Beiträge vom März, 2008

Alle Sprüche (ohne Kategorie)

Montag, 31. März 2008 11:33

Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten.
Mahatma Gandhi

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.
Victor Hugo

Du brauchst die Worte nicht mehr. Der Klang genügt. Er erklingt immer und jetzt. Er ist jetzt. Er ist der glühende Ball, den Dein Ego verschluckt, und dann wächst er und wächst - und das Ego platzt.
Jochim-Ernst Behrendt

Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.
Albert Einstein

Du und ich: Wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen.
Mahatma Gandhi

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Thema: Sprüche, die es IN sich haben | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 18: Wissen und Wahrheit

Sonntag, 30. März 2008 20:03

„Wahrheit suchen wir beide, du außen im Leben, ich innen in dem Herzen, und so findet sie jeder gewiss.
Ist das Auge gesund, so begegnet es außen dem Schöpfer; ist es das Herz dann gewiss, spiegelt es innen die Welt“.
Friedrich Schiller

Wissen ist Macht!

Aber was ist Wissen? - Möchten Sie das wissen? - Selbstverständlich möchte jeder wissen was Wissen ist! Also wo fangen wir an? Am besten am Anfang: Insgesamt weiß die Menschheit eine ganze Menge und da jeder Mensch ein Teil der Menschheit ist, wissen auch Sie eine gewissen Teil davon. Ist Ihnen das bewusst? Sicherlich ja.Jeder Mensch hat das Bestreben mehr zu wissen, insofern er nicht schon genug davon hat oder besser: genug davon zu haben meint.
Der verwirrte Lateiner sagt: „ignoramus et ignorabimus“, was soviel heißt wie: “wir wissen nicht und werden nicht wissen” - verwendet als das Schlagwort für die Unlösbarkeit der Welträtsel.

[...]

Thema: 18 WISSEN UND WAHRHEIT | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 11: Das Spiel

Samstag, 29. März 2008 21:49

Das Spielen kennen wir meist nur aus unserer Kindheit. Es wurde uns erzählt, dass diese Phase der Freiheit dann zu Ende ist, wenn wir in die Arbeitswelt gehen. Wenn Sie das oder etwas ähnliches noch nie gehört haben, gehören Sie in unseren Breitengraden zu einer sehr kleinen Gruppe. Kinder haben die Gabe zu spielen und Erwachsene haben die Pflicht zu arbeiten. Manche Erwachsene vermissen das Spiel nicht. Aber die meisten suchen nach vielen Gelegenheiten, um zumindest teilweise - ab und zu - Spaß zu haben.
Der Prozess während der Jugend, der diese heranwachsenden Menschen oft in Schwierigkeiten bringt, ist die Umgewöhnung von Spiel in Arbeit. Man kann es auch nennen „die Umgewöhnung von Leichtigkeit in Festigkeit“, oder „von Kreativität in Aktivität“. Leider wird dieser Prozess auch von Pädagogen völlig unterschätzt (um es milde auszudrücken), obwohl dieser Bereich Ihr größtes Fachgebiet ausmacht.

Es lebe der Sport
Oft hört man aus Fachkreisen unterschwellig, dass es sich für einen intellektuellen, gebildeten Menschen nicht gehört, jeden Samstag Fußball-Bundesliga zu schauen, man habe ja schließlich wichtigeres zu tun. - So ein Blödsinn! Sport (neben wahrer Kunst) ist wahrscheinlich die kulturell wertvollste Sache, die wir im Fernsehen noch finden.
Ich habe kaum mehr positive Emotionen (siehe Kapitel Emotionen) gesehen, als wenn der Lieblingsverein ein wichtiges Tor schießt.
Der einzige Haken dabei ist, dass wir nicht „körperlich“ mitspielen. Trotzdem sind wir voll dabei, indem wir geistig mitspielen, was durch emotionale gedankliche Beteiligung geschieht. Und wo wären dann die ganzen Zuschauer, die diese Begeisterung letztendlich auslösen, wenn alle mitspielen würden.
Es gibt viele bekannte Spiele, die jeder von uns schon einmal selbst gespielt oder bei einem solchen Spiel zugeschaut hat:
- „Fußball spielen“,
- „Tennis spielen“,
- „Klavier spielen“,
- „Computer spielen“,
- „Lotto spielen“,
- „Schach spielen“,
usw.
Wie wäre es denn, wenn wir diese mutwillige Begeisterungsfähigkeit auf andere Bereiche übertragen und damit beginnen würden, zum Beispiel:
- „Firma aufbauen spielen“,
- „Musik oder Gemälde erschaffen spielen“,
- „Kinder erziehen spielen“,
- „Probleme lösen spielen“,
- „Kriege verhindern spielen“,
- „Leben spielen“?

Sportlicher Ehrgeiz
Mit der Wiederentdeckung des Spiels können wir Probleme leichter lösen, als wenn wir hart arbeiten. Natürlich ist das echte spielerische Herangehen an eine Sache auch eine Frage der Emotionen zu dem entsprechenden Thema. Manche Leute verstehen einfach wenig Spaß. Warum nur? Wahrscheinlich sind sie anders programmiert, zum Beispiel auf Pünktlichkeit, Fleiß und andere ähnliche Tugenden. Diese Merkmale sind nicht unwichtig, aber ohne Spaß bei der Sache macht uns das eigentlich zu Sklaven oder Knechte eines verschobenen Weltbildes.

Die Bestandteile eines Spiels
Ein Spiel beinhaltet im qualitativen Sinn auch der Reihe nach: „Ambition“ + „Logik“ + „Optimierung“. Am Anfang steht die Ambition, dann das Herangehen mit Logik, um am Ende eine definierte Optimierung zu erzielen.
Glück (im Sinne von Freude, Enthusiasmus) ist das Endresultat aus einem zuvor gewollten optimierten Zustand.
Einfach ausgedrückt: Wir haben ein Spiel, wenn wir ein ZIEL in Form eines „erträumten Goals“ haben, das wir erzielen möchten und uns ein Spielfeld erschaffen oder ein vorhandenes betreten, auf dem es festgelegte Gesetzmäßigkeiten und eine Art Gegner gibt, die den Reiz an der Sache ausmachen und aufrechterhalten.
Im Grunde besteht ein Spiel also aus einem „klar abgesteckten Spielfeld“, aus „Regeln“, aus „Freiheiten“ und aus einem „Gegner“, der die Sache spannend und zeitweise unüberwindbar macht. Eine wesentliche Voraussetzung ist selbstverständlich, dass der Gegner das ganze auch als Spiel ansieht. Natürlich haben wir vor allem in der Geschäftswelt Gegner, die uns mit anderen als spielerischen und fairen kämpferischen Mitteln entgegentreten. Aber genau darin liegt die zusätzliche Herausforderung und Chance, uns mit Kompetenz und zielgerichtetem Fleiß besonders zu profilieren.
Oft wird der „kriminell“ agierende bzw. wirkende Gegner dabei deklassiert, was der aufgeklärte Zuschauer mit Genugtuung anerkennt.
Sollten Sie Unternehmer oder eine Führungskraft sein, dann ist dies ein sehr bedeutendes Thema, denn die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern hängt sehr stark davon ab, wie Ihre Fähigkeiten ausgeprägt sind, Ihren Leuten ein Spiel zu geben.
Lasst uns also alle ein Spiel spielen, eine Herausforderung annehmen und dabei Spaß haben.

Der Zweck eines Spieles
Bei einer Olympiade gibt es sehr viele Teilnehmer, die je nach ihren speziellen Fähigkeiten, möglichst realistische Ziele anstreben. Diese heißt es aber, immer in irgendeiner Form zu gewinnen. Das kann man in 3 Hauptkategorien:
1) Eine Gold-Medallie, d.h. Olympiasieger werden
2) Irgendeine Medallie zu holen, d.h. auf dem Siegertreppchen zu stehen
3) Oder einfach nur dabei gewesen zu sein
Egal welches Ziel jemand hatte, es hat trotz extrem harter Arbeit viel Spaß gemacht.
Nun zurück zum Alltag.

