es war einmal ... - Scherz beiseite! - In sehr alten westlichen Kulturen gab es zwei etablierte Lehren, die über allen anderen Wissensgebieten standen. Dies waren „Gymnastik“ und „Musik“. Gymnastik war die Lehre des menschlichen Körpers und Musik war die Lehre des Spirituellen, also eine Art Geisteswissenschaft. Daraus leiteten sich im Laufe der Zeit viele Wissenschaften ab, die den ursprünglichen Gedanken aufgriffen, sich jedoch im Laufe vieler Jahrhunderte verselbständigten und in der permanenten Weiterentwicklung und stetigem Abweichen vom Ursprung sogar teilweise widersprachen.
Die Resultate können wir heute sehr deutlich sehen:
* Viel Medizin statt natürlicher Gesundheit.
* Psychiatrie ohne nennenswerte Erfolge, da die Existenz der Seele als das eigentliche Individuum bestritten wird.
* Materialismus, der geistige Freiheit vergessen hat und somit wütende Globalisierungsgegner schafft.
* Die Suche nach dem „Ich“ im Gehirn.
* Vermarktung von Kunst durch profitorientierte Institutionen.
* Flächendeckende Unterdrückung von Kindern in der gesamten so genannten zivilisierten127 Welt (die sich allein dadurch schon recht unzivilisiert verhält).
* Physik, Chemie und Biologie als Waffe für die Bedrohung in heiligen Kriegen und Kreuzzügen.
* Stress und dessen gesundheitliche Folgen in unseren Breitengraden; gerade für diejenige, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.
* usw.
Betrachten wir lieber wieder den ursprünglichen Gedanken und bringen es noch einmal auf den Punkt: Musik ist der Inbegriff der spirituellen Welt, aus der alle Geistes- und Naturwissenschaften entstanden sind. Das macht für viele zunächst wenig Sinn. Wenn man sich aber die Kraft eines einzigen Atoms betrachtet, das nur mit viel Aufwand zu knacken ist (Atombombe128), liegt die Vermutung recht nahe, dass es sich hierbei um eine feste, nicht teilbare Sache handeln soll, was wahrscheinlich zum gut gemeinten Plan der göttlichen Schöpfung (oder wer auch immer das war) gehörte. Atome schwingen - und zwar unaufhörlich; das macht deren Zusammenhalt aus. Nichts anderes schwingt derart stabil. Nebenbei erwähnt, schwingen diese Teile ewig, d.h. es konnte niemals festgestellt werden, dass eines dieser Dinger (und es gibt verdammt viele davon) jemals freiwillig aufhörte zu schwingen. Wenn diese Teilchen also immer in Bewegung sind, und alles was wir sehen, hören und fühlen können aus diesen Teilchen besteht, dann ist die Aussage: „Alles schwingt“ definitiv richtig und hiermit methodisch bewiesen.
Na ja, jetzt haben wir aber immer noch nicht den Zusammenhang von Musik und dessen angeblicher Mutterschaft von Spiritualität und den Naturwissenschaften geklärt.
Akustik und Farben (hörbare und sichtbare Töne)
Tun wir es also jetzt, indem wir folgendes behaupten: Alles was wir wahrnehmen sind Schwingungen. Diese nehmen wir bewusst überwiegend mit unseren Sinnesorganen wahr, die diese Schwingungen je nach Geisteszustand empfindlicher (schärfer) erkennen und an unser Nervensystem weiterleiten. Diese Schwingungen setzen sich aus den Grundbewegungen von Atomen und den aus ihnen gebildeten Molekülen zusammen. So entstehen aus Basisschwingungen und den elementaren Verbindungen weitere neue Schwingungen wie zum Beispiel Farben und Töne. Diese schwingen entweder im selben Rhythmus und werden dann als ästhetisch oder angenehm empfunden (Harmonie) oder haben eine unrhythmische Schwingung, die unsere Sinne reizt. Wenn wir es dann genau nehmen, sind Farben das gleiche wie Töne, nur nehmen wir Farben mit den Augen und Töne mit den Ohren wahr. Das liegt daran, dass Farben eine höhere Frequenz129 haben als Töne (und nur dadurch unterscheiden sie sich) und dafür eben unsere Augen als ideales biologisches Erfassungsinstrument gebaut wurden. Es gibt sehr viel über dieses Thema zu wissen, da es vieles erklärt, was auf diesem Planeten so los ist. Das Thema ist leider sehr komplex - obwohl die Logik völlig einfach ist. Wenn man in den Grundschulen dies ausgiebig lehren würde, dann hätten wir ein sehr viel besseres Verständnis über die Welt und wie wir darin besser überleben könnten.
„Hörbare“ Musik stimuliert
Wir alle können sehr deutlich wahrnehmen, dass Musik etwas mit Stimmungen, also Emotionen zu tun hat. Eine Stimmung ist eine feste Ausrichtung einer Frequenzhöhe. Deshalb nennt man es auch „das Stimmen eines Musikinstrumentes“. Es bekommt also eine Stimmung. Musik ist in der Lage einer Situation eine verstärkte Bedeutung zu verleihen, ja sogar die emotionale Reaktion darauf völlig zu verändern. Es ist daher angebracht sich dieses Phänomen zu Nutze zu machen, in dem man herausfindet, welche Art von Musik für einen selbst die beste Wirkung erzielt. Sicher ist es manchmal notwendig auf Musik ganz zu verzichten, aber nur dann wenn Sie stören würde, zum Beispiel wenn sie mit anderen akustisch wertvollen Informationen kollidiert. Ansonsten gilt die Devise: Wenn es hilft, dann organisieren wir uns ein wenig Musik, damit die Sache besser von der Hand geht und wir uns besser fühlen. Dieses „sich besser fühlen“ kommt daher, dass Musik eine Brücke bzw. Harmonie zwischen unseren Emotionen und unserer Umgebung schafft. Bevorzugen sie „einfache“ aber harmonische Musik, wenn es andere Tätigkeiten begleiten soll und nur dann „schwere“ oder komplizierte Musik, wenn Sie sich voll darauf konzentrieren können. Dann ist Musik die beste Therapie und ersetzt teure und meist überforderte Psychologen sowie sämtliche Medikamente für seelische Ausgeglichenheit.
Fazit
Das letzte Kapitel müssen Sie jetzt nicht unbedingt gelesen haben, um Ihre Ziele zu erreichen, es sollte jedoch zum Nachdenken anregen, dem ein besseres Verstehen des Lebens und der lebensbestimmenden Weltbilder sowie der allgegenwärtigen äußeren Einflüsse folgen soll.
Grundsätzlich sollten wir jedoch beachten, dass wir nur ein Stück Glück für uns erreichen können, wenn wir es anderen auch zukommen lassen. Die meisten Menschen, die ich kenne, die sichtbar erfolgreich und glücklich sind, haben das dem Umstand zu verdanken, dass sie sich stark sozial verhalten und mindestens ihr direktes Umfeld verantwortungsbewusst in Teile ihrer Aktivitäten einbeziehen. Es gilt hier mein Lieblingsspruch, den ich bei meinen Coachings gerne verwende:
„Wenn Du Dich veränderst,
dann veränderst Du die ganze Welt;
wer die Menschen achtet,
der wird von uns respektiert“

Ich möchte nicht behaupten, dass das leichte Kost ist, jedoch ist es ganz sicher sehr viel wichtiger als zu erfahren wer gerade wen in die Luft gejagt hat.


Die Regeln für ein zielgerichtetes Leben
An dieser Stelle habe ich noch mal die wesentlichen Regeln zusammengefasst, um Träume wirklich „erleben“ zu können. Träume erleben heißt, sich auf den Weg zum Ziel zu begeben.
Wenn Sie sich an die meisten unten stehenden Regeln halten - und das immer öfter, dann werden Sie direkt auf Ihren Weg zu Ihrem Ziel gelangen. Das garantiere ich Ihnen.
Eine wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass Sie in einem Land leben, in dem die Meinungsfreiheit nicht nur geschrieben steht, sondern auch praktiziert werden kann. Wenn Sie politisch oder gesellschaftlich aktiv sind, dann können Sie einen großen Beitrag zur Erhaltung einer gesunden Kultur leisten, in dem Sie andere animieren es Ihnen gleich zu tun.
Es ist oft ein langer Weg zum Ziel, aber „durchhalten“ und es nicht aus den Augen verlieren heißt die Devise.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick, als „Zündschlüssel“ oder Rezeptur zum guten Gelingen:

1. Stellen Sie grundsätzlich alles in Frage, was Ihnen Fachleute sagen! Auch wenn noch so viele Menschen damit übereinstimmen sollten. Tun Sie das solange, bis es für Sie bewiesen und klar ist.
2. Glauben Sie an sich selbst, und an Ihr unerschöpfliches Potential! Sie sind die Welt, denn Sie können sie erfassen.
3. Übernehmen Sie die volle Verantwortung für Ihre eigenen Ziele!
4. Seien Sie professionell in Ihrem Handeln, machen Sie keine „Halben Sachen“!
5. Lernen Sie Probleme zu lieben - je größer, desto besser! Dahinter verbergen sich Chancen und Wachstum.
6. Achten Sie auf das Wohlbefinden Ihrer Untergebenen und deren Motive!
7. Streuen Sie Ihre Ziele in verschiedene Lebensbereiche (Ego130, Familie, Beruf, Hobby, Freundschaften, nationale oder internationale gemeinnützige Vereinigungen, etc.)!
8. Arrangieren Sie Dinge, die für ein harmonisches Umfeld wichtig sind!
9. Suchen Sie niemals die Schuld wo anders!
10. Seien Sie erfolgreich - das ist Ihr gutes Recht!
11. Motivieren Sie sich selbst und begeistern Sie damit andere!
12. Teilen Sie Ihre Ziele und Ihren Erfolg ausschließlich mit denen, die Ihnen wohl gesonnen waren und sind!
13. Umgeben Sie sich nicht mit „Meckerern“, „Besserwissern“ und „Dilettanten“!
14. Schreiben Sie Ihre Erfolge auf - täglich! - und lesen Sie darin, wann immer es Ihnen danach ist. Auf jeden Fall, wenn es Ihnen mal nicht so gut gehen sollte.
15. Umgeben Sie sich mit schönen Dingen (das muss nicht teuer sein), die Sie inspirieren und Ihre Kreativität fördern.
16. Werfen Sie alle Abwertungen Ihnen gegenüber weg! Der Einzige der Sie bewerten darf und kann sind Sie selbst; das tun Sie, in dem Sie Ihre Ziele und Erfolge bewerten und sich dann selbst auf die Schulter klopfen.

