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Definition: “DOGMA”

Sonntag, 20. Juli 2008 22:20

Unter einem Dogma (griech. δόγμα, dógma, „Meinung, Denkart, Lehrsatz“; Plural Dogmen oder seltener nach dem Griechischen Dogmata) versteht man eine festlegende Definition oder eine grundlegende Lehrentscheidung, der, eine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit voraussetzend, ein unumstößlicher Wahrheitsgehalt zugeschrieben wird.

Verbindet sich ein Festhalten an solchen Dogmen mit einer radikalen Ablehnung all jener, welche die Dogmen hinterfragen oder bestreiten, so spricht man von Dogmatismus. Ein solcher Dogmatismus kann sich in allen Bereichen menschlichen Wissens entwickeln. Im Kontext eines kritisch-rationalistischen Weltbildes behindert Dogmatismus den Fortschritt, da er die kritische Hinterfragung der Dogmen grundsätzlich ablehnt. Er wird daher als Gefahr aller Wissenschaften angesehen.

Dogmen findet man auch in Religionen sowie in autoritären, absolutistischen und totalitären Gesellschaftsformen, in denen eine Religion, eine Weltanschauung oder eine Wertvorstellung als allein wahr, allgemeingültig, verbindlich und oft sogar als für alle Zeit gültig erklärt wird.

(aus Wikipedia, mehr >>)

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen) | Kommentare (1) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 19: Die Erkenntnis

Dienstag, 1. April 2008 20:27

Schauen wir uns zunächst an, was das Wörterbuch (Duden) dazu meint:
Erkenntnis = Erkennung, Einsicht:
1. durch geistige Verarbeitung von Eindrücken und Erfahrungen gewonnene Einsicht (eine historische, gesicherte Erkenntnis; neue Erkenntnisse gewinnen; ich durfte mich dieser Erkenntnis nicht verschließen; nach den neuesten technischen Erkenntnissen; er kam zu der Erkenntnis, dass sie Recht hatte)
2. Fähigkeit des Erkennens, des Erfassens der Außenwelt (an die Grenzen der Erkenntnisse stoßen).

Aha, jetzt sind wir ein wenig schlauer. Wir betrachten uns das mal näher, denn auch hier ist es interessant, diesen Bereich genauer zu erforschen. Immerhin gehen wir fast permanent aber leider wenig bewusst mit Erkenntnissen um.

Die falsche Erkenntnis
Es gilt nun zunächst das Phänomen „die falsche Erkenntnis“ zu beleuchten.
Viele, von ihrem Ursprung her veränderte Religionen und Glaubensmuster bestehen aus solchen sehr erschreckenden scheinbaren Erkenntnissen, in dem sie verbreitet werden. Aber es sind eben nur „scheinbare“. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mixtur aus Lügen und wahrem Wissen, was letztendlich im Chaos landet, das erstaunlicherweise nach Herrlichkeit aussieht.
Es wird angewendet, um vom wahren Geschehen abzulenken oder einfach um Macht oder Kontrolle auszuüben.
Dieser Zaubertrick funktioniert zum Beispiel auf folgende Weise:
1. Man erfindet zunächst Problem,
2. man dramatisiert es,
3. dann wartet man eine bestimmte Zeit, bis alles gewirkt hat,
4. dann löst man es
5. und gilt dann als unglaublich wichtig – nicht selten sogar heldenhaft.
Da das für den einen zu theoretisch und für den anderen vielleicht verrückt klingt, gebe ich Ihnen ein paar Beispiele. Viele weitere können Sie aus guter Geschichtsliteratur und - mit ein wenig Übung - auch aus der Tagespresse entnehmen.
Beispiel 1:
Am 27.02.1933 wurde der deutsche Reichstag in Brand gesetzt. Man erzählte den Menschen, es sei ein Anschlag von Terroristen gewesen. Man konnte somit leicht die Demokratie vollends in eine Diktatur umwandeln, um somit das selbst erfundene Problem zu lösen. Die Menschen in Deutschland hatten eine scheinbar „prima“ Regierung, die für Schutz und Ordnung sorgte. Heute ist bekannt, dass der Reichstagsbrand selbst gelegt worden war, als eine strategische Maßnahme, um den teuflischen Plan der Weltherrschaft durchzusetzen.
Beispiel 2:
Zahlreiche Medikamente haben große Nebenwirkungen. Diese sind dann mit anderen Medikamenten wieder zu heilen (u.s.w.). Also ist die Medizin gut – und wir freuen uns, dass es sie gibt. Das ist zwar nur z.T. korrekt, aber wer weiß heute noch welcher Teil der Medizin wirklich ethisch arbeitet und keine „selbsterfundenen Löcher“ stopft?
Beispiel 3:
Sie haben Streit mit einem Geschäftspartner. Dieser geht zu einem Rechtsanwalt und erzählt ihm, dass er nicht mehr mit ihnen arbeiten kann, da sich verschiedene Interessen gebildet haben. Der gegnerische Anwalt erzählt Ihrem Geschäftsfreund nun, dass er da bei verschiedenen Dingen aufpassen muss, ansonsten würde er irgendwann möglicherweise mittellos dastehen. Also schürt er Angst und zwangsläufig negative Emotionen in Ihre Richtung. Er führt ihn systematisch in einen „offiziellen“ Rechtsstreit. Somit löst er dann die Probleme, die er zuvor durch Propaganda selbst erschaffen hat. Alle derartigen Probleme ließen sich durch gute Kommunikation leicht lösen.
Uns wird jeden Tag eine große Menge Mist erzählt. Das ist für sich betrachtet noch nicht mal das Schlimmste. Nur wenn wir nicht genau hinterfragen und die tollen Storys glauben, dann sind wir Marionetten, da wir Erkenntnisse haben, die uns regelrecht eingepflanzt werden. Mit diesen falschen Erkenntnissen ausgestattet, waren und sind eine Menge Leute bereit, für eine angeblich gute Sache in den Krieg zu ziehen bzw. zu sterben.