Wie können wir also erreichen, dass unser Leben, also auch unsere Arbeit und Verpflichtungen, uns als Spiel vorkommen, das wir verantwortungsbewusst sehr ernst nehmen und dabei größtenteils Spaß haben?
Die Antwort ist zwar einfach aber die Umsetzung oft schwer: Wir müssen Ballast abwerfen und spielerisch denken lernen. Grundsätzlich können wir das, denn als Kinder ist es uns leicht gefallen, wir konnten das sogar hervorragend.
Wir müssen den konservativen „Ernst“ aus der Sache rausnehmen und uns wieder an unsere kindlichen Eigenschaften erinnern, die in diesem Sinne recht positiv waren. Ich rede hier nicht von Unwissenheit sondern von Leichtigkeit, Neugierde, Tatendrang, usw.
Nehmen Sie das bitte wörtlich und lassen Sie sich einfach mal gehen.

Loslassen
Sich gehen lassen wird auch gerne als Loslassen bezeichnet. Doch was heißt das? Ich stelle oft fest, dass die meisten Menschen mit dieser Aussage zunächst sehr wenig anfangen können, obwohl es ihnen grundsätzlich schlau erscheint.
Ich möchte es hier mal so erklären, wie es die meisten meiner Trainees am besten verstanden haben. Schauen wir uns zunächst einmal an, was es heißt etwas festzuhalten. Warum und was halten wir fest? Festhalten kann man verschiedene Dinge; hier nur einige Beispiele:
1. Sich selbst, in der Straßenbahn, damit man nicht umfällt.
2. Ein Lenkrad beim Autofahren.
3. Einen Tennisball, kurz vor dem Aufschlag zum Gegner.
4. Klaviertasten, um den vorher angeschlagen Ton länger anzuhalten.
5. Einen Gedanken, den man nicht verlieren will.
6. Einen Witz, den man gehört hat und tierisch gelacht hatte.
7. Eine künstliche Charaktereigenschaft, da wir sie uns mühsam als Schutz oder Überlebensmechanismus angeeignet haben.
8. Eine fixe Idee, aus der Kategorie Selbstabwertung.
9. Einen Mitarbeiter, der eigentlich gehen will oder den wir eigentlich nicht mehr haben wollen.
Es ist klüger, das was man unter Kontrolle haben möchte, gänzlich loszulassen, damit es seinem natürlichen Fluss folgen kann. Erst dann haben wir die Möglichkeit diesen natürlichen Fluss nutzbar zu machen. Selbst beim beharrlichen oder krampfhaften Festhalten einzelner Elemente würden wir das Gesamtwerk festhalten und einen harmonischen Fluss verhindern. Loslassen bedeutet somit „das Spiel laufen zu lassen“ und durch Beobachtung und Intuition lieber die übergeordneten Steuermechanismen zu koordinieren.
Beispiel: Ein Trapezkünstler im Zirkus muss sich zunächst an einem Trapez festhalten, um seinen Körper dann mit viel Schwung völlig frei durch die Luft fliegen zu lassen, um dann ein gegenüberliegendes Trapez zu ergreifen. Das ganze ist meist verbunden mit artistischen Darbietungen während der Flugphase. Er erhält seinen wohlverdienten Applaus nur, wenn er auf der anderen Seite sicher ankommt. Damit das Kunststück gelingt, muss er das erste Trapez loslassen. Interessant ist, dass erst dann das eigentliche Meisterwerk beginnt, wenn er den sicheren Hafen, also das erste Trapez, völlig losgelassen hat. Er wird nur durch dieses scheinbare Fallen lassen auf der anderen Seite ankommen können. Zu Beginn seiner Laufbahn ist er sicher sehr oft herunter gefallen. Aber irgendwann hat er so das Fliegen gelernt und später dann auch das „Zupacken“. Dieser Prozess des „Erlernens eines Kunststückes“ oder „Erlangen einer Fähigkeit“ ist übertragbar auf sehr viele Lebensbereiche.
Wir wissen nun, dass wir, wie der Trapezkünstler, nur wachsen und lernen können, wenn wir loslassen – erst dann können wir richtig zupacken und erhalten den dadurch verdienten Lohn.
In einem Spiel - und zwar in jedem - gehört folgender Mechanismus immer dazu: Wir müssen es beherrschen, Dinge nur zu einem richtigen Zeitpunkt festzuhalten, um sie im richtigen Moment loszulassen, damit das Spiel fließen kann. Weiterhin müssen wir Dinge im richtigen Moment wieder aufgreifen bzw. festhalten, um sie dann wieder abzugeben oder loszulassen. Wer dieses Steuern beherrscht, ohne dabei den korrekten Fluss zu beeinträchtigen, der ist ein echter professioneller Spieler. Die Sache wird gelingen und meist für außenstehende leicht aussehen.

Das Spiel der Führungskraft
Als Führungskraft haben Sie die Aufgabe auch in dieser Sache und eigentlich ganz besonders in dieser Sache für Ihre Mitarbeiter ein Vorbild und Vordenker zu sein. Nennen wir einen Vorgesetzten, Manager oder Erzieher, doch einfach mal „Vor-Spieler“, der sich durch das Vorgeben und Vorleben eines Spieles als ernst genommener Spielführer auszeichnet. Seien Sie also ein Spielführer, Team-Chef oder Spielmacher, oder wie immer Sie sich in obigem Sinne bezeichnen würden! Egal wie groß Ihre Mannschaft ist.

Da die Problemzone Mitarbeiter (Mitspieler, Team) sehr komplex ist, habe ich diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.

Weiter zum Kapitel “Mitarbeiter”.
Oder lesen im Buch:
Spielend zum Ziel - Das Realisieren von Träumen

Thema: 11 DAS SPIEL | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Definition: “Johann Wolfgang von Goethe”

Freitag, 28. März 2008 21:21

Johann Wolfgang von Goethe: geboren am 28.08.1749 in Frankfurt/Main, gestorben am 22.03.1832 in Weimar.
Deutscher Dichter und Philosoph der für seine zeitlose, moderne, religionslose Weltanschauung gerügt aber auch geliebt wurde und auch bis heute noch sehr verehrt wird.
Mit seiner Unbeschwertheit hat er in seiner Zeit neue Maßstäbe gesetzt.

Siehe auch Johann Wolfgang von Goethe bei Wikipedia.

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen) | Kommentare (2) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 09: Fehler machen erfolgreich

Freitag, 28. März 2008 20:59

„In den Zeiten außergewöhnlichen Wandels
ist es nicht so schlimm, wenn wir daran scheitern,
alles zu verwirklichen, was uns in den Sinn kommt -
schlimmer ist es, wenn uns nicht alles in den Sinn kommt,
was wir verwirklichen könnten.“
Dee Hock (Gründer und ehemaliger Chef von VISA international)

„Wenn du keine Fehler machen willst, dann tue lieber nichts, denn wer nichts macht, macht auch keine Fehler“ - haben Sie so was oder was ähnliches schon mal gehört? Sicher lacht fast jeder über derartige Sprüche, aber man sollte sich mal fragen, warum sie eine offensichtliche Daseinsberechtigung haben.
Ich mag diese destruktiven Sprüche nicht, da sie die Wahrheit verdecken. Es wird uns somit suggeriert, dass Fehler etwas Schlechtes sind - und das ist nicht wahr.

Fortschritt und Wandel heißt Fehler machen
Bis vor Beginn des Informationszeitalters (Telekommunikation, Handy, Internet, etc.) gab es keine großen Veränderungen. Die Dinge wurden immer so gemacht wie es schon die Vorfahren taten. Es gab also keine große Notwendigkeit für Wandel - und deswegen auch wenig Nötigung zum Begehen von Fehlern. Heute ist fast jedes größere Vorhaben anders zu planen, da „Rationalisierung“ das große Schlagwort ist. Leider werden auch viele funktionierende Dinge wegrationalisiert und das Entstehen von Fehlern ist vorprogrammiert.
Wenn es uns also nicht gelingt Fehler zu akzeptieren - oder besser zu respektieren, dann wird es auch keinen Wandel geben.

Der Vorteil von Fehlern
Fehler sind etwas positives, wenn man richtig mit ihnen umgeht.
Jeder Mensch, der sich weiterentwickelt, tut dies hauptsächlich durch Fehler, die er selbst begeht oder die andere vor ihm begangen haben und ihm als solche bekannt sind.
Fehler sind da, um etwas zu lernen, um die Naturgesetze zu erforschen und dann feste Regeln aufzustellen, nach dessen Verankerung Fehler in diesem Bereich natürlich nicht mehr erwünscht sind.
Interessant ist, dass jeder erfolgreiche Mensch eine Lebensgeschichte hat, die aus vielen Fehlern oder gar extremen Tiefschlägen besteht. Manche von Ihnen haben die reinsten Horrorgeschichten zu erzählen, was sie jedoch teilweise mit Stolz tun. Diese Menschen stehen über ihren Fehlern, in dem sie sie korrigierten und dadurch stabil erfolgreich wurden.
Wer Angst vor Fehlern hat, der hat diese Tatsache nicht verstanden und ist somit gelähmt, d.h. darin behindert, neue oder große Dinge zu tun, die ihn zum Wachstum und zum persönlichen Fortschritt führen.
Als Kind sind wir da noch sehr unbekümmert, zum Beispiel beim Laufen lernen, Sprechen lernen, Fahrrad fahren lernen, usw.
Dieses unbeschwerte „Lernen durch Fehler machen“ praktizieren wir solange, bis uns Fehler von außen nicht mehr gegönnt werden oder als unverzeihlich dargestellt werden.
Da wir als junger Mensch mit so einigen merkwürdigen dogmatischen Dingen übereinstimmen (müssen), akzeptieren wir die Tatsache, dass durch das Fehlen von Fehlern Perfektion erreicht wird. Perfektion ist allseits beliebt und gilt als kompetentes Auftreten. Wir sollten uns aber mit dem Gedanken anfreunden, dass Kompetenz nur durch Erfahrung in der Praxis und das damit verbundene Akzeptieren von Fehlern erworben wird.
Sehen Sie, wo hier also der Fehler im System ist?
Der ein oder andere Fehler wird zwar erkannt, jedoch nicht akzeptiert und deswegen einfach unter den Teppich gekehrt.
Man sollte einen Sport daraus machen, in einem Projekt Fehler bewusst mit einzubauen, mit dem Hinweis an alle Beteiligten, dass jeder mindestens drei grobe Fehler machen muss.
Einige große Leute haben schöne Sprüche zum Thema „Fehler“ verfasst, hier ein kleiner Auszug:

„Eine Fehlentscheidung auf Anhieb, spart immerhin Zeit.“
Helmut Nahr, Deutscher Mathematiker und Wissenschaftler, geb. 1931

„Man nimmt dem Menschen das Beste, wenn man ihn von seinen Fehlern trennen will.“
Karl Heinrich Waggerl, Österreichischer Schriftsteller, 1897 - 1973

„Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen.“
Michelangelo Antonioni, Italienischer Filmregisseur, geb. 1912

„Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst frühzeitig zu machen.“
Sir Winston Churchill, Britischer Politiker, 1874 – 1965

„Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.“
Hermann Bahrl, Österreichischer Schriftsteller, 1893 - 1934

Weitestgehend aus der mangelhaften Bereitschaft eigene Fehler zu akzeptieren und daraus zu lernen, sie also mit einzukalkulieren und somit berechenbar zu machen, bekommen wir im Laufe der Zeit Probleme

Weiter zu Kapitel 10: “Probleme
Oder lesen im Buch: Spielend zum Ziel - Das Realisieren von Träumen

Thema: 09 FEHLER MACHEN ERFOLGREICH | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Definition “INTROVERTIERTHEIT”

Freitag, 28. März 2008 20:38

introvertiert:
nach innen gewandt, zur Innenverarbeitung der Erlebnisse veranlagt (Psychologie);
Gegensätzlich: extravertiert.

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen) | Kommentare (1) | Autor: Frank H. Sauer

Definition “DEPRESSIONEN”

Freitag, 28. März 2008 20:34

Depression [latainisch]:
1. Niedergeschlagenheit, traurige Stimmung.
2. Einsenkung, Einstülpung, Vertiefung (z. B. im Knochen; Medizin).
3. Niedergangsphase im Konjunkturverlauf (Wirtschaft).
4. Landsenke; Festlandgebiet, dessen Oberfläche unter dem Meeresspiegel liegt (Geographie).
5. Tief, Tiefdruckgebiet (Meteorlogie).
6. (Astronomie)
a) negative Höhe eines Gestirns, das unter dem Horizont steht;
b) Winkel zwischen der Linie Auge-Horizont u. der waagerechten Linie, die durch das Auge des Beobachters verläuft.
7. vorübergehendes Herabsetzen des Nullpunktes [eines Thermometers] durch Überhöhung der Temperatur u. unmittelbar folgende Abkühlung auf Null Grad (Physik).
8. Unterdruck, der durch das Saugen der Ventilatoren bei der Zufuhr von Frischluft im Bergwerk entsteht (Bergwerk).

Thema: Definitionen (Wörter, Themen, Namen) | Kommentare (3) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 10: Probleme

Freitag, 28. März 2008 19:22

Mal anders gesehen
Woher kommen Probleme?
Diese Frage ist leicht zu beantworten in dem wir es auf eine einfache Formel bringen:
Probleme resultieren aus Zielen! Je größer die Ziele sind, desto größer sind auch die Probleme!
Sie sind also direkt proportional.
Es ist Ihnen gestattet an dieser Stelle zu protestieren oder in Ohnmacht zu fallen, denn das tun manche meiner Seminarteilnehmer und Coaching-Kunden wenn sie dies zum ersten Mal hören.
Bitte versuchen Sie jetzt mal, losgelöst von bisherigen Betrachtungsweisen, dieses spannende Verhältnis von Zielen und Problemen zu betrachten. Es darf Ihnen gerne schwer fallen.
Lehnen Sie sich zurück und schauen Sie sich an, was es eventuell dazu noch zu erforschen gibt.

Ziele schaffen Probleme
Der Grund, warum wir vor großen Zielen oft Angst haben oder wir uns lieber kleine Ziele stecken, ist der, dass das immer auch mit entsprechend großen Problemen verbunden ist.
Also streben wir Zufriedenheit an, da wir dann keine Aktionen durchführen müssen, die uns Probleme bereiten und vor denen wir gegebenenfalls Angst haben.
Die Komplexität oder Größe von Problemen wird auch dadurch definiert, wie wir das persönlich empfinden. Diese Empfindung richtet sich nach unserer Fähigkeit ein spezifisches Problem (zum Beispiel eines bestimmten Fachgebietes) lösen zu können.
Wenn wir besonders kompetent sind in einer bestimmten Sache, dann stecken wir uns in diesem Gebiet auch größere Ziele, da wir die entsprechend großen Probleme leicht lösen können.
Meist gehen wir bis an die Grenzen des „Lösbaren“, da das unseren Erfolg ausmacht.
Beruflich gesehen ist man nur dann erfolgreich, wenn man besser ist als andere und große Aktivitäten auf große Ziele hin ausrichtet und diese erreicht.


Abbildung 7: Die Grafik verdeutlicht das Verhältnis von Zielen zu Problemen. Je größer (weiter oben) ein Ziel ist, desto größer (weiter unten) ist das daraus resultierende Problem. In der Mitte findet man Zufriedenheit, die auch Stillstand bedeutet, denn wo kein Ziel ist, ist kein Problem und wo kein Problem ist, gibt es kein Ziel. D.h. keine Aktivität, keine Passivität (keine Offensive, keine Defensive). Man hat „scheinbar“ alles erreicht und es tritt Stillstand ein.


Abbildung 8: Diese Grafik ist gleichbedeutend mit der vorherigen, nur ist es hier anders dargestellt.

Die Formel lautet:
Große Erfolge hat man durch das Erreichen von großen Zielen; indem man die dem großen Ziel äquivalenten große Probleme löst.
So einfach ist das - aber wo ist nun der Trick erfolgreich zu sein und Probleme zu lösen?
Dieses Thema ist immer das heißeste in meinen Gesprächen mit Coaching-Kunden.
Die eigentliche Standardfrage beim Ziele-Coaching lautet ja: „Was sind Ihre Ziele, Träume, Wünsche, etc.?“
Ein guter Coach stellt Ihnen diese Frage eben. Nur löst er dabei nicht den „Problem-Ballast“ in Ihrem Kopf auf, der bewusst oder unbewusst da ist. Ansonsten hätten Sie ja schon alles in Angriff genommen und wären super erfolgreich und ohne jegliche Probleme.


Abbildung 9: In der Grafik sehen Sie oben große Ziele und unten große Probleme. In Richtung Mitte (Zufriedenheit), werde die Ziele bzw. die Probleme kleiner. Was wir dabei auch beobachten können, ist dass sie auch zahlreicher werden, je kleiner sie sind. Diese Grafik dient der Darstellung von den grundsätzlichen Verhältnismäßigkeiten und könnte natürlich auch vielfältiger dargestellt werden. Sie können gerne eine ähnliche Grafik erstellen, um Ihre Probleme hineinzuschreiben und somit die Verbindungen und Verhältnismäßigkeiten zu erforschen und darzustellen.

Das Konfrontieren von Problemen
Wir müssen lernen unsere Probleme anzuschauen, sie zu konfrontieren , uns ihnen zu stellen. Wenn wir das auf die richtige Weise tun, dann erreichen wir viele Ziele fast wie von selbst. Also lautet die Frage zunächst: Welche Probleme haben Sie?
Seien Sie jetzt mal ganz ehrlich mit sich selbst und prüfen, was Sie belästigt oder was Sie daran hindert das zu tun, was Sie lieben.
Schreiben Sie diese Probleme auf eine Stück Papier, auch wenn es bei manchen schwer fällt. Schreiben Sie Ihre Probleme so deutlich auf wie möglich. Tauchen Sie in sie ein, und stellen Sie dabei bitte fest, dass es Ihre Probleme sind. Lassen Sie sich dabei Zeit und legen Sie das Buch dafür zur Seite (aber bitte nicht für immer).
Gerne dürfen Sie ein paar Tage auf der Suche nach „Ihren Problemen“ verbringen. Manche fallen einem nicht auf anhieb ein. Egal - weitermachen!
Wenn Sie sich dabei elend fühlen, hier ein Versprechen: „Wir werden diese Probleme“ gemeinsam lösen.
Den Weg zu den eigenen wahren Zielen zu beschreiten beginnt damit, seine Probleme zu erkennen und zu akzeptieren.
Schreiben Sie bitte nur Ihre Probleme auf – bitte nicht die der Nachbarn oder Freunde.
Vielen Dank!

In den „dicken“ Problemen steckt Potential
Wenn Sie das getan haben, suchen Sie sich das größte Ihrer Probleme aus.
So, nun widmen wir uns erst mal ausschließlich dieser „ungelösten Angelegenheit“.
Warum? Weil das größte Ihrer Probleme der Schlüssel zu den kleineren Problemen ist, was bedeutet, wenn das größte Problem gelöst ist, dann lösen sich auch viele andere Probleme wie von selbst. Das ist ein Naturgesetz!
Wenn dies nicht der Fall ist, war das von Ihnen definierte „größte“ Problem nicht wirklich das tatsächlich größte; in diesem Fall müssen Sie noch mal überlegen, ob Sie da nicht irgend etwas vergessen haben.
Wenn Sie jetzt Angst davor haben wirklich und ehrlich hinzuschauen, dann möchte ich Sie beruhigen und Ihnen versichern, dass dabei nichts schief gehen kann. Auch wenn verschiedene Psycho-Spezialisten behaupten, man brauche dafür unbedingt einen Fachmann an der Seite. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber zumindest in Ihrem Fall, denn Sie sind jemand der durchaus in der Lage ist nach vorne und lösungsorientiert zu denken, denn sonst würden Sie dieses Buch nicht lesen.
Dieses Buch hat leider eine begrenzte Zielgruppe (ich würde mich hier sehr gerne irren), denn für solche Themen muss man über den eigenen Tellerrand hinaus sehen und hinaus greifen und das tun zweifelsohne nicht alle.

Fremdgesteuerte Probleme
Leider haben wir Probleme nicht nur aufgrund eigener Zielvorstellungen, sondern auch aufgrund von Aufgabenstellungen, die wir von außen bekommen.
Erinnern Sie sich bitte an das Kapitel „Die Falle“.
Es treten Probleme in verschiedenen Lebensbereichen auf. So haben wir zum Beispiel Probleme mit der Gesundheit, in der Familie, mit unserem Chef, mit Arbeitskollegen, mit unserem Auto, mit den Nachbarn, mit dem Finanzamt, mit Geld, mit Kunden und nicht zu vergessen - als Unternehmer oder Führungskraft - mit unseren Mitarbeitern.
Wir konzentrieren uns hier aber auf Ihre persönlichen Probleme, die aus Ihren persönlichen Zielsetzungen herrühren.

Die Ergründung eines Problems
Also, sie können jetzt getrost dem dicken Problem entgegentreten, denn es wird jetzt Zeit zum Wachsen.
Wie fangen wir die Problemlösung nun an? Wie gesagt, der erste Schritt ist, dass Sie das Problem ausführlich anschauen. Im Prinzip ist das schon der größte Teil der Übung.
Mit ein paar Fragen dazu, möchte ich Ihnen dabei helfen.
Bedenken Sie bitte: Auch Probleme, die andere für lächerlich halten, sind hier wichtig, insofern sie in Ihrer Vorstellung groß, unüberwindbar und/oder mit seelischen oder körperlichen Schmerzen verbunden sind.
Schreiben Sie die Antworten direkt darunter (Stichworte genügen, ansonsten bitte ein extra Blatt Papier verwenden).

1.

Wie lange haben Sie das Problem schon?
________________

2.

Ist es extrem lästig oder tut es schon weh?
________________

3.

Haben Sie den Drang das Problem zu lösen? ja O nein O

4.

Was hat Sie davon abgehalten es längst gelöst zu haben:

a) Faulheit, Trägheit oder Inkonsequenz? ja O nein O
b) Unwissenheit? ja O nein O
c) Eine andere Absicht (Gegenziel) einer anderen Person? ja O nein O
d) Mangelndes Selbstvertrauen? ja O nein O
e) Es versteht mich niemand? ja O nein O
f) Abwertungen bzw. Herabsetzungen Ihrer Person oder Ideen? ja O nein O

Tipps zur Problemlösung
Nun erhalten Sie Tipps, zu den möglichen Antworten, die Ihnen als Stütze und Hinweis für Ihre persönliche Strategie dienen sollen. Bitte halten Sie sich an diese Ratschläge und es wird garantiert bergauf gehen.

Zu Frage 1:

Wenn es länger als 2 Jahre andauert, dann ist das schon die Grenze des vertretbaren. Es heißt also zügig zur Tat zu schreiten. Wenn es schon fast das ganze Leben andauert, dann sollten Sie überlegen mal einen Coach aufzusuchen (Adressen finden Sie am Ende des Buches).

Zu Frage 2:

Wenn es extrem lästig ist, dann ist das Problem eigentlich leicht zu lösen, denn Sie können im Prinzip recht emotionslos an die Sache herangehen, mit etwas Mut und Tatkraft wird es schon gelingen. Wenn es weh tut, dann ist es eigentlich höchste Eisenbahn. Sollten Sie dabei Hilfe brauchen, dann suchen Sie sich Verbündete (siehe Kapitel „Mut“ - „Verbündete können helfen“).

Zu Frage 3:

Wenn Sie hier „ja“ gesagt haben, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Bei „nein“ überprüfen Sie bitte, ob Sie nicht längst aufgegeben haben oder einen Kompromiss eingegangen sind. Es gibt faule Kompromisse aber auch intelligente. Einen faulen Kompromiss sollte man auf jeden Fall nicht eingehen, wenn der Preis den man zahlt nicht in Relation zum gewünschten Ergebnis steht. Ein „fauler“ ist es auf jeden Fall, wenn es laut Frage 2 extrem lästig ist oder gar weh tut. Wenn Sie bei Frage 2 mit „nicht lästig“ sowie „es tut nicht weh“ geantwortet haben, dann handelt es sich hier nicht um ein wirkliches Problem.

Zu Frage 4:

a) = ja = Werden Sie sich selbst treu! Treiben Sie Sport oder frischen Sie anderweitig Ihren Geist auf. Appellieren Sie an Ihr Selbstwertgefühl.
b) = ja = Bilden Sie sich fort! kaufen Sie gute Bücher über das Thema Ihres Problems, um es sachverständig zu lösen. Achten Sie auf Seriosität und Kompetenz der Autoren. Auch das Internet bietet eine Menge Informationen zu fast jedem Thema. Oft ist hier sogar ein Erfahrungs- und Wissensaustausch möglich.
c) = ja = Gehen Sie nicht in die Falle! Lesen Sie das Kapitel „Das Kollidieren von Zielen“ und überlegen Sie, ob Sie nicht mehr Verantwortung übernehmen können. Wenn die andere Person destruktive Eigenschaften hat ist es besser, wenn Sie den Kontakt zumindest für einen längeren Zeitraum abbrechen, insbesondere wenn das Motiv der Person fragwürdig ist.
d) = ja = Machen Sie zunächst kleine Schritte zu kleinen Zielen und schreiben Sie unbedingt ein Erfolgsprotokoll! Lesen Sie das Kapitel „Persönliche Ziele“ - „Das Erfolgsprotokoll (Erfolgsjournal)“.
e) = ja = Lernen Sie sich so auszudrücken, dass man Sie verstehen kann! Meist ist das „nicht verstehen“ ein Kommunikationsproblem, d.h. Sie reden nicht in der Sprache, in der man Sie wirklich verstehen kann. Machen Sie aus Ihren Gedanken ein Konzept, das für andere interessant ist. Werben Sie für Ihre Betrachtungsweisen, indem Sie es sachlich und ausführlich beschreiben. Analysieren Sie die Gedankenwelt Ihrer Mitmenschen und lernen Sie deren Sprache zu sprechen.
f) = ja = Sagen Sie einer solchen Person, dass sie Sie gerade abgewertet hat, unmittelbar wenn sie es tut! Tun Sie das bitte unbedingt sachlich und ohne emotionale Ausbrüche, aber direkt und mit betonter Stimme. Nun hat Ihr Gegenüber die Gelegenheit sich zu korrigieren. Oft ist das Abwerten eines anderen Menschen eine unbewusste Handlung. Wenn man sie darauf hinweist, dass sie es tun, dann tritt meistens Besserung ein. Notfalls wiederholt man es, wenn es wieder vorkommen sollte. Wenn die andere Person das nicht respektiert und zumindest eine langsame aber akzeptable Verbesserung eintritt, dann haben Sie es mit einer Spezies Mensch zu tun, in dessen Umgebung selten Wachstum zu finden ist. In diesem Fall sollten Sie sofort den Kontakt abbrechen oder einen guten Coach aufsuchen.

Hier nun drei weitere Fragen:

5. Haben Sie immer noch den ehrlichen Wunsch dieses Problem zu lösen? - Wenn „nein“, dann sollten Sie einen guten Coach aufsuchen, der Ihnen zur Seite steht. Wenn „ja“, dann werden Sie es auch schaffen, wenn Sie die Ratschläge in diesem Buch ernst nehmen und sie umsetzen.

6. Werden Sie die Lösung jetzt angehen? - Wenn „ja“, überlegen Sie sich ganz genau den nächsten Schritt - nur den allernächsten Schritt. Wenn Sie ihn gefunden haben, dann tun Sie ihn am besten SOFORT. Wenn sie jetzt nicht starten können, dann war es nicht der aller-aller-aller-nächste Schritt. Fangen sie an etwas zu tun, auch wenn es nur ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung ist. Wenn Sie anfangen etwas zu „tun“ beseitigen Sie die innere Trägheit und die Rechtfertigungen, warum man es nicht tun kann entfallen. Wenn Sie sich in Bewegung gesetzt haben, dann hören Sie nicht auf aktiv zu sein.

7. Haben Sie eine Idee, wie Sie das Problem nun lösen können? - Na dann aber los. Gerne dürfen Sie das Buch nun zur Seite legen, um zur Tat zu schreiten. Sie dürfen aber gerne weiter lesen, denn das nächste Kapitel wird Ihnen noch den richtigen Schwung verleihen.

Ich behaupte, dass das Leben ein Spiel ist. Als ein Spiel ist es leider nicht mehr zu identifizieren, wenn wir auf zu große Probleme stoßen.
Wir müssen also den „Spielgeist“ wieder entdecken, in dem wir uns klar werden, was ein Spiel eigentlich ist und bewirken kann.

Weiter zum Kapitel “Das Spiel

Thema: 10 PROBLEME | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 08: Verantwortung für mich

Donnerstag, 27. März 2008 19:09

Was in Gottes Namen hat Verantwortung mit persönlichen Zielen zu tun?
Verantwortung bedeutet doch: „ich kümmere mich um jemand anderen“.
FALSCH!
Oder besser gesagt, das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn, zunächst haben wir Verantwortung uns gegenüber.
Es macht keinen Sinn sich um andere zu kümmern ohne es vorher für uns selbst getan zu haben. Denn erst durch das „Kümmern um uns selbst“ sind wir innerlich stabil und gut gerüstet, um einen Überschuss an andere abzugeben.

Selbstbewusstsein durch Selbstverantwortung
Auch wenn andere sich um uns kümmern, reicht das nicht aus. Wir müssen uns selbst auf uns konzentrieren, mit uns arbeiten und sorgsam mit unseren eigenen Gefühlen, Wünschen und Träumen umgehen, denn diese sind unser größtes Kapital.
Bitte verwechseln Sie das nicht mit Eitelkeit oder Egoismus. In Wirklichkeit ist es Selbstbewusstsein und das damit einhergehende Selbstvertrauen.
Werden Sie sich also Ihrer selbst bewusst.
Erinnern Sie sich dazu zum Beispiel an Ihre Kindheit und was Sie als Kind träumten. Darin liegt meistens Ihr wahres Ich begraben.
Ich habe selten Menschen kennen gelernt – auch wenn Sie tierisch erfolgreich waren - die ALLE Ihre Träume auslebten. Meist diszipliniert uns das gesellschaftliche Leben.
Der Hauptgrund, warum wir unsere Träume vergessen, ist jedoch nicht, weil es nicht funktionieren würde, sondern liegt in der Tatsache, dass unsere tiefsten Träume von (fast) niemandem verstanden und unter-stützt werden. Zumindest bilden wir uns das ein.
Wenn wir von unseren verrückten Plänen oder den kleinen Träumereien erzählen würden, könnte man uns ja auslachen oder als Phantasten hinstellen. Wir wären sozusagen ein Außenseiter und kein gesellschaftsfähiger, akzeptierter, „normaler“ Mensch.
Die Kunst die wir erlernen müssen liegt also darin, den Spagat hinzubekommen, beides zu leben. Das heißt unsere eigenen Ideen zu behalten und zu verfolgen sowie für Bedürfnisse anderer Menschen - insbesondere uns lieb gewordene und wohl gesonnene – Verantwor-tung zu übernehmen.

Disziplin
Oh je, dieses Wort macht uns in Bezug auf Träume oft Angst, bzw. wir bringen diese beiden Themen eigentlich nicht in Verbindung.
Haben wir dieses Wort doch schon an vielen Stellen gehört und meist mit Unbehagen zur Kenntnis genommen.
Schauen wir zunächst mal im Wörterbuch - dem Duden - nach:
Disziplin [lat.]: 1. (ohne Plural) auf Ordnung bedachtes Verhalten; Unterordnung, bewusste Einordnung. 2. (mit Plural) a) Wissenschaftszweig, Spezialgebiet einer Wissenschaft; b) Teilbereich, Unterabteilung einer Sportart.
Es interessiert uns in diesem Zusammenhang natürlich nur die erste Definition:
„Auf Ordnung bedachtes Verhalten“ heißt für uns so viel wie: „Lass´ es uns/mich ordentlich machen“.
„Unterordnung“ und „bewusste Einordnung“ bedeutet für uns nun: „sich seinen eigenen Maßstäben gerecht werden, in dem wir unsere Handlungen unterordnen“.
Im Englischen gibt es da noch eine treffendere Voka-bel , die ich hier einfach mal so in den Raum stellen möchte: „compliance“, was laut Langenscheidt soviel heißt wie:
compliance: [kem'plaiens] s 1. (with) Einwilli-gung f (in acc); Befolgung f (gen): in compliance with einer Vorschrift etc. gemäß. 2. Willfährigkeit.

Lassen Sie uns jetzt bitte festhalten, dass es also notwendig ist, ein gewisses Maß an Disziplin anzuwen-den, was wir hier auch gerne Selbst-Disziplin nennen dürfen.
Auch für jedes persönliche Ziel gibt es Regeln, die uns während des Aufstellens des Zieles als sehr sinnvoll erscheinen. Wir sind also gut beraten, wenn wir diese Regeln anwenden. Gemäß „compliance“ hieße das, dass wir uns zu 100% daran halten.
Ich versichere Ihnen, wenn Sie die selbst aufgestellten Regeln befolgen, dann erreichen Sie Ihr Ziel um ein vielfaches schneller als wenn Sie „rumeiern “, nämlich nicht 100% konsequent und strategisch diszipliniert die gerade Linie verfolgen. Somit übernehmen Sie Verant-wortung für sich selbst.
Da wir uns selbst gegenüber immer wieder die besten Rechtfertigungen (siehe Abwimmelprogramm im Kapitel „Wichtig oder nicht“) aus dem Hut zaubern, ist das eine weitere böse Falle, vor der ich Sie nun ausführlich gewarnt habe.
Na ja, eigentlich habe ich Ihnen nicht viel Neues erzählt - oder? Trotzdem noch mal die Kurzfassung zum Mitschreiben:
Halten Sie sich an das, was Sie mit sich selbst und Ihren Mitstreitern vereinbart haben!

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Thema: 08 VERANTWORTUNG FÜR MICH | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer

Kapitel 07: “Das Kollidieren von Zielen”

Mittwoch, 26. März 2008 17:07

Ziele haben Richtungen
Was wir bisher noch nicht beleuchtet haben, ist die Tatsache, dass die hier definierten Ziele, eine Richtung haben. Natürlich keine Himmelsrichtung, wie zum Beispiel ein Reiseziel oder eine Zielscheibe beim Bogenschießen, aber etwas Ähnliches.
Ein paar Verrückte behaupten, dass nur da Kreativität eingesetzt werden kann, um etwas neues, schöneres, brauchbareres, etc. zu erschaffen, wo zunächst Chaos herrscht. Dem ein oder anderen, der sich mit der Chaostheorie beschäftigt hat, müsste das bekannt vorkommen.
Eindringen oder durchbrechen von Hindernissen. Das ist zwar irgendwie logisch, bringt uns aber nicht weiter, wenn es darum geht, ohne Depressionen oder ohne andere Lasten zu erleiden, mit Leichtigkeit die eigenen Ziele zu erreichen und dabei möglichst wenig zu zerstören, da - und jetzt wird’s spannend - andere Menschen möglicherweise andere Ziele haben, die mit unseren kollidieren, obwohl keiner böse Absichten dabei hat.
Da fast alle unserer Ziele einen physikalischen Zustand erschaffen der eine gewisse Konsistenz haben soll, dringen sie also in etwas hinein, wo etwas anderes schon ist. Dabei ist es wichtig, dass das „Andere“ der neuen „Sache“ weicht oder sich mit ihr vereint.
Klingt das alles zu philosophisch? Dann lassen Sie uns doch mal praktischen Beispiele anschauen:

Wenn Sie in eine leere Tasse Kaffee hinein schütten, dann muss die Luft, die darin ist, raus. Das geht natürlich recht einfach und ohne Anstrengung. Wenn wir aber Luft in einen Berg schaffen wollen, dann kostet das eine ganze Menge Kraft, denn da müssen wir eine Menge fester Steine losschlagen und herausholen. Beide Prozesse haben die gleiche Zielsetzung, nämlich etwas hineinzubringen. Mit dem Unterschied, dass Luft herauszubekommen leichter ist als sie hineinzubringen.

Dieses Beispiel verdeutlicht warum manche Ziele nicht erreicht werden, obwohl sie von Grund auf logisch und lohnenswert sind, so wie zum Beispiel ein Tunnelbau, bei dem eine Menge Luft in den Berg hinein muss – und zwar von der einen bis zur anderen Seite.
Wir müssen uns also darauf einstellen, dass es Ziele gibt die unseren entgegenstehen. Manche sind sehr hartnäckig (zum Beispiel Steine), manche sind scheinbar nicht vorhanden (zum Beispiel Luft).
Wenn man also zum Mond fliegen will, ist das nicht deswegen schwierig weil man sich keine großen Ziele stecken kann (das wollen wir ja definitiv nicht zulassen), sondern weil es andere, entgegen laufende Ziele gibt. Die nennen wir Hürden oder Barrieren oder ähnliches.


Abbildung 2: Das fremde Ziel stoppt mein Vorwärtskommen, da es direkt auf mich zukommt. Ich erreiche meinen Zielort nicht – ich muss aufgeben.

In diesem Beispiel ist das extrem dargestellt, denn der entgegenkommende Pfeil hat die gleiche Länge; das bedeutet die gleiche Energie und/oder Geschwindigkeit, weswegen sich das Ganze – nach einem kräftigen Knall – in Luft auflöst. „Keiner gewinnt – alle verlieren“, wenn die Vernunft nicht siegt.


Abbildung 3: Das fremde Ziel durchkreuzt meine Bahn, es lenkt mich vom Weg ab. Ich erreiche meinen Zielort nicht, auch wenn ich weitermache.
Die Pfeile in den obigen Abbildungen sind gleich lang, d.h. die Kraft oder Energie ist gleich groß. Das kommt selten vor; tatsächlich sind die Kräfte meist ungleich und einer von beiden wird - nach einer kurzen Bremsung, Umleitung und einer anschließenden Kurskorrektur - siegen.

Das Kräftechaos
Etwas „peinlicher“ wird es bei dem Beispiel mit der Ablenkung oder Umlenkung, denn dort reicht oft nur eine kleine Kraft, um uns aus der Bahn zu werfen. Das ist um so schlimmer, je weiter entfernt der Zielort liegt und die Abweichung im Laufe der Zeit immer größer wird. Malen Sie sich das doch mal auf ein Stück Papier auf, um es sichtbar zu machen.
Hier ein Beispiel:

Sie wollen ein Haus im Süden kaufen, davon haben Sie schon immer geträumt. Das erzählen Sie einem Freund. Der findet die Idee grundsätzlich gut, aber gibt zu bedenken, dass Sie dann ihre Freunde nicht mehr so oft sehen werden.
Da ihnen diese wichtig sind, bekommen Sie ein ungutes Gefühl, bei dem Gedanken in den Süden zu ziehen. Sie beschließen, diese Angelegenheit erst mal ruhen zu lassen, blicken aber dennoch ab und zu in Prospekte (vor allem auf die schönen Bilder) und wenn Sie mal im Urlaub sind, dann träumen sie selbstverständlich weiter. Da Sie ein ordentlicher Mensch sind, ziehen Sie vor, Ihre Freunde natürlich nicht verlieren zu wollen – Sie sind mit der Situation aber irgendwie nicht zufrieden, aber irgendwann klappt das sicher schon mal (!?).

