Tag-Archiv für » Emotion «

Kapitel 23.8: „Hörbare“ Musik stimuliert

Mittwoch, 20. August 2008 13:11

„Hörbare“ Musik stimuliert
Wir alle können sehr deutlich wahrnehmen, dass Musik etwas mit Stimmungen, also Emotionen zu tun hat. Eine Stimmung ist eine feste Ausrichtung einer Frequenzhöhe. Deshalb nennt man es auch „das Stimmen eines Musikinstrumentes“. Es bekommt also eine Stimmung. Musik ist in der Lage einer Situation eine verstärkte Bedeutung zu verleihen, ja sogar die emotionale Reaktion darauf völlig zu verändern.

[...]

Thema: 23 GRUNDLAGEN EINER ZIVILISATION | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 16: EMOTIONEN

Dienstag, 12. August 2008 18:51

Die Theorie
Sicherlich haben Sie schon mal was von „emotionaler Intelligenz“ gehört.
Zahlreiche Tests und Bewertungen sagen aus, dass es wichtig und gut ist, dieses Gebiet zu beleuchten und darüber Bescheid zu wissen. Ganz besonders als nach Erfolg strebender Mensch.
Ich bin zwar der Meinung, dass man das auch intuitiv wissen kann und das völlig ausreicht, um ein glückliches Leben zu führen. Es kann jedoch in der modernen, immer hektischer werdenden und oberflächlichen Welt nicht schaden, zumindest annähernd zu wissen, warum wir zeitweise mit schlecht kontrollierbaren Gefühlen konfrontiert werden und dadurch unser Handeln positiv oder negativ beeinflusst wird.

Was sind Emotionen?
Emotionen sind von der Natur gegebene, mehr oder weniger rationelle Reaktionsmechanismen, die sich teilweise auf den gesamten menschlichen Organismus auswirken. Meist ist es ein Überlebens- und/oder Schutzmechanismus der in Verbindung mit Kommunikation auch auf andere Lebewesen wirkt oder wirken soll.
Emotionen unterscheiden sich durch deren Stärke und Dauer sowie deren Sichtbarkeit und Ursächlichkeit auf die Auslöser. Beispiele:
- Angst, Furcht
- Wut, Empörung
- Zermürbtheit, Niedergeschlagenheit
- Freude, Heiterkeit
- Begeisterung
- Arglist, Bosheit
- Künstlerisches Ausschweifen, Enthusiasmus

Warum wir Emotionen überhaupt haben, ist selbstverständlich eine sehr interessante Frage, denn mancher würde sie gerne einfach abstellen, so wie manch anderes, was er nicht unter Kontrolle hat. Emotionen sind natürliche Überlebenshilfen, die zeitweise außer Kontrolle (gemäß Definition 1) geraten und dann das Gegenteil von dem bewirken, was eigentlich unsere Zielsetzung bzw. Absicht war.

Zur richtigen Zeit, die richtige Emotion
Es ist sehr gut, wenn man der Situation angebracht, die entsprechende Emotion auslebt. Es ist sogar überlebenswichtig und verhindert des Öfteren körperliche Krankheiten (wenn das die Ärzte wüssten).
Ich betone jedoch gerne, dass es sich nur dann um „gutartige“ Emotionen handelt, wenn sie der Situation entsprechen, d.h. angebracht sind.
Es ist ähnlich wie mit Nährstoffen oder Bakterien, die Gesundheit eines menschlichen Organismus zerstören aber auch fördern können.
Wenn die emotionale Reaktion zu lange dauert oder zu heftig ist, dann kann es zu noch schlimmeren Emotionen führen, für die es keine angebrachte Situation gibt.
Wenn eine Emotion nicht der Situation entspricht, kann sie sogar die Situation selbst auslösen, insofern die Person in ursächliche Handlungen ganz oder teilweise eingebunden ist. Beispiel: Wenn Sie beim Auto fahren Angst haben einen Unfall zu verursachen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer passiert, wesentlich größer.

Emotionen und Ziele
Was hat das nun mit Zielen zu tun? Eine ganze Menge: Emotionen fördern oder behindern Kreativität sowie die Fähigkeit konstruktiv oder destruktiv zu denken und zu handeln. Wie kann ich meine Emotionen nun so steuern, dass sie mir mehr nutzen als schaden? Das scheint nicht möglich, denn jeder von uns kennt Momente im Leben, wo er sich selbst nicht steuern konnte, es sogar anfangs als unangenehm empfunden wird Zurückhaltung dabei zu haben, was innen „brodelt“ heraus zu lassen, wenn man versucht sich unter Kontrolle zu bekommen.
Emotionen müssen raus. Das wissen auch Psychologen und stellen sich dafür gerne zur Verfügung. Leider sucht man diese Leute nur auf, wenn es darum geht, negative Emotionen oder Empfindungen zu behandeln bzw. die Probleme, die aus einem Rückstau entstanden sind zu lösen. Es wäre klüger man würde solche professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es darum geht die positiven Emotionen heraus zu posaunen, denn dann würde das Anstauen von negativen Emotionen verhindert werden.
Wir können also festhalten - und zwar ganz einfach ausgedrückt, dass es klug ist, sich darauf zu konzentrieren positive Reaktionen zu zeigen - in welcher Form auch immer. Denn damit öffnen wir den Kanal für unsere ganzen Empfindungen nach Außen. Ebenso das positive Wirken auf andere Menschen.

Unsere Lehrmeister in Sachen Emotionen
Wenn man Kinder beobachtet, kann man sehr deutlich sehen, dass bei fast allen dieser Kanal völlig offen ist. Sie sprudeln und freuen sich und zeigen somit ganz offen und ehrlich ihren guten Geisteszustand. Gemeint ist damit ihre Fähigkeit offen, frei und ohne Gegenbetrachtungen zu denken und zu handeln. Kinder wissen intuitiv sehr genau, dass dies eine Art der Offenbarung ist und dass sie dadurch auch sehr ursächlich ihr Umfeld beeinflussen können. Manchmal benutzen sie das sogar um Erwachsene zu kontrollieren. Wir „Grossen“ empfinden das als meist als sehr angenehm und umgeben uns gerne mit Kindern (vor allem mit kleinen), da sie eine große Energiequelle darstellen.

Die Hauptursache für emotionales Ungleichgewicht
Da Erwachsene nicht gerne beherrscht werden wollen - obwohl das durchaus nicht immer schlecht sein muss - wehren sie sich dagegen. Das können sie recht einfach, denn sie sind scheinbar klüger als die unwissenden Kinder und verordnen ihnen Verhaltensregeln. Diese Regeln sind sehr einfach und können im Prinzip leicht angewendet werden. Kaum jemand bemerkt, dass es sich dabei um das „klein machen“ eines Individuums - also seelische Unterdrückung - handelt, die gut getarnt als erzieherische und oft auch als pädagogisch wertvolle Maßnahmen gerechtfertigt werden.
Da Kinder zwar eine Menge Weisheit und Vernunft haben (das müssen Sie mir jetzt einfach mal glauben) aber leider kein Wissen, wie diese Welt mechanisch funktioniert, ist es ein leichtes nach mehr oder weniger heftigen mechanischen Ermahnungen die Sache wieder in den Griff zu bekommen. Die Kinder, die man nicht unter Kontrolle bekommt, sind schwer erziehbar und werden als Problemfälle eingestuft. Ist doch logisch. „Bist Du nicht willig, so brauch´ ich Gewalt!“
Im Laufe der Zeit werden Kinder mit merkwürdigen Regeln vollgestopft. Sie erkennen die Eltern und Lehrer in der Schule als weise Vorbilder an und nehmen nach und nach deren Weltbild in Empfang. Sie haben keine andere Wahl.
Es entsteht mit den Jahren des Heranwachsens ein emotionales Ungleichgewicht, da zum Beispiel schon sehr früh ein überschwängliches Herumtoben als nicht wünschenswert herabgestuft und letztendlich ausgeschaltet wird, bevor es ganz natürlich verschwindet.
Das ist nur eines von unzähligen Beispielen, wie ein menschliches Wesen während des Heranwachsens klein gemacht wird und sich somit letztendlich auf das niedrigere Niveau der Erwachsenen einpendelt.
Dann ist das Ungleichgewicht der emotionalen Freiheit erreicht, das viele zu Therapeuten oder andere Kompensatoren - wie Medikamente oder ähnliches - treibt.

Gefühle und Träume bewegen unsere Ziele
Einer meiner Mentoren sagte mir mal, um mich zu korrigieren: „Man darf einen Fehler niemals mit einem anderen Fehler kompensieren“. Ein sehr weiser Spruch, denn wenn man so verfahren würde, und das immer wieder, dann entsteht eine ständig größer werdende Abweichung von der Ideallinie, also ein Abstand zu den Naturgesetzen und Lebensprinzipien.
Ziele bestehen aus rationellen Überlegungen und aus emotionalen Beweggründen. Wenn wir uns rationell und intelligent eine erträumte Sache ausmalen, aber im Gegenzug negative Emotionen dabei haben, fällt uns das notwendige TUN viel schwerer.
Oft ist es eine willkommene Entschuldigung aus emotionalen Gründen versagt zu haben. Da es fast jedem so geht, stimmt auch fast jeder damit überein und so haben wir eine gute Rechtfertigung. Aus diesem Grund müssen wir unsere Emotionen wie hier beschrieben unter Kontrolle haben. Wenn wir das schaffen, werden die positiven Emotionen die negativen Emotionen teilweise oder ganz auslöschen.
Wenn wir kleine Teilergebnisse produzieren und uns somit in Richtung unserer Ziele bewegen, dann werden wir dadurch erfolgreicher und kompetenter, was zur Folge hat, dass Glücksgefühle (also positive Emotionen) entstehen. Dadurch löschen wir negative Impulse, die uns bisher “unten” hielten, aus. Wir müssen natürlich lernen, auch kleine Erfolge richtig zu feiern.
Selbstvertrauen und Stabilität stellt sich ein - Angst und Minderwertigkeitsgefühle verschwinden.
Ich habe Menschen erlebt, die aus verlorener Lebensfreude und Traurigkeit regelrecht explosionsartig erwacht sind, indem Sie ihren eigenen Zielen treu wurden und schon bei den ersten Schritten in Richtung des eigenen Zieles kleine, aber wichtige Erfolge sammelten.
Also lautet die Formel für das Kontrollieren von Emotionen:
„Unterdrücke niemals positive Gefühle, auch wenn es für andere vielleicht lächerlich oder störend ist. Somit erschaffen wir eine natürliche Balance zu negativen Gefühlen, die dann dadurch ein ausgeglichenes Spannungsverhältnis erlangen. Das schafft Dynamik und Ausgeglichenheit.“
Kurz: hohe Motivation durch wiederhergestellte Integrität.

Weiter zum Kapitel: “Motivation

Thema: 16 EMOTIONEN | Kommentare (5) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 15: KONTROLLE

Freitag, 11. April 2008 23:08

Ein heißes Eisen
Ein oft verwendetes, jedoch genauso oft missverstandenes Wort. Fragen Sie fünf Personen, was sie darunter verstehen und Sie bekommen 5 verschiedene Definitionen. Missverständnisse sind also vorprogrammiert und oft entsteht eine differenzierte Betrachtung darüber, wie man Kontrolle ausüben soll, bzw. wie man sich kontrollieren lassen möchte. Meist gehen davon emotionale Konflikte aus, die leider schwer zu reparieren sind, da das hier beschriebene Phänomen nicht bekannt ist und somit die Ursache woanders gesucht wird.
Auf den ersten Blick mag das belanglos erscheinen, aber wenn jemand ein „Macher“ ist, bzw. sein möchte, dann sollte er sich darüber im Klaren sein, dass stets auf die korrekte Definition von wesentlichen Substantiven geachtet werden muss, um somit eine Basis zu schaffen, auf deren man korrekt argumentieren kann und richtig verstanden wird.
Kontrolle hat zumindest in der deutschen Sprache zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen, die wir uns zunächst anschauen müssen, damit Sie wissen was ich unter Kontrolle, im Zusammenhang mit unserem Thema tatsächlich meine.
Die verschiedenen Bedeutungen von Kontrolle
Definition 1:
STEUERN, LENKEN, REGELN
oder: “Etwas unter Kontrolle haben“.
Aus dem englischen „to control“ oder „supervision“
Definition 2:
Aufsicht, Überwachung, Nachprüfung; Beherrschung, Gewalt
oder: “Soll/Ist Vergleich“.
Aus dem französischen „controlé“

Wenn sie zu einem Mitarbeiter sagen: „Dein Chef sollte dich besser kontrollieren“, dann erzeugt das kein gutes Gefühl bei ihm. Er denkt leider hierbei vielmehr an „Aufsicht“ oder an „er wird beherrscht“ als an „der Chef versucht die Sache in den Griff zu bekommen“.
Der Chef (insofern er ein Guter ist) wird aber lediglich dafür sorgen, dass der Mitarbeiter seinen Job gut machen kann und dabei erfolgreich ist. Er wird ihn also „steuern“ bzw. „lenken“.
Gute Kontrolle (gemäß Definition 1) in bezug auf „seine Ziele erreichen“ ist unabdingbar. Wenn man einen Teil eines Vorhabens, Projektes, etc. nicht mehr unter Kontrolle hat, ist fast immer das gesamte Ergebnis gefährdet.
Um jeden Bereich „unter Kontrolle“ zu haben, brauchen wir zahlreiche intelligente Messinstrumente, die einen Soll/Ist Vergleich (gemäß Definition 2) durchführen.
Mittels eines Projektplanes können wir das zwar gut steuern, aber was ist mit unvorhergesehenen Vorkommnissen? Es ist also wichtig einen gewissen Abstand zum Gesamtprojekt zu haben und sich dann von dort aus die einzelnen Projektteile und Problemzonen anzuschauen.

Gute Kontrolle
Gute Kontrolle zu haben heißt, die administrativen84 Aktionen erfolgreich und ohne umschweife durchzuführen, die notwendig sind um produktive Aktionen (kleine und große) zu einem guten Abschluss zu bringen; d.h. ein gewünschtes Ergebnis herbeizuführen, indem schon die Teilergebnisse qualifiziert werden.
Eventuell sollten Sie diesen Satz noch mal langsam durchlesen, wenn Sie jetzt lauter Fragezeichen im Kopf haben.

Kontrolle contra Träume?
Nun, bisher ist das alles wirklich ziemlich trocken und vielleicht haben Sie auch schon die Lust verloren, sich den Themen „Ziele“ und „Träume“ weiter zu widmen. Besonders diejenigen, die es lieben „aus dem Bauch“ zu entscheiden oder zu agieren, werden mir möglicherweise bis jetzt nur zähneknirschend gefolgt sein.
Selbstverständlich weiß ich, dass Träume sehr viel mit Emotionen (meist positive) zu tun haben, und wenn wir uns daran erinnern, dass hinzukommend ein missverstandenes Kontrollieren wenig nützliche Emotionen hervorruft, dann ist es vielleicht an der Zeit sich der Wissenschaft der Emotionen zu widmen. Deshalb habe ich diesem überaus wichtigen und notwendigen Bereich des menschlichen Daseins ein eigenes Kapitel gewidmet.

Zum Kapitel: “Emotionen” - oder lesen im Buch …

Thema: 15 KONTROLLE | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer