Kapitel 13: DAS PRODUKT

Ein Produkt ist nur dann ein wirtschaftlich wertvolles Produkt, wenn es einen anwendbaren Nutzen hat. Das heißt, es ist in einem gewünschten Umfang vollständig fertiggestellt. Grundsätzlich verstehen wir im Zusammenhang mit dem Erreichen von Zielen unter einem Produkt etwas, das man herstellt oder erschafft, durch eine Dienstleistung oder eine handwerkliche Arbeit.
Um ein besseres Verständnis für Produkte zu bekommen unterscheiden wir zunächst in zwei grundlegende Kategorien: In ein Produkt, das eine einzelne Person herstellt und in ein Produkt, das von mehreren Personen hergestellt wird, vornehmlich sind das Gruppen, wie zum Beispiel Firmen, Vereine und Verbände.
Nebenbei erwähnt: Besonders wichtig ist es zu beachten, dass ein von einer Gruppe hergestelltes Produkt, in Einzelprodukte zerlegt werden muss, um die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit darzustellen (Organigramm oder „workflow“).

Das Produkt von Unternehmen
Das Produkt hat nur dann einen wirtschaftlichen Nutzen, wenn es jemand haben will!
Dann wird man es gegen ein anderes Produkt (stellvertretend gegen Geld) eintauschen können, was einen vergleichbaren Wert haben sollte.
Oft frage ich „Dienstleister“ nach ihrem Produkt. Dann bekomme ich meist die Antwort, dass man eigentlich kein Produkt habe, da man ja nichts herstellt. Das ist jedoch falsch! Auch eine Dienstleistung ist ein Produkt, das eben schwerer zu definieren ist.
Genau das sollten Sie jedoch unbedingt machen, denn das Erkennen und definieren des Produktes, also das Endergebnis unserer zielgerichteten Aktivitäten und Bemühungen hat eine Menge mit dem tatsächlichen und schnellen Erreichen von Zielen zu tun. Sie stellen also immer etwas her, wenn Sie ein Ziel haben.
Das Ziel eines Unternehmens ist immer direkt proportional zu seinen Produkten - und umgekehrt. Also ein Pendant.

Das Produkt eines einzelnen Menschen
Im Prinzip ist es sehr einfach zu erklären und zu betrachten. Wenn sich ein Mensch morgens die Zähne putzt, hat er schon etwas hergestellt - nämlich „saubere Zähne“. Wenn er an seinem Arbeitsplatz seinen Job erledigt, dann hat er ein Teilprodukt der ganzen Firma hergestellt, ohne das die Firma wahrscheinlich nicht überleben kann.
Wenn er Kinder bekommt und sie zu vernünftigen und ehrlichen Menschen erzieht, dann hat er ein Produkt hergestellt, das in der Gesellschaft großen Nutzen hat.

Produktbeispiele
Sie haben sicher bemerkt, dass die obigen Beispiele sehr positiver Natur sind. Und genau dazu möchte ich Sie überreden, nämlich das Produkt immer als etwas Positives und Wertvolles anzusehen. Ob es positiv für Sie oder gar für viele Menschen ist, das bleibt grundsätzlich Ihnen überlassen, aber je mehr Menschen davon profitieren, desto wertvoller ist Ihr Produkt natürlich.
Ein paar Beispiele:

  • Versicherungskaufmann: Gut beratener Kunden, der weiß, wie er sich am besten versichern muss, so dass er im Verhältnis zur Versicherungsprämie eine bestmögliche Absicherung erhält.
  • Mediziner: Nachhaltige Gesundheit.
  • Architekt: Ein zu niedrigen Kosten erstelltes Gebäude, das den qualitativen und quantitativen Ansprüchen des Klienten entspricht.
  • Lehrer: Schüler, die zweckdefiniertes wertvolles und wahres Wissen besitzen, das im Leben angewendet werden kann.
  • Trainer: Mehrfach angewendetes, wahres Wissen, das durch TUN in dauerhafte Fähigkeit umgewandelt worden ist.
  • Pilot / LKW-Fahrer / Taxifahrer, etc.: Sicherer und pünktlicher Transport einer Ladung und/oder Menschen von A nach B.
  • Hausfrau: Gepflegtes Heim, in dem sich die ganze Familie sehr wohl fühlt.

Definieren nun Sie Ihre Produkte!
Sicher gibt es noch eine Menge guter Beispiele, am besten Sie erfassen mal schriftlich Ihre Produkte. Und zwar die Wichtigsten, die sie herstellen. Und natürlich auch die, die sie gerne herstellen würden.
Legen Sie bewusst bei Ihrer Formulierung die Meßlatte hoch an, denn damit vergrößern Sie Ihr Qualitätsbewusstsein in bezug auf Produkte und Ziele. Um es professionell zu machen, legen Sie sich einige extra Seiten an, auf denen Sie schreiben sollten (dürfen) bis Ihnen die Finger wehtun.

Wem das zu trocken und nicht zielgerichtet oder zu umständlich erscheint, der sei erst mal getröstet, denn es kommt noch dicker, wenn es um das Thema Projekte geht.

Zum Kapitel 14: Das Projekt - oder lesen im Buch)

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Autor: Frank H. Sauer
Datum: Sonntag, 17. August 2008 20:25
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Ein Kommentar

  1. 1

    [...] Eine vollumfängliche zeitgemäße Definition im Zusammenhang mit dem Erreichen von Zielen finden Sie im “Kapitel 13: DAS PRODUKT“ [...]

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