Natürlich ist in diesem Beispiel das Verlieren der Freunde nicht die einzige „Gegenbetrachtung“, gerade bei größeren Träumen gibt es sicher noch mehr, was einem entgegengesetzt ist. Ich habe aber bewusst darauf verzichtet, die Sache kompliziert zu machen. Gerne dürfen Sie sich Beispiele ausmalen, denn wenn weitere Gegenziele hinzukommen, denn dann wird es erst richtig spannend.
Was ist da also passiert? - Ihr Ziel richtet sich auf „ein Haus im Süden“ – was so aussehen könnte:


Abbildung 4: Häusergruppe in Andalusien, Sierra Cabrera (Foto: Swetlana Sauer)
Jetzt durchkreuzt Sie der Gedanke, Sie könnten Ihre Freunde und die Familie verlieren, wenn Sie nicht mehr regelmäßig in Ihrer alten Heimat sind, und außerdem könnten einige neidisch werden, usw.:
Also bekommen wir einen Verlust von vorhandenen Werten. Diese hypothetische Sache - der Verlust der Freunde - kommt quer auf sie zu, da es kein direkt entgegengesetztes Ziel ist, sondern nur eine Art Quer-Betrachtung, man könnte auch sagen ein Quer-Ziel.

Ziel weg aber der Traum bleibt
Fazit: Ihr Ziel ist - realistisch gesehen - weg, denn sie können scheinbar nicht beides haben. Zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Der Traum ist jedoch noch da, was ja klar ist, denn das ist ein Teil von Ihnen und nicht so leicht wegzudenken (zum Glück), aber die Sache scheint derzeit ausweglos, also gibt es keine ECHTEN zielgerichteten Aktionen, die Sie tun sollten, um Ihr Ziel tatsächlich zu erreichen.

Gegenziele
Es gibt zwei Arten von Gegenzielen. Die von der Natur gegebenen und die von Menschen gegebenen.
Auch andere Menschen haben Ziele, die unseren entgegengesetzt sind oder unsere Bahn kreuzen. Dafür gibt es sicher mehr Beispiele als Menschen.
Fremde Zielrichtungen entstehen auch durch falsche Kommunikation. Es ist daher wichtig, seine Ziele klar und deutlich zu kommunizieren. Das sollten Sie jedoch erst tun, nachdem Sie sich Ihr Ziel (wir reden hier besonders von den größeren) aufgeschrieben und somit manifestiert haben. Das heißt: Kommunizieren Sie Ihr Ziel zunächst sich selbst - Ihrem eigenen Verstand. Oft ist man nämlich überrascht, wenn man freudestrahlend jemandem von einer tollen Idee oder Vision erzählt und derjenige entweder damit gar nichts anfangen kann (was schon mal nicht schlecht ist) oder Ihnen leider erklären wird, dass das nicht so einfach ist, oder vielleicht sogar unmöglich. In diesem Moment läuft die Uhr gegen Sie, wenn Sie nicht sofort an Ihrer Zielrichtung, Zielgröße, Zieldefinition und die Absicht es erreichen zu wollen, festhalten, sind Sie ziemlich verloren.
Denken Sie jetzt bitte nicht, dass nur ein Ziel von Ihnen verloren ginge, nein, da jedes Ihrer Ziele ein Teil von Ihnen ist, haben Sie zumindest auch ein Stück von sich selbst verloren.
Sie bekommen im Laufe der Zeit in Ihrem Kopf (ich meine damit Ihren Verstand) Gegenziele „eingebaut“, die immer fester werden, je länger Sie mit dem Gegenziel auch nur teilweise übereinstimmen.
Sehen Sie diese „Gegenbetrachtungen“ als den gefährlichsten „Virus“ an, von dem ein Mensch je befallen sein kann. Er bekämpft unser persönliches Wachstum und unsere kreative, geistige Freiheit.
Es gibt keine „vernünftigen“ Gegenziele, außer sie sind die eigentlichen „guten“ Ziele. Aber das gehört zu den Themen Ethik und Moral, die erst in einem späteren Buch dieser Serie beleuchtet werden sollen.

So, wie lösen wir denn nun die Situation mit den Gegenzielen? Wenn wir uns das genauer betrachten, dann wimmelt es ja nur so um uns herum - wenn man dann noch das ganze juristische Bollwerk mit einbezieht und die Themen Geld, Liebe, Emotionen, Krankheit, … - es ist zum Haare raufen.
Die Lösung ist zwar ganz einfach - aber zunächst unsichtbar. Leider ist unser Verstand viel zu komplex und mit vielen komischen Sachen gefüttert, als dass wir „Schnipp“ machen und die Sache damit klar ist.

Die verrückte Lösung
Auch hier gibt es eine Formel, die richtig viel Sinn macht, wenn man betrachtet, was im späteren Kapitel Probleme steht (nur Geduld!):
Sie erreichen immer Ihr Ziel, in dem Sie durch Stabilität entwirren. Entwirrung heißt, alle entgegengesetzten Ziele in die von Ihnen vorgesehene Richtung umzulenken und sich die Energie des bisher entgegengesetzten zu nutze machen, um noch schneller Ihr Ziel zu erreichen. Sie etablieren damit die Fähigkeit bei jeder Gegenbewegung das Spielfeld und damit das Ziel zu vergrößern. Also: Entwirrung und Ausrichtung durch Vergrößerung.
Das hat nichts mit faulem Zauber, esoterischen oder psychologischen Tricks zu tun. Vielmehr mit der Ausnutzung eines Naturgesetzes und die damit verbundene Benutzung unseres, bis dahin brach liegenden, logischen Verstandes.

Steckenbleiben durch Übereinkunft
Die einfache Übereinkunft und Akzeptanz von Gegenzielen entspricht nicht dem gesunden Verstand bzw. Denken, weswegen dieser sich dann gerne zurückzieht indem er alle möglichen „scheinbar“ logischen Rechtfertigungen erfindet. Das funktioniert besonders gut, weil fast alle Menschen so funktionieren und in das gleiche Horn blasen. Da sehr viele falsche Weisheiten oder einfach „dummes Zeug“ aufgrund von einer allgemeinen Übereinstimmung aufrechterhalten wird, ist diese Falle sehr gut gebaut – und man merkt es noch nicht einmal bewusst.
Man wird sogar Teil der Falle, da man anfängt in das gleiche Horn zu blasen wie die ursprünglichen Gegner. Somit haben wir eine gute Rechtfertigung für das eigene Versagen.
Anders formuliert: wir haben unsere Bedeutungslosigkeit geschickt getarnt, in dem wir „konform“ sind, mit der allgemeinen Meinung, dass manche Dinge (eben diese, die wir eigentlich wollten) einfach nicht gehen.
Habe ich Sie ertappt? Dann ist das ein harter Schlag – voll ins Gesicht.

Vergrößern des eigenen Aktionsradius
OK, wenn Sie es also richten wollen, müssen Sie Interesse für die Ambitionen anderer haben und automatisch Verantwortung für ALLE Ihr Ziel tangierende Dinge oder Menschen übernehmen, da Sie in deren Territorium eindringen. Ansonsten lassen Sie zu, dass andere (Dinge oder Menschen) in Ihr Territorium eindringen und Sie werden zwangsläufig „schrumpfen“.
Ziemlich verwirrend? Dann lassen Sie es mich anders formulieren oder besser noch, anhand unseres Beispiels mit dem „Haus im Süden“, verdeutlichen:
Wir wollen also ein Haus im Süden.
Das geht nicht, denn dann würden wir unsere Freunde verlieren:

Haus im Süden = Ziel
Freunde behalten = Quer-Ziel

Siehe auch hierzu die folgende Grafik:


Abbildung 5: Vektorengrafik anhand des Beispieles „Haus im Süden“ & „Freunde verlieren“

Vergrößern des steckengebliebenen Zieles
Wenn wir jetzt über unser Ziel hinaus, Verantwortung für das Querziel übernehmen sowie für jede Person, die dieses Ziel auch hat, dann vergrößern wir unseren Verantwortungsbereich.


Abbildung 6: Die Kreise symbolisieren unseren Verantwortungsbereich. Der äußere, größere Kreis stellt den Bereich dar, in dem sich das Gegen-Ziel bzw. das Quer-Ziel befindet UND das Ziel, das unseren Traum (zum Beispiel „Haus im Süden“) ausmacht. Unser eigentliches, ursprüngliches Ziel ist kleiner als das somit erschaffene NEUE Ziel.

Die Lösung lautet also: „Wir vergrößern das Ziel“. Das klingt verrückt – oder?
Aber genau das ist die Lösung. Der Spruch „Geht nicht, gibt’s nicht“ hat sicher darin seine Begründung, obwohl das offensichtlich nicht bekannt ist. Gleichzeitig vergrößern oder vermehren sich einige andere Einflussgrößen, wie zum Beispiel:
* Zielbeschreibung
* Probleme
* Verantwortungsbereitschaft
* Einflusskreis (in diesem Beispiel: Personen)
* Fähigkeiten (benötigte Kenntnisse und Fertigkeiten)
* Experimentierfreudigkeit
* Wertigkeit
* etc.
Das wichtigste an dieser Vorgehensweise unser Spielfeld zu vergrößern, ist, dass wir nun mehr Verantwortung übernehmen müssen und genau dadurch fangen wir an unweigerlich zu wachsen. In unserem Beispiel könnte dann das neue Ziel heißen: „Ein Haus im Süden, in dem uns Freunde jederzeit besuchen können. Das bedeutet, dass wir zum Beispiel ein oder zwei Gästezimmer (im Idealfall mit eigenem Badezimmer) haben müssen“.
Das Ziel kann auch anders ausgeprägt sein, zum Beispiel: „Wir kaufen ein Doppelhaus, wobei wir die zweite Haushälfte an Freunde vermieten können, somit haben wir einen größeren Vermögenszuwachs, was ein positiver Nebeneffekt ist.“
Es sollte uns nicht überraschen, wenn weitere positive Dinge dabei herauskommen bzw. zusätzliche Probleme gelöst werden - also ebenso weitere Ziele erreicht werden, denn wenn wir mehr Verantwortung übernehmen und zielgerichtet einen größeren Einflussbereich positiv aktivieren, dann wird das oft honoriert – vom Schicksal oder so was ähnlichem.
Ein weiteres Beispiel:
Ausgangssituation:
Herr Maier arbeitet in einem Unternehmen in dem er sich seit einiger Zeit nicht wirklich wohl fühlt. Alle Versuche einen guten Job zu machen, werden ihm durch einige Vorgesetzte und Kollegen erschwert. Die Firma scheint insgesamt krampfhaft und schwerfällig zu arbeiten, obwohl Herr Maier sehr gute Lösungsansätze, zumindest für Teilprobleme. Man hört ihm nicht richtig zu und interessiert sich auch nicht wirklich für seine Lösungsvorschläge, wodurch keine Chancen zur Umsetzung bestehen. Das macht ihn sehr unglücklich und frustriert. Sogar seine Familie bekommt das immer öfter zu spüren und hat ihm schon die Gelbe Karte gezeigt. Er erreicht seine Ziele nicht.
Eine der möglichen Lösungen:
Er kündigt einvernehmlich mit der Geschäftsleitung und der Personalabteilung, mit der Aussage, dass Sie sich persönlich weiterentwickeln wollen und dazu eine Menge konstruktiver Ideen haben. Die Geschäftsleitung freut sich heimlich, denn sie wollten sowieso Personal abbauen.
Herr Maier schreibt fleißig an seinem Lösungskonzept und stellt fest, dass andere Firmen das auch benötigen könnten. Selbstbewusst, wie er nun seit der Kündigung geworden ist, bietet er das Konzept seiner alten Firma und zwei weiteren Unternehmen an. Wie durch ein Wunder hört man ihm nun zu und er gewinnt seinen ersten Kunden gegen gute Bezahlung - seine alte Firma. Er ist neu positioniert, man respektiert ihn und setzt schnell seine Lösungen um. Alle sind so zufrieden, dass ein anderes Unternehmen davon hört, das sich bei Herrn Maier erkundigt, ob er dieses Konzept auch an sie verkaufen wolle. Gesagt, getan - nun sind noch mehr Leute zufrieden.
Fazit:
1. Herr Maier ist glücklich, da er sein Ziel erreicht hat.
2. Seine alte Firma ist zufrieden, da sie jetzt eine echte Lösung hat (herrje, waren die vorher blind).
3. Eine weitere Firma ist sehr erfreut darüber, dass man ihnen schnell und kompetent geholfen hat.
4. Seine Familie ist glücklich, da Herr Maier jetzt zwar später, aber wieder zufrieden und glücklich nach Hause kommt und spannende Geschichten erzählt.
5. Herr Maier hat viele Perspektiven mit seiner eigenen Firma, da schon weitere Unternehmen nach der Lösung fragten.

Die Devise noch mal zusammengefasst:
Sobald Sie Gegen-Ziele oder Quer-Ziele verspüren, vergrößern Sie das Ziel (Spiel). Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf - gerne mit dem Ausruf: „jetzt erst recht“ - nicht aus Trotz, sondern mit Siegeswillen. Somit übernehmen Sie mehr Verantwortung - auch für andere Lebensbereiche.
Seien Sie sich bewusst, dass Sie dadurch die Ziele anderer Menschen berücksichtigen müssen und kommunizieren Sie offen mit Ihren Verbündeten darüber.

Verantwortung ist ein Schlüssel zum Wachstum
Verantwortung ist also gut, wenn sie gepaart ist mit strategischer Einplanung von Gegenzielen und der Bereitschaft diese zu tolerieren. Das heißt mehr Ursächlichkeit über komplexe Situationen.
Ich möchte hier ein interessantes Zitat anbringen, das die Wichtigkeit von Verantwortung in Beziehung mit seinem Aktionsradius darstellt. Es ist beispielhaft dafür, wie viele grundlegende Missverständnisse wir in der heutigen, vermeintlich zivilisierten Welt haben:

Die Definition des Familienbegriffs durch einen Stammesältesten der Aborigines
(Aus dem Buch „Das Geld der Zukunft“ vom Autor Bernhard A. Lietaer)
Ihr Weißen versteht nicht, was wir mit „Familie“ meinen.
Nach der Geburt wird ein Baby seinen „Müttern“ übergeben. Damit ist nicht nur die Mutter gemeint, die es geboren hat, sondern auch ihre ganzen Schwestern und Tanten. Sie sind verantwortlich dafür, dass das Kind ernährt und geliebt wird.
Das Baby wird auch seinen „Vätern“ übergeben. Das sind sein biologischer Vater, seine Brüder und Onkel. Sie sorgen für das Kind und lehren es die Dinge, die es wissen muss. Alle anderen im Stamm sind Brüder oder Schwestern.
Wir finden es wirklich primitiv, wenn ein Kind nur eine Mutter und einen Vater hat!
In westlichen Gesellschaften haben viele Kinder nicht einmal beide Elternteile! Stellen Sie sich die Liebe, Unterstützung und Aufmerksamkeit vor, die ein Kind in einer Gruppe von Müttern und Vätern erfahren würde!

Anmerkung dazu von Bernhard A. Lietaer: Ist unsere Ansicht, dass zwei Eltern für ein Kind ausreichen, tatsächlich „primitiv“?

Vielleicht ist Existenzangst nur ein Bestandteil der westlichen Kultur und gar kein natürlicher Daseinszustand des Menschen.

Und nun zurück zu Ihren Träumen!

Nächstes Kapitel: “Verantwortung für mich

Thema: 07 DAS KOLLIDIEREN VON ZIELEN | Kommentare (0) | Autor: Frank H. Sauer