Die richtige Erkenntnis
Eigentlich ist das jetzt einfach zu beschreiben, denn wir haben das Thema Wissen ausführlich behandelt und können somit eine neue Formel festhalten:
„Erkenntnis ist die Essenz von Wissen, welche augenblicklich da ist. Wenn Erkenntnis erlangt ist, wird das Wissen nicht mehr benötigt, da es jederzeit daraus abgeleitet werden könnte, wenn man es denn überhaupt noch bräuchte“.
Noch Fragen? Eigentlich klar - oder?
Wie bringt uns das jetzt weiter? Nun, vielleicht indem wir uns mal überlegen, wann wir das letzte mal eine Erkenntnis hatten und uns dabei spätestens heute bewusst werden, wie wertvoll das eigentlich war. Denn in diesem Moment habe ich eine Art „Erleuchtung“ gehabt. Also das „totale Wissen“.

Es macht einfach „Klick“
Eine Erkenntnis ist der Moment wo es Klick macht, der Groschen fällt, oder manche Leute sich sogar mit der Hand an die Stirn schlagen und dabei so was ähnliches rufen, wie: „oh Mann, na klar - ist doch logisch, - wie einfach, …“.
Kennen Sie das?

Erkenntnisse machen uns stark
Wenn Sie eine Erkenntnis haben, dann gibt es keinen Zweifel mehr über die betreffende Sachlage und somit werden sie stabiler als andere, die nur Wissen besitzen.
Wissen, das durch praktischen Einsatz in Erfahrung umgewandelt wird, nennt man auch Fähigkeit im Umgang mit der Sache.
Wir müssen also Wissen anwenden, um es in Erkenntnis (Fähigkeit, totales Wissen) zu verwandeln und jeglichen Zweifel abzuschaffen. Training, also wiederholtes Anwenden von Theorie, ist der Schlüssel für intuitives und vollautomatisches „Können“.
Damit ist der Kopf frei für die nächste Hürde bzw. das nächste Etappenziel, in Bezug auf das Erreichen von gesteigerter Kompetenz und Stabilität.
Zweifel heißt Zurückhaltung und Unsicherheit - Erkenntnis heißt siegesgewiss und stabil sein. Diese innere Sicherheit darf gerne auch intuitiv sein, wenn sie mit rationellen Überlegungen konform ist.
Oft fehlt dann nur noch eine kleine Sache, um unschlagbar zu sein: Mut.

zum Kapitel 20: “Mut”

Thema: 19 DIE ERKENNTNIS | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 18: Wissen und Wahrheit

Sonntag, 30. März 2008 20:03

„Wahrheit suchen wir beide, du außen im Leben, ich innen in dem Herzen, und so findet sie jeder gewiss.
Ist das Auge gesund, so begegnet es außen dem Schöpfer; ist es das Herz dann gewiss, spiegelt es innen die Welt“.
Friedrich Schiller

Wissen ist Macht!

Aber was ist Wissen? - Möchten Sie das wissen? - Selbstverständlich möchte jeder wissen was Wissen ist! Also wo fangen wir an? Am besten am Anfang: Insgesamt weiß die Menschheit eine ganze Menge und da jeder Mensch ein Teil der Menschheit ist, wissen auch Sie eine gewissen Teil davon. Ist Ihnen das bewusst? Sicherlich ja.Jeder Mensch hat das Bestreben mehr zu wissen, insofern er nicht schon genug davon hat oder besser: genug davon zu haben meint.
Der verwirrte Lateiner sagt: „ignoramus et ignorabimus“, was soviel heißt wie: “wir wissen nicht und werden nicht wissen” - verwendet als das Schlagwort für die Unlösbarkeit der Welträtsel.

[...]

Thema: 18 WISSEN UND WAHRHEIT | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer