Beiträge vom April, 2008

Über Heilung allgemein (techn.) und Überleitung zur Musiktherapie

Montag, 21. April 2008 18:06

Definition “Heilung” (aus Wikipedia, leicht gekürzt): Der Begriff Heilung bezeichnet den Prozess der Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität aus einem Leiden oder einer Krankheit, bzw. die Überwindung einer Versehrtheit oder Verletzung durch Genesung. Während der Heilungsbegriff etymologisch eher durch ein ganz werden bestimmt ist, bezeichnet genesen (von grch.: neomai) ursprünglich ein Davongekommensein aus einer Gefahr.
Klassische Heilungsbegriffe der Antike wie griech. θεραπεία „Dienst, Heilung“, lat.: curatio; sanatio, salvatio, restitutio ad integrum, oder engl.: healing schwingen bei einer heutigen Begriffsbestimmung immer mit.

Bei dem Bedürfnis nach “Heilung” ist stets ein seelischer oder/und körperlicher Mißstand bewusst vorausgesetzt. Genau da liegt der Ansatz nach heutigem Wissensstand. Die Heilung (der Heiler) schaltet die Ursache ab. Die Ursache ist eine meist unbewusste Entscheidung für eine Krankheit. Diese Entscheidung liegt nicht selten wesentlich vor der bewusst wahrnehmbaren Erkrankung. Nachdem diese wahrgenommen (physiologisch sichtbar, fühlbar, etc.) wird, kommt es meist zum Prozess der Dramatisation der Krankheit. Es wird dann nicht mehr festgestellt, dass es sich lediglich um das Abhandenkommen von Gesundheit handelt. Gesundheit heißt in diesem Fall, dass ein natürliches Gleichgewicht auf allen Schwingungsebenen in- und untereinander vorhanden ist.

Eine Heilung kann also nur stattfinden, indem der natürliche Gleichklang aller Frequenzen wieder hergestellt wird. Dazu zählt das Auflösen (Revidieren) der Entscheidung zur Krankheit. Eine bewusste und insbesondere eine unbewusste (Verstand) Entscheidung stellt eine wesentliche Beeinflussen der Schwingungsverhältnisse dar.
Dies kann auf sehr unterschiedliche Weise geschehen. Entweder der Heiler stimuliert bewusste und physiologisch feststellbare Bereiche, die mit dem erkrankten Körperteil in Zusammenhang stehen, oder er stimuliert direkt in den unbewussten Bereich der Wahrnehmungsfähigkeit.

Es sei hier angemerkt, dass ein Heiler keine spezielle Ausbildung benötigt, vielmehr handelt es sich lediglich um eine Person, die mit dem Erkrankten in irgenwelcher Form der Kommunikation steht und seine eigene Energie (Schwingung) in diesem Bereich wirken lässt oder es ist die Person selbst, die durch Wissen über die eigenen Fehlentscheidung die Schwingungskorrelation ausgleicht.

Die Dauer des Heilungsprozesses wird nur durch die Präsenz (Gegenwärtigkeit) des Bewusstseins (Wissen, dass man weiß) über Zusammenhänge (Resonanz) und frühere Denkstrukturen (Muster) beeinflusst (Ursache/Wirkungs-Prinzip).

Das letztere kann sehr einfach durch “großartige” Stimulation erzeugt werden, die den Verstand nicht berührt, da dieser sich störend (rechthaberische Muster) verhält. Eine derartige Stimulation ist Musik. - Musik im Sinne von Klängen, die gleichermaßen harmonische Strukturen sowie Schwingungen zum Andocken an die frühere Entscheidung (Muster) beinhalten. Wenn dieser bestimmte Mehrklang vorhanden ist, werden Muster (Disharmonien) schlagartig angegriffen und nach kurzer Zeit zerstört (aufgelöst). Der Genesungsprozess wird als angenehm empfunden solange der Verstand (Mustermacher) dies geschehen lässt und zum Beobachter mutiert.

Wie das funktionert und welche Musik dazu geeignet ist erfahrt Ihr hier im Blog an dieser Stelle, nachdem der Erste sich das wünscht ;-)

Thema: Heilung mit Musik | Kommentare (3) | Autor: Frank H. Sauer

Was inspirierte den Künstler zu INSIGHTS?

Sonntag, 20. April 2008 15:03

Liebe Musikfreunde, liebe Freunde der Intuition,

ich habe mich einige Jahre dem Thema Celestine - oder sagen wir besser: dieser Leisen Bewegung - gewidmet. Das jedoch mehr als interessierter Beobachter der Szene.
CD INSIGHTSNachdem ich zufällig viele Menschen kennen lernte, die durch Celestine scheinbar beflügelt waren, habe ich mich mit der Sache näher beschäftigt. Ich stellte fest, dass zur gleichen Zeit, als das Buch Die Prophezeiungen von Celestine geschrieben wurde, die meisten meiner Musikstücke entstanden sind und es da einen Zusammenhang gab.
Meine alten Aufzeichnungen zu meiner haarsträubenden Musiktheorie fielen mir durch Zufall wieder in die Hände und inspirierten mich auf´s Neue meiner eigentlichen Leidenschaft Musik nachzugehen.
Ebenso zufällig wurde ich “mal schnell” als Projektleiter des großen Film-Events anlässlich der Filmpremiere von Celestine Prophecy in Deutschland gerufen.
Dabei lernte ich den Autor James Redfield kennen und schätzen. Ich glaube das Unaufdringliche an ihm, ist das, was mir am besten gefallen hat.
Es blieb weiter zufällig. In einem lockeren Gespräch mit Rainer Dunkel kam die Idee, die Stücke, die parallel zum Buch entstanden und quasi die gleiche Geschichte erzählen, auf ein Album zu verewigen.
Gesagt getan, 6 Wochen später war das Album INSIGHTS fertig. Mit 9 Titeln - in Anlehnung an die Erkenntnisse (Insights) sowie weiteren 7 Bonustracks aus anderen bisher unveröffentlichten Serien.

Es gab selbstverständlich weitere Zufälle und Begegnungen der Dritten Art, über die ich aber erst später berichten werde ;-)

Ich wünsche Euch viel Spaß mit meinem Erstlingswerk und freue mich schon auf Euer Feedback.

Frank H. Sauer

P.S. Die CD kann man im Celestine-Shop kaufen. Kostproben gibt es unter www.insights-music.de

Thema: INSIGHTS MUSIC | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Intuition

Dienstag, 15. April 2008 17:12

Unser Denken mit dem “rationellen Verstand” verhindet intuitives Wissen und Agieren. Intuition ist das wahre Erschaffen des eigenen “Seins”.

Wer intuitiv lebt und handelt, der ist wie ein Fluß, der seinen vorherbestimmten Weg geht und im Einklang mit der Umgebung ein schönes Bild zeichnet.

Frank H. Sauer

So stehts im Wörtebuch …

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen), Inspiration | Kommentare (2) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 15: KONTROLLE

Freitag, 11. April 2008 23:08

Ein heißes Eisen
Ein oft verwendetes, jedoch genauso oft missverstandenes Wort. Fragen Sie fünf Personen, was sie darunter verstehen und Sie bekommen 5 verschiedene Definitionen. Missverständnisse sind also vorprogrammiert und oft entsteht eine differenzierte Betrachtung darüber, wie man Kontrolle ausüben soll, bzw. wie man sich kontrollieren lassen möchte. Meist gehen davon emotionale Konflikte aus, die leider schwer zu reparieren sind, da das hier beschriebene Phänomen nicht bekannt ist und somit die Ursache woanders gesucht wird.
Auf den ersten Blick mag das belanglos erscheinen, aber wenn jemand ein „Macher“ ist, bzw. sein möchte, dann sollte er sich darüber im Klaren sein, dass stets auf die korrekte Definition von wesentlichen Substantiven geachtet werden muss, um somit eine Basis zu schaffen, auf deren man korrekt argumentieren kann und richtig verstanden wird.
Kontrolle hat zumindest in der deutschen Sprache zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen, die wir uns zunächst anschauen müssen, damit Sie wissen was ich unter Kontrolle, im Zusammenhang mit unserem Thema tatsächlich meine.
Die verschiedenen Bedeutungen von Kontrolle
Definition 1:
STEUERN, LENKEN, REGELN
oder: “Etwas unter Kontrolle haben“.
Aus dem englischen „to control“ oder „supervision“
Definition 2:
Aufsicht, Überwachung, Nachprüfung; Beherrschung, Gewalt
oder: “Soll/Ist Vergleich“.
Aus dem französischen „controlé“

Wenn sie zu einem Mitarbeiter sagen: „Dein Chef sollte dich besser kontrollieren“, dann erzeugt das kein gutes Gefühl bei ihm. Er denkt leider hierbei vielmehr an „Aufsicht“ oder an „er wird beherrscht“ als an „der Chef versucht die Sache in den Griff zu bekommen“.
Der Chef (insofern er ein Guter ist) wird aber lediglich dafür sorgen, dass der Mitarbeiter seinen Job gut machen kann und dabei erfolgreich ist. Er wird ihn also „steuern“ bzw. „lenken“.
Gute Kontrolle (gemäß Definition 1) in bezug auf „seine Ziele erreichen“ ist unabdingbar. Wenn man einen Teil eines Vorhabens, Projektes, etc. nicht mehr unter Kontrolle hat, ist fast immer das gesamte Ergebnis gefährdet.
Um jeden Bereich „unter Kontrolle“ zu haben, brauchen wir zahlreiche intelligente Messinstrumente, die einen Soll/Ist Vergleich (gemäß Definition 2) durchführen.
Mittels eines Projektplanes können wir das zwar gut steuern, aber was ist mit unvorhergesehenen Vorkommnissen? Es ist also wichtig einen gewissen Abstand zum Gesamtprojekt zu haben und sich dann von dort aus die einzelnen Projektteile und Problemzonen anzuschauen.

Gute Kontrolle
Gute Kontrolle zu haben heißt, die administrativen84 Aktionen erfolgreich und ohne umschweife durchzuführen, die notwendig sind um produktive Aktionen (kleine und große) zu einem guten Abschluss zu bringen; d.h. ein gewünschtes Ergebnis herbeizuführen, indem schon die Teilergebnisse qualifiziert werden.
Eventuell sollten Sie diesen Satz noch mal langsam durchlesen, wenn Sie jetzt lauter Fragezeichen im Kopf haben.

Kontrolle contra Träume?
Nun, bisher ist das alles wirklich ziemlich trocken und vielleicht haben Sie auch schon die Lust verloren, sich den Themen „Ziele“ und „Träume“ weiter zu widmen. Besonders diejenigen, die es lieben „aus dem Bauch“ zu entscheiden oder zu agieren, werden mir möglicherweise bis jetzt nur zähneknirschend gefolgt sein.
Selbstverständlich weiß ich, dass Träume sehr viel mit Emotionen (meist positive) zu tun haben, und wenn wir uns daran erinnern, dass hinzukommend ein missverstandenes Kontrollieren wenig nützliche Emotionen hervorruft, dann ist es vielleicht an der Zeit sich der Wissenschaft der Emotionen zu widmen. Deshalb habe ich diesem überaus wichtigen und notwendigen Bereich des menschlichen Daseins ein eigenes Kapitel gewidmet.

Zum Kapitel: “Emotionen” - oder lesen im Buch …

Thema: 15 KONTROLLE | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 20: Mut

Mittwoch, 2. April 2008 20:42

„Ich bin so guter Dinge, so heiter und rein,
und wenn ich einen Fehler beginge,
könnt´s keiner gewesen sein.“
Johann Wolfgang von Goethe

Mut, auch Courage genannt, ist das Gegenteil von Angst oder zögerlichem Handeln.
Wenn wir also etwas Bewegen wollen, müssen wir beherzt an unsere Sache herangehen. - Halt! Etwas präziser: Wenn Sie etwas Bewegen wollen, müssen Sie beherzt an Ihre Sache herangehen. Ist doch logisch?!
Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir uns nicht diesem Thema zu widmen, sondern wären offensichtlich schon längst auf der Gewinnerstrasse.
Mut ist keine Emotion, sondern das Produkt von positiven Emotionen und Absicht.

Die Mutprobe
Jeder kennt die berühmten oder berüchtigten Mutproben, die man als Kind oder Jugendlicher machen muss. Sollten Sie auch in diesen Genuss gekommen sein, erinnern Sie sich doch mal an das Kribbeln im Bauch, oder an die Überlegungen, wie man vielleicht doch noch um die Sache herum kommen könnte. Jeder der ein Held sein wollte, und das sind bestimmt fast alle meiner männlichen Kollegen, kam nicht drum herum. Vergleichen Sie diese Mutproben gerne mit der vorherrschenden Situation, endlich das zu tun, was man schon immer wollte.
Viele meiner Kunden erzählen mir, dass es einer Menge Mut bedarf, diese Dinge zu tun, da man althergebrachtes und bequemes ablegen, ja zum Teil sogar spektakuläre Dinge tun muss. Oft machen wir uns die eigene Familie zum Gegner, die oft kein Freund von derartigen Veränderungen ist. Leider ist das einer der Hauptgründe, warum viele Menschen ihren gewohnten Trott - bis ins Grab hinein - beibehalten. Wenn uns dann bewusst wird, dass die Chancen einer glanzvollen Veränderung mit jedem Tag schlechter werden, da uns die Zeit wegzulaufen scheint, dann trösten wir uns mit unserem bequemen Leben. Aber ist das wirklich bequem?

Mutlos oder bequem
Ich glaube nicht, dass es angenehm ist zu versagen. Aber in wessen Augen? Denken Sie noch mal an unsere Falle und fragen sich dann wessen Ziele Sie damit erreichen, indem Sie ein scheinbar bequemes Leben führen.
Bringen Sie also den Kunstgriff fertig, Ihren Weg zu gehen und gleichzeitig Familie und Freunde nicht zu vergessen.
Diese Reihenfolge ist extrem wichtig. Sicher werden nicht alle verstehen, was Sie da tun, aber es sind meist mehr als man denkt, wenn man den Mut aufbringt es den Leuten, die das emotional verkraften, ordentlich zu erklären. Wenn Sie Ihre Ziele gut und rund aufgeschrieben sowie die ersten Projekte schriftlich ausgearbeitet haben, dann fällt das wesentlich leichter.
Achten Sie auch darauf, es gut dosiert zu verkaufen. Wenn Sie das richtig machen und Sie deswegen einige Zustimmung bekommen, dann werden Sie erst richtig beflügelt und bekommen vielleicht auch noch Verbündete - zumindest auf der geistigen Ebene, was sehr hilfreich ist.

Verbündete können helfen
Verbündete erkennt man daran, dass diese Menschen zwar kritisch aber konstruktiv mit unseren Ideen und unserer Wesensart umgehen. Es sind oft diejenigen, die uns nicht sofort in den Sinn kommen. Um Verbündete zu finden, tastet man sich langsam vorwärts, d.h. man überfordert sein Umfeld nicht mit der ganzen Wahrheit, sondern mit kleinen Teilzielen oder einer stark abgeschwächten Form.
Diejenigen, die positiv darauf reagieren, ja sogar leichte oder auch starke kreative „Anfälle“ bekommen, wenn es darum geht sich etwas geistig auszumalen, sind meist die besten Anwärter für die Enthüllung der tatsächlichen „großen“ Idee.

Wie auf jedem Weg zum Ziel, bei jedem Projekt, ja bei jedem kleinen Schritt, den Sie strategisch auf Ihre Ziele ausgerichtet haben, gibt es eine Sache, die sehr wichtig ist und die Sie unbedingt beachten müssen, um keine Rückschläge oder Fehlschläge zu erleiden, was Ihren Mut möglicherweise reduzieren könnte: Gutes Timing (Kapitel 21) …

… weiter zum Kapitel 21 “TIMING”>>

Thema: 20 MUT | Kommentare (2) | Autor: Frank H. Sauer

Definition: “Rodolf Steiner”

Mittwoch, 2. April 2008 15:36

Rudolf Steiner: geb. 27.2.1861 in Kraljevec (damals Österreich). Studierte Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie, Geschichte. Arbeitet an verschiedenen Herausgaben von Goethes Werken mit. 1891 Doktor der Philosophie.
Er erstellte viele philosophische Schriften, so auch die “Philosophie der Freiheit” von 1894, das als sein Hauptwerk gilt. Er gab zahlreiche literarische Zeitschriften heraus. 1899 bis 1904 lehrt er an der Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Gründete mit seiner zweiten Frau Marie von Sievers einen Verlag in Berlin.
Erbaut in Dornach einen hölzernen Doppelkuppelbau nach eigenen Plänen: das erste “Goetheanum”, das 1922 einem Brand zum Opfer fällt. 1923 wird die Anthroposophische Gesellschaft unter seinem Vorsitz neu begründet. Theorie von Reinkarnation und Karma bis in konkrete Angaben verschiedener Persönlichkeiten hinein. 1924 entwickelt er eine große Vortragstätigkeit, die er aus Gesundheitsgründen im September 1924 einstellen muss.
Steiner provozierte heftige Kritik von konventionellen Wissenschaften sowie der konfessionellen Christen, die darin Spiritismus und Scharlatanerie sehen. Aus seinen Schriften entstanden die bis heute aktiven anthroposophischen Institutionen, allen voran die Waldorfschulen, sowie anthroposophische Medizin, Pharmazie, Heilpädagogik, biologisch-dynamischer Landbau, die Eurythmie, die Christengemeinschaft, die Bewegung für Soziale Dreigliederung und vieles mehr. Er stirbt am 30.3.1925.
Steiner hinterließ ein beispiellos schriftliches Werk und eine gesellschaftliche Strömung, deren Wirkungen auch außerhalb explizit anthroposophischer Institutionen ihre Spuren hinterlassen haben. Nur wenige blicken auf eine so umfangreiche praktische Fruchtbarmachung ihrer Ideen wie Rudolf Steiner. Dennoch wird er in akademischen Kreisen aus unerfindlichen Gründen weitestgehend ignoriert und nur in den Erziehungswissenschaften und neuerdings der Medizin ernsthaft diskutiert.

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen) | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 19: Die Erkenntnis

Dienstag, 1. April 2008 20:27

Schauen wir uns zunächst an, was das Wörterbuch (Duden) dazu meint:
Erkenntnis = Erkennung, Einsicht:
1. durch geistige Verarbeitung von Eindrücken und Erfahrungen gewonnene Einsicht (eine historische, gesicherte Erkenntnis; neue Erkenntnisse gewinnen; ich durfte mich dieser Erkenntnis nicht verschließen; nach den neuesten technischen Erkenntnissen; er kam zu der Erkenntnis, dass sie Recht hatte)
2. Fähigkeit des Erkennens, des Erfassens der Außenwelt (an die Grenzen der Erkenntnisse stoßen).

Aha, jetzt sind wir ein wenig schlauer. Wir betrachten uns das mal näher, denn auch hier ist es interessant, diesen Bereich genauer zu erforschen. Immerhin gehen wir fast permanent aber leider wenig bewusst mit Erkenntnissen um.

Die falsche Erkenntnis
Es gilt nun zunächst das Phänomen „die falsche Erkenntnis“ zu beleuchten.
Viele, von ihrem Ursprung her veränderte Religionen und Glaubensmuster bestehen aus solchen sehr erschreckenden scheinbaren Erkenntnissen, in dem sie verbreitet werden. Aber es sind eben nur „scheinbare“. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Mixtur aus Lügen und wahrem Wissen, was letztendlich im Chaos landet, das erstaunlicherweise nach Herrlichkeit aussieht.
Es wird angewendet, um vom wahren Geschehen abzulenken oder einfach um Macht oder Kontrolle auszuüben.
Dieser Zaubertrick funktioniert zum Beispiel auf folgende Weise:
1. Man erfindet zunächst Problem,
2. man dramatisiert es,
3. dann wartet man eine bestimmte Zeit, bis alles gewirkt hat,
4. dann löst man es
5. und gilt dann als unglaublich wichtig – nicht selten sogar heldenhaft.
Da das für den einen zu theoretisch und für den anderen vielleicht verrückt klingt, gebe ich Ihnen ein paar Beispiele. Viele weitere können Sie aus guter Geschichtsliteratur und - mit ein wenig Übung - auch aus der Tagespresse entnehmen.
Beispiel 1:
Am 27.02.1933 wurde der deutsche Reichstag in Brand gesetzt. Man erzählte den Menschen, es sei ein Anschlag von Terroristen gewesen. Man konnte somit leicht die Demokratie vollends in eine Diktatur umwandeln, um somit das selbst erfundene Problem zu lösen. Die Menschen in Deutschland hatten eine scheinbar „prima“ Regierung, die für Schutz und Ordnung sorgte. Heute ist bekannt, dass der Reichstagsbrand selbst gelegt worden war, als eine strategische Maßnahme, um den teuflischen Plan der Weltherrschaft durchzusetzen.
Beispiel 2:
Zahlreiche Medikamente haben große Nebenwirkungen. Diese sind dann mit anderen Medikamenten wieder zu heilen (u.s.w.). Also ist die Medizin gut – und wir freuen uns, dass es sie gibt. Das ist zwar nur z.T. korrekt, aber wer weiß heute noch welcher Teil der Medizin wirklich ethisch arbeitet und keine „selbsterfundenen Löcher“ stopft?
Beispiel 3:
Sie haben Streit mit einem Geschäftspartner. Dieser geht zu einem Rechtsanwalt und erzählt ihm, dass er nicht mehr mit ihnen arbeiten kann, da sich verschiedene Interessen gebildet haben. Der gegnerische Anwalt erzählt Ihrem Geschäftsfreund nun, dass er da bei verschiedenen Dingen aufpassen muss, ansonsten würde er irgendwann möglicherweise mittellos dastehen. Also schürt er Angst und zwangsläufig negative Emotionen in Ihre Richtung. Er führt ihn systematisch in einen „offiziellen“ Rechtsstreit. Somit löst er dann die Probleme, die er zuvor durch Propaganda selbst erschaffen hat. Alle derartigen Probleme ließen sich durch gute Kommunikation leicht lösen.
Uns wird jeden Tag eine große Menge Mist erzählt. Das ist für sich betrachtet noch nicht mal das Schlimmste. Nur wenn wir nicht genau hinterfragen und die tollen Storys glauben, dann sind wir Marionetten, da wir Erkenntnisse haben, die uns regelrecht eingepflanzt werden. Mit diesen falschen Erkenntnissen ausgestattet, waren und sind eine Menge Leute bereit, für eine angeblich gute Sache in den Krieg zu ziehen bzw. zu sterben.

