Donnerstag, 27. März 2008 19:09
Was in Gottes Namen hat Verantwortung mit persönlichen Zielen zu tun?
Verantwortung bedeutet doch: „ich kümmere mich um jemand anderen“.
FALSCH!
Oder besser gesagt, das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn, zunächst haben wir Verantwortung uns gegenüber.
Es macht keinen Sinn sich um andere zu kümmern ohne es vorher für uns selbst getan zu haben. Denn erst durch das „Kümmern um uns selbst“ sind wir innerlich stabil und gut gerüstet, um einen Überschuss an andere abzugeben.
Selbstbewusstsein durch Selbstverantwortung
Auch wenn andere sich um uns kümmern, reicht das nicht aus. Wir müssen uns selbst auf uns konzentrieren, mit uns arbeiten und sorgsam mit unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Träumen umgehen, denn diese sind unser größtes Kapital.
Bitte verwechseln Sie das nicht mit Eitelkeit oder Egoismus. In Wirklichkeit ist es Selbstbewusstsein und das damit einhergehende Selbstvertrauen.
Werden Sie sich also Ihrer selbst bewusst.
Erinnern Sie sich dazu zum Beispiel an Ihre Kindheit und was Sie als Kind träumten. Darin liegt meistens Ihr wahres Ich begraben.
Ich habe selten Menschen kennen gelernt – auch wenn Sie tierisch erfolgreich waren - die ALLE Ihre Träume auslebten. Meist diszipliniert uns das gesellschaftliche Leben.
Der Hauptgrund, warum wir unsere Träume vergessen, ist jedoch nicht, weil es nicht funktionieren würde, sondern liegt in der Tatsache, dass unsere tiefsten Träume von (fast) niemandem verstanden und unter-stützt werden. Zumindest bilden wir uns das ein.
Wenn wir von unseren verrückten Plänen oder den kleinen Träumereien erzählen würden, könnte man uns ja auslachen oder als Phantasten hinstellen. Wir wären sozusagen ein Außenseiter und kein gesellschaftsfähiger, akzeptierter, „normaler“ Mensch.
Die Kunst die wir erlernen müssen liegt also darin, den Spagat hinzubekommen, beides zu leben. Das heißt unsere eigenen Ideen zu behalten und zu verfolgen sowie für Bedürfnisse anderer Menschen - insbesondere uns lieb gewordene und wohl gesonnene – Verantwor-tung zu übernehmen.
Disziplin
Oh je, dieses Wort macht uns in Bezug auf Träume oft Angst, bzw. wir bringen diese beiden Themen eigentlich nicht in Verbindung.
Haben wir dieses Wort doch schon an vielen Stellen gehört und meist mit Unbehagen zur Kenntnis genommen.
Schauen wir zunächst mal im Wörterbuch - dem Duden - nach:
Disziplin [lat.]: 1. (ohne Plural) auf Ordnung bedachtes Verhalten; Unterordnung, bewusste Einordnung. 2. (mit Plural) a) Wissenschaftszweig, Spezialgebiet einer Wissenschaft; b) Teilbereich, Unterabteilung einer Sportart.
Es interessiert uns in diesem Zusammenhang natürlich nur die erste Definition:
„Auf Ordnung bedachtes Verhalten“ heißt für uns so viel wie: „Lass´ es uns/mich ordentlich machen“.
„Unterordnung“ und „bewusste Einordnung“ bedeutet für uns nun: „sich seinen eigenen Maßstäben gerecht werden, in dem wir unsere Handlungen unterordnen“.
Im Englischen gibt es da noch eine treffendere Voka-bel , die ich hier einfach mal so in den Raum stellen möchte: „compliance“, was laut Langenscheidt soviel heißt wie:
compliance: [kem'plaiens] s 1. (with) Einwilli-gung f (in acc); Befolgung f (gen): in compliance with einer Vorschrift etc. gemäß. 2. Willfährigkeit.
Lassen Sie uns jetzt bitte festhalten, dass es also notwendig ist, ein gewisses Maß an Disziplin anzuwen-den, was wir hier auch gerne Selbst-Disziplin nennen dürfen.
Auch für jedes persönliche Ziel gibt es Regeln, die uns während des Aufstellens des Zieles als sehr sinnvoll erscheinen. Wir sind also gut beraten, wenn wir diese Regeln anwenden. Gemäß „compliance“ hieße das, dass wir uns zu 100% daran halten.
Ich versichere Ihnen, wenn Sie die selbst aufgestellten Regeln befolgen, dann erreichen Sie Ihr Ziel um ein vielfaches schneller als wenn Sie „rumeiern “, nämlich nicht 100% konsequent und strategisch diszipliniert die gerade Linie verfolgen. Somit übernehmen Sie Verant-wortung für sich selbst.
Da wir uns selbst gegenüber immer wieder die besten Rechtfertigungen (siehe Abwimmelprogramm im Kapitel „Wichtig oder nicht“) aus dem Hut zaubern, ist das eine weitere böse Falle, vor der ich Sie nun ausführlich gewarnt habe.
Na ja, eigentlich habe ich Ihnen nicht viel Neues erzählt - oder? Trotzdem noch mal die Kurzfassung zum Mitschreiben:
Halten Sie sich an das, was Sie mit sich selbst und Ihren Mitstreitern vereinbart haben!
Weiter zum Kapitel: “Fehler machen erfolgreich“