Kapitel 20: Mut
Mittwoch, 2. April 2008 20:42
„Ich bin so guter Dinge, so heiter und rein,
und wenn ich einen Fehler beginge,
könnt´s keiner gewesen sein.“
Johann Wolfgang von Goethe
Mut, auch Courage genannt, ist das Gegenteil von Angst oder zögerlichem Handeln.
Wenn wir also etwas Bewegen wollen, müssen wir beherzt an unsere Sache herangehen. - Halt! Etwas präziser: Wenn Sie etwas Bewegen wollen, müssen Sie beherzt an Ihre Sache herangehen. Ist doch logisch?!
Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir uns nicht diesem Thema zu widmen, sondern wären offensichtlich schon längst auf der Gewinnerstrasse.
Mut ist keine Emotion, sondern das Produkt von positiven Emotionen und Absicht.
Die Mutprobe
Jeder kennt die berühmten oder berüchtigten Mutproben, die man als Kind oder Jugendlicher machen muss. Sollten Sie auch in diesen Genuss gekommen sein, erinnern Sie sich doch mal an das Kribbeln im Bauch, oder an die Überlegungen, wie man vielleicht doch noch um die Sache herum kommen könnte. Jeder der ein Held sein wollte, und das sind bestimmt fast alle meiner männlichen Kollegen, kam nicht drum herum. Vergleichen Sie diese Mutproben gerne mit der vorherrschenden Situation, endlich das zu tun, was man schon immer wollte.
Viele meiner Kunden erzählen mir, dass es einer Menge Mut bedarf, diese Dinge zu tun, da man althergebrachtes und bequemes ablegen, ja zum Teil sogar spektakuläre Dinge tun muss. Oft machen wir uns die eigene Familie zum Gegner, die oft kein Freund von derartigen Veränderungen ist. Leider ist das einer der Hauptgründe, warum viele Menschen ihren gewohnten Trott - bis ins Grab hinein - beibehalten. Wenn uns dann bewusst wird, dass die Chancen einer glanzvollen Veränderung mit jedem Tag schlechter werden, da uns die Zeit wegzulaufen scheint, dann trösten wir uns mit unserem bequemen Leben. Aber ist das wirklich bequem?
Mutlos oder bequem
Ich glaube nicht, dass es angenehm ist zu versagen. Aber in wessen Augen? Denken Sie noch mal an unsere Falle und fragen sich dann wessen Ziele Sie damit erreichen, indem Sie ein scheinbar bequemes Leben führen.
Bringen Sie also den Kunstgriff fertig, Ihren Weg zu gehen und gleichzeitig Familie und Freunde nicht zu vergessen.
Diese Reihenfolge ist extrem wichtig. Sicher werden nicht alle verstehen, was Sie da tun, aber es sind meist mehr als man denkt, wenn man den Mut aufbringt es den Leuten, die das emotional verkraften, ordentlich zu erklären. Wenn Sie Ihre Ziele gut und rund aufgeschrieben sowie die ersten Projekte schriftlich ausgearbeitet haben, dann fällt das wesentlich leichter.
Achten Sie auch darauf, es gut dosiert zu verkaufen. Wenn Sie das richtig machen und Sie deswegen einige Zustimmung bekommen, dann werden Sie erst richtig beflügelt und bekommen vielleicht auch noch Verbündete - zumindest auf der geistigen Ebene, was sehr hilfreich ist.
Verbündete können helfen
Verbündete erkennt man daran, dass diese Menschen zwar kritisch aber konstruktiv mit unseren Ideen und unserer Wesensart umgehen. Es sind oft diejenigen, die uns nicht sofort in den Sinn kommen. Um Verbündete zu finden, tastet man sich langsam vorwärts, d.h. man überfordert sein Umfeld nicht mit der ganzen Wahrheit, sondern mit kleinen Teilzielen oder einer stark abgeschwächten Form.
Diejenigen, die positiv darauf reagieren, ja sogar leichte oder auch starke kreative „Anfälle“ bekommen, wenn es darum geht sich etwas geistig auszumalen, sind meist die besten Anwärter für die Enthüllung der tatsächlichen „großen“ Idee.
Wie auf jedem Weg zum Ziel, bei jedem Projekt, ja bei jedem kleinen Schritt, den Sie strategisch auf Ihre Ziele ausgerichtet haben, gibt es eine Sache, die sehr wichtig ist und die Sie unbedingt beachten müssen, um keine Rückschläge oder Fehlschläge zu erleiden, was Ihren Mut möglicherweise reduzieren könnte: Gutes Timing (Kapitel 21) …
Thema: 20 MUT | Kommentare (2) | Autor: Frank H. Sauer