Die richtige Erkenntnis
Eigentlich ist das jetzt einfach zu beschreiben, denn wir haben das Thema Wissen ausführlich behandelt und können somit eine neue Formel festhalten:
„Erkenntnis ist die Essenz von Wissen, welche augenblicklich da ist. Wenn Erkenntnis erlangt ist, wird das Wissen nicht mehr benötigt, da es jederzeit daraus abgeleitet werden könnte, wenn man es denn überhaupt noch bräuchte“.
Noch Fragen? Eigentlich klar - oder?
Wie bringt uns das jetzt weiter? Nun, vielleicht indem wir uns mal überlegen, wann wir das letzte mal eine Erkenntnis hatten und uns dabei spätestens heute bewusst werden, wie wertvoll das eigentlich war. Denn in diesem Moment habe ich eine Art „Erleuchtung“ gehabt. Also das „totale Wissen“.

Es macht einfach „Klick“
Eine Erkenntnis ist der Moment wo es Klick macht, der Groschen fällt, oder manche Leute sich sogar mit der Hand an die Stirn schlagen und dabei so was ähnliches rufen, wie: „oh Mann, na klar - ist doch logisch, - wie einfach, …“.
Kennen Sie das?

Erkenntnisse machen uns stark
Wenn Sie eine Erkenntnis haben, dann gibt es keinen Zweifel mehr über die betreffende Sachlage und somit werden sie stabiler als andere, die nur Wissen besitzen.
Wissen, das durch praktischen Einsatz in Erfahrung umgewandelt wird, nennt man auch Fähigkeit im Umgang mit der Sache.
Wir müssen also Wissen anwenden, um es in Erkenntnis (Fähigkeit, totales Wissen) zu verwandeln und jeglichen Zweifel abzuschaffen. Training, also wiederholtes Anwenden von Theorie, ist der Schlüssel für intuitives und vollautomatisches „Können“.
Damit ist der Kopf frei für die nächste Hürde bzw. das nächste Etappenziel, in Bezug auf das Erreichen von gesteigerter Kompetenz und Stabilität.
Zweifel heißt Zurückhaltung und Unsicherheit - Erkenntnis heißt siegesgewiss und stabil sein. Diese innere Sicherheit darf gerne auch intuitiv sein, wenn sie mit rationellen Überlegungen konform ist.
Oft fehlt dann nur noch eine kleine Sache, um unschlagbar zu sein: Mut.

zum Kapitel 20: “Mut”

Thema: 19 DIE ERKENNTNIS | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer