Montag, 24. März 2008 10:03
Ein Ziel ist kompromisslos und sicher,
ein Traum kompromissbereit und leicht.
Frank H. Sauer
Definition
Lassen Sie uns zunächst definieren was ein persönliches Ziel ist. Dies ist zwingend notwendig, da ich oft überrascht feststellte, als ich von einigen meiner Trainees ihre persönlichen Ziele aufschreiben lies, was da so alles zum Vorschein kam. Es handelte sich meist nicht um Ziele, sondern um wünschenswerte oder bereits gestartete Aktivitäten. Eine Aktion ist kein Ziel. Wenn sie zum Beispiel nach London fahren wollen, um einen alten Freund zu besuchen, dann ist die Vorbereitung der Reise und die Reise selbst kein Ziel, sondern das stattfindende Treffen mit dem Freund, so wie man sich dieses Zusammentreffen vorher bildlich vorgestellt hat.
Persönliche Ziele resultieren aus Bedürfnissen und Träumen, die wir selbst haben. Auch „fixe Idee“ oder „Schnapsidee“ sind gute Begriffe. Wichtig ist, dass wir uns bei dem Gedanken an diese Dinge irgendwie gut fühlen, obgleich ein Kribbeln im Bauch dabei ist. Das ist sogar ein gutes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Jeder Mensch hat persönliche Ziele!
* Erfolgreicher ist der, der seine Ziele erreicht (ob kleine oder große).
* Kompetent ist der, der nachhaltig erfolgreicher ist als andere, indem er lohnenswerte eigene Ziele erreicht (und sei es nur in speziellen Bereichen).
* Glücklich ist der, der Kompetenz vorzeigen kann, zusammen mit Verstehen und Vertrauen.
Also, hier in dieser Reihenfolge auf den Punkt gebracht:
Persönliche Ziele (erkennen)
+ Erfolge (sammeln)
+ Kompetenz (ausstrahlen)
= Glück (genießen [können])
Oder wir betrachten uns dies als eine Treppe, die wir hinaufgehen, bei der wir keine Stufe auslassen dürfen:

Abbildung 1: Die Treppe „vom persönlichen Ziel zum Glück”
Da jeder Mensch persönliche Ziele hat, kann grundsätzlich jeder Mensch glücklich sein. So einfach ist das! Nur, warum sind es die wenigsten?
Erinnern Sie sich an unsere Falle?
Es gibt Berufsgruppen, die Ihnen Ihre persönlichen Ziele wegnehmen und andere dafür geben. Die Medien und die Werbespezialisten dürfen wir dabei nicht vergessen. Aber die sind nur ein Mittel zum Zweck.
Interessant ist, dass Juristen den Rechtsstaat erfunden haben und Sie heute dabei beraten damit klar zu kommen. Die Steuerberater (oder besser deren Vorläufer) haben ein kompliziertes Steuersystem erfunden - das übrigens immer schlimmer wird, um Sie heute ausführlich (natürlich gegen Entgelt) beraten zu können.
Ärzte erzählen Ihnen, dass man mit bestimmten Medikamenten Krankheiten heilen kann. Dabei weiß man längst, dass Ärzte wenig Ahnung von Gesundheit haben, außer dass sie diese vor einiger Zeit „aus Versehen“ abgeschafft haben, indem sie sie in „Krankheit“ introvertierten. Das heißt, sie sind heute Spezialisten für Krankheit statt für das eigentlich angestrebte Ziel - „Gesundheit“.
Diese Berufsgruppen, die Ihnen dabei helfen durch ein Dickicht von Regelwerken und künstlichen Mechanismen zu kommen, haben diese Regelwerke vor zum Teil langer Zeit selbst erschaffen.
Natürlich weiß das heute keiner mehr so genau, da es ein langer Prozess war, der sich über Generationen hinweg zog. Zahlreiche Spezialisten haben an den Universitäten vieler Länder diese scheinbaren Weisheiten ohne besseren Wissens rezitiert und hinaus posaunt und dafür feierlich eine Menge Auszeichnungen erhalten.
Bist du was – dann hast Du was!
Die perfekt inszenierte Medienlandschaft stellt eine neue Art der Religion dar, die von vornherein unterwandert ist, mit auf Geld fixierte Wirtschaftsbossen, die keinerlei Verantwortung für ein gesellschaftspolitisch intelligentes, sozial verträgliches Vorgehen haben.
Es wird uns von denen suggeriert, dass wir etwas taugen, wenn wir etwas haben. Also sei die Lösung: „Kauf dir was (also hast du was) – dann bist du was! - Das ist nicht wahr! - In Wahrheit ist es umgekehrt: „Bist du was – dann hast du was! – lautet das Naturgesetz.
Wir müssen also erst jemand sein, um dann daraus abgeleitet etwas zu haben, was unserem logischen Naturell entspricht. Es spricht nichts gegen ein Märchenschloss, einen schicken Mercedes, eine Rolex oder den neuesten Super-Computer, wenn wir diese Sachen aus uns heraus erschaffen, in dem wir vernünftiger Weise einen ethischen Verwendungszweck definieren und diese Dinge auch wirklich aus eigenen vorhandenen Mitteln bezahlen können.
Ihr derzeitiges Spiel
Sie, lieber Leser, spielen heute mindestens zu einem gewissen Teil ein Spiel, das Ihnen gegeben wurde. Sie spielen für Ihre Bank, Ihren Steuerberater (stellvertretend für das Finanzamt), Ihren Rechtsbeistand, für Ihren Arzt, usw.
Was ist Ihr Lohn für das Spiel? Ein bis zwei Drittel Ihres Lebens leben Sie an sich selbst vorbei.
Dementsprechend liegen hier Ihre versteckten Reserven, die, wenn sie richtig aktiviert werden, zum erheblichen Wachstum beitragen können.
Ihr zukünftiges Spiel
Fangen Sie an, einen beträchtlichen Teil Ihrer Zeit und Aufmerksamkeit mit Ihren Träumen und Bedürfnissen zu verbringen.
Nehmen Sie das bitte wörtlich!
Schreiben Sie Ihre Ziele auf (bitte tun Sie das wirklich)!
Schreiben Sie Strategien auf - jeden spontanen Einfall, der Sie in Richtung Ihres Zieles bringt.
Formulieren Sie das, was Sie da so fühlen und geistig sehen können, so, als ob es schon geschehen wäre; ähnlich wie man ein kleines Modell von einem Haus oder Fahrzeug baut, so dass man es praktisch schon sehen kann. Damit erschaffen Sie es zumindest schon mal gedanklich und derart, dass sie es viel leichter immer wieder neu betrachten können.
Schreiben Sie dies alles in ein spezielles Buch oder auch in eine Datei in Ihrem Computer (aber drucken Sie es unbedingt aus, lassen es dann beim Lesen auf sich einwirken und bewahren es schließlich an einem vertraulichen Ort auf).
Vergrößern Sie Ihre Ziele, wenn Ihnen danach ist und ändern dies natürlich entsprechend in Ihren Aufzeichnungen.
Tun Sie dies alles zunächst nur für sich alleine, so dass Ihnen niemand etwas davon wegnehmen kann - zum Beispiel in Form von Kritik oder so etwas wie „das schaffst Du niemals!“.
Es ist Ihr Ziel (Goal), das Sie in Ihrer Zeit geistig kreieren, bevor es dann richtig losgeht.
Das Erfolgsprotokoll (Erfolgsjournal)
Zum Ziele definieren müssen wir in einer bestimmten Größe denken können, dazu gibt es einen guten Trick:
Führen Sie Erfolgsprotokolle und heben Sie diese auf. Das Aufschreiben von Erfolgen (auch kleine) erschafft in uns ein neues, aber prinzipiell natürliches Denkmuster, das uns an Erfolge gewöhnen lässt.
Es bestätigt das bereits erreichte und wir lernen unsere erfolgreichen Aktionen besser kennen, die ein wichtiger Baustein unserer zukünftigen Erfolge sind.
Lesen Sie öfters (mindestens einmal im Monat) in diesen Aufzeichnungen.
Sie werden Ihre Ziele erreichen, wenn Sie nach den Regeln des nächsten Kapitels verfahren.
… zum Kapitel 05: Die Beschaffenheit von Zielen.