Schlusswort
So, nun haben wir uns eine Menge Dinge aus meiner Sicht angeschaut, und ich hoffe, dass ich mich kurzweilig aber präzise ausgedrückt habe. Die Dinge, die ich angesprochen habe sind in meinen Coaching-Sitzungen mit vielen Kunden erörtert worden und haben ausnahmslos positive Eindrücke hinterlassen. Alle pro-aktiven Kunden haben eine neue Sicht für Ihr Leben bekommen und in verschiedenartigen Lebensbereichen zum Teil drastische Änderungen vorgenommen.
Ich weiß in dieser ersten Fassung des Buches noch nicht, ob die darin beschriebenen Weisheiten und Anleitungen für viele Leser fruchtbar sind, so wie es im persönlichen Coaching der Fall war. Es ist vielmehr ein Experiment, auf dessen Ergebnisse ich sehr gespannt bin. Es sollen weitere Bücher zum Thema „Spielend zum Ziel“ veröffentlicht werden, zu dem ich verschiedene Co-Autoren eingeladen und im Ansatz großen Zuspruch gefunden habe. Wir haben geplant, die Themenschwerpunkte „Finanzen“, „konkrete Zielplanung“, „Konfliktmanagement“, „Unternehmenskultur“, „Selbstmanagement“, Personalplanung und -politik sowie vieles andere zu behandeln - jedes in einem extra Buch. Für Ideen, Lob und selbstverständlich auch Kritik stehe ich Ihnen zur Verfügung.
Sollten Sie sich für das Thema Coaching näher interessieren, so kann ich Ihnen das Buch „Coaching für die Praxis“ von John Whitmore131 empfehlen - es ist das mit Abstand beste Buch zu diesem Thema, das ich gelesen habe. Einfach, klar und deutlich - ein echtes Arbeitsbuch.
Meine Absicht ist nicht, Ihnen ein Denkmuster aufzudrücken, sondern vielmehr Sie zum aktiven und konstruktiven „an sich arbeiten“ einzuladen.
Sollten Sie ein lohnenswertes Ziel haben, das allen hier beschriebenen Eigenschaften standhält, Sie es aber trotz aller Bemühungen nicht erreichen, dann schreiben Sie mir, damit ich Ihnen auf die Sprünge helfen kann.
Ein besonderer Wunsch von mir: Wenn Ihnen dieses Buch gefallen oder gar ein Stück weitergeholfen hat, dann empfehlen Sie es doch an Menschen weiter, die damit Ihren Zielen und Träumen etwas näher kommen können. Denn dann komme ich meinem großen Ziel ein Stück näher: „Kompetenz, Erfolg und Glück gehören denen, die sich dafür einsetzen, dass es auf dieser Welt friedlich zugeht und besonders Kinder sowie loyale Mitarbeiter ein Recht auf freie Entfaltung bekommen.“
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen alles Gute auf dem hoffentlich spielerischen Weg zu Ihrem großen Ziel.

Ihr
Frank H. Sauer
Email: frank.sauer @ sauer-coaching.de


Stichwortverzeichnis

72-Stunden-Regel 57
Abenteuer 171
Abenteuerlust 213
Abwertungen 109, 169, 224
Abwimmelprogramm 68, 95
Allgemeinbildung 128
Allgemeinwissen 30, 175
Angst 39, 93, 97, 101, 106, 158, 159, 164, 189, 212
arbeiten 67, 68, 92, 117, 204, 226
Arbeiten 59, 72, 115, 125, 171
Arbeitsspeicher 56
Architekt 140
Arzt 51, 179
Ärzte 50, 159
Aufmerksamkeit 43, 52, 56, 90, 168, 226
Aufmerksamkeitseinheiten 56
Ausbildung 47, 127, 210
Ausbildungsniveau 129
Bank 51, 203, 204
Banken 200, 204
Beliebtheit 129, 240
Berufserfahrung 129
Bildung 60, 209, 210
Bildungsweg 130
Chef 96, 107, 123, 124, 126, 155, 166
Coach 30, 44, 95, 104, 109, 112, 171, 172, 239
Coaching 30, 100, 103, 148, 225, 226, 238, 242
Columbus 212, 213
compliance 94
delegieren 66, 126
delegiert 126
De-Motivation 168
denken 119, 160
Denken 35, 55, 69, 79, 80, 117, 167, 190
Denkmuster 53, 226
Depressionen 72, 169, 179
Disziplin 67, 93, 94, 95, 148
diszipliniert 93, 95
disziplinierte 67
Disziplinschraube 196
Dummheit 177
Ehrgeiz 117
eigenverantwortlich 148
Eltern 90, 162, 178, 210
emotion 61, 133, 153, 163, 191
Emotion 79, 116, 117, 153, 156, 157, 158, 159, 160, 161, 162, 163, 189
Emotionen 79, 116, 117, 153, 156, 157, 158, 159, 160, 161, 163, 164, 189
Energie 24, 25, 26, 66, 74, 75, 80
Energiequelle 26
Erfolg 45, 64, 101, 129, 205, 223, 226, 238
Erfolge 48, 53, 103, 164, 224
Erfolglosigkeit 168
erfolgreich 33, 64, 65, 93, 96, 97, 101, 103, 104, 155, 223, 226
Erfolgreich 64
erfolgreich (nachhaltig) 48
erfolgreiche Mensch 97
Erfolgreicher 48
Erfolgsjournal 127
Erfolgsprotokoll 53, 111, 127
Erziehung 138, 210
erzogen 42
Ethik 79
Existenzangst 90
Falle 41, 44, 45, 49, 81, 95, 107, 110, 190, 195, 204
Firma 116, 131, 140, 148, 151, 203
Fleiß 117, 118, 130
Fortschritt 42, 96, 98, 199
Freiheit 79, 115, 162
Freiheiten 44, 118
Furcht 158
Fußballspiel 25
Gefahren 126
Gegenspieler 55
Gegner 81, 118, 121, 190
Geheimnis 57
Geld 42, 79, 89, 107, 125, 132, 139, 167, 175, 176, 198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205, 211, 213, 237, 238
Gemälde 116, 204
Generationen 50
Gesundheit 44, 50, 107, 140, 159
Glaubenssätze 128
Glück 32, 45, 48, 49, 78, 118, 175, 226
glücklich 31, 33, 49, 62, 199
Glücklich 48
glücklicher Mensch 65
Glücksempfinden 61
Glücksgefühle 164
Goal 25, 26, 53, 59, 62, 118
GOAL 25
Goals 25, 118
Goethe 41, 124, 173, 189, 194
Golf spielen 125
Grundschule 129
Hauptverantwortung 126
Ideen 46, 57, 93, 109, 179, 191, 225, 239
Individualität 31, 43
Individuum 33, 64, 161
Intelligenz 69, 157
John Whitmore 30, 226, 238
Juristen 49
Kapazität 56
Kapitän 124
Kind 35, 89, 90, 93, 98, 174, 176, 190
Kinder 90, 115, 116, 119, 135, 140, 161, 162, 200, 210, 226
Kindheitstraum 35, 37
kompetent 101
Kompetenz 30, 48, 98, 110, 118, 126, 128, 168, 186, 201, 226
konservativ 120
Kontrolle 121, 151, 153, 154, 155, 156, 158, 160, 162, 163, 208, 211
Krankheit 50, 79, 168
Kreatives Denken 69
Kriege 117, 211
Krisen 127, 203
Krisenmanagement 170
Kunst 36, 45, 93, 177, 204, 239, 240
künstlerisch 147, 207
Künstlerisch 158
Kunstwerk 46
Kunstwerke 204
Lebensabschnitt 130
Lebensbereiche 25, 65, 88, 107, 223, 225
Lebensende 195
Lebensenergie 26
Lebenserfahrung 175
Lebensfreude 45, 164
Lebensgeschichte 97
Lebensgewohnheiten 196
Lebenskraft 59
Lebenslage 200
Lebensprinzipien 163
Lebensunterhalt 199
lebenswert 206
Lebens-Ziel 31
Lehren 178, 210
Lehrer 141, 162, 238, 239
Lernen 98, 111, 222
Logik 72, 73, 117, 195, 196
Loyalität 128
Lüge 26, 175, 176, 177
Lügen 174, 176, 183
Management 57, 67
Manager 25, 123, 148, 171, 240
Mannschaft 123, 124, 126, 127, 168
Medikamente 168
Medikamenten 50
Menschenverstand 169
Mitarbeiter 121, 123, 124, 127, 131, 133, 155, 166, 167, 226, 237
mitspielen 116
Mitspieler 123
Mitstreitern 69, 95
Motiv 58, 60, 62, 111
Motivation 26, 130, 164, 166, 167, 168, 169, 170
Motivationen 130
Motivationsbeauftragten 170
motivationsgewinnend 169, 171
Motivationsgrad 26
Motivationsschub 167
Motivations-Seminare 171
Motivationssteigerung 169, 171
Motivations-Trainer 170
Motivationsverlust 168
Motive 60, 70, 153, 223
Motivieren 223
motiviert 127, 172, 196
Musik 116, 130, 147
Nachdenken 134
Nationalbank 237
Naturgesetz 51, 106
Opfer 32, 132, 133
Ordnung 94
Perfektion 98
persönliche Ziele 46, 48, 49
Pflichtbewusste 132
Phantast 93
Politiker 99, 135, 208
Probleme 42, 55, 63, 80, 84, 85, 99, 100, 101, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 113, 117, 160, 168, 177, 179, 183, 222
Projekt 59, 98, 145, 146, 147, 148, 150, 155, 192, 203
Psychologe 160
Psychologen 160
Psychologie 89, 160, 167
psychologisch 129
Qualität 58, 64, 69, 150
Qualitätsbewusstsein 141
Qualitätskontrolle 170
Qualitätsstandards 147
Rechtsstaat 42, 49, 209
Regeln 42, 53, 95, 97, 118, 161, 162, 201, 206, 221, 222
Regelwerke 50
Regelwerken 50
Religion 50, 174, 179, 182, 206, 207
Religionen 32, 174, 179, 182, 206
Schiff 124, 125, 126
Schule 130, 162
Schulzeugnisnoten 129
Seele 41, 160, 167, 178, 203, 204
Selbstbewusstsein 39, 92
Selbst-Bewusstsein 92
Selbst-Disziplin 95
Selbstverantwortung 92
Selbstvertrauen 27, 33, 92, 109, 164
Selbst-Vertrauen 92
SELBSTVERTRAUEN 32
Shakespeare 30
Siegmund Freud 179
Sinn 56, 66, 80, 92, 96, 117, 176, 191, 204, 212
Sinne 41, 56, 59, 118, 120, 123
souverän 126
Spiel 51, 52, 59, 88, 113, 115, 116, 117, 118, 119, 121, 122, 123, 207
spielen 51, 115, 116, 117, 119, 125
Spielen 115
spielerisch 117, 119, 148
Spielfeld 80, 85, 118, 127
Spielgeist 113
Spiels 117
Sport 94, 98, 110, 115, 116, 117, 118, 196, 226, 239
Sportcoaches 238
stabil 92, 97, 186, 202, 206
stabiler 186
Stabilität 80, 164, 186
Steuerberater 49, 51
Steuersystem 49
Suche 105, 238
Sunzi 239, 240
Tagebuch 127
Taktik 194
Toleranz 180, 209
Trainer 67, 68, 141, 170, 226
trainieren 30, 67
Trainieren 170
Training 45, 186
Traum 59, 78, 84
Träume 93, 103, 146, 156, 163, 221
Traurigkeit 164
Treibstoff 126
überleben 41, 42, 140
Überleben 158, 178
überlebensfreundlich 130, 209
Überlebenshilfen 158
Überlebensprinzipien 207
überlebenswichtig 159
Unternehmen 128, 133, 139, 167, 168, 226
Unternehmer 107, 119
verantwortlich 89, 204
Verantwortlichkeit 138
Verantwortung 30, 32, 44, 50, 81, 83, 85, 88, 92, 93, 95, 110, 124, 125, 170, 171, 174, 206, 222, 223
Verantwortungsbereich 83, 84
Verantwortungsbereitschaft 84
verantwortungsbewusst 119
verantwortungsbewussten 134
Verantwortungsnetzwerk 210
Verlust 77
verrückten Ideen 46
Verstand 68, 78, 79, 80
verstanden 93, 97, 120, 126, 154, 168, 177
vertrauen 26, 88
Vertrauen 48, 92, 202
Vision 78
Visionäre 213, 240
Wahrheit 45, 51, 92, 96, 175, 179, 180, 181, 191, 208, 213
Wahrheiten 179, 211
Wahrheitsfindung 180
Währungskrise 199
Wandel 96, 97, 238
Weisheit 45, 162, 175, 210
Werbespezialisten 49
Werbung 65
Willfährigkeit 94
Wissen 45, 56, 62, 129, 141, 162, 172, 173, 174, 175, 176, 178, 181, 183, 185, 186
Wissenschaft 63, 94, 117, 156, 167, 214
Wohlbefinden 223
Wortbildung 167
Wut 158
Zeit 24, 32, 33, 41, 42, 43, 50, 52, 53, 56, 57, 65, 75, 79, 99, 105, 107, 130, 131, 135, 156, 159, 162, 167, 171, 183, 190, 195, 197, 238, 239
Zeitverlust 44
Zermürbtheit 158
Zertifizierungen 129
Ziel 25, 26, 30, 31, 44, 45, 47, 49, 50, 53, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 62, 74, 76, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 88, 95, 102, 103, 117, 118, 119, 125, 126, 131, 139, 151, 176, 179, 192, 195, 201, 221, 225, 226
Ziele 25, 30, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 52, 53, 55, 56, 60, 61, 62, 71, 72, 73, 74, 78, 79, 80, 85, 88, 100, 101, 103, 104, 105, 111, 119, 127, 131, 132, 141, 147, 155, 156, 159, 163, 164, 170, 174, 175, 190, 191, 192, 197, 202, 222, 223, 224
Ziele-Bewusstsein 170
Ziele-Erreichungs-Dokumentation 127
Zielerreichung 62
Zielrichtung 78, 79
Zufriedenheit 31, 32, 101, 102, 104




Literatur-Tipps:

Die Philosophie der Freiheit (Neuauflage 1918)
von Rudolf Steiner
Das grundlegende Werk Steiners über das Erkennen und die menschliche Freiheit. Die Philosophie der Freiheit beweist, dass der Mensch der Freiheit - des selbstbestimmten Denkens und Handelns - fähig ist. Die Philosophie der Freiheit ist mehr als ein philosophisches Buch: sie ist ein Schulungsweg, der den Leser zur Erfahrung des lebendigen Denkens und zur Bewusstwerdung seines Geistes führt. Aus der Selbsterkenntnis des menschlichen Geistes geht eine Erneuerung des Handelns und damit der Welt hervor.

Das Geld der Zukunft
von Bernhard A. Lietaer
Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld? Bernard A. Lietaer, zeigt die schlimmen Folgen des heutigen Finanzsystems auf: Armut, Unvernunft und Umweltzerstörung. Doch es geht ihm nicht um Panikmache oder reißerische Enthüllungen. Er versucht mit Beispielen für Komplementärwährungs-Systeme Wege aus der Sackgasse der derzeitigen Finanzordnung zu weisen. Mit Lietaer macht das ein Mann, der als Universitäts-Professor, Berater von Regierungen und Mitarbeiter der belgischen Nationalbank einen sehr guten Ruf besitzt. Jeden Tag werden im Rahmen von finanziellen Transaktionen zwischen den verschiedenen Währungen ca. 3.000 Milliarden Dollar um den Erdball bewegt. Lediglich zwei Prozent dieser gigantischen Summe dienen der Bezahlung von Gütern oder Leistungen. Beim Rest handelt es sich um Spekulationsgeld, das auf der Suche nach höchstmöglichem Profit in andere Währungen, in neue Investitionsobjekte transferiert wird. Bernard Lietaer durchleuchtet die Mechanismen unseres Weltwährungssystems.

Der reichste Mann von Babylon
von George Samuel Clason
Babylon wurde zur wohlhabendsten Stadt des Altertums, weil seine Bewohner den Wert des Geldes schätzten und solide wirtschaftliche Grundregeln bei der Schaffung von Vermögen, beim Sparen und bei der Anlage zur weiteren Geldvermehrung befolgten. Die Gleichnisse von Bansir, dem Wagenbauer, oder von der Mauer von Babylon und viele andere geben diese noch immer aktuellen Grundregeln weiter. Auf bestechend einfache und anschauliche Weise zeigen sie, wie man gekonnt mit Geld umgeht, sich seine Wünsche erfüllt und die Unabhängigkeit und den Erfolg erlangt, von denen andere nur träumen. Die bestechend einfachen Parabeln hauchen dem Thema Geld Leben und Faszination ein. Die zehn Parabeln über Geld und Reichtum aus Babylon, dem versunkenen Finanzzentrum der antiken Welt, lassen sich problemlos auf die heutige Zeit übertragen und haben nichts von ihrer Bedeutung verloren.

Coaching für die Praxis
von John Whitmore
Coaching statt Befehlen! Coaching ist zugleich Mittel und Kern des Wandels der Unternehmenskultur. Whitmore bietet eine klare und im Coaching-Stil geschriebene Coaching-Anleitung für Geschäftsleute, Sportcoachs, Lehrer und Gruppenleiter. Kurzum eine Anleitung für alle, die die Leistung, Lernfähigkeit und die Freude daran steigern möchten, bei Einzelnen, bei Gruppen und bei sich selbst. Der Autor: Sir John Whitmore – früher ein erfolgreicher Rennfahrer - ist Mitbegründer der Inner Game Ltd., die großen Einfluss auf die Einführung neuer Trainingsmethoden im Sport hatte.

Dienstags bei Morrie
von Mitch Albom
Der Soziologieprofessor Morrie Schwartz erfährt, dass er höchstens noch zwei Jahre zu leben hat. Die Diagnose, eine schwere Erkrankung des Nervensystems, lässt keine Hoffnung auf Heilung. Statt darüber zu verzweifeln und sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, macht Morrie es sich zur Aufgabe, seine letzten Monate so sinnvoll und produktiv wie möglich zu verbringen. Während er den schleichenden Verfall seines Körpers erlebt, sprüht sein Geist vor Ideen. Der Titelheld Morrie ist Morrie Schwartz, der 20 Jahre zuvor Alboms Universitätsprofessor gewesen war. Albom sah zufällig ein Interview mit Morrie in der Sendung Nightline, was schließlich dazu führte, dass er wieder mit seinem alten Lehrer, Freund und "Coach" zusammentraf. Albom, ein erfolgreicher Sportjournalist, kämpfte zu dieser Zeit damit, seine Unzufriedenheit mit seinem eigenen Leben und seiner Karriere zu definieren. Er war einer von Hunderten von früheren Studenten und Bekannten, die von weither kamen, um Morrie in den letzten Monaten seines Lebens zu besuchen. Die 14 Dienstagsbesuche, die ihrem Wiedersehen folgten, schickten Albom -- und so wird es auch seinen Lesern gehen -- auf eine Reise, die ihm wieder die Augen öffnete für die Dinge, die ein Leben erfüllt machen.

Die Kunst des Krieges
von Sunzi
Der heimliche Bestseller! Wenn du den Feind und dich selbst kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten ... Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen." Vor über 2500 Jahren verfasste der chinesische Philosoph und General Sunzi diesen Text, doch seine Weisheiten haben auch in unserer heutigen Gesellschaft ihre Gültigkeit nicht verloren. Wer in seiner Jugend beim Räuber- und Gendarm spielen oder den Schlachten mit den selbstgegossenen Zinnsoldaten immer den Kürzeren zog, der hatte entweder gemeine Geschwister oder die Kriegsstrategien von Sun Zsu noch nicht gelesen. Der Hauptgrund für die wachsende Beliebtheit von Sun Zsus Traktat ist aber seine universelle Anwendbarkeit. Ob bei beruflichen Verhandlungen oder familiären Problemen, handelt man nach der Kunst des Krieges, kann man komplexe Situationen schnell und sicher einschätzen und Auseinandersetzungen aller Art als Sieger beenden. Wer das Buch als einen strategischen Lebensplaner für sich entdeckt hat, kann es ohne Bedenken jedem weiter empfehlen -- nur nicht seinem ärgsten Feind!

Organisation der Zukunft
von The Drucker Foundation
Weltweit anerkannte Visionäre und Experten zeigen, wie wir uns heute auf die Unternehmensorganisation von morgen vorbereiten können. „Die Manager von morgen“, der erste Band der Reihe war einer der Business-Week-Bestseller des letzten Jahres.

Spielraum für Wesentliches
Inner Game – mit mehr Leichtigkeit leben, lernen und arbeiten
von Christian Maier
Spielraum für Wesentliches ist durchaus wörtlich zu nehmen: Raum für spielerische und sportliche Aktivitäten als Mittel für leichtes Lernen, als Weg, über körperliche Erfahrungen den Denkhorizont zu vergrößern und eingefahrene Spuren zu verlassen. Christian Maier stellt mit INNER GAME eine faszinierende Trainingsmethode vor, die nicht nur in Management-, Verkaufs- oder Strategieseminaren zu verblüffenden Erfolgen führt. INNER GAME kann eine Lebenseinstellung werden, durch die mit Leichtigkeit und Spaß neue Lösungswege für Fragen jeglicher Art gefunden werden. Christian Maier ist Managementtrainer, Sportler und Musiker und leitet das Inner Game Institut. Zu seinem Kundenkreis gehören bedeutende Unternehmen wie Siemens, DaimlerChrysler, Telekom, Lufthansa u.v.a. Sein Buch "Erfolg durch Superlearning", mit dem er den Weg des leichten Lernens erstmals publik machte, wurde zum Sachbuchbestseller.


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Weitere Literaturtipps finden Sie auf unserer Internetseite: www.spielend-zum-ziel.de

Mehr Infos über die Buch-Projekte unter dieser Serie: www.spielend-zum-ziel.de

Mehr Infos über das Thema Coaching und eine Liste mit spezialisierten Coachs:
www.davinci3000.com


DEFINITIONEN:

1 Dale Carnegie (1888-1955), erfolgreicher amerikanischer Selfmade-Mann. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen auf der elterlichen Farm, erkämpfte er sich Schulunterricht und Pädagogikstudium. Zunächst arbeitete er einige Jahre erfolglos im Verkauf. Kurz vor dem ersten Weltkrieg begann er in New York Redekurse abzuhalten – mit sehr großem Erfolg. Heute werden seine Kurse in 58 Ländern durchgeführt und sind zu einem Markenzeichen erster Güte geworden. Selbstvertrauen, positive Lebenseinstellung und die Fähigkeit zur Kommunikation sind seine erfolgversprechenden Hauptziele.

2 Katalysator [gr.-nlat.]: 1. Stoff, der durch seine Anwesenheit chemische Reaktionen herbeiführt oder in ihrem Verlauf beeinflusst, selbst aber unverändert bleibt (Chem.). 2. Vorrichtung in Kraftfahrzeugen, mit deren Hilfe das Abgas von umweltschädlichen Stoffen gereinigt wird.

3 Rudolf Steiner: geb. 27.2.1861 in Kraljevec (damals Österreich). Studierte Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie, Geschichte. Arbeitet an verschiedenen Herausgaben von Goethes Werken mit. 1891 Doktor der Philosophie. Er erstellte viele philosophische Schriften, so auch die "Philosophie der Freiheit" von 1894, das als sein Hauptwerk gilt. Er gab zahlreiche literarische Zeitschriften heraus. 1899 bis 1904 lehrt er an der Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Gründete mit seiner zweiten Frau Marie von Sievers einen Verlag in Berlin. Erbaut in Dornach einen hölzernen Doppelkuppelbau nach eigenen Plänen: das erste "Goetheanum", das 1922 einem Brand zum Opfer fällt. 1923 wird die Anthroposophische Gesellschaft unter seinem Vorsitz neu begründet. Theorie von Reinkarnation und Karma bis in konkrete Angaben verschiedener Persönlichkeiten hinein. 1924 entwickelt er eine große Vortragstätigkeit, die er aus Gesundheitsgründen im September 1924 einstellen muss. Steiner provozierte heftige Kritik von konventionellen Wissenschaften sowie der konfessionellen Christen, die darin Spiritismus und Scharlatanerie sehen. Aus seinen Schriften entstanden die bis heute aktiven anthroposophischen Institutionen, allen voran die Waldorfschulen, sowie anthroposophische Medizin, Pharmazie, Heilpädagogik, biologisch-dynamischer Landbau, die Eurythmie, die Christengemeinschaft, die Bewegung für Soziale Dreigliederung und vieles mehr. Er stirbt am 30.3.1925. Steiner hinterließ ein beispiellos schriftliches Werk und eine gesellschaftliche Strömung, deren Wirkungen auch außerhalb explizit anthroposophischer Institutionen ihre Spuren hinterlassen haben. Nur wenige blicken auf eine so umfangreiche praktische Fruchtbarmachung ihrer Ideen wie Rudolf Steiner. Dennoch wird er in akademischen Kreisen aus unerfindlichen Gründen weitestgehend ignoriert und nur in den Erziehungswissenschaften und neuerdings der Medizin bisweilen ernsthaft diskutiert.

4 Coaching: Es gibt viele Definitionen von Coaching; hier die zeitgemäße und gültige Definition, hergeleitet von John Whitmore: „To coach bedeutet auf deutsch in etwa einpauken, trainieren, Tipps und Anweisungen geben, mit Fakten voll stopfen. Das hilft uns jedoch nicht viel weiter, da dies alles sehr unterschiedlich praktiziert werden kann und nicht unbedingt in Beziehung zum Coaching stehen muss. Beim Coaching geht es gleichermaßen darum, wie etwas gemacht wird, wie darum, was gemacht wird. Coaching betrifft in erster Linie die Art der Beziehung zwischen dem Coach und dem Gecoachten und die Mittel und der Stil der verwendeten Kommunikation. Die Fakten sind zweitrangig. Natürlich ist das oberste Ziel die Leistungsverbesserung. Wie man sie am besten erreicht ist die Frage.“ – Ein guter Coach übernimmt die Verantwortung für das Ergebnis und hat neben einer pädagogischen Kompetenz auch ein gutes Allgemeinwissen über praktizierbare Strukturen im zu coachenden Bereich sowie ein ausgeprägtes vernünftiges Weltbild. Kurz: Coaching ist Betreuung und Wegbegleitung zu einem Ziel hin oder durch schwierige Situationen hindurch.

5 Leibhaftiger: Ein anderes Wort für Teufel.

6 Opferprediger nenne ich die Laudatoren der einschlägigen großen Religionen, die uns erzählen wollen, dass der Mensch ein Sünder sei und er Opfer bringen müsse. Es ist erstaunlich, dass dieser Trick, eine ganze Gesellschaft zu unterdrücken, in unserer modernen, informierten Welt noch immer funktioniert. Diese Leute haben ein verschobenes Weltbild und keine Ahnung von Glück und Verantwortung. Nachdem man eingestehen musste, dass die Erde doch keine Scheibe ist und Frauen die gleichen Rechte haben sollten wie Männer (mit der Umsetzung hapert es) , bleibt nur noch die Erbsünde übrig, die man uns täglich um die Ohren haut. Ich gehe davon aus, dass sie wissen, welche Fakultäten ich hier meine.

7 Diktator: 1. unumschränkter Machthaber an der Spitze eines Staates; Gewaltherrscher. 2. (abwertend) herrischer, despotischer Mensch. 3. (hist.) röm. Beamter, dem auf bestimmte Zeit die volle Staatsgewalt übertragen wurde (z. B. Cäsar).

8 Individuum: [lat.; "das Unteilbare"] 1. der Mensch als Einzelwesen [in seiner jeweiligen Besonderheit]. 2. (abwertend) Mensch von zweifelhaftem Charakter; in irgendeiner Hinsicht negativ eingeschätzte Person. 3. Pflanze, Tier als Einzelexemplar (Biol.). 4. kleinstes chemisches Teilchen jeglicher Art (Chem.).

9 Reling: Die Umzäunung, das Geländer auf Deck eines Schiffes

10 Johann Wolfgang von Goethe: geboren am 28.08.1749 in Frankfurt/Main, gestorben am 22.03.1832 in Weimar; deutscher Dichter und Philosoph der für seine zeitlose, moderne, religionslose Weltanschauung gerügt aber auch geliebt wurde und auch bis heute noch sehr verehrt wird. Mit seiner Unbeschwertheit hat er in seiner Zeit neue Maßstäbe gesetzt.

11 Berater: Setzen Sie in diesem Zusammenhang einfach vor das Wort „Berater“ eines, das Ihnen bekannt ist, wie zum Beispiel: Steuer-, Rechts-, Unternehmens-, usw. – aber in diesem Zusammenhang bitte nur institutionell anerkannte.

12 Trainee [lat.-fr.-engl.]: jemand, der innerhalb eines Unternehmens für eine bestimmte Aufgabe vorbereitet wird, eine praktische Ausbildung absolviert.

13 introvertiert: nach innen gewandt, zur Innenverarbeitung der Erlebnisse veranlagt (Psychologie); Ggs. extravertiert.

14 suggerieren [lat.]: 1. jemanden gegen seinen Willen gefühlsmäßig oder seelisch beeinflussen; jemanden etwas einreden. 2. einen bestimmten [den Tatsachen nicht entsprechenden] Eindruck entstehen lassen.

15 Naturell: Veranlagung, Wesensart.

16 Rolex: Sehr teure Schweizer Uhr, die gerne als Statussymbol verwendet wird.

17 Speicherplatz: Hier ist gemeint, der Speicher unseres denkenden Verstandes. Seine Arbeitsweise ist vergleichbar mit dem sogenannten Arbeitsspeicher eines Computers, der nur eine Sache gleichzeitig bearbeiten kann. Wir brauchen eine gewisse Menge an freien Speichereinheiten, um eine Aufgabe plus das Wissen bzw. Know-how (Programm) dort platzieren zu können, während die Aufgabe analytisch bearbeitet wird, solange, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt. Danach ist der Speicher wieder leer und für neue Aufgaben bereit.

18 Aufmerksamkeitseinheiten: Das Thema ist u.a. erörtert in Publikationen über Photo-Reeding (eine Schnelllesemethode). Dort wird behauptet, dass der Mensch nur 7 Aufmerksamkeitseinheiten gleichzeitig zur Verfügung hat. Ich gehen mal davon aus, dass dies ein Richtwert ist, der einen Sinn ergibt, obwohl an dieser Stelle kein Beweis angetreten werden soll. Wenn man davon ausgeht, dass viele damit übereinstimmen, dann hat diese Beschränkung auf 7 durchaus eine Daseinsberechtigung.

19 72-Stunden-Regel: Diese im Management weit verbreitete Regel besagt, dass man alle Ideen oder neue Vorhaben innerhalb von 72 Stunden angehen muss, da man es ansonsten sowieso nicht tut.

20 Facetten [lat-fra.]: Laut Wörterbuch: kleine eckige Fläche, die durch das Schleifen eines Edelsteins oder eines Körpers aus Glas oder Metall entsteht. Hier: Gemeint ist im übertragenen Sinne, dass wenn man ein Ziel bearbeitet (also den Edelstein), dann gibt es verschiedene Seiten, die es zu betrachten und zu bearbeiten gibt, die in der Summe erst das ganze ergeben – das erreichte Ziel, der erreichte Traum.

21 kontrovers: 1. streitig, bestritten. 2. entgegengesetzt, gegeneinander gerichtet

22 Werte, sind die Dinge oder Merkmale, die einem teuer sind, das heißt einen hohen Austauschwert haben, und die man somit als Meßlatte für Qualität (Güte) und Quantität (Menge) aller persönlichen Aktivitäten anlegen kann.

23 Grund: hier: Boden der Tatsachen

24 Abwimmelprogramm: Ein Programm das vom Verstand automatisch abgespult wird, sobald er etwas scheinbar kompliziertes oder unbeliebtes identifiziert, um diese Sache sofort mechanisch oder sogar intelligent abzuwimmeln. Dieses Programm ist ein paar Millisekunden schneller als das eigentliche „Analytische Programm“, das sich die Sache realistisch und rationell vornimmt, um rasch einen Handlungsprozess auszulösen. Abwimmelprogramme gibt es zahlreiche, die besonders bei überlasteten, sensiblen und stark krischen sowie voreingenommenen Menschen zum notorischen Verschieben von Aktionen führt.

25 Ressource [lat.-fr.] (meist Plural): a) natürliches Produktionsmittel für die Wirtschaft, b) Hilfsmittel; Hilfsquelle, Reserve; Geldmittel.

26 IQ: Intelligenzquotient: Def 1: Maß für die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit, das sich aus dem Verhältnis des Intelligenzalters zum Lebensalter (od. auch von anderen vergleichbaren Größen) ergibt (W. Stern). Def 2: Intelligenz ist die Fähigkeit Dinge ins richtige Verhältnis zu setzen – insbesondere komplexe – und dabei Gleichheiten, Ungleichheiten und Ähnlichkeiten in unterschiedlicher Qualität, Quantität bzw. Geschwindigkeit zu erkennen.

27 Proportional: verhältnisgleich, in gleichem Verhältnis stehend; angemessen, entsprechend; -e Konjunktion: Bindewort, das in Verbindung mit einem anderen ein gleichbleibendes Verhältnis ausdrückt (z. B. je [desto]).

28 Chaostheorie: Ein aus der Physik u. Philosophie stammender Begriff, der durch falsches Interpretieren für Missverständnisse sorgt. Die Chaos-Theorie besagt zwei Dinge: Alles hängt mit allem Zusammen, Stoffe existieren nicht einfach nur nebeneinander, sie sind durch rückgekoppelte Netzwerke miteinander verbunden. Und ihre Organisationsmuster sind selbstorganisiert. Bei Untersuchungen dieser Netzwerke entstand folgendes Ergebnis: Chaos ist nicht Chaos, sondern eine eigene Form von Ordnung. Innerhalb der chaotischen Netzwerke finden sich Muster, von denen nichtlineare dynamische Systeme scheinbar angezogen werden. Der Ursprung der Chaostheorie konnte nie genau bestimmt werden. Als Vordenker gelten: Georg Cantor (Mengenlehre, 1883), Helge von Koch (Koch-Kurve, 1904), Waclaw Sierpinksi (Sierpinski-Dreieck, 1916). Felix Haussdorf (fraktale Dimension, 1919). Die Chaostheorie wurde erst ab den siebziger Jahren als ganzheitliche Theorie gefunden. Eine bekannte Arbeit auf diesem Gebiet stammt von Benoît B. Mandelbrot: «The Fractal Geometry of Nature», 1977. Populär wurde die Chaostheorie mit Modellen wie dem «Schmetterlings-Effekt» [Edward N. Lorenz: Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?] Heute werden solch phantastisch anmutenden Modelle überall angewendet. Die Schweizer Börse überwacht z.B. die Entwicklung von Börsenkursen mit Hilfe eines Programms, welches auf der fraktalen Logik basiert. Damit werden nicht konkrete Kurse vorhergesagt - es kann so festgestellt werden, ob eine Kursentwicklung legal stattgefunden hat. Der philosophische Ansatz: "Wo das Chaos auf Ordnung trifft, gewinnt das Chaos, weil es besser organisiert ist."

29 physikalisch: die Physik betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend; -e Chemie: Gebiet der Chemie, in dem Stoffe u. Vorgänge durch exakte Messungen mittels physikalischer Methoden untersucht werden; -e Geographie: Gebiet der Geographie, das Geomorphologie, Klimatologie u. Hydrologie umfasst; -e Therapie: arzneilose, nur mit physikalischen Mitteln (Wärme, Licht u. a.) arbeitende Heilmethode

30 Konsistenz: 1. Dichtigkeit; Zusammenhang. 2. Widerspruchslosigkeit (Logik); Ggs. Inkonsistenz (b). 3. Festigkeit, Beständigkeit, bes. bei psychologischen Tests (Psychol.); Ggs. Inkonsistenz (a). 4. Haltbarkeit, Beschaffenheit eines Stoffs (Chem.)

31 hypothetisch: nur angenommen, auf einer unbewiesenen Vermutung beruhend, fraglich, zweifelhaft; -er Imperativ: nur unter gewissen Bedingungen notwendiges Sollen; vgl. kategorischer Imperativ; -es Konstrukt: gedankliche Hilfskonstruktion zur Beschreibung von Dingen od. Eigenschaften, die nicht konkret beobachtbar, sondern nur aus Beobachtbarem erschließbar sind.

32 Virus: kleines krankheitserregendes Partikel, das sich auf lebendem Gewebe entwickelt

33 konform [lat.; "gleichförmig, ähnlich"]: 1. einig, übereinstimmend (in den Ansichten); mit etwas - gehen: mit etwas einiggehen, übereinstimmen. 2. winkel-, maßstabgetreu (von Abbildungen; Math.).

34 tangieren [lat.]: 1. eine gekrümmte Linie od. Fläche berühren (von Geraden od. Kurven; Math.). 2. berühren, betreffen, angehen, beeindrucken. 3. auf Flachdruckplatten ein Rastermuster anbringen (Druckw.).

35 Vektorengrafik: Ein Vektor ["Träger, Fahrer"] ist eine physikalische oder mathematische Größe, die durch eine Pfeil dargestellt wird und durch Angriffspunkt, Richtung und Betrag (Länge) festgelegt ist (z. B. Geschwindigkeit, Beschleunigung); Ggs. Skala. Eine Vektorengrafik ist die Kombination von Vektoren und eine daraus resultierende Darstellung der Verhältnismäßigkeiten der einzelnen Vektoren

36 Schicksal: Es gibt Leute die daran glauben, dass es so was wie glückliche Umstände gibt. Wir wissen aber längst, dass es so was nicht gibt, wenn wir vor allem die Angelegenheit „Glückliches Leben“ mit den in diesem Buch beschriebenen Weisheiten betrachten. Schicksal gibt es nur für diejenigen, die daran glauben und sich diesem hingeben, was wir jedoch nicht tun werden. Wir nehmen sprichwörtlich das Schicksal selbst in die Hand.

37 Gelbe Karte: Wird einem Spieler beim Fußball gezeigt, der ein Foul (Rüpelei) begangen hat. Bei einer Wiederholung wird ihm dann die „Rote Karte“ gezeigt, was bedeutet, dass er für heute vom Spielfeld muss.

38 Verbündete: Jeder Mensch braucht diese. Das sind im Idealfall Leute, die an Sie glauben bzw. Ihnen vertrauen. Suchen Sie sich diese und fördern Sie die Kommunikation. Diese Menschen werden Ihnen helfen Ihre Ziele zu erreichen. Wenn Sie der Meinung sind keine zu haben oder finden zu können, dann haben Sie nicht genau hingeschaut, denn solche Menschen sind Ihnen sicher schon begegnet; meist schenken wir denen keine Beachtung, weil sie uns nicht immer nach dem Munde reden.

39 Aboriginal: hier: Ureinwohner Australiens, die für viele Lebensweisheiten und ihre einfache Lebensweise geschätzt werden; Adj.: eingeboren, einheimisch, Urbevölkerung

40 Bernhard A. Lietaer: In den 70er Jahren beriet Dr. Lietaer die peruanische Regierung bei der Optimierung von Währungsgeschäften. Während seiner fünfjährigen Tätigkeit an der belgischen Zentralbank zeichnete er verantwortlich für die Einführung des ECU (Vorläufer des EURO). Anschließend wurde er Präsident des elektronischen Zahlungssystems in Belgien. Von 1987 bis 1991 fungierte Lietaer u.a. als Geschäftsführer und Währungshändler des erfolgreichen Hedge Fonds (Gaia Hedge II). Um sich auf das Buch „Die Zukunft des Geldes“ zu konzentrieren ist er zur Forschung zurückgekehrt: Er unterrichtet derzeit an der Sonoma Stata University archetypische Psychologie und am Institute for Sustainable Resources and Agriculture der Universität Berkeley nachhaltiges Wirtschaften.

41 Phantast [gr.-lat.]: (abwertend) Träumer, Schwärmer; Mensch mit überspannten Ideen.

42 Duden: Verlag mit sehr bekanntem gleichnamigem Deutschen Wörterbuch

43 Vokabel [lat.]: [Einzel]wort, bes. einer Fremdsprache.

44 Langenscheidt: Verlag für allgemein anerkannte deutsche Fremdsprachen-Wörterbücher

45 rumeiern (auch herumeiern): dieses Wort benutzt ein mir gut bekannter Coach sehr gerne, im Zusammenhang mit obigem Thema. Da seine Klienten meist recht schnell wissen, was damit gemeint ist, habe ich es in meinen Wortschatz mit Wohlgefallen aufgenommen. (Leider habe ich das Wort nicht im „Duden“ gefunden).

46 dogmatisch [gr.-lat.]: starr an eine Ideologie od. Lehrmeinung gebunden bzw. daran festhaltend.

47 Proportional: verhältnisgleich, in gleichem Verhältnis stehend; angemessen, entsprechend; -e Konjunktion: Bindewort, das in Verbindung mit einem anderen ein gleichbleibendes Verhältnis ausdrückt (z. B. je [desto]).

48 äquivalent [lat.]: gleichwertig, im Wert od. in der Geltung dem Verglichenen entsprechend.

49 konfrontieren: a) jemanden jemandem anderen gegenüberstellen, um einen Widerspruch oder eine Unstimmigkeit auszuräumen; b) jemanden in die Lage bringen, dass er sich mit etwas Unangenehmem auseinandersetzen muss; c) als Kontrast zum Vergleich einander gegenüberstellen.

50 destruktiv: 1. zersetzend, zerstörend. 2. bösartig, zum Zerfall [von Geweben] führend (Med.).

51 Ambition: höher gestecktes Ziel, das man zu erreichen sucht, wonach man strebt; ehrgeiziges Streben

52 Logik [gr.-lat.]: 1. a) Lehre, Wissenschaft von der Struktur, den Formen und Gesetzen des Denkens; Lehre vom folgerichtigen Denken, vom richtigen Schließen auf Grund gegebener Aussagen (Philos.); b) folgerichtiges, schlüssiges Denken, Folgerichtigkeit des Denkens. 2. a) Fähigkeit, folgerichtig zu denken; b) Zwangsläufigkeit; zwingende, notwendige Folgerung.

53 goal: 1. Ziel 2. Sport: (a. erzieltes) Tor: keep goal im Tor stehen, das Tor hüten.

54 konservativ [lat.-engl.]: 1. am Hergebrachten festhaltend, auf Überliefertem beharrend, bes. im politischen Leben. 2. althergebracht, bisher üblich. 3. erhaltend, bewahrend (im Sinne der Schonung u. Erhaltung eines verletzten Organs, im Gegensatz zu operativer Behandlung; Med.). 4. politisch dem Konservativismus zugehörend, ihm eigen.

55 Trapezkünstler: Artist der mit mehreren Trapezen unter dem Dach eines Zirkuszeltes Kunststücke vorführt (Trapez: an zwei frei hängenden Seilen befestigte kurze Holzstange für turnerische, artistische Schwungübungen).

56 navigieren: ein Schiff oder Flugzeug führen; die Navigation durchführen in dem man den berechneten Kurs zum Zielhafen - meist mit Hilfsmittel - anvisiert.

57 Brücke: Hier „Brücke auf dem Schiff“: Kommandozentrale mit guter Sicht in Richtung Ziel und das Oberdeck auf dem Schiff, mit Verbindung zu den wichtigsten Schaltstellen an Bord.

58 delegieren [lat.]: 1. jemanden abordnen. 2. a) Zuständigkeiten, Leistungen, Befugnisse übertragen (Rechtsw.); b) eine Aufgabe auf einen anderen übertragen.

59 souverän [lat.-fr.]: "darüber befindlich; überlegen"]: 1. die staatlichen Hoheitsrechte [unumschränkt] ausübend. 2. einer besonderen Lage od. Aufgabe jederzeit gewachsen; überlegen.

60 Logbuch [engl.; dt.]: Schiffstagebuch.

61 Erfolgsjournal: Erfolgsprotokoll; siehe Kapitel „Persönliche Ziele“

62 Illusion [lat.-fr.]: 1. dem eigenen Wunschdenken entsprechende schöne Vorstellung in bezug auf etwas, was in Wirklichkeit nicht oder nicht so ist; Wunschvorstellung. 2. falsche Deutung von tatsächlichen Sinneswahrnehmungen (im Unterschied zur Halluzination; Psychologie). 3. Täuschung durch die Wirkung des Kunstwerks, das Darstellung als Wirklichkeit erleben lässt (Ästhetik).

63 Loyalität: a) Treue gegenüber der herrschenden Gewalt, der Regierung, dem Vorgesetzten; Gesetzes-, Regierungstreue; b) Vertragstreue; Achtung vor den Interessen anderer; Anständigkeit, Redlichkeit.

64 integer [lat.]: 1. unbescholten; ohne Makel; unbestechlich. 2. (veraltet) neu; sauber, unversehrt.

65 intrinsisch [lat.-fr.-engl.]: von innen her, aus eigenem Antrieb durch Interesse an der Sache erfolgend, durch in der Sache liegende Anreize bedingt (Psychol.); Ggs. extrinsisch; -e Motivation: durch die von einer Aufgabe ausgehenden Anreize bedingte Motivation (1); Ggs. extrinsische Motivation.

66 extrinsisch [lat.-fr.-engl.]: von außen her [angeregt], nicht aus eigenem inneren Anlass erfolgend, sondern auf Grund äußerer Antriebe; Ggs. intrinsisch (Psychol.); -e Motivation: durch äußere Zwänge, Strafen verursachte Motivation (1); Ggs. intrinsische Motivation.

67 Parameter [gr.-nlat.]: 1. in Funktionen u. Gleichungen eine neben den eigentlichen Variablen auftretende, entweder unbestimmt gelassene od. konstant gehaltene Hilfsgröße (Math.). 2. bei Kegelschnitten die im Brennpunkt die Hauptachse senkrecht schneidende Sehne (Math.). 3. kennzeichnende Größe in technischen Prozessen o. ä., mit deren Hilfe Aussagen über Aufbau, Leistungsfähigkeit einer Maschine, eines Gerätes, Werkzeugs o. ä. gewonnen werden. 4. veränderliche Größe (z. B. Materialkosten, Zeit), durch die ein ökonomischer Prozess beeinflusst wird (Wirtsch.). 5. Klangeigenschaft der Musik, eine der Dimensionen des musikalischen Wahrnehmungsbereichs.

68 Zwei Arten von Mitarbeitern: Im Grunde genommen gibt es drei. Die 3. Art ist so etwas wie ein Anti-Mitarbeiter. Dieser ist zwar anwesend und bekommt auch Lohn oder Gehalt, ist aber kein „MIT“-Arbeiter, sondern eher ein „GEGEN“-Arbeiter. Dieser Typus wird hier nicht aufgeführt, da er grundsätzlich sofort entfernt werden muss.

69 Integritätsbruch: Verletzung der Integrität [lat.]: Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit (einem Treueschwur folgend).

70 Mobbing: Ein von dem im Jahre 2000 verstorbenen Konfliktforscher Heinz Leymann kreierter Begriff. Aus dem Englischen „to mob“, was soviel heißt wie „jemanden anpöbeln“. Wenn ein scheinbar unlösbarer Konflikt in Firmen an Arbeitsplätzen eskaliert und einige Monate andauert, spricht man von Mobbing. Normalerweise agieren mehrere Täter gegen ein Opfer. Gemobbt wird meist in Gemeinschaften am Arbeitsplatz, in Schulen, im Gefängnis, beim Militär, in Behörden und in Krankenhäusern, etc. Mobbing wird auch auf den Veränderungsdruck in der globalisierten Arbeitswelt zurückgeführt, in der Team- und Kommunikationsanforderungen stark ansteigen. Wenn man sich früher nicht mochte, dann ging man sich eben aus dem Weg. Heute muss sich jeder mit jedem auseinandersetzen. Das systematische Fertigmachen ist nicht alleine ein typisch deutsches Problem, man findet es in ganz Westeuropa. Auch von Branche zu Brache gibt es starke Unterschiede. Man vermutet, dass ca. 5-7% aller Mitarbeiter hierzulande darunter leiden. Leider hilft das bisher bekannte althergebrachte und moderne Konfliktmanagement nicht weiter, weswegen neue Methoden und Wege gefragt sind, die wahrscheinlich Ihre Wurzeln in sehr alten Weisheiten haben werden.

71 Produkt [lat.]: 1. Erzeugnis, Ertrag. 2. Folge, Ergebnis [z. B. der Erziehung]. 3. Ergebnis einer Multiplikation (Math.). 4. der Teil einer Zeitung oder Zeitschrift, der in einem Arbeitsgang gedruckt wird (z. B. besteht eine Zeitung aus meist zwei bis vier Produkten, die lose ineinandergelegt sind).

72 Organigramm: 1. Stammbaumschema, das den Aufbau einer [wirtschaftlichen] Organisation erkennen lässt und über Arbeitseinteilung oder über die Zuweisung bestimmter Aufgabenbereiche an bestimmte Personen Auskunft gibt. Im Englischen auch „workflow graph“ genannt.

73 Pendant [pangdang; lat.-fr.]: 1. ergänzendes Gegenstück; Entsprechung. 2. (veraltet) Ohrgehänge.

74 IT: Informationstechnologie

75 Temporär [lat.-fr.]: zeitweilig [auftretend], vorübergehend.

76 Strategie: Die Strategie ist der geniale Plan den wir im Kopf haben oder auch nur eine gute Idee zur grundsätzlichen Umsetzung.

77 etablieren [lat.-fr.]: 1. einrichten, gründen (z. B. eine Fabrik). 2. sich -: a) sich niederlassen, sich selbständig machen (als Geschäftsmann); b) sich irgendwo häuslich einrichten; sich eingewöhnen; c) einen sicheren Platz innerhalb einer Ordnung od. Gesellschaft einnehmen, sich breitmachen (z. B. von politischen Gruppen).

78 differenziert: aufgegliedert, vielschichtig, in die Einzelheiten gehend.

79 Kontrolle (laut „Duden-Wörterbuch“ und „Langenscheidt-Wörterbuch“, hinzufügend zu obiger Definition gemäß „Wahrig-Wörterbuch“ u.a.): [lat.-fr.] 1. Aufsicht, Überwachung; Prüfung. 2. Beherrschung, Gewalt. / Kontrolle [engl.] (außer Beherrschung) control (über acc of), von Gepäck, Geräten etc: inspection, check, (Überwachung) supervision: unter (außer) Kontrolle under (out of) control; unter ärztlicher Kontrolle under medical supervision; er verlor die Kontrolle über seinen Wagen he lost control of his car; ... steht unter ständiger Kontrolle - a constant check is kept on.

80 emotional [lat.]: mit Emotionen verbunden; aus einer Emotion, einer inneren Erregung erfolgend; gefühlsmäßig.

81 Konflikt ["Zusammenstoß"]: 1. a) [bewaffnete, militärische] Auseinandersetzung zwischen Staaten; b) Streit, Zerwürfnis. 2. Widerstreit der Motive, Zwiespalt.

82 Phänomen [gr.-lat.]: 1. etwas, was als Erscheinungsform auffällt, ungewöhnlich ist; Erscheinung. 2. das Erscheinende, sich den Sinnen Zeigende; der sich der Erkenntnis darbietende Bewusstseinsinhalt (Philos.). 3. Mensch mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.

83 Substantiv: Haupt-, Dingwort, Nomen (z. B. Tisch, Kleid, Liebe; Sprachw.).

84 administrativ: a) zur Verwaltung und dem Organisatorischen gehörend; b) behördlich.

85 intuitiv: auf Intuition beruhend; Intuition lat.-mlat.] a) das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs; b) Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen.

86 konfrontieren: a) jemanden jemandem anderen gegenüberstellen, um einen Widerspruch oder eine Unstimmigkeit auszuräumen; b) jemanden in die Lage bringen, dass er sich mit etwas Unangenehmem auseinandersetzen muss; c) als Kontrast zum Vergleich einander gegenüberstellen.

87 Emotion [lat.]: Gemütsbewegung, seelische Erregung, Gefühlszustand; vgl. Affekt.

88 konstruktiv [lat.]: 1. die Konstruktion betreffend. 2. auf die Erhaltung, Stärkung u. Erweiterung des Bestehenden gerichtet; aufbauend, einen brauchbaren Beitrag liefernd.

89 destruktiv: 1. zersetzend, zerstörend. 2. bösartig, zum Zerfall führend.

90 Psychologe: 1. wissenschaftlich ausgebildeter Fachmann auf dem Gebiet der Psychologie (Psychologie = Wissenschaft von der Seele). 2. jemand, der sich in die Psyche anderer hineindenken kann (Psyche = Seele; Seelenleben).

91 kompensieren [lat.]: 1. die Wirkungen einander entgegenstehender Ursachen ausgleichen. 2. bei wechselseitigem Verschulden die Strafe ausgleichen (Rechtsw.). 3. Minderwertigkeitsgefühle durch Vorstellungen od. Handlungen ausgleichen, die das Bewusstsein der Vollwertigkeit erzeugen (Psychol.). 4. Funktionsstörungen eines Organs od. ihre Folgen ausgleichen (Med.).

92 Integrität [lat.]: 1. Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit (einem Treueschwur folgend). 2. Unverletzlichkeit [eines Staatsgebietes] (Rechtsw.).

93 Psychologie: 1. Wissenschaft von den Erscheinungen u. Zuständen des bewussten u. unbewussten Seelenlebens. 2. einer inneren Gesetzmäßigkeit, der Psyche entsprechende Verhaltens-, Reaktionsweise, jemandes Denken und Fühlen (z. B. die - der Offiziere). 3. Verständnis für das Eingehen auf die menschliche Psyche; (Psyche = Seele; Seelenleben).

94 Depression [lat.]: 1. Niedergeschlagenheit, traurige Stimmung. 2. Einsenkung, Einstülpung, Vertiefung (z. B. im Knochen; Med.). 3. Niedergangsphase im Konjunkturverlauf (Wirtschaft). 4. Landsenke; Festlandgebiet, dessen Oberfläche unter dem Meeresspiegel liegt (Geographie). 5. Tief, Tiefdruckgebiet (Meteor.). 6. (Astronomie) a) negative Höhe eines Gestirns, das unter dem Horizont steht; b) Winkel zwischen der Linie Auge-Horizont u. der waagerechten Linie, die durch das Auge des Beobachters verläuft. 7. vorübergehendes Herabsetzen des Nullpunktes [eines Thermometers] durch Überhöhung der Temperatur u. unmittelbar folgende Abkühlung auf 0o (Phys.). 8. Unterdruck, der durch das Saugen der Ventilatoren bei der Zufuhr von Frischluft im Bergwerk entsteht (Bergwerk).

95 introvertiert: nach innen gewandt, zur Innenverarbeitung der Erlebnisse veranlagt (Psychologie); Ggs. extravertiert.
96 demotivieren = jemandes Interesse an etw. schwächen; bewirken, dass jemandes Motivation, etwas zu tun, nachlässt, vergeht.

97 kognitiv [lat.]: die Erkenntnis betreffend; erkenntnismässig. -e Entwicklung: Entwicklung all der Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen eines Gegenstandes od. zum Wissen über ihn beitragen (Päd., Psychol.).

98 amen [hebr.-gr.-lat.; "wahrlich; es geschehe!"]: bekräftigendes Wort als Abschluss eines Gebets u. liturgische Akklamation im christlichen, jüdischen u. islamischen Gottesdienst.

99 Nativität [lat.] die; -, -en: 1. (veraltet) Geburtsstunde, Geburt. 2. Stand der Gestirne bei der Geburt u. das angeblich dadurch vorbestimmte Schicksal (Astrol.).

100 Psychiatrie: 1. Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Erkennung u. Behandlung von seelischen Störungen u. Geisteskrankheiten befasst. 2. (Jargon) psychiatrische Abteilung (bzw. Klinik). (Anmerkung des Autors: Mittlerweile sehr umstrittene Medizinische Fachrichtung, die behauptet der Fachmann über den menschlichen Geist zu sein, witzigerweise werden alle Antworten im Gehirn und im zentralen Nervensystem gesucht, was ein Widerspruch ist, denn der Geist bzw. die Seele ist weder materiell noch medizinisch nachweisbar.)

101 Siegmund Freud: * 06.05.1856, † 23.09.1939; Gilt als der "Vater der Psychoanalyse". Er hat, wohl wie kaum ein anderer Arzt, bis heute die Diskussion in medizinischer, sozialer, psychologischer, politischer und weltanschaulicher Frage geprägt. Er fokussierte sich beim Menschen auf dessen animalischen Triebe. Als Hauptantrieb sah er die "Libido" (Lust, Begierde, Geschlechtstrieb), der er später den "Todestrieb" als Antagonisten an die Seite stellte. Dazwischen stehen die "Verdrängung", das "Unbewusste", das "Ich" und "Über-Ich", die "Neurosen". Schon während seiner Assistenzzeit am Wiener Physiologischen Institut begann er mit Forschungen zur Funktionsweise des Nervensystems, die seine spätere Laufbahn - das Studium nervöser Erkrankungen und deren Heilung - bestimmten. Dabei kam er mit dem Kokain in Berührung, das der Apotheker Albert Niemann (1834-1861) im Jahre 1858 entdeckt und 1860 erstmals hergestellt hatte. Freud sah darin ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Depressionen, zur allgemeinen Leistungssteigerung. 1886 eröffnete er in Wien eine Privatpraxis und spezialisierte sich auf Störungen des Nervensystems. Der psychologische Faktor bei wissenschaftlichen Ideen wurde schon von griechischen Philosophen und Ärzten entdeckt, und Freud griff dieses Konzept wieder auf. In Freud Haupttheorie sind seelische Störungen ins Unterbewusste verdrängte Vorstellungen, Ängste und Wünsche. Nach dieser Erkenntnis ist es möglich, psychologische Störungen durch Bewusstmachung und Befreiung zu behandeln; hierin liegt auch ein wichtiger Aspekt der wissenschaftlichen Betrachtung der Völkerpsychologie und Religionssoziologie.

102 diskreditieren: dem Ruf, Ansehen einer Person oder Sache schaden, abträglich sein.

103 proklamieren: verkündigen, erklären; aufrufen; kundgeben.

104 Essenz [lat.]: 1. wesentlichster Teil, Kernstück. 2. konzentrierter Duft- od. Geschmacksstoff aus pflanzlichen od. tierischen Substanzen. 3. stark eingekochte Brühe von Fleisch, Fisch od. Gemüse zur Verbesserung von Speisen. 4. Wesen, Wesenheit einer Sache.

105 Groschen: a) Zehnpfennigstück b) der Groschen fällt bei jemandem = umgangssprachlich: jemand versteht, begreift endlich etwas.

106 Courage [kurasche; lat.-fr.]: Beherztheit, Schneid, Mut (in bezug auf eine nur ungern vorgenommene Handlung).

107 Timing: [engl.] das; -s, -s: 1. Bestimmun
g u. Wahl des für einen beabsichtigten Effekt günstigsten Zeitpunktes zum Beginn eines Handlungsablaufs (bes. im Sport). 2. synchrone Abstimmung verschiedener Handlungen aufeinander. 3. zeitliche Steuerung (Techn.).

108 Speed [engl.]: 1. Geschwindigkeit[ssteigerung]; Spurt (Sport).

109 Banken: Wir haben ein Zwei-Banken-System, das zum einen aus den Zentralbanken besteht, die von Regierungen gesteuert werden und zum andere aus Privatbanken, die überwiegend mit den Landesbanken zusammenarbeiten - zumindest gibt es mehr Verflechtungen als man auf den ersten Blick erkennen kann.

110 Intention [lat.]: 1. Absicht; Vorhaben; Anspannung geistiger Kräfte auf ein bestimmtes Ziel. 2. Wundheilung (Med.).

111 Aktiengesellschaft: Handelsgesellschaft, deren Grundkapital (Aktienkapital) von Gesellschaftern (Aktionären) aufgebracht wird, die nicht persönlich, sondern mit ihren Einlagen für die Verbindlichkeiten haften (Abk.: AG).

112 Aktienfonds: Bündelung von Aktienpaketen (Streukapital), die gegen einen geringen Aufpreis an Anleger in Anteilen weiterverkauft werden.

113 rezitieren [lat.]: eine Dichtung, ein literarisches Werk oder eine alte Schrift z.T. künstlerisch vortragen.

114 Konservative = Anhänger[in] einer konservativen Partei oder jemand der am Hergebrachten festhält.

115 Der Sozialismus: 1. Nach Karl Marx die dem Kommunismus vorausgehende Entwicklungsstufe, die auf gesellschaftlichen od. staatlichen Besitz der Produktionsmittel u. eine gerechte Verteilung der Güter an alle Mitglieder der Gemeinschaft hinzielt. 2. Politische Richtung, Bewegung, die den gesellschaftlichen Besitz der Produktionsmittel u. die Kontrolle der Warenproduktion u. -verteilung verficht.

116 Alternative: a) freie, aber unabdingbare Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten (der Aspekt des Entweder-Oder); b) zweite, andere Möglichkeit; Möglichkeit des Wählens zwischen zwei oder mehreren Dingen. c) Anhänger der alternativen Idee (politisch, gesellschaftlich).

117 Hinduismus: Aus dem Brahmanismus entwickelte indische Volksreligion. Gilt auch als Vorläufer und Vorbild des Buddhismus.

118 Pädagogik [gr.]: Theorie und Praxis der Erziehung und Bildung; Erziehungswissenschaft.

119 Profilneurose: Befürchtung, Angst, (besonders im Beruf) zu wenig zu gelten [u. die daraus resultierenden größeren Bemühungen, sich zu profilieren]. Daraus entsteht oftmals das massive Rechtfertigen von Fehlern, um diese unsichtbar zu machen. Oftmals auch haltlose Schuldzuweisungen, um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen.

120 Muse [gr.-lat.]: eine der [neun] griechische Göttinnen der Künste.

121 Philosophie [gr.-lat.; "Weisheitsliebe"]: 1. forschendes Fragen u. Streben nach Erkenntnis des letzten Sinnes, der Ursprünge des Denkens u. Seins, der Stellung des Menschen im Universum, des Zusammenhanges der Dinge in der Welt. 2. (ohne Plural) Wissenschaft von den verschiedenen philosophischen Systemen, Denkgebäuden.

122 Molekül [lat.-fr.]: ein Verbund von mehreren Atomen; kleinste Einheit einer chemischen Verbindung, die noch die charakteristischen Eigenschaften dieser Verbindung aufweist.

123 Atom [gr.-lat.; "unteilbar; unteilbarer Urstoff"]: kleinste, mit chemischen Mitteln nicht weiter zerlegbare Einheit eines chem. Elementes, die noch die für das Element charakteristischen Eigenschaften besitzt.

124 Neutron [lat.-nlat.]: Elementarteilchen ohne elektrische Ladung u. mit der Masse des Wasserstoffkernes; Zeichen: n (Phys.).

125 Proton [gr.-nlat.]: positiv geladenes, schweres Elementarteilchen, das den Wasserstoffatomkern bildet u. mit dem Neutron zusammen Baustein aller Atomkerne ist.

126 Elektron [gr.; "Bernstein"]: negativ elektrisches Elementarteilchen.

127 zivilisiert: 1. Zivilisation (1) aufweisend. 2. Kultur u. Bildung habend od. zeigend.

128 Atombombe: Sprengkörper, bei dessen Explosion Atomkerne unter Freigabe größter Energiemengen zerfallen.

129 Frequenz ["zahlreiches Vorhandensein"]: 1. Höhe der Besucherzahl; Zustrom, Verkehrsdichte. 2. Schwingungs-, Periodenzahl von Wellen in der Sekunde (Phys.). 3. Anzahl der Atemzüge od. der Herz- bzw. Pulsschläge in der Minute (Med.).

130 Ego [lat.]: das Ich (Philosophie)

131 Sir John Whitmore begann seine berufliche Laufbahn als Profi-Rennfahrer. Später arbeitete er als Trainer für Unternehmen in Großbritannien, der Schweiz und den US, gründete dann gemeinsam mit Timothy Gallway die Inner Game Ltd., die maßgeblich daran beteiligt war, dass sich moderne Trainingsmethoden sowohl im Sport als auch im Unternehmensbereich erfolgreich etabliert haben.
 

